Hallo und Guten Tag,
mir ist nicht so hunderprozentig der Unterschied zwischen PID und Pränataldiagnostik klar. Könnte das jemand, der fachkundig ist, erklären?
Vielen herzlichen Dank im Voraus für Antworten,
Jasper
Hallo und Guten Tag,
mir ist nicht so hunderprozentig der Unterschied zwischen PID und Pränataldiagnostik klar. Könnte das jemand, der fachkundig ist, erklären?
Vielen herzlichen Dank im Voraus für Antworten,
Jasper
Moin,
die PID (Präimplantationsdiagnostik) untersucht einen außerhalb des Uterus gezeugten Embryo auf „Fehler“, die Pränataldiagnstik untersucht einen Fetus innerhalb des Uterus vor der Geburt.
Beide Suchbegriffe findest Du auch bei Wikipedia.
Gruß Volker
Moin, Jasper,
PID heißt Präimplantationsdiagnostik, da wird der Embryo untersucht, bevor er in die Gebärmutter eingepflanzt, sprich impantiert wird. Bei der Pränataldiagnostik ist der Embryo bzw. der Fötus bereits im Mutterleib, die Untersuchungen finden pränatal = vor der Geburt statt.
Gruß Ralf
Hallo,
PID= Präimplantationsdiagnostik: (Untersuchungen vor der Implantation des Embryo in die Gebärmutter)
Untersuchungen an einzelnen Zellen, ausserhalb des Körpers erzeugter Embryonen, die zu diesem Zeitpunkt noch aus wenigen Zellen bestehen. Siehe auch: I n V itro F ertilisation
Damit sollen vor allem Erbkrankheiten oder chromosomale Anomalien erkannt werden um entsprechend darauf reagieren zu können…das Missbrauchspotential ist recht hoch, da man auch andere Merkmale ganz gut feststellen kann oder zukünftig könnte.
Pränataldiagnostik: (Untersuchungen vor der Geburt des Embryos/Fetus’ im Mutterleib)
Das gehören Untersuchungen wie Ultraschall (Sonographie), 3D Ultraschall…damit kann man zB das Größenverhältnis der Körperteile messen (Kleinwüchsigkeit), Organfehler erkennen,
Blutuntersuchungen der Mutter, Fruchtwasseruntersuchung (Chromosomenanomalien, Stoffwechselerkrankungen)
Ich hoffe das hilft Dir weiter.
Gruß
Maja
PID: Präimplantationsdiagnostik --> Nur bei künstlicher Befruchtung. Die Embryonen werden vor dem Einsetzen in die Gebärmutter der zukünftigen Mutter untersucht (etwa auf Fehler in der Chromosomenzahl).
Pränataldiagnostik: Mehr oder weniger alle Untersuchungen im Verlauf der Schwangerschaft.
hth
Livia
OT: Was ist an einer Diagnostik Mistbrauch
können…das Missbrauchspotential ist recht hoch, da man auch
andere Merkmale ganz gut feststellen kann oder zukünftig
könnte.
Sollen wir auch Blutkörperchenzählen, Blutzuckerbestimmung, MRT, Wiegen, Abstriche uvam. verbieten? Da kann man auch etwas über jemanden herausfinden.
Und eine DNA-Analyse (darum geht es, kann ich auch Pränataldiagnostisch machen z.b. aus Fötuszellen im Fruchtwasser).
*kopfschüttel*
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
darum Missbrauch weil man bei der PID, bevor man das Ei verpflanzt aussortieren kann und sich so Menschen züchten kann wie man will.
Gruß
Und eine DNA-Analyse (darum geht es, kann ich auch
Pränataldiagnostisch machen z.b. aus Fötuszellen im
Fruchtwasser).
Warum kompliziert, wenns auch einfach geht und man aussortieren kann, bevor sich der Embryo eingenistet hat?
lies doch einfach selbst:
http://www.google.de/search?hl=de&newwindow=1&client…
http://www.google.de/search?hl=de&newwindow=1&client…
Wer hat das Recht zu entscheiden, welcher Embryo implantiert werden soll, und welcher „aussortiert“ und wer legt die Kriterien fest?
Wer legt die Grenze fest, welche Kriterien berücksichtigt werden dürfen und welche nicht?
*kopfschüttel*
Ja, allerdings
Hallo Maja und alle anderen,
vielen Dank für Eure Antworten.
In-Vitro-Fertilisation ist doch immer noch relativ selten verglichen mit der „natürlichen“ Zeugung bei der Frau (wozu ich jetzt auch mal die künstliche Insemination mit Fremdsamen rechne). In-Vitro-Fertilisation findet doch nur statt, wenn eine Frau oder ein Paar auf anderem Wege keine Kinder bekommen kann.
Und „aussortieren“ kann man doch auch Kinder bei der Pränataldiagnostik.
Warum also wird um die PID soviel mehr „Gewese“ gemacht als um die Pränataldiagnostik, wenn doch IVF wie PID sowieso nur die Ausnahme ist und Pränataldiagnostik die Regel und man mit Pränataldiagnostik das Gleiche tun kann wie mit PID?
Das war eigentlich mein Problem, und da half mir auch Wikipedia nicht weiter.
Gruß Jasper.
Hallo Jasper,
In-Vitro-Fertilisation ist doch immer noch relativ selten
verglichen mit der „natürlichen“ Zeugung bei der Frau (wozu
ich jetzt auch mal die künstliche Insemination mit Fremdsamen
rechne). In-Vitro-Fertilisation findet doch nur statt, wenn
eine Frau oder ein Paar auf anderem Wege keine Kinder bekommen
kann.
Die PID könnte bei einer Insemination aber nicht erfolgen, da
das Ei nicht ausserhalb des Körpers befruchtet wird.
PID kommt also nur in Frage bei einer Befruchtung der Eizelle
ausserhalb des weiblichen Körpers. Entweder IVF oder ICSI.
Und so selten ist die medizinisch unterstützte Elternwerdung
gar nicht mehr, es würde sich da also nicht um wenige
Ausnahmen handeln.
Ist Dir vielleicht die Zwillingsflut in letzter Zeit bei den
Promis aufgefallen? Die sind sicher nicht alle natürlichen
Ursprungs ;o)
Und „aussortieren“ kann man doch auch Kinder bei der
Pränataldiagnostik.
Bei begründetem schwerwiegendem Verdacht auf einige durch PND
feststellbare Erkrankungen die man mit
Fruchtwasseruntersuchung, Blutanalyse der Mutter, des sich
bildenden Mutterkuchens und des Nabelschnurblutes oder auch
Ultraschall nachweisen kann, könnte man eine Abtreibung
vornehmen, das stimmt.
Einige Erkrankungen könnte man allerdings auch im Mutterleib
bereits behandeln.
Das Feld das man mit der PID abbdecken könnte, wäre aber um
ein Vielfaches größer.
Dabei werden ja dem Embryo direkt Zellen entnommen und
genetisch untersucht.
Man könnte also direkt entscheiden, je nach gewünschtem
Ergebnis den Embryo zu transferieren, oder ihn sterben zu
lassen.
Bei einer VIF werden grundsätzlich mehrere Eizellen entnommen
aus den zuvor hormonell stimulierten Eierstöcken und
befruchtet.
IdR werden immer zwei Embryonen eingesetzt, die anderen
befruchteten Eizellen direkt eingefroren.
Nachdem ja hier die Zellen selbst untersucht werden noch bevor
es überhaupt zu einer Schwangerschaft kommt und man sich das
Ergebnis heute schon mehr oder weniger genau vordefinieren
kann, wäre es in der Zukunft mit Klonen und Eugenik nicht mehr
weit. Die benötigten Embryonen dürfen sich weiterentwickeln,
die anderen werden dann…verworfen.
Was macht das mit der Achtung vor dem einzelnen Leben?
Deshalb kann vor allem die PID Segen und Fluch zugleich sein.
Ich hab da was für Dich herausgesucht, vielleicht willst Du
Dich da durchkämpfen:
http://www.gesetze-im-internet.de/eschg/index.html
http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/20PID.pdf
Gruß
Maja