Hallo liebe Wissenden!
Kann mir jemand in einfachen Worten (also sozusagen für Dummies) erklären, was der Unterschied zwischen einer Computer- und einer Magnetrasonanztomographie ist?
Zum Beispiel interessiert mich:
Welche wird benutzt um „Weichteile“ (Muskeln, Sehnen, etc.) sichtbar zu machen?
Welche ist die Tomographie mit der gefürchteten „Röhre“ in die man reingefahren wird? Und wenn es beispielsweise um das Knie geht, muss man da trotzdem ganz rein?
Wann werden Kontrastmittel verabreicht?
Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Mühe!
Vanessa
ganz einfach versuch ich es mal: CT basiert auf dem herkömmlichen Röntgen mit Strahlen, dabei wird in mehreren Schnittebenen geröngt und das ganze per Rechner ausgewertet.
MRT hingegen basiert auf einem starken Magnetfeld, mit dessen Hilfe sich vereinfacht gesagt Ionen in deinem Körper ausrichten lassen.
Wenn du es genauer wissen willst dann schau mal in die Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Computertomographie und http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomografie
Welche ist die Tomographie mit der gefürchteten „Röhre“ in die
man reingefahren wird?
Röhren sind beides.
Und wenn es beispielsweise um das Knie
geht, muss man da trotzdem ganz rein?
So weit, dass dein Knie im Bereich der Aufnahme ist, also in der Röhre.
Wann werden Kontrastmittel verabreicht?
Wenn es erforderlich ist für die Diagnostik. Ich weiß, du würdest es gerne detaillierter hören, aber so pauschal kann man das vermutlich nicht sagen
den wesentlichen Unterschied hat unten Claus ja schon aufgeführt.
CT ist eine Röntgenuntersuchung - MRT eine Untersuchung in einem Magnetfeld. Bis jetzt gibt es keine Studien, die besagen, dass ein MRT in irgendeiner Art gefährlich wäre (von Herzschrittmachern und Kreditkarten mal abgesehen…), während eine CT zu der zulässigen Strahlendosis, der man pro Jahr gefahrlos ausgesetzt werden kann, beiträgt.
Um Weichteile darzustellen, können beide Methoden angewandt werden - es kommt darauf an, was man herausfinden will.
Möchte man z.B. die Leber untersuchen, eignen sich beide Methoden, soll ein Gelenkstatus erhoben werden, kommt nur die MRT in Frage.
Andere Weichteile wie z.B. Sehnen, Bänder, Muskeln u.s.w sind die Domäne der MRT.
Kontrastmittel werden generell verabreicht (mal vereinfacht gesagt), um etwas besser sichtbar zu machen. Im MRT wird dazu Gadolinium verabreicht, beim CT Iodhaltiges Kontrastmittel.
Generell kann man sagen, dass das Gadolinium allgemein besser vertragen wird, dafür ist es aber auch „sauteuer“.
Der MR-Tomograph wird als „Röhre“ bezeichnet, während der Computertomograph eher einem „Ring“ entspricht und auch eine im Durchmesser weitere Öffnung hat.
Seit 1-2 Jahren kann man auch „offene MRT’s“ kaufen. Diese sehen etwa wie eine Sonnenliege im Solarium aus. Patienten, die in der „Röhre“ Platzangst bekommen, können hier meist ohne Probleme untersucht werden.
M.M. nach sind diese offenen MRT’s noch nicht ausgereift- die Bildqualität erscheint mir noch verbesserungswürdig. Aufgrund des deutlich höheren Anschaffungspreises sind sie auch nocht nicht so verbreitet.
Gruß, Jürgen
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Vielen Dank für die schnelle Info. So grob reicht mir das erstmal. Es nimmt mir ein bisschen die Angst vor der Untersuchung, aber mein Arzt hat angedroht, dass es sein muss um rauszufinden, warum meine Kniescheibe seit zwei Wochen ständig rausrutscht. *aua*
P.S. Wo soll das gemacht werden?
Ich nehme an in OS oder in Ostercappeln, das sind ja die nächsten Krankenhäuser. Wieso fragst du?
Hallo Jürgen!
Vielen Dank auch dir für die Details. Dann wird’s bei mir wohl eine MRT bei der ich nur mein Bein in die Röhre halten muss, denn ich glaube ich würde austicken in dem Teil.
Viele liebe Grüße,
Vanessa
nur, um das realistisch zu sehen und nicht, um Panik zu verbreiten…das zu untersuchende Organ muß in der Mitte des Gerätes liegen und es kommt noch eine Spule drumherum. Wenn Du jetzt 1,20m groß bist, dann wird der Kopf wohl mit in der Röhre sein, bei Größen ab 1,65m ist der Kopf draußen.
Du kannst Dir aber auch (wenn’s wirklich nicht anders geht) ein Medikament zur Beruhigung geben lassen, ebenso wie Ohrstöpsel.
Viel einfacher ist aber sich vorzustellen, was passiert, also dass die Röhre nicht zusammenbricht und dass man nach 15 Minuten wieder draußen ist.
Zahnarzt ist viel unangenehmer…
Gruß, Jürgen
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Das kann ich nun so gar nicht bestätigen…
Aber zum Glück gibt es ja Dormicum, und damit, Vanessa, ist das Ganze geradezu ein Vergnügen.
Ein Beruhigungsmittel, dessen Wirkungsdauer recht gut dosierbar ist, und das Dich in einen Allesistsuper-Zustand versetzt.
Brauchst dann wirklich keine Angst zu haben.
Gruß,
Anja
…aha…und was fällt Dir zum Thema „Atemdepression bei Midazolam-Gabe“ ein ?
Wir wollen aber Vanessa hier nicht zusätzlich beunruhigen. Gehe doch mal in das Rö-Institut und frage, ob die Dir das Gerät mal kurz zeigen können, damit Du siehst, dass alles halb so schlimm ist.
Gruß, Jürgen
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ergänzend zu dem bereits geschriebenen kann man grob sagen:
CT erfasst die Dichte des Gewebes (zB Knochen und Kontrastmittel sind dichter als Wichteile)
MRT (= englisch NMR) erfasst die Verteilung des Wasserstoffs (bei starken Magnetfeldern auch andere Atome wie Phosphor).Es werden nicht nur Ionen erfasst (geladene Atome) sondern auch ungeladene Atome.
die anderen haben Dir ja eigentlich alles wichtige schon erklärt, bis vielleicht auf eine Sache: So ein MRT macht einen unfassbaren Lärm, das klackert und tut. Aber das muss so sein, braucht Dich also nicht zu beunruhigen Ich fand nur, dass Du das wissen solltest…
Also ich hab noch keinen inner röhre gesehn, der vom doc in ne
atemdepression getrieben wurde…
…was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass die Patienten kein Dormicum bekommen haben…
Ich wollte lediglich auf den -meiner Meinung nach- etwas laxen Umgang mit diesem Medikament hinweisen. Natürlich bekommt nicht jeder nach Applikation eine Atemdepression, aber das führt hier jetzt zu weit und ist off topic…
Du scheinst ja gerade so viel Einfühlungsvermögen wie eine Zahnbürste zu haben…
Die Gefahr einer Atemdepression dürfte wesentlich (!) geringer sein, als die Gefahr da in der Röhre richtig auszuflippen, wenn man schon an dem Punkt ist, an dem man Dormicum bräuchte.
Was am Ende dazu führen dürfte, dass die Sache abgebrochen wird.
Es gibt übrigens offene MRT´s, Vanessa, haben aber längere Wartezeiten.Und man kommt auch aus der geschlossenen Röhre raus, hab ich nämlich ausprobiert.
ich habe es immer vermieden (und mache dies auch weiterhin), persönlich zu werden. Nebenbei wird das jetzt immer mehr OT.
Auf den offenen MR-Tomographen habe ich bereits weiter oben hingewiesen.
Ich weiß ja nicht, was Du mit einem MRT zu tun hast, aber ich sehe jeden Tag u.a. ca. 25-30 Patienten im MRT. Von diesen hat noch niemand von mir Dormicum bekommen.
Sorry Vanessa, aber ich werde mich an dieser „Diskussion“ nicht mehr beteiligen.
Gruß, Jürgen
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