Werde mich dann wahrscheinlich eher an pflanzliche Mittel
halten…
Servus Milanea,
ein anderer Weg wäre auch denkbar:
Du versuchst nach den Kriterien, die Du im Alltag - bewußt oder unbewußt - auch anwendest, eine/n Arzt/Ärztin zu finden, dem/der Du trauen kannst/willst. Wenn dann Medikamente verschrieben werden sollten, kannst Du im Einzelfalle die Fragen stellen, die Dich dabei interessieren.
Das halte ich allemal für die klügere Vorgehensweise, denn ein solch pauschaler Entschluß wie der, sich eher an pflanzliche Mittel zu halten, kann die Motivation zu guter Betreuung bei Ärzten durchaus verringern. Wie oft habe ich erlebt, daß die Lektüre der ‚Rentner-Bravo‘ (vulgo: Apotheken - Rundschau) oder der ‚Frau im Spiegel‘ bedeutende Kriterien für die Entscheidung zwischen angebotenen therapeutischen Alternativen gewesen sind. Ärzte sollen und wollen ihr Handeln ja nach den Wünschen der PatientInnen ausrichten, wenn - ja wenn diese Wünsche nicht von fragwürdigen anonymen Ratgebern vorgeprägt werden.
Ein Beispiel: Johanniskraut wirkt unter anderem antidepressiv. Es ist ein pflanzliches Produkt. Es ist keine ‚Chemie‘. Viele würden es nicht erwähnen, wenn bekannte Psychopharmaka aufgezählt werden sollten. Also her damit?
Mag sein - aber hoffentlich verschrieben von jemandem, der nicht nur nach ‚pflanzlich‘ oder ‚chemisch‘ unterscheidet, sondern ein paar von den Dingen beachtet, die man z.B. hier finden kann:
http://www.gbv.de/du/services/agi/D7BF9FE367A91DB5C1…
oder - wozu in die Ferne schweifen - hier:
/t/wirkungsweise-und-nebenwirkungen-von-antidepressi…
Wenn all diese Überlegungen Dich nicht so richtig erreichen sollten 
- dann vergiss eine der Medikamentengruppen mit hoher Wirkungwahrscheinlichkeit nicht ganz: die Plazebos. Schmecken gut, helfen oft, können preiswert sein und man kann sogar mal ‚die Pille vergessen‘.
Gruß
Kai Müller