Unterschied Loi Bas-Lauriol und Loi Toubon Frk

Hallo liebe Frankreich-Fans!

Ich muss demnächst einen Vortrag über die französische Sprachgesetzgebung im 20. Jahrhundert halten. Deshalb wollte ich euch fragen, ob ihr den genauen Unterschied zwischen der Loi Bas Lauriol von 1975 und der Loi Toubon von 1994 versteht und mir erklären könntet.

Die Loi Bas Lauriol verpflichtete ja alle Geschäftsleute, staatliche Behörden etc. zum Gebrauch des Französischen bzw. der offiziellen Ersatzwörter der Terminologiekommissionen. Ein Gesetzesverstoß wurde mit einer Geldstrafe geahndet.

Die Loi Toubon sah ursprünglich eine Verpflichtung zum Gebrauch des Französischen im Öffentlichen aber auch im Privaten vor. Jedoch wurden die Bestimmungen, die das Private trafen vom französischen Verfassungsrat gestrichen, da sie gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen. Dennoch sind aber alle juristischen Personen des öffentlichen Rechts und des privaten Rechts zum Gebrauch des Französischen verpflichetet.
–> Genau hier setzt meine Frage ein :lol:

Ich verstehe nicht, was bei der Loi Toubon nun gegenüber der Loi Bas Lauriol überhaupt verändert wurde, da staatliche Behören und Unternehmen, doch auch schon vorher dazu verpflichtet waren, oder?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen könnte!

Viele liebe Grüße,

Hallo Steph,

Wenn sich hier nicht zufällig ein Rechts- und Sprachexperte findet, wirst du wohl weiter auf eigene Recherchen bauen müssen. Beim Googeln bin ich auf dieses Seite gestossen: http://www.avenir-langue-francaise.fr/articles.php?l…

Dort findet man immerhin den Hinweis auf drei Unterschiede zu dem Gesetz von 1975: Ausdehnung auf sämtliche Texte im öffentlichen Raum, unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist, Einbeziehung von Tarifverträgen und Vetriebsvereinbarungen, Einführung von Strafen für Verstöße gegen das Gesetz, früher nur im Zusammenhang mit Verstößen gegen anderer Verbraucherschutzbestimmungen.

Gruß
Axurit