Unterschied zwischen Gewerkschaften und KdF?

Hi!

Ich hab da mal eine Frage, worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen den Gewerkschaften und KdF (Kraft durch Freude) im Nationlsozialismus???
Ich hoffe jemand kann mir etwas darüber erklären!
Danke!

LG, Vivi

Öhem… naja, ganz unwissend bin ich bei den gewerkschaften nicht! Gewerkschaften waren doch diejenigen die die Interessen der Arbeiter vertreteten, ne? Gibt es denn noch mehr Unterschiede zu Gewerkschaften und Kdf?
Wer leitete denn eine Gewerkschaft? Und wer leitete die KdF?

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Sorry, Hausaufgaben sind es nicht direkt, denn wir schreiben eine Arbeit über so eine Farge, und da unser lehrer immer möglichst viel wissen will, und ich nur bestimmte sachen darüber weiß, also in meinen augen nicht genug, hab ich die Frage hier halt mal an Experten gestellt, die mir vielleicht genaueres erzählen können :wink:. Trotzdem danke für deine nette Hilfe! Allerdings weiß ich immer noch nicht, wer denn Gewerkschaften leitet und wer die KdF leitet, ich mein irgendjemand muss sowas doch in fester hand haben, oder?

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Hallo !

Der KdF war so etwas wie ein staatliches Reisebüro und eine Organisation zum Ruhighalten der Arbeitnehmer.
Aber - die Arbeitnehmer in Deutschland, welche im Laufe der ersten sechs Jahre in den Genuß der Veranstaltungen kamen, waren begeistert. Sind es heute noch.

Da ich das alles selbst noch nicht mitgemacht habe, bin ich leider gezwungen, etwas zu kopieren. Auch wenn es wieder einigen Leuten auf den Geist geht. Aber besser, Fakten zu kopieren, als Märchen zu erzählen.
Dazu noch etwas : Ein Onkel von mir war ein guter Freund von Robert Ley und ich kann mir dadurch vorstellen, was für Spinner und Gernegroße damals im KdF das Sagen hatten. Nach dem 2. Weltkrieg waren sie alle sehr schnell wieder in Positionen, für welche andere Jahre gebraucht hätten und Leistung hätten zeigen müssen. Aber der ganze Klüngel hielt auch nach dem Krieg zusammen.

Aus einem Rundschreiben des NSDAP-Stabsleiters Robert Ley zur Zerschlagung der Gewerkschaften
(21. April 1933)

Dienstag, den 2. Mai 1933, vormittags 10 Uhr, beginnt die Gleichschaltungsaktion gegen die Freien Gewerkschaften […]
Im wesentlichsten richtet sich die Aktion gegen den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) und den Allgemeinen Freien Angestelltenbund (AFA- Bund). Was darüber hinaus von den Freien Gewerkschaften abhängig ist, ist dem Ermessen der Gauleiter anheimgestellt.
Verantwortlich für die Durchführung der Gleichschaltungsaktion in den einzelnen Gebieten sind die Gauleiter […]
SA bzw. SS ist zur Besetzung der Gewerkschaftshäuser und der Inschutzhaftnahme der in Frage kommenden Persönlichkeiten einzusetzen […]
Im Reich werden besetzt:
Die Leitung der Verbände; die Gewerkschaftshäuser und Büros der Freien Gewerkschaften, die Parteihäuser der SPD, soweit Gewerkschaften dort untergebracht sind;
die Filialen und Zahlungsstellen der »Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten AG«
die Bezirksausschüsse des ADGB und des AFA- Bundes; die Ortsausschüsse des ADGB und des AFA-Bundes.
In Schutzhaft werden genommen:
alle Verbandsvorsitzenden;
die Bezirkssekretäre und
die Filialleiter der »Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten AG«.

[Dokumente: Digitale Bibliothek Band 49: Das Dritte Reich, S. 8240]

Gruß Max

Hallo !

Ich habe noch eine Notiz gefunden.
" Kraft durch Freude " ist eine nationalsozialistische Gemeinschaft der „Deutschen Arbeitsfront“ zu nutzbringender Freizeitgestaltung. Nachgebildet dem italienischen „Dopolavoro“. Also keine Erfindung der Nazis.

„Deutsche Arbeitsfront“ war der organisatorische Zusammenschluß aller Arbeiter, Angestellten und der in Handel, Handwerk und Gewerbe Tätigen einschl. der Unternehmer unter Führung der NSDAP.
Nach Gleichschaltung der freien Gewerkschaften sowie Unterstellung der liberalen, christlichen und nationalen Gewerkschaften unter die Führung der NSDAP erfolgte der Zusammenschluß aller Arbeiter und aller Angestellten in zwei große Verbände. Zusammen mit den Unternehmern und der NS-Hago bilden sie die Deutsche Arbeitsfront.

(Brockhaus 1933)

Gruß max

Sorry, Hausaufgaben sind es nicht direkt, denn wir schreiben
eine Arbeit über so eine Farge, und da unser lehrer immer
möglichst viel wissen will, und ich nur bestimmte sachen
darüber weiß, also in meinen augen nicht genug, hab ich die
Frage hier halt mal an Experten gestellt, die mir vielleicht
genaueres erzählen können :wink:. Trotzdem danke für deine nette
Hilfe! Allerdings weiß ich immer noch nicht, wer denn
Gewerkschaften leitet und wer die KdF leitet, ich mein
irgendjemand muss sowas doch in fester hand haben, oder?

Hallo,
ich habe mir gerade die Mühe gemacht in einer Suchmaschine „Deutsche Arbeitsfront“ und „Kraft durch Freude“ einzugeben. Es gibt jede Menge Informationen, die Deine Fragen erschöpfend beantworten.
Gruss
Rainer

Die gewerkschaften haben die arbeiter im späten 19. jahrhundert selbst, aus eigener kraft und gegen den widerstand von staat und unternehmern gegründet, um gemeinsam für höhere löhne und kürzere arbeitszeiten zu kämpfen.
KdF bzw. - was du eigentlich meinst: die DAF (Deutsche Arbeitsfront) - wurde vom Nazistaat gegründet, um nach der brutalen zerschlagung der sozialistischen arbeiterbewegung (KPD, SPD, Gewerkschaften) den arbeitern etwas anbieten zu können, das so aussehen sollte, als würde sich der „Führer“ besonders innig um sie kümmern. In der DAF waren außer den arbeitern auch die unternehmer organisiert, um jedem klassenkampf gleich entgegenzuwirken. Die arbeiter hatten in der DAF nicht das recht, für höhere löhne zu streiken, und tatsächlich wurden die löhne gesenkt. Erst 1939 stiegen sie wieder, weil durch das viele militär die arbeitskräfte knapp wurden.
Da die Nazis durch raub und krieg bald allerlei güter zusammenrafften, die sie auch an arbeiterfamilien verteilen konnten, hatten viele arbeiter den eindruck, es ginge ihnen „dank Adolf“ tatsächlich besser.

Gruß v. Jens