Unternehmensformen in Deutschland

Hallo zusammen,
ich habe mich kürzlich über europäische Rechtsformen informiert beim Finanzamt.
Dort hat man mir unteranderem von einer amerikanischen Rechtsform erzählt, bei der sich der Unternehmer aussuchen kann ob er nach EStG oder KapStG besteuert werden will. Was natürlich besser sein kann als bei einer Limited bei der im FA entschieden wird ob EstG oder KapStG. Leider war die Seite mit den Rechtsformen in deren Intrantet down und er konnte mir den Namen nicht nennen.

Mich würde interessieren wie diese Rechtsform heißt und ob man eine solche Rechtsform auch in Deutschland nutzen kann.

Hallo Timo,

das ist ein bissel zu wenig für eine konkrete Beschäftigung mit der Frage.

Vorab zu den Begriffen: Erträge werden in D nach den Bestimmungen des EStG oder nach denen des KStG (= Körperschaftsteuergesetz) besteuert.

Bis vor kurzem war es noch so, dass die Entscheidung der Gesellschafter, die Erträge aus einer Kapitalgesellschaft nach EStG zu besteuern, ganz schlicht durch den Beschluss getroffen werden konnte, das für Ausschüttungen verwendbare Eigenkapital komplett auszuschütten. Folge: Vollständige Entlastung von der Körperschaftsteuer und Besteuerung nach dem individuellen ESt-Satz der Gesellschafter (soweit sich alles im Inland abspielt).

Jetzt, nach Übergang zum sog. „Halbeinkünfteverfahren“ ist das ein bissel anders geworden: Tendenziell teurer für Leute mit sehr niedrigen individuellen ESt-Sätzen und tendenziell billiger für die anderen.

Kannst Du zu dem Konzept, von dem Du sprichst, aus der Erinnerung noch mehr Details geben: Sitz der Gesellschaft wo? Steuerpflicht der Gesellschafter wo? Fällt die zitierte „Entscheidung“ einmalig oder von Jahr zu Jahr neu, ex ante oder ex post? - Wenn sie bloß einmalig und ex ante getroffen werden soll, ist ein mögliches Mittel der Wahl die alte Tante „GmbH & Co KG“, zu versehen mit einem ggf. eher subtilen Vertrag betreffend Zurechnung/Verteilung der Erträge, Vergütung für die voll haftende GmbH und dergleichen.

Grundsätzliche Frage bei „Steuersparmodellen“: Was kosten WP, StB, Notar, Anwalt, auch das Risiko bei Gestaltungen „am Rande“ - im Vergleich zu dem Steuervolumen, um das es geht?

Schöne Grüße

MM