Unternehmensformen

Liebe/-r Experte/-in,
Ich muss eine Hausarbeit über die verschiedenen
Unternehmensformen(GMBH; KG; AG…)schreiben und bitte um
Hilfe.
Die Aufgabe lautet: Analysieren Sie, welche
Unternehmensformen aus heutiger Sicht die Beste wäre!
Begründen sie ihre Meinung!
Ich komme mit dieser AUfgabe nicht so ganz klar und hoffe
dass du/sie mir helfen kannst/können

Vielen Dank im voraus
Liebe Grüße
Laura

Hallo Laura,

die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Es geht meistens um die Haftung eines Unternehmens.

Die gängigsten Rechtsformen im Überblick
GesellschaftenPersonen(handels)gesellschaften
Körperschaften
(grdsl.) kleine Mitgliederzahl
persönliches Vertrauen
vom Mitgliederbestand abhängig
Einstimmigkeitsprinzip
Grundsatz der Selbstorganschaft
Entstehung mit Vertragsschluss
Beispiele: GbR, OHG, KG
unbegrenzte Mitgliederzahl
kein persönliches Vertrauen
Mehrheitsprinzip
Handeln durch sog. „Organe“
Grundsatz der Drittorganschaft
Existenz erst nach Registrierung
Beispiele: UG,GmbH, AG

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Wichtige Aspekte der Rechtsformwahl
Haftung
Gründungsmodalitäten (Form; Gründerzahl)
Kapitalaufbringung
Leitungsmacht / Geschäftsführung
Gewinn-und Verlustbeteiligung
Nachfolgeregelungen
Rechtsformaufwand (Kosten, administrativer Aufwand)
Umwandlungsmöglichkeiten in andere Rechtsform
Insolvenz
Publizitätserfordernisse (Bundesanzeiger)
Image
Steuer-und Kostenbelastung

Vor-und Nachteile im Überblick
VorteileNachteile
GbR
kein Mindestkapital
sehr geringer Gründungs-aufwand
keine Eintragung im HR
Großer Einfluss auf Unternehmensleitung
Haftung mit Privatvermögen
ungeeignet für die Aufnahme von Investoren
OHG
kein Mindestkapital
geringer Gründungsaufwand
Großer Einfluss auf
Unternehmensleitung
Haftung mit Privatvermögen
ungeeignet für die Aufnahme von Investoren
HR Eintragung
nur für Kaufleute
Buchführungspflichtig

Vor-und Nachteile im Überblick
VorteileNachteile
KG
kein Mindestkapital
durch Kommanditisten kann großes Kapital geschaffen werden
beschränkt haftender Kommanditist ohne Geschäftsführung, diese verbleibt beim Komplementär
Hohe Kreditwürdigkeit
kann nur von Kaufleuten gegründet werden
unbeschränkte Haftung der Komplementäre mit Privatvermögen
Einzelvertretung der Komplementäre erfordert hohes Vertrauen unter den Gesellschaftern
Kommanditist kann trotz Haftungsbegrenzung wesentlichen Einfluss gewinnen
Buchführungspflichtig
HR Eintragung erforderlich

Vor-und Nachteile im Überblick
VorteileNachteile
GmbH
Gesellschafter haften nicht persönlich, sondern nur mit Hafteinlage
Image
Attraktiv für Investoren
UG (haftungsbeschränkt) seit 01.11.2008 möglich
Mindeststammeinlage von 25.000 €erforderlich (Ausnahme UG)
aufwendiges Gründungsprozedere, es sei denn Musterprotokoll
Notarielle Beurkundung erforderlich
HR Eintragung erforderlich
Buchführungspflichtig
Gewerbesteuerpflichtig kraft Rechtsform
Schau Dir diese bitte mal an.

Viele Grüße,

Kai-Uwe Conrad

hallo Laura,

ich kann dir natürlich auch keine vollständig ausgearbeitete arbeit hier posten, aber ein paar anregungen und tipps wo du ansetzen kannst versuche ich dir zu geben.

als erstes würde ich eine differenzierung nach Kapitalgesellscahften und Personengesellschaften machen.
dies kann eine gute einleitung und ein einstieg ins thema sein. Kapitalgesellschaften: AG, GmbH, GmbH und Co KG, Personengesellschaften: KG, OHG,…
dann würde ich erklären den unterschied zwischen juristischer und natürlicher person.

dann im hauptteil dann würde ich mir überlegen, welche kriterien du bei der beurteilung der vorteilhaftigkeit heranziehen möchtest dun diese dann auf die jeweilige unternehmensform beurteilen.
man nennt im allgemeinen folgende Kriterien:

  • Formalitäten bei der Gründung: Hier ist es so, dass manche Unternehmensformen eine sehr unbürokratisch gegründet werden können, ander sehr schwierig, eventuell sogar ein eintrag ins handelsregister, was mit zusätzlichen kosten verbunden ist.

  • Büchführung: Je nach Untrnehmensform musst du unterschiedlich intensiv Bücher führen und diese auch veräffentlichen.

-Kapitalbeschaffung: Hier haben die Kapitalgesellschaften klare Vorteile, insbesondere bei der Eigenkapitalbeschaffung bspw. über den Kapitalmarkt.eschafft sich eine AG über den Kapitalmarkt Geld, verliert die AG gleichzeitig an unabhängigkeit und büst unternehmerische Unabhängigkeit ein. Personengesellschaften können sich fast ausschließlich über Bankkredite finanzieren oder über persönliche Einlagen.

  • Unternehmerische Unabhängigkeit: Hier musst du untersuchen, inweiweit du als Firmenchef das machen kannst was du für richtig hältst, oder ob du eventuell auf einen Aufsichtrat hören musst oder zusätzliche Gesellschafter.

  • Haftung: Bei Kapitalgesellschaften haftest du nur mit dem Eingesetzen Kapital (Gesellschaft mit BESCHRÄNKTER Haftung (Bei GmbH mind. 25.000 bei AG mind 50.000) Wenn du jetzt bspw. Pleite gehst musst du nicht mit deinem Perönlichen Vermögen haften. Dies ist bei Personengesellschaften der Fall.

  • Kapitaleinsatz bei der Gründung: Du musst wie oben bereits kurz erwähnt bei Kapitalgesellschaften eine Mindesteinlage zahlen. Bei Personengesellschaften entfällt diese. Allerdings haftest du unbeschränkt.

  • Image: Eine AG, die evtl. noch Börsennotiert ist strahlt natürlich mehr Prestige aus, als bspw. eine „langweilige“ OGH.

Ich würde diese Einzelnen Kriterien jeweils für die einzelnen Unternehmensformen darstellen. Und vergiss nicht, dass es zu allen Vorteilen jeweils auch Nachteile gibt.

Deine Aufgabe lautet ja, dass du die Beste darstellst. Da muss ich dir leider sagen, dass es nicht DIE BESTE Rechtsform gibt, sondern für unterschiedliche Ziele und Motive des Gründers jeweils eine geeignete oder wenig geeignete.
Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig helfen. Bei fragen kannst gerne wieder schreiben.

LG Michael

Hallo Laura,
das ist eine schwierige Frage, weil es auf die Umsände ankommt, darauf ankommt, was für eine Firma du gründen möchtest und wie Deine Pläne mit der Firma sind.

Hast Du dich denn schon entschieden, was für eine Firma du gründen würdest? Weil ich Dir dann besser helfen könnte.

Wenn DU mir direkt an [email protected] schreibst, lese ich Deine Emails schneller.

Grüße

Oliver

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Laura,

OK, ich würde Deine Hausarbeit zuerst mit einer Gegenfrage beginnen, die ich im Laufe der Hausarbeit immer wieder aufgreifen würde.
Pauschal kann ich diese Frage nicht beantworten, denn die Wahl der Unternehmensform hängt ja maßgeblich davon ab, was der Geschäftszweck bzw. die langfristige Sichtweise ist.
Bspw. würde wohl niemand einer Hausfrau, die sich mit einem Hemdenbügelservice selbstständig machen möchte raten eine AG zu gründen.
Demnach sollte zuerst die Frage nach dem Geschäftszweck gestellt werden.
Dann die Frage nach der Haftung!
Des Weiteren die Frage, ist es absehbar, dass evtl. später Geldgeber hinzukommen sollen. Sprich wie einfach oder schwer kann ich einen neuen Gesellschafter aufnehmen.
Weiterhin, welche finanziellen Mittel stehen dem Gründer zur Verfügung?
Wie hoch sind die Kosten für den Jahresabschluss- nach welchen Richtlinien ist dieser zu erstellen und was kostet dies?

Also ich würde mir eine Matrix erstellen, in dem Du die Rechtsformen einander gegenüberstellst (+/ - Liste). Anschließend Anhand meiner Fragen (s.o.) dann die Unternehmensform diskutieren.
Um es einfacber zu machen, kannst Du ja drei Szenarien beschreiben:
a) Kleinstunternehmen
b) Mittel
c) Groß
mit dieser Vereinfachung, kannst Du einen gute Übersicht erstellen und für die jeweiliegn U-Form eine Empfehlung abgeben.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen,

Gruß und viel Erfolg
COD