Unterschied zwische Warum und wieso?

wann sollte man warum und wann wieso benutzen?
und was ist der Unterschied zwischen "Wachsmodellation und Wachsdublikate?

wann sollte man warum und wann wieso benutzen?

Hallo, Deutschfan,
es bleib sich gleich. Die Fragewörter wieso, weshalb, warum, weswegen (hab ich noch eins vergessen?) sind gleichwertig. Sie fragen nach dem Grund für etwas. Eine Diskussion über die Häufigkeit der Verwendung fan hier vor Kurzem statt: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Unterschied zwischen „Wachsmodellation und Wachsdu p likate“?

Da kann ich nur mutmaßen: Ein Modell ist meist ein maßstäblich verkleinertes Abbild, ein Duplikat ein Abbild im Maßstab des Originals.

Grüße
Eckard

Servus Eckard,
ein Wachsuplikat ist eine 1:1 Wiedergabe des Originals. Also: Abformung des Originals mit geeignetem Material (z.B. Silikon), Ausgießen der Hohlform mit flüssigem Wachs, Abkühlen, Ausformen. So werden z.B. industriell gefertigte Schmuckrohlinge hergestellt.
Eine Wachsmodellation ist die Herstellung eines dreidimensionalen Körpers aus Wachs. Man erhitzt ein Instrument (messerförmig), laäßt Wachs darauf schmelzen und formt einen Körper während das Wachs abkühlt. Mit dieser Technik arbeiten (noch) die Zahntechniker, wenn sie individuell geformten Zahnersatz aus Metall gießen wollen (cire-perdu-Verfahren).

Kai

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Eckard, zunächst wünsche ich Dir alles Gute zu den Feiertagen.
Es kommt sehr selten vor, aber im vorliegenden Fall bin ich etwas abweichender Meinung.
Ich verneine eine generell gleiche Bedeutung der von Dir angeführten Fragewörter.
Ich verwende sie - in sorgfältig geschriebenen Texten - schon etwas differenzierter, wobei ich auch berücksichtige dass die ‚wes’- Formen als veraltet gelten. Aber ich unterscheide Fragen nach dem Grund / Motiv, dem Anlass / der Ursache und nach Zweck / Ziel. Dabei steht für mich auch immer hinter ‚wieso’, ungeschrieben oder unausgesprochen, eine Alternative: ‚und wieso nicht anders’?
Hier ein paar Beispiele für das was ich meine:

Warum schreit das Baby? Weil es Bauchschmerzen hat. (Grund/Motiv)
Wieso schreit das Baby (u. ruft nicht)? Weil es Luft durch die Stimmbänder presst. (Ursache)
Weswegen (besser wozu, wofür) schreit das Baby? Weil es die Mutter aufmerksam machen will. (Zweck). Oder:

Warum brach 1618 der 30jährige Krieg aus? Weil sich durch die Reformation in Europa religiöse Spannungen gebildet hatten. (Grund)
Wieso brach 1618 der 30jährige Krieg aus (u. nicht 1617)? Weil man in Prag Abgeordnete aus dem Fenster der Burg geworfen hatte. (Ursache)
Wozu brach 1618 der 30jährige Krieg aus? Um religiöse Machtansprüche in Europa mit Gewalt durchzusetzen. (Zweck)

In der täglichen Umgangssprache verwischen sich auch für mich hierbei die Grenzen, aber ich würde nie diese Differenzierung so einfach unter den Tisch fallen lassen. Deshalb habe ich hier den Finger gehoben.

Liebe Grüße
Alexander

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wann sollte man warum und wann wieso benutzen?

Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es da schon einen Unterschied, und zwar in der Stilebene. „Wieso“ ist am ehesten gesprochenes Deutsch, „warum“ ist neutral und „weshalb und weswegen“ sind geschriebenes Deutsch.

Gruß
dataf0x

Hallo, Alexander,
auch dir die der Jahreszeit und dem Anlass gemäßen Wünsche und Grüße!

Die von dir angeführte Differenzierung böte guten Grund gar trefflich zu streiten, meine ich. Die Unterschiede zwischen Grund und Ursache sind doch ebenso wie die zwischen Warum und dem Wieso von recht esoterischer, durchscheinender Natur. Ich möchte darauf keine Häuser bauen.
Die Frage, warum (aus welchem Grunde) etwas ist, unterscheidet sich nur ganz geringfügig von jener, die wissen möchte wie es kommt, dass etwas so ist, wie es ist.

In deinen Beispielen wird m.E. eher durch die Betonung (Satzmelodie) denn durch die Wahl des Fragewortes verdeutlicht, welche Antwort der Frager erwartet. (Du musstest sogar den Unterschied mittels Parenthese verdeutlichen).

Vielleicht spielt hier sogar noch der landsmannschaftliche Einfluß eine Rolle und es gibt in der Verwendung von „warum“ und „wieso“ ein Nord-Süd-Gefälle?

Sei es darum, es sei dir unbenommen diese Unterschiede zu machen. Zumindest im alltäglichen Umgang wird diese Nuancen niemand wahrnehmen, dessen sind wir uns ja einig. Auch darüber, dass die „wes“-Formen eher veraltet scheinen, besteht kein Dissens.

Allerdings ist es generell löblich und von Nutzen über den rechten Gebrauch der Wörter nachzudenken. Es wird wahrlich genug unüberlegtes Zeug täglich dahergeschwätzt.

Schönen Gruß über den Rhein hinüber
Eckard

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wann sollte man warum und wann wieso benutzen?
und was ist der Unterschied zwischen "Wachsmodellation und
Wachsdublikate?

es gibt keinen unterschied in bezug auf den ersten teil der frage.
2.)ohne etwas genaueres zu dem verfahren zu wissen, ist ein dublikat eine kopie im massstab 1:1. ein modell ist eine nachbildung in irgend einem massstab.

mfg
rene

[ot] Modellation
Hi,

was ist der Unterschied zwischen "Wachsmodellation und Wachsdublikate?

die Frage ist ja nun hinreichend geklärt, aber was ist eine Modellation?

Gruß Ralf

Wortblähsucht
Hallo Ralf

Modellation?

dürfte der Vorgang sein, bei dem ein Modell
erstellt wird.
Nun werden allerdings auch virtuelle, digital
errechnete Versuche von Abläufen «Modell»
genannt, man «modelliert» also z.B. die
Klimaentwicklung der nächsten 50 Jahre – m.E.
eine etwas unglückliche Umdeutung
des Begriffs.

Dazu kommt leider ein weiteres Unglück: Viele
Leute gewöhnen sich allzuschnell und allzugern
an kompliziertere Wörter, als eigentlich nötig,
oder sogar gemeint sind. Sie sagen z.B.:

– Hilfestellung, wo eigentlich Hilfe gemeint ist
– Problematik oder Problemfeld, wo eigentlich
nur ein Problem vorliegt
– Thematik, wo Thema genügen würde
u.s.w.!

Diese Leute meinen wohl, das töne gescheiter,
dabei scherbelt es oft bloss lächerlich und
hohl.
Ich sage dem: Sprachblähsucht.
Und ich argwöhne, dass «Modellation» ein neues
Opfer dieser Epidemie ist.

Meine Meinung … Gruss Rolf

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Hallo Ralf.
Ich habe mich auch etwas über das Wort gewundert. Mir sind gelaüfig: Modellierung, Modellbau und Modellerstellung.
Auperdem sind einige Erklärungen ein wenig ungenau.
Das Herstellen eines Teils nach einem Original in anderem Maßstab, ist kein Modell sondern eine Kopie. Bei Gemälden z.B. ist es z.T. verboten Kopien 1:1 zu erstellen, es sei denn, sie weisen eindeutige Unterscheidungsmerkmale auf.
Wird so ein Teil zum Gießen verwendet, kann man es als Gussmodell bezeichnen. Ansonsten werden Modelle fast immer frei nach Skizze, Zeichnung oder aus dem Gedächtnis, als Vorläufer des eigentlichen Werks, hergestellt. (Maschinenbau, Architektur, bildende Künste)
Zutreffend sind die Erklärungen für ein Duplikat. Das ist eine Kopie im Maßstab 1:1 mit allen Details und wird meistens als Abguss hergestellt.
Dann gibt es noch die Replik. Das war früher ein zweites Exemplar eines Kunstwerks, das vom Künstler selbst hergestellt wurde. Heute bezeichnet man aber auch damit Teile, die nach alten, flüchtigen Skizzen oder Textbeschreibungen neu hergestellt werden und oft in Museen als Austellungsstücke dienen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Hi Alexander,

da ich mit Modellieren lange Jahre mein Geld verdient habe, sehe ich die Tätigkeit noch ein wenig anders: Ich bilde das ab, was ich verstehen muss, den Rest mache ich später (oder nie). Mich hätte auch mehr interessiert, wie der Poster zu diesem Ausdruck gekommen ist. Vielleicht lässt er ja noch von sich hören.

Gruß Ralf

Ich sage dem: Sprachblähsucht.
Und ich argwöhne, dass «Modellation» ein neues
Opfer dieser Epidemie ist.

Ja, das ich gut ausgedrückt!

Gute Beispiele.

Hallo Ralf

«Ich bilde das ab, was ich verstehen muss» – das
gefällt mir als (allenfalls inoffizieller) Teil
einer Definition!
So mache ichs ja auch, wenn ich von geplanten
Steinskulpturen erst ein Modell aus Ton, Holz
oder Gips mache.

Beim Architekturmodell z.B. kommt dann dazu: ich
zeige dreidimensional, was schlechter
vorstellbar ist, wenn nur Pläne vorliegen.
Vor allem aber: der KUNDE (Bauherr) soll es sich
gut vorstellen können – also ist das Modell eine
Hilfe zur Kommunikation und zum Verkauf.

War vielleicht nicht nötig, das noch auszuwalzen

Grüsse
Rolf

Modellation ist u.a. eine künstlerische Tätigkeit, die mit den Händen und bestimmten Modellierhölzern ausgeübt wird.
Diese Bedeutung klingt im Wort Dublikat nicht mit.

Du-P-likat
Tschuldigung, Falk, aber du musst jetzt dran glauben.

Das Wort heißt „Du p likat“ mit „hartem p“ Ich habe die falsche Schreibung nun bei so vielen hier gelesen, dass schon die Gefahr besteht, dass dadurch ein Dudeneintrag zustande kommt.

Das Wort stammt vom Lateinischen „duplex“=„zweifach“ ab.

Etwas anderes ist die Doublette, die sich tatsächlich mit „weichem b“ schreibt. Aber sie ist ja vom Französischen „double“=„doppelt“ in die deutsche Sprache gekommen.

Wenns dich auch getroffen hat, lieber Falk, du bist nur einer unter vielen und dir als Youngster kann man es noch am leichtesten nachsehen. (sogar im Fremdsprachenbrett hab ich mich schon geärgert).

Gruß
Eckard

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*lol*
Hi Eckard,

und ich hab mich die ganze Zeit bewusst aus dieser
Diskussion rausgehalten, weil ich weder das Wort
„Modellation“ noch „Dublikat“ kannte und dachte,
hier gehe es um Fachtermini auf einem Gebiet bei
dem ich mich absolut nicht auskenne. :wink:

Liebe Grüße und einen guten Rutsch!

Elke