Unternehmenskonzept: höhe Eigenkapital - Hausbank

Unternehmenskonzept eines Bekannten:

Sehr gute Geschäftsidee, Kunden an Hand, Dienstleistung, Produktion.
Von HWK und IHK abgestempelt.
Geschäftsform: Privatperson, Meister
Risiko: anfangs gering (bei steigendem Risiko GmbH geplant)

Monatliche Einnahmen 12500 Euro
Monatliche Ausgaben 7800 Euro

Kapitalbedarf 97000 Euro.

Abschriebungen lassen wir nun mal ausser acht.

Eigenkapital an Sachen (Maschinen, etc.) 45000 Euro.
(Reiner Wert für was er sie auch verkaufen könnte, bei Ebay zum Beispiel.)
Eigenkapital Bar 2000 Euro.

Finanzierungsbedarf Lfa 50000 Euro.
30000 Mitellstandskredit Existänzgründer 2,85 eff.
20000 Ergänzungsdarlehn Exisänzgründer 3,6 eff

Risikofeistellung 70%

(Ausgezahlt sollen gleich die 30000 Euro werden und mittelfristige anschaffungen durch Einnahmen der Firma gedeckt werden. Die 20000 sollen reserve sein)

Meint ihr es geht unproblematisch bei der Hausbank wenn er nur 2000 Bar hat? Die 45000 Maschienen sind ja toll, und sind auch sehr tolle aber interessiert das die Bank?`
Habe ihm schon angeraten das er da anfangs einfach 20000 Euro einbringen soll, hat er jedoch nicht da er fürher geschwarzelt hat und dafür sich die Mascheinen gekauft hat. auch für seinen Meister hat er seine Reserven verbraucht, also wirklich nur 2000 Euro da.

Unternehmenskonzept eines Bekannten:

Hallo,

die Bank braucht Sicherheiten, Bargeld ist keine, daher ist das garnicht so interessant. Die Frage ist vielmehr, ob er mit dem Bargeld und dem Kontokorrentkredit der Bank über die Runden kommt.

Was die Bank interessiert:

  1. Sicherheiten: was kann im Insolvenzfall verkauft oder versteigert werden, und was bringt das ein.

  2. Rückzahlung: wirft das Ganze voraussichtlich genug ab, um die Kredite im vorgesehenen Zeitrahmen tilgen zu können.

Gruss Reinhard

Guten Morgen!

Die 45000 Maschienen sind ja :toll, und sind auch
sehr tolle aber interessiert :das die Bank?

Auf Deine Zahlen und die Bewertung irgendwelcher Gegenstände will ich gar nicht eingehen, weil sie isoliert betrachtet nichtssagend sind. Es gibt Leute, die trotz ausreichender Sicherheiten keinen Cent Kredit bekommen, während ein anderer ohne bankübliche Sicherheiten die Finanzierung auf die Füße stellt. Es ist vieles darstellbar, wenn dem Vorhaben ein überzeugendes Konzept mit und von einer überzeugenden Gründerpersönlichkeit zugrunde liegen. Überzeugend ist unter gar keinen Umständen die Aussicht auf Verwertungserlöse, sondern die nachvollziehbar dargelegte Aussicht auf wirtschaftliche Tragfähigkeit und Gewinn. Dafür braucht man einen Geschäftsplan.

Der Geschäftsplan muß u. a. Dienstleistung/Produkt, Marktsegment, Vertrieb, Wettbewerbssituation erkennen lassen. Dazu das Zahlenwerk mit einer Vorausschau für die ersten Jahre und dem Kapitalbedarf. Das Ganze muß hinterfragbar sein und einem Betriebswirt schlüssig erscheinen.

Nach meiner Einschätzung solltest Du mit den vorliegenden Zahlen nicht zur Bank gehen. Du richtest vorhersehbar Schaden an, weil die Ablehnung eines Finanzierungswunsches nur schwer aus der Welt zu schaffen ist. Gehe statt dessen mit dem Entwurf eines Geschäftsplans (nicht nur mit den paar Zahlen) zu einem Unternehmensberater. Geeignete Adressen in Deiner Region bekommst Du von der IHK oder von der Handwerkskammer.

Gruß
Wolfgang

Eigenkapitalquote vom 46% !!!
Hallo …

vorausgesetzt das Anlagevermögen ist wirklich in gutem Zustand und auch 45.000€ wert, dann führt die Einbringung des Anlagevermögens zu einer Eigenkapitalquote von 46%… wo soll denn da noch ein Problem bestehen ?

Wieviele Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 46% kennen Sie denn ?

MfG
BEBOUB

Die leibe Sparkasse
Möchte das er für eine Kredit über 30000
15000 - 20000 Euro bei der Sparkasse anlegt *lol*

Ich habe gedacht ich höre nicht recht als er mir es erzählte.

Er soll der Sparkasse also 20000 Euro leihen zu ganz wenig Zinsen.
Damit ihm die Sparkasse dann zu hohen Zinsen 30000 Euro leiht.

Für wie bescheuert halten die den die Leute?
Kommt euch soetwas öfters vor?

Hallo!

Für wie bescheuert halten die :den die Leute?
Kommt euch soetwas öfters :vor?

Zwei Zeilen tiefer in diesem Thread warnte ich davor, mit den hier zum Besten gegebenen Zahlen zu einem Kreditinstitut zu gehen und statt dessen einen Unternehmensberater zu konsultieren. Meinst Du, ich schreibe in diesem Brett irgendwelches Zeugs ohne entsprechenden Hintergrund, würfel für die Ratschläge oder befrage die Glaskugel?

Gruß
Wolfgang

Die Banken sind zu Allen so !
Hallo …

die Banken sind zu Allen so…

Banken sind keine mildtätigen Spender sondern knallhart kalkulierende Unternehmen und so mancher Unternehmer finanziert sein Unternehmen auf der einen Seite, mit den privaten Ersparnissen, die er sich auf der anderen Seite zurückgelegt hat.

Er erkennt den Zusammenhang nur meist nicht sofort und wenn er ihn denn dann irgendwann erkennt, dann hängt er bereits am vertraglichen Fliegenfänger.

Die Banken machen dies auch sehr wirkungsvoll, denn immerhin schaffen sie es, viele Kunden Glauben zu machen, dass Bargeld keine Sicherheit für einen Kredit darstellt und täuschen eine nicht vorhandene Seriosität vor, die Kunden von den „Bankbeamten“ sprechen läßt.

Wenn die Banken es dann erstmal geschafft haben, dass die Kunden den Quatsch glauben, der ihnen erzählt wird, dann sind Tür und Tor zu den Taschen der Kunden weit offen und man ist gerne bereit, das eigene Geld für 2,0% auf Festgeldkonten zu deponieren, um es sich für 10,0% als Unternehmenskredit wieder zu leihen.

Kurios ist daran, dass sich die Kunden das eigene Geld leihen, umrahmt von einem knebelnden Kreditvertrag, in dem die Banken über die AGB’s die Bedingungen festlegen und Sicherheiten „fast“ nach Belieben nachfordern und das Unternehmen somit ruinieren können.

Mal im Ernst… würden Sie ein solches Geschäft nicht auch liebend gerne annehmen, indem Sie Geld verleihen können, dass man Ihnen vorher auch noch selber bringt ?

Die Banken haben sich selbst ein Schlaraffenland vor dem Himmelsreich geschaffen, ist doch toll, wenn man Kunden findet, die darauf eingehen oder nicht ?

Solange die Unternehmer nicht ernsthaft darüber nachdenken, wie sie ihre Unternehmen solide finanzieren und immer noch dem Irrglauben unterliegen, dass „Bankbeamte“ objektiv beraten, wird es den einen oder anderen Unternehmer geben, der an den Tücken der AGB’s scheitert und sich selbst ruiniert.

Im übrigen… „objektive Beratung“…, wären Sie als Unternehmer so objektiv, dass Sie einem potentiellen Kunden einen Konkurrenten empfehlen würden, der eine vielleicht bessere und preiswertere Leistung erbringen würde ?

Wohl kaum…, bei den Banken wird es allerdings erwartet, gerade in puncto Existenzgründung… klingt naiv… ist naiv… ist aber so !

Wer ein Auto kauft, der bereitet sich vor, stellt Vergleiche an, notiert seine Erwartungen und hinterfragt diese bei den Händlern.

Wer als Gründer zu einer Bank geht, ist im Regelfall schlecht oder gar nicht informiert und erwartet von seiner Bank ein Patentrezept, völlig klar, dass die Bank dabei nichts verdienen soll… sowas ist nicht nur naiv… sowas ist völlig weltfremd !

MfG
BEBOUB

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