Unterschied FH-Uni?

Liebe wer-weiss-was Experten!!
Ich habe gerade mein Abitur gemacht und habe mich für den Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ entschieden!
Jetzt steht aber noch nicht fest, ob ich an eine Fachhochschule oder an eine Universität studieren werden.
Meine Frage an sie wäre: " Wie unterschiedet sich die FHs von den Unis? Wo setzt die FH ihre Schwerunkte und umgekehrt?
Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen
Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus
Janina Schneiders

Auch hallo.

Liebe wer-weiss-was Experten!!

Oh… :heart:

Ich habe gerade mein Abitur gemacht und habe mich für den
Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ entschieden!

Solide Entscheidung :smile:

Jetzt steht aber noch nicht fest, ob ich an eine
Fachhochschule oder an eine Universität studieren werden.

Und in welchem Bundesland und welcher Stadt ?

Meine Frage an sie wäre: " Wie unterschiedet sich die FHs von den Unis? Wo setzt die FH ihre Schwerunkte und umgekehrt?

Wie oben schon gesehen: es kommt auf den Studienort an :wink:

Aber grundlegend ist ein FH-Studium praktischer angelegt, das Unistudium theoretischer. Dennoch: wer hoch hinaus will (Master, Doktor,…), sollte was dafür tun.
Den BWL-Anteil kann man z.B. damit füttern: http://www.bwl-online.info/

HTH
mfg M.L.

H wie Hola.

Du stellst eine Frage, die nicht einfach zu beantworten ist. Generell hört man immer das spontane Gerede von wegen „Universität gleich theoretische(re) Ausbildung, Fachhochschule praktische(re) Ausbildung“.

Irgendwas stimmt aber mit dieser Rechnung nicht. Bisher habe ich nur erlebt, daß bei den FHlern die Theorie entweder zusammengekürzt oder ab einem gewissen Detailgrad abgeschnitten wird. Selbstverfreilich lernt man dadurch im Verhältnis weniger Theorie, doch stellt sich die Frage, ob diejenigen es dann auch wirklich verstanden haben und nicht an der kritischen Stelle verlauten „Egal, es ist einfach so?!“.
Etwas anderes habe ich bisher nämlich nicht erlebt. Im Gegenteil, speziell in den Bereichen, wo ich mich sehr sehr gut auskenne, ließen die FHler den echten Durchblick echt vermissen. Formeln werden nicht hinterfragt, sondern genervt und vereinzelt schon kleingeistig hingenommen - man muß ja nicht alles herleiten, sicher, doch es gibt schon Dinge, die einer tieferen Erörterung bedürfen und vorallem einer eigenverantwortlichen Beschäftigung. Das fehlt dort irgendwie, auch wegen des Stundenplans (siehe weiter unten), der es recht überflüssig macht, sich viel mit Literatur über die Lehrveranstaltungen hinaus zu beschäftigen.

Umgekehrt ist es dann so: Die Ausbildung ist gar nicht *soviel* „praktischer“. Es gibt genauso Laborversuche, zu absolvierende Praktika, Seminare et cetera et cetera; vielleicht ein paar mehr, das kann durchaus sein. Der Knackpunkt ist eher, daß der Stoff als Gegengewicht zur zusammengestrichenen Theorie von der praxisorientierten Seite beleuchtet wird (deutlich stärker als an der Uni).

Ob dieses Gesamtpaket in *der* Form sinnvoll ist, bleibt dann Geschmacksfrage. Ich zumindest habe noch keinen FHler getroffen, den man mit seinem (angeblich „praktische(re)n“) Diplom sofort an einen Tisch hätte pflanzen können mit dem Kommentar „Nun mach los.“.

Dazu kommt dann noch, daß die FH *bisher* die klassische Weiterführung der Oberstufe war. Mit Studieren hatte das allgemein wenig zu tun,
da der zumeist fest vorgegebene, durchorganisierte Stundenplan mind. 90% der Bedürfnisse abdeckte und auch noch mit Anwesenheitspflicht verknüpft war.

An der Uni herrsch(t)en andere Zustände, wobei leider die Tendenz der letzten Jahre dahinging, dort die ab und zu notwendigen Arschtritte für den Studenten in Sachen Lernen zurückzuschrauben.
Mit den einzughaltenden konsekutiven Abschlüssen hat dieser extreme Unterschied jedoch ein Ende: Auch die Unis werden drastisch verschult werden, wofür ich nur jeden neuen Studenten bedauern kann.

Der vielgehörte Kommentar diverser Perser soll dann auch nicht unbeachtet bleiben: „BA-Diplom? Öhhhm, kann man machen…muß man aber nicht — FH-Diplom? Hmm, ehm…wer’s braucht — Besser einen Uni-Abschluß!“. Und solche Äußerungen hab ich nicht nur von ein oder zwei Piepeln gehört…

Aus rein persönlicher Sicht würde ich Dir die Uni empfehlen.

MfG

Den bisherigen Antworten möchte ich noch hinzufügen:
Uni-Absolventen haben im Schnitt höhere Einstiegsgehälter als FH-Absolventen und der Uni-Abschluss ist besser angesehen.

Ich sehe weniger den Theorie / Praxis Unterschied, sondern eher einen Unterschied in der Selbstverantwortung. In der FH sagt man Dir, was Du tun musst. An der Uni kannst Du tun was Du willst, solange Du alle Fristen einhältst und nicht zu oft durchfällst. Der Zwang zur Eigenverantwortung schlägt sich dann (meineserachtens offensichtlich) auch in den Erfahrungen / Fähigkeiten nieder.

moe.

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Das sehe ich auch so.

Ich studiere nebenberuflich Wirtschaftsinforamtik an einer „normalen“, öffentlichen FH und bin nun im fünften Semester.

Das Niveau ist sogar niedriger als das während meiner Ausbildung (Mathematisch-technischer Assistent), bezogen auf die Fächer Mathematik, Informatik und BWL. Gerade in Mathe wurde eigentlich nur noch einmal der Schulstoff Sek II Mathe LK wiederholt, das ist kein Vergleich zu dem, was die Uni-Inforamtik Studis lernen müssen, die ich kenne. Da liegen wirklich Universen zwischen.

Naja, die Frage ist natürlich, ob man das auch wirklich braucht…

H wie Hola.

Naja, die Frage ist natürlich, ob man das auch wirklich
braucht…

Regel 1: Stelle als Lernender niemals die Sinnfrage, denn so gut wie bei allen Dingen muß man erstmal jede Menge hinnehmen, bevor man die Puzzlestücke zusammensetzen kann. :smile:

Zum Thema Niveauunterschied.
Ich kann nicht klagen: Bisher habe ich in Elektrotechnik so gut wie alles gebraucht, was wir in den vier Semestern Mathematik im Grundstudium auch besprochen haben.
Genau genommen reichte das noch nicht einmal aus! Der Stoff war arg zusammengepreßt von der Intensität her, um selbst diese Fülle in vier (sehr, sehr straffe und anspruchsvolle) Semester packen zu können. Und trotzdem fehlten doch einige Aspekte (oder waren nur fakultativ), die man auch als Elektrotechnikingenieur zu schätzen lernt, wenn man denn in den entsprechenden Bereichen tätig ist.
Wie es an der FH in Sachen Elektrotechnik zugeht, weiß ich nicht so genau - an der Uni kommt man aber um die sogenannte Theoretische Elektrotechnik, zu gut Deutsch von den Physikern „Feldtheorie“ oder auch „Elektrodynamik“ genannt, nicht herum. Dort darf man dann mit all den Sachen spielen und toben, die man aus den weiterführenden Mathesemestern kennt.

Gerade in der Elektrotechnik ist die Sinnfrage „Braucht man das?“ sowieso ein wachsendes Problem. Die Leute merken erst nach und nach, daß der „bastelnde Ingenieur“ seinen Zenit lange überschritten hat und im Aussterben begriffen ist. Einerseits weil sich immer mehr theoretische Anforderungen aufbauen; so kommt man bspw. inzwischen in der Mikroelektronik ohne profunde Kenntnisse der Elektrodynamik und den Materialwissenschaften keinen Meter weit. Andererseits drängen in die handwerklichen Aspekte des Berufsfeldes seit Jahren Energieelektroniker, Kommunikationselektroniker und andere Blablabla-Elektroniker.
Der theoretische Anspruch an den Unis muß also (und wird auch) weiterwachsen. Das Problem besteht eher in der Didaktik und Methodik der verantwortlichen Leute.

Wenn sich also in den nächsten Jahren an den Fachhochschulen nichts tut, wird dieser Ausbildungszweig einen ähnlichen Segelflug nach unten erfahren, wie es in den letzten Jahren mit den BA-Abschlüssen geschehen ist.

MfG

meine Einschätzung ist, daß es bei Fh/Uni weniger auf fachliche Unterschiede ankommt, sondern eher auf die Zielsetzung beider Einrichtungen. Eine Uni hat nicht dne Anspruch jemanden auf einen Beruf vorzubereiten, oder „auszubilden“ etc… vielmehr soll dem studenten (egal welcher Fachrichtung) „universitäres Denken“ beigerbeacht werden. Die Aboslventen sollen schlicht „gebildete“ Menschen sein :wink:

Die Fh dagegen hat als Ziel in erster Linie die Studenten auf ihren zulünfitgen Beruf vorzubereiten. Welche Methoden man dazu anwendet und wieviel theorie etc man dafür bracuht is den jeweiligen Einrichtungen dann mehr oder weniger selbst überlassen.

Daran würde ich mich auch orientieren, ob du auf eine uni willst, oder Fh. Wenn du „Mehr“ hinter deinem Studium siehst, als nur eine bessere Ausbildung auf einen bestimmten Beruf. Wenn du in deinem Bereich spass hast etc… Gibts kein großes diskutieren: geh auf die Uni

Hallo!

Bislang kamen hier fast nur national relevante Aussagen.

Im Ausland ist es, entgegen der landläufigen Meinung, meiner Erfahrung nach gar kein Problem, sich, ganz nebenbei übrigens bei zumeist höchster Anerkennung, mit einem FH Diplom zu bewerben. Das nennt sich dann „University of applied sciences“. Wir FHler können, wie man hier sieht, sogar Schachtelsätze… :wink:

Zudem werden die Abschlüsse an FH und Uni immer mehr internationalisiert. D.h. man bewegt sich in Richtung Master- und Bachelor-Abschlüsse.
Hier zählt dann vermutlich zukünftig in Anlehnung an das angelsächsische System der Ruf der Hochschule. Ob dieser Ruf dann rein dadurch besser oder schlechter wird, wenn es sich um eine Uni anstatt einer FH handelt, kann ich mir als generelle Regelmässigkeit nicht vorstellen.

Zum Thema Theorie & Praxis: Natürlich findet an FHs weniger Grundlagenforschung statt, als an Unis. Das ist auch gar nciht der Anspruch einer FH.
Die FH bildet Leute für den Alltag in der Wirtschaft aus. Daher macht es Sinn, Fächer wie BWL, WI.Ing., E-Technik dort zu studieren, wenn man direkt in den Mittelstand möchte.
Zielt man auf Großunternehmenskarrieren ab, mag es Sinn machen, sich durch BWL an der UNI zu quälen. Ich habe beides gesehen und habe an der FH nicht weniger gelernt. Auch fehlenden theoretischen Tiefgang konnte ich im Fach BWL an der FH nicht erkennen.
In den Ingenieurstudiengängen mag das anders sein, das kann ich nicht beurteilen.

Generell jedoch meine ich, kommt es nicht nur auf die reine Bewertung des vermittelten Stoffes an. Auch die Art des Studiums (verschult / frei) kann kaum eine stichhaltige Aussage zum Arbeits- und Lernverhalten einer einzelnen Person ermöglichen.
Vielmehr sehe ich, dass man an einer FH deutlich schneller fertig werden kann. Das ist es, was im internationalen Absolventenvergleich ein großer Vorteil in der ersten Bewerbung ist.
In diesem Kontext muss man sich auch die Aussage „Uniabsolventen erhalten höhere Einstiegsgehälter“ genauer ansehen. Der FH-Absolvent erhält sein 5% niedrigeres Gehalt 3 Jahre früher. Nach 3-5 Jahren interessiert es dann keinen mehr, ob man an Uni oder FH studiert hat. Das Gehalt bemisst sich dann nach (bisherigem) Erfolg und Verhandlungsgeschick.
Betrachtet man also das Lebenseinkommen, muss der Uniabsolvent erst mal seine 150 - 200.000 Euro Gehaltsnachteil der 3 Jahre reinarbeiten, die er später ins Berufsleben startet.

Somit wäre es für mich v.a. interessant, in einem Fach wie Wirtschaftsinformatik, welches an Uni und FH gut studiert werden kann, zu betrachten, wie alt ich bin und sein werde, wenn das Studium erledigt ist und wo ich dann überhaupt arbeiten möchte. Will ich zu Siemens, ist Uni unabdingbar. Will ich sowieso in den Mittelstand, kann die FH als schnelle und übersichtliche Lösung ein Vorteil sein.

Es gibt somit kein „besser oder schlechter“, sondern nur ein „passt besser oder schlechter zu mir und meinenm Plan“.

Grüße,

Mathias

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Liebe Janina,

Meine Frage an sie wäre: " Wie unterschiedet sich die FHs von den Unis?

unabhängig von Lehrinhalten ist es zumindestens in D (noch) so, daß ein FHler (z.T deutlich) geringere Bezüge erhält, auch wenn die Arbeit häufig vergleichbar ist.

Im öffentlichen Dienst bist Du mit FH-Abschluß im gehobenen Dienst, mit nem Uni-Diplom in den Höheren Dienst.
Das sind meist einige Gehaltstufen Unterschied.

Gandalf

Hi Janina,

Du merkst es schon an den aktuellen Antworten und wenn Du das Archiv bemühst an vielen Diskussionen aus der Vergangenheit: die ultimative Lösung gibt’s nicht. Der eine fühlt sich an der Uni wohl, der andere fühlt sich nur an der FH optimal auf den Beruf vorbereitet. Da ich nun beide Seiten kenne werde ich mal versuchen, ein paar objektive Punkte aufzulisten. Achtung: alle Zahlenangaben sind Mittelwerte bzw. Minimalwerte!

Praktika:
An der FH musst Du ca. 1 Jahr Praktika machen, an der Uni ist das etwa die Hälfte. Dafür ist so eine FH-Diplomarbeit nach 6 Monaten fertig, eine an der Uni dauert ein Jahr.
An der FH verbringst Du etwas mehr Zeit in irgendwelchen Labors, während die analogen Versuche an der Uni halt vorgeführt werden.

Studiendauer:
Ist an der FH mit etwa 8-9 Semestern etwas kürzer als an der Uni.

Stundenplan:
Da haben meine Vorredner ja schon einiges dazu gesagt: an der FH denkt noch jemand für Dich mit und Du bekommst einen echten Stundenplan während an der Uni Du selber gucken musst, ob und wann Du welche Veranstaltung besuchst. An beiden gibt es im allgemeinen keine Anwesenheitspflicht, einzig gibt es hie wie da Pflichtlabors wo Du Deine Anwesenheit nachweisen musst.

Prüfungen:
Analog zum Stundenplan. An der FH schreibst Du die Prüfung „Physik 1“ am Ende von dem Semster wo Du „Physik 1“ gehört hast - an der Uni kannst Du Dir den Termin raussuchen. Wobei man auch fairerweise dazu sagen muss, dass es eigentlich immer klug ist, seine Prüfungen sofort zu schreiben und das nicht ewig aufzuschieben :wink:

Durchfallen bei selbigen:
Gelingt hie wie dort. Jeweils 2 Fehlversuche erlaubt.

Kohle hinterher:
Da hatte ja Gandalf schon was dazu geschrieben. Als grobe Faustregel kriegst von der Uni 500 Euro im Monat mehr.

Berufschancen:
Meiner Erfahrung nach eher Glückssache und nicht generell zu sagen. Hängt wohl vor allem an der Aufgabe, aber ich habe auch schon von Leuten gehört die sagten „nur FH-ler werden eingestellt“ bzw. umgekehrt. Und last but not least ist das Gehalt eine Sache, wenn die Firma nur ein Budget x für diesen Job hat, kann/will sie sich unter Umständen niemanden von der Uni leisten.

Abstraktion:
Bei mir war’s so, dass der Inhalt der Vorlesungen in beiden Fällen äusserst gleich war - da muss ich also einem meiner Vorredner widersprechen. Allerdings ist die Form der Vermittlung eine etwas andere. So knallt der freundliche Herr an der Uni erstmal ein 17-fach-Integral an die Tafel, schreibt dazu „Lösung ist trivial“ und weiss dann wie allgemeine Klötze allgemeine Ebenen runterkullern. An der FH geht’s dann eher um eine konkrete Aufgabenstellung „Klötzle kullert die Ebene runter, Winkel sei mal nicht grösser als 90 Grad“. Ist jetzt ein bisserl ein blödes Beispiel, darum nochmal in andern Worten: Die Themen und Aufgabenstellungen sind gleich, aber an der FH ist alles ein wenig konkreter und einen Tick weniger allgemein.

Ferien:
Tja, Semesterferien hast Du hie wie da, allerdings sind die üblicherweise an der FH etwas „freier“ da die Prüfungen am Semesterende stattfinden und für die Praktika ganze Semester vorgesehen sind. An der Uni hingegen musst Du Deine Praktika in die Ferien zwängen und Prüfungen hast dann oft auch noch in oder kurz nach den Ferien.

Studienort:
*michausdemFensterlehn* Tendenziell sind Unis in etwas grösseren Städten als FHs. Klar, auch München hat diverse FHs, aber Aalen hat keine Uni. Sprich, da kommt’s ein wenig auf Deine Vorlieben an :wink: Aber wie gesagt, das nur als äusserst grober Wert.

Semestergrösse:
Gut, ich hänge eh grad schon zum Fenster raus, aber diesmal nicht so weit :smile: An Unis ist’s nicht selten, dass ein paar hundert Gestalten in einem Semester sind während FH-Semester meist irgendwo zwischen 40 und 60 Leuten sind. Das hat viel Einfluss auf die Ruhe beim Lernen und auch kannst Du an der FH eher mal ne Zwischenfrage stellen als an der Uni.

Theorie/Praxis:
An der Uni hast Du eine Unterteilung in Vorlesung (die reine Theorie) und Übungen (mehr oder weniger praktische Beispiele dazu) während an der FH meist alles in einem ist. Sprich, Du kriegst ein bisserl Theorie vorgebetet und das passende Beispiel folgt auf dem Fusse.

*Kopfkratz* Das wäre mal so alles, was mir spontan einfällt. Lass mich’s wissen, wenn Du noch mehr wissen willst :wink:

Achja, auch wenn es immer mal wieder Leute gibt, die Dir’s weismachen wollen: es ist nicht eines davon besser! Da kommt’s einfach nur auf Dich selber an, wo Du besser hinpasst. Denn nur dort wirst Du letzlich glücklich und damit gut sein können.

*wink*

Petzi

H wie Hola.

Kleine Anmerkungen

Die FH bildet Leute für den Alltag in der Wirtschaft aus.

War vielleicht 'mal so. Kommt aber, wie gesagt, bei einer stetig wachsenden Zahl von Fächern nicht mehr so pauschal hin. Insbesondere bei Technikwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften.

…sich durch BWL an der UNI zu quälen. Ich habe beides
gesehen und habe an der FH nicht weniger gelernt. Auch
fehlenden theoretischen Tiefgang konnte ich im Fach BWL an der
FH nicht erkennen.

Hier ist aber BWL nun gerade das Fach, was überhaupt keinen Rückschluß zuläßt, denn BWL ist (flankiert von Soziologie und Germanistik) genau ***das*** Fach, welches für das Klischee des faulen Partystudenten an Unis verantwortlich. Also BWL in allen Ehren - es soll Leute geben, die das auch an der Uni ernstnehmen - doch im allgemeinen liegen da Welten zwischen dem anspruchsvollen und straffen FH-BWL.

Generell jedoch meine ich, kommt es nicht nur auf die reine
Bewertung des vermittelten Stoffes an. Auch die Art des
Studiums (verschult / frei) kann kaum eine stichhaltige
Aussage zum Arbeits- und Lernverhalten einer einzelnen Person
ermöglichen.
Vielmehr sehe ich, dass man an einer FH deutlich schneller
fertig werden kann.

Wie gesagt, ist eine ganz logische Konsequenz die aus dem völlig anderen BWL-Studium an einer FH zwangsläufig folgt.
Weiterhin ergibt sich ein „zeitigeres Fertigwerden“ auch durch dieses Zusammenstreichen der Theorie, in welcher der zwei Methoden auch immer.
Abseits dessen kann man auch an einer Uni problemlos straff durchkommen.

Dieses Gerücht des ewiglangen Unistudiums mag für Geisteswissenschaften gelten (natürlicherweise), doch besteht die akademische Welt Gott sei Dank auch aus *echten Fächern* :wink:

Nach 3-5 Jahren interessiert es dann keinen
mehr, ob man an Uni oder FH studiert hat.

Jein. Wie erwähnt, wird sich der Trend zur Theorie zwangsläufig weiter ausbilden und ich kenne (in meinen Fachgebieten besonders) den direkten Vergleich. Es gibt genügend Tätigkeiten, Aspekte, aufkommende Trends bei denen FHler einfach Probleme bekommen werden, weil es am tiefgehenden Verständnis fehlt (einschließlich der eigenverantwortlichen Beschäftigung mit Stoff).
Das ist keine boshafte Zukunftsprognose, sondern eine simple Feststellung.
Der FHler kann angesichts dessen dann ruhig ein oder zwei Jahre eher fertig werden, wenn dann zwangsläufig mehr als 5% Gehaltseinbußen auftauchen, oder gewisse Karrieren/Werdegänge regelrecht verschlossen sind (weil durch Uni-Absolventen besser ausgefüllt).

Die Welt ist leider nicht mehr so schwarzweiß, wie es die Kollegen der FH gerne hätten.

MfG

H wie Hola.

Hier muß ich nun nochmal widersprechen.

Es gibt in der Unilandschaft generell zwei Spielarten: Massenuniversität/mittlere Universität und kleine Universtität.

Läßt man das fragwürdige Sprücheklopfen in Sachen „Ruf“ einer Uni weg, ergeben sich an kleinen Unis alle Vorteile des FH-Systems mit allen Vorteilen des Uni-Systems. Kleine Universitäten bieten (boten!) beste Betreuung, kleine Übungsgruppen, viel „persönlichen“ Kontakt, Stundenplanempfehlungen, Freiheit im Absolvieren, …

Einiges wird leider durch die neuen Studienmodelle komplett über den Haufen geworfen.

An der FH verbringst Du etwas mehr Zeit in irgendwelchen
Labors, während die analogen Versuche an der Uni halt
vorgeführt werden.

Wo immer Du studiert hast: Bei uns hätten sie einem den Vogel gezeigt, wenn einer gemeint hätte, einen Versuch nur vorzuführen. Hier kommt es auf jeden Fall auf den Studienort und den Studiengang an.

In der heutigen Informationsgesellschaft sollte man begriffen haben, daß man sich gewisse Universitäten/Fachhochschulen intensiv anschauen muß, um auch sich ein ausgewogenes Urteil bilden zu können.

Daß Versuche an Unis nur „gezeigt“ werden, höre ich zwar nicht zum ersten Mal, aber es ist alles andere als die Regel.

Praktika:
An der FH musst Du ca. 1 Jahr Praktika machen, an der Uni ist
das etwa die Hälfte. Dafür ist so eine FH-Diplomarbeit nach 6
Monaten fertig, eine an der Uni dauert ein Jahr.

Auch wo Du das her hast bleibt ein Rätsel. An technischen, ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Studiengängen orientiert: 8 Fachsemester + 1 Semester Fachpraxis (Fachpraktikum) + 1 Semester Diplom. Nur mit Antrag auf Verlängerung (üblich: + 3 Monate) ist man dabei.

Stundenplan:

Da haben meine Vorredner ja schon einiges dazu gesagt: an der
FH denkt noch jemand für Dich mit und Du bekommst einen echten
Stundenplan während an der Uni Du selber gucken musst, ob und
wann Du welche Veranstaltung besuchst. An beiden gibt es im
allgemeinen keine Anwesenheitspflicht, einzig gibt es hie wie
da Pflichtlabors wo Du Deine Anwesenheit nachweisen musst.

Es sind aber überproportional viele Fachhochschulen mit Anwesenheitskontrolle bekannt (nicht alle Einheiten, aber es gibt Vorgaben, wieviel man dazusein hat).

Prüfungen:
Analog zum Stundenplan. An der FH schreibst Du die Prüfung
„Physik 1“ am Ende von dem Semster wo Du „Physik 1“ gehört
hast - an der Uni kannst Du Dir den Termin raussuchen.

Jein. Es gibt natürlich für alles natürliche Grenzen. Darüber hinaus ist es an vielen Unis auch üblich, daß sich an das Vorlesungssemester ein Semester mit Übungen und/oder Praktikum anschließt, wobei das Praktikum oft Zulassungsvoraussetzung ist. Sprich, man *soll* die Prüfung gar nicht nach dem direkten Hören der Vorlesung absolvieren (ein sehr effektives Modell übrigens).

Abstraktion:
Bei mir war’s so, dass der Inhalt der Vorlesungen in beiden
Fällen äusserst gleich war - da muss ich also einem meiner
Vorredner widersprechen.

Wie gesagt, das deckt sich mehr und mehr nicht mehr mit den Realitäten in einer langsam wachsenden Zahl von Fällen.

Und um 'mal für den geneigten Leser ein Beispiel zu bringen, kann man als Unistudent nur kopfschüttelnd dasitzen, wenn ein FHler nicht versteht und auch keine Idee hat, warum bspw. das Feld einer Punktladung genau die Form hat, die es hat und wie man das aus dem GAUSSschen Satz herauskitzelt. Stattdessen tönen genervte Stimmen „Das ist eben so…“ oder dergleichen.
Sicherlich ein Trivialfall und der genannte FH-Student war vielleicht untere IQ-Schiene, doch lassen sich noch viel krassere Anekdoten zelebrieren. Dort zeigt sich dann, daß FH doch irgendwo ein überproportionales Pauken auf höherem Niveau ist. Natürlich nicht generell und nicht überall - selbstredend.

So knallt der freundliche Herr
an der Uni erstmal ein 17-fach-Integral an die Tafel, schreibt
dazu „Lösung ist trivial“ und weiss dann wie allgemeine Klötze
allgemeine Ebenen runterkullern.

Aber auch nur bei den Professoren, die jeden Kontakt dazu verloren haben, mit welchen Voraussetzungen ein Student in eine Vorlesung geht.

Richtig ist dagegen, daß man oft zurecht ins kalte Wasser geschmissen wird. Physiker können ein Lied davon singen. Im Mathebrett sind kürzlich auch wieder ein paar Leute unter die Räder gekommen, weil sie im Sommersemester angefangen haben und die Vektoranalysis knallhart zuschlug. Es ist aber nichts Ungewöhnliches; nur die Jammergeneration von heute hat sich da etwas mimosenhaft. Kritik und Mißstände in allen Ehren (gibt es genügend in der Unilandschaft), aber studieren heißt auch „sich bemühen“. Vielleicht sollten einige BWL-Studenten zusätzlich Latein belegen, damit sie das auch 'mal lernen *SCNR* …

Ferien:
Tja, Semesterferien hast Du hie wie da, allerdings sind die
üblicherweise an der FH etwas „freier“ da die Prüfungen am
Semesterende stattfinden und für die Praktika ganze Semester
vorgesehen sind. An der Uni hingegen musst Du Deine Praktika
in die Ferien zwängen und Prüfungen hast dann oft auch noch in
oder kurz nach den Ferien.

Hier ist es - wie Männer es schon immer geahnt haben - doch die Größe (der Uni), die entscheidet. :smile:

Es gibt viele Unis mit sogenannten Prüfungsperioden. Diese dauern 3 bis 4 Wochen und schließen sich mit etwa 1 Woche Pause direkt an die Vorlesungen an. Dort wird alles soweit in regulären Bahnen geprüft (mündliche Prüfungen bilden meist eine Sondersituation und werden sowieso geschoben, wie es dem Professor paßt; es sei denn, es gibt konkrete Vorgaben). Danach ist „vorlesungsfreie Zeit“ angesagt. Ab und zu mit Praktika verbunden, zumeist jedoch frei - und lang. :smile:

Teilweise stimmt es aber, daß manche Fakultäten oder Professuren einen Klatsch haben und die Prüfungen eines Semesters zum Beginn des nächsten absolvieren lassen. Absurdes gibt es immer wieder…

Semestergrösse:
Gut, ich hänge eh grad schon zum Fenster raus, aber diesmal
nicht so weit :smile: An Unis ist’s nicht selten, dass ein paar
hundert Gestalten in einem Semester sind während FH-Semester
meist irgendwo zwischen 40 und 60 Leuten sind. Das hat viel
Einfluss auf die Ruhe beim Lernen und auch kannst Du an der FH
eher mal ne Zwischenfrage stellen als an der Uni.

Auch hier macht es Ausrichtung und Größe einer Uni, und natürlich der Studiengang. Während bei vielen „geisteswissenschaftlichen Anlässen“ unter anderem von mir als Ingenieur- und Strukturwissenschaftler herzhaft und boshaft gelacht wird, wenn man die vollgestopften Hörsäle sieht, kann ich dann im Anschluß gleich noch einmal herzhaft und boshaft (und natürlich arrogant) lachen, wenn 700 Leute in einen Hörsaal stürmen, in dem gerade 6 Mann Vorlesung genießen konnten.

Aber zugegeben, wer im Studium den allabendlichen Sex und Alkoholrausch schon im Hörsaal klarmachen will, muß dann eher so ein Fach wählen, wie mit den „700 Leuten“ angedeutet, denn dort ist die Frauenquote entsprechend. Oder man geht gleich nach Erfurt, weil dort sowieso außergewöhnliche Frauenquoten regelmäßig vorkommen. :wink:

Unsereiner muß dann eben bei Frauen und den damit verbundenen Vergnügungen „sich bemühen“ (der Satzbau sei in Anbetracht des selbstkritischen und ironischen Wortspiels verziehen).

Theorie/Praxis:
An der Uni hast Du eine Unterteilung in Vorlesung (die reine
Theorie) und Übungen (mehr oder weniger praktische Beispiele
dazu) während an der FH meist alles in einem ist. Sprich, Du
kriegst ein bisserl Theorie vorgebetet und das passende
Beispiel folgt auf dem Fusse.

Auch das ist an der Uni nicht unbekannt. Übungen heißen aber nicht umsonst Übungen. Anständige Professoren bringen aber stets Beispiele zur allseitigen Erleuchtung auf dem Fuße.

MfG

Stundenplan

Ich studiere an einer FH und sowas wie einen Stundenplan gibt es nicht. Ich kann in die Vorlesungen gehen die mir passen (von Anfang an).

Einzige Bedingung:
Nach 6 Semestern müssen alle Fächer aus dem Grundstudium mit bestanden im Notenspiegel stehen, am Ende alle Fächer.

Meine Schwester ist auch an einer FH, die werden tatsächlich in verschiedene Fächer gezwungen.

??

Vielleicht sind „Kombistudiengänge“ wie Wirtschaftsinforamtik auch speziell darauf ausgelegt, bei fast allen Themen ziemlich an der Oberfläche zu bleiben und man kann das nicht auf die FH an sich verallgemeinern?
Keine Ahnung.

Naja, vielleicht kommt mir BWL auch nur oft seht popelig vor, wenn der Dozent umständlich und lang die Technik (nur die Technik!) der ABC-Analyse erklärt, was man auch in zwei Sätzen tun könnte:
Ermittle den prozentuallen Wertanteil der einzelnen Güter am Gesamtverbrauch und kommuliere diesen. Dann bilde, wie vorgegeben, 3 Klassen.

Aber ich kommt wieder vom Thema ab… :wink:

S wie Servus!

Kleine Anmerkungen

Die FH bildet Leute für den Alltag in der Wirtschaft aus.

War vielleicht 'mal so. Kommt aber, wie gesagt, bei einer
stetig wachsenden Zahl von Fächern nicht mehr so pauschal hin.
Insbesondere bei Technikwissenschaften oder
Ingenieurwissenschaften.

Auch hier sehe ich das so, denn Ingenieure, die man für Vertrieb und Projektmanagement einsetzen können, kommen meiner Erfahrung nach größtenteils aus den FHs.
Die Unileute sind besser in den Bereichen F&E sowie Qualitätssicherung aufgehoben. Letztere finden allerdings immer weniger in Deutschland/Europa statt…

…sich durch BWL an der UNI zu quälen. Ich habe beides
gesehen und habe an der FH nicht weniger gelernt. Auch
fehlenden theoretischen Tiefgang konnte ich im Fach BWL an der
FH nicht erkennen.

Hier ist aber BWL nun gerade das Fach, was überhaupt keinen
Rückschluß zuläßt, denn BWL ist (flankiert von Soziologie und
Germanistik) genau ***das*** Fach, welches für das Klischee
des faulen Partystudenten an Unis verantwortlich. Also BWL in
allen Ehren - es soll Leute geben, die das auch an der Uni
ernstnehmen - doch im allgemeinen liegen da Welten zwischen
dem anspruchsvollen und straffen FH-BWL.

Das entspricht nicht meiner Erfahrung.
Vielmehr hat sich in den 90ern das Studium an der Uni und FH im Bereich BWL fachlich nur geringfügig unterschieden.
An der Uni nwurde allerdings massiv „gesiebt“, während man an der FH sein Studium sauber durchziehen konnte.
Natürlich mag es sich hier bei der LMU München und der FH Hof/Saale, wo ich studiert habe, um Extrembeispiele handeln. Ich habe jedoch ähnliche aussagen auch von Leuten gehört, die an anderen Unis und FHs studiert haben.
Empirisch valide belegen kann ich das jedoch nicht.

Generell jedoch meine ich, kommt es nicht nur auf die reine
Bewertung des vermittelten Stoffes an. Auch die Art des
Studiums (verschult / frei) kann kaum eine stichhaltige
Aussage zum Arbeits- und Lernverhalten einer einzelnen Person
ermöglichen.
Vielmehr sehe ich, dass man an einer FH deutlich schneller
fertig werden kann.

Wie gesagt, ist eine ganz logische Konsequenz die aus dem
völlig anderen BWL-Studium an einer FH zwangsläufig folgt.
Weiterhin ergibt sich ein „zeitigeres Fertigwerden“ auch durch
dieses Zusammenstreichen der Theorie, in welcher der zwei
Methoden auch immer.

Das genau konnte ich nicht feststellen.
Der Umfang an gelernter Theorie war sehr ähnlich.

Abseits dessen kann man auch an einer Uni problemlos straff
durchkommen.

Das denke ich ebenfalls. Allerdings muss man dafür gut vorbereitet sein, was ich mit 20 nicht war…

Dieses Gerücht des ewiglangen Unistudiums mag für
Geisteswissenschaften gelten (natürlicherweise), doch besteht
die akademische Welt Gott sei Dank auch aus *echten Fächern*
:wink:

Der durchschnittliche deutsche Hoochschulabsolvent ist 30. Können die paar Geisteswissenschaftler diesen Trend auslösen?

Nach 3-5 Jahren interessiert es dann keinen
mehr, ob man an Uni oder FH studiert hat.

Jein. Wie erwähnt, wird sich der Trend zur Theorie
zwangsläufig weiter ausbilden und ich kenne (in meinen
Fachgebieten besonders) den direkten Vergleich. Es gibt
genügend Tätigkeiten, Aspekte, aufkommende Trends bei denen
FHler einfach Probleme bekommen werden, weil es am
tiefgehenden Verständnis fehlt (einschließlich der
eigenverantwortlichen Beschäftigung mit Stoff).

Dem halte ich entgegen, dass nach dem erwähnten zeitraum von 3-5 Jahren die Halbwertszeit des an der Hochschule gelernten Wissens erreicht ist, D.h. es ist ohnehin Weiterbildung vonnöten. Diese kann ein FHler genauso wie ein Uniabsolvent betreiben oder eben auch nicht.

Das ist keine boshafte Zukunftsprognose, sondern eine simple
Feststellung.

Nein, Du unterstellst hier m.E. Fakten wo es lediglich Mutmaßungen gibt.
Ich bin mit/in einem High-Tech-Unternehmen aufgewachsen und habe festgestellt, dass die wirklichen guten Leute im technischen Bereich, also Produktionssteuerung, F&E und Konstruktion diejenigen waren, die nach einer vernünftigen Ausbildung an Uni oder FH die Bereitschaft zu ständiger Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten bereit waren.
Welche Hochschule in welchem Land es nun konkret war, interessierte in der Praxis nicht.

Der FHler kann angesichts dessen dann ruhig ein oder zwei
Jahre eher fertig werden, wenn dann zwangsläufig mehr als 5%
Gehaltseinbußen auftauchen, oder gewisse Karrieren/Werdegänge
regelrecht verschlossen sind (weil durch Uni-Absolventen
besser ausgefüllt).

Das ist eine sehr großkonzernlastige Sicht. Der Mittelstand hält 80% der deutschen Arbeitplätze bereit. In KMUs ist es zudem weniger wichtig, welchen Abschluß ein Bewerber im Detail erlangt hat, sondern ob seine Fähigkeiten dem anforderungsprofil und sein Wesen der Firmenkultur entsprechen.

Die Welt ist leider nicht mehr so schwarzweiß, wie es die
Kollegen der FH gerne hätten.

Davon nehme ich mich aus, denn mich interessiert es wirklich nicht, ob und wo jemand studiert hat. Mich interessiert, was die Person erreicht (hat).
Wenn ich mich dann außerhalb von Siemens und den großen Banken und Versicherungen umsehe, so íst ein Uniabschluß kein Jobgarant und ein FH-Abschluß keine Sackgasse auf dem Weg nach oben. Leistung zählt. Im übrigen verweise ich auf meinen Kommentar zur Angleichung der Abschlüsse über das angelsächsische System.

Grüße,

Mathias

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