einem Bild machen und nur den grünen Wellenbereich rausfiltern (also mit Software filtern bzw. nur die grünen Rezeptoren der CCD-Kamera abzufragen) und
einem Bild machen bei grüner Beleuchtung (und nicht filtern)?
Genauer: Angenommen ich müsste etwas in einer absolut dunklen Kiste optisch betrachten und habe gehört, dass z.b. bei der Farbe blau das Bild am deutlichsten ist (Kontrast,…).
Erziele ich bessere Ergebnisse, wenn ich eine blaue Lampe kaufe oder eine weiße Lampe und dann später das Bild blau filtere?
Macht es einen Unterschied?
Eine blaue Lampe kaufen. Denn der Kontrast der Aufnahme wird bei der Aufnahme festgelegt. Wenn du nachher filterst, ist der Kontrast der gleiche, aber das bild ist eben blau.
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Die Brechung des Lichts hängt von dessen Farbe ab.
Sehr deutlich sieht man das bei einem Prisma, welches weisses Licht in seine Grundfarben zerlegt.
Nun hat man das Problem, dass eine einfache Linse, je nach Lichtfarbe eine unterschiedliche Brennweite hat.
Praktisch wird das Problem durch Achromaten entschärft. Dazu klebt eine Sammellinse und eine Streulinse zusammen.
Eine schlechte Optik erkennt man dadurch an den Farbsäumen am Bildrand.
Die Sensoren haben zudem auch keine rechteckige Empfindlichkeitskurve, sodass also dein „Grüner“ auch noch einen Anteil Blau und einen Antel Rot registriert. Da nun durch Die Optik Blau und Rot auch noch in unterschiedliche Richtungen versetzt sind, ist ein Bild mit weissem Licht etwas unschärfer.
Allerdings spielt das bei einer guten Optik und einem digitalen Sensor eigentlich noch keine Rolle, da die Rasterung durch den Sensor noch zu grob ist.
einem Bild machen und nur den grünen Wellenbereich
rausfiltern (also mit Software filtern bzw. nur die grünen
Rezeptoren der CCD-Kamera abzufragen) und
einem Bild machen bei grüner Beleuchtung (und nicht
filtern)?
Einen Unterschied gibt es IMHO nicht wirklich, wenn man davon
ausgeht, daß das Spektrum der Beleuchtung genau das gleiche
ist, wie das Spektrum des ausgefilterten Lichtes.
Genauer: Angenommen ich müsste etwas in einer absolut dunklen
Kiste optisch betrachten und habe gehört, dass z.b. bei der
Farbe blau das Bild am deutlichsten ist (Kontrast,…).
Mag sein, aber für Blau ist der Sensor am wenigsten empfindlich.
Deshalb ist erstmal zu klären, ob die Auflösung nicht von anderen
Parametern abhängt (z.B. Sensorauflösung), als von den rein
wellenlängenabhängigen optischen Effekten. http://de.wikipedia.org/wiki/Aberration_%28Optik%29
Erziele ich bessere Ergebnisse, wenn ich eine blaue Lampe
kaufe oder eine weiße Lampe und dann später das Bild blau
filtere?
Eine Lampe wird vor vornherein kein monochromes Licht erzeugen.
Das geht eigentlich nur mit Lasern.
Filtern kann man allerdings mit gewissen Aufwand sehr gut.
Kommt dann eben drauf an, welche Steilheit die Filter haben.
Diese Filter sollten dann natürlich vor das Objektiv gesetzt
werden. Chromatische Aberation, wie Peter(TOO) es beschrieben
hat, spielt dann kaum noch eine Rolle.
Als Lichtquelle bieten sich erstmal auch farbige LED an.
Zusätzlich kann man dann bei Bedarf auch noch Filtern.
Gruß Uwi
triftt Peters Argument in der Praxis zu, nämlich dass die (real existierenden) Sensoren nicht exakt zwischen RGB oder was auch immer trennen können und dadurch Unschärfen entstehen. Wirklich „orthogonale“ Farbsensoren existieren meines Wissens nicht.
Es gibt zahlreiche Stoffe, die nicht einfach nur reflektieren oder eben nicht, sondern die z.B. blau leuchten, wenn sie mit UV angestrahlt werden (Nyltest-Hemden). Selbstredend macht es da einen fundamentalen Unterschied, ob man die Beleuchtung ändert oder das Filter.
Gruss Reinhard
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Hallo,
meiner Ansicht nach ist das nur von der Qualität der Lichtquelle
(Spektralverteilung und Abstrahleigenschaft) und der Qualität des
Filters abhängig.
Da die Lichtquelle mir ja fix erscheint, zumindest die Frage nicht
darauf gerichtet ist, bleibt nur die Qualität des Filters.
da kommts darauf an daß er den Blauanteil des Spektrums passieren
lässt und den Rest spert, deshalb nennt man das Auszugsfilter, da man
damit Farbauszüge herstellt.
Ob der Filter nun an der Lichtquelle, vor oder hinter dem Objektiv
sitzt ist unerheblich.
Also wäre es auch möglich nur den Blaukanal der Bilddatei zu
verwenden,
wenn da nicht die Kamerasoftware zuvor die Farbinterpoation gemacht
hätte.
Die Frage ist allerdings ob es überhaupt etwas bringt nur in einem
engen Spektralbereich zu fotografieren, dies ist eigentlich nur dann
Sinnvoll wenn dabei eine Tontrennung von bedeutung ist, und genau von
den zu trennenden Farben hängt der Spektralberreich ab, den zu nützen
es Sinn macht.
Sind zum Beisspiel hellrote Linien etc. auf einem ähnlich hellem
Hintergrund, dann lässt sich mittels Blaufilter dieser Kontrast sehr
wohl erhöhen und die Linien treten deutlich hervor.
Sind hingegen intensive blaue Linien auf weissem Grund, (also in
weissem Licht ein intensiver Kontrast), verschwinden diese sobald man
einen blauen Auszugsfilter (wo auch immer) verwendet.
Da der Filter die Eigenfarbe ungehindert durchlässt, andere
Spektralbereiche aber sperrt.
Genauer: Angenommen ich müsste etwas in einer absolut dunklen
Kiste optisch betrachten und habe gehört, dass z.b. bei der
Farbe blau das Bild am deutlichsten ist (Kontrast,…)
Kann man meiner Meinung nach nicht verallgemeinern. Die dominierende Eigenfarbe des Objekts gibt quasi vor, welcher Farbfilter am geignetsten ist.
Wer schon mal S/W - Abzüge von einer farbigen Vorlage erstellen musste, weiss was ich mein. Am besten verschied. Filter ausprobieren.