Ich stehe kurz davor mir ein neues Fahrrad zu kaufen und haben mich inzwischen im Internet und bei Fahrradhändlern ein wenig informiert.
Ich will etwa 600 Euro anlegen. Dafür gibt es ein Touren- bzw. Trekkingfahrrad mit Nexus 8-Gang Nabenschaltung, Alu-Rahmen, Nabendynamo, Gefedertem Sattel und Lenker, Standlicht. Das sollte doch für einen Freizeitradler wie mich genügen. Z.B. für die Romantische Strasse.
Etwas irritiert bin ich jedoch durch Tests in Fahrradzeitschriften in denen Tourenräder für 1.500 oder 2.500 Euro getestet werden.
Wo liegen denn die Unterschiede bzw. womit werden entsprechende Preise begründet ?
Hallo Hans-Werner,
Ich stehe kurz davor mir ein neues Fahrrad zu kaufen und haben
mich inzwischen im Internet und bei Fahrradhändlern ein wenig
informiert.
Ich will etwa 600 Euro anlegen.
das ist mit Sicherheit ein guter Preis für einen Radfahrer, wie Du Dich selber charakterisierst.
Etwas irritiert bin ich jedoch durch Tests in
Fahrradzeitschriften in denen Tourenräder für 1.500 oder 2.500
Euro getestet werden.
Wo liegen denn die Unterschiede bzw. womit werden
entsprechende Preise begründet ?
Es gibt durchaus Dinge wie „handgelöteter Stahlrahmen“, „teuerste Schaltgruppe“, teurere Sättel u. dergl. mehr, die den Preis eines Fahrrades auch nach oben aufweiten können.
Kleine Anekdote:
Fragte mich ein Exkollege: „Wozu braucht man ein Fahrrad für 3500 DM?“ Antwort: „Wenn Du bei ca 5000 km im Jahr auf dem Rad bist und Dich fragst, ob sich das nicht noch steigern lässt…“
Gruß, Karin
moin,
vor einigen jahren stand ich vor einer aehnlichen entscheidung - es ging um ein MTB - ich war verwirrt, weil die preisspanne ab 200.- bis mittelklassewagen ging.
ein „selbstloser“ fahrradhaendler sagte mir damals:
pro kg gewichtsersparnis wird das fahrrad um 100 teurer - kauf dir also ein gut ausgestattetes „billiges“ rad, fahr viel und nimm 10 kg ab, dann hast du 1000 gespart.
genau so habe ich es gemacht!
wichtig: es sollte ein markenrad sein, denn wenn mal eine reparatur oder eine generelle wartung faellig ist, dann wird ein fachhaendler billigstraeder aus dem baumarkt nicht anfassen.
gruss
khs
Hallo,
Etwas irritiert bin ich jedoch durch Tests in
Fahrradzeitschriften in denen Tourenräder für 1.500 oder 2.500
Euro getestet werden.
Wo liegen denn die Unterschiede bzw. womit werden
entsprechende Preise begründet ?
In der Regel liegen die Unterschiede in Details (Auswahl der Screuben …), in der Verarbeitung und in der Langlebigkeit der Komponenten.
Mein Fahrrad ist zwar erst 10 Jahre jung, fährt aber noch wie am ersten Tag und ich werde es niemals hergeben 
Gruß,
Sebastian
Hallo,
es gibt meiner Meinung nach 2 wichtige Punkte bei der AUswahl eines Rades.
Was will ich damit machen?
Hast du ja beantwortet.
Bin ICH standart?
Damit meine ich meinen Körper. Wenn ich zB Übergewicht habe oder lange/kurze Beine/Arme komm ich meist mit den Standarträdern nicht hin.
Radkauf ist meist schwerer als PKW kauf.
mfg
Bert
Moin Hans-Werner,
vor etwas mehr als sechs jahren hab ich mit in den NL ein Hollandrad gekauft, das damals rund 1000,- DM kostete.
Ohne großen Schnickschnack, stabil und mit ordentlichen Bremsen,
Fünfgang Nabenschaltung, ein ordentlicher Kettenkasten.
Seitdem bin ich damit rund 20.000 km gefahren und es hält immer noch.
Natürlich kannst Du Dir für einen fünfstelligen Betrag ein Fahrrad kaufen, aber obs wirklich nötig ist - ?!
600,- € sind m.E. für einen Gelegenheitsradler ein Betrag, für den es Räder gibt, mit denen Du glücklich wirst.
Ein Fachgeschäft für den Erwerb solltest Du allerdings aufsuchen, in Supermärkten etc. würde ich so was nicht kaufen.
Gandalf
Unterschiede
Moinsen,
die Unterschiede liegen oft noch gar nicht mal im Material selbst, sondern eher im Finisch. Gutes Anzeichen für die handwerkliche Qualität, die z.b. hinter einem (Alu-)Rahmen steckt, ist die Schweißnaht. Ist sie nachbearbeitet, bzw. nicht mehr als eine solche zu erkennen, oder liegt sie noch als „Gebirgszug“ da, vielleicht sogar mit Löchern. Auch eine aufwendige Lackierung kann gutes Extra-Geld kosten. Ähnlich ist’s mit Komponenten, je teurer, desto polierter und korrosionsunanfälliger. Bremsen und Kettenführungsrädchen sind nicht nur gleit- sondern kugelgelagert, Tretkurbeln aus Gewichtsgründen vielleicht sogar hohl. Und so weiter, und so fort…
Gruß
Markus
Moin Gandalf,
erstmal schönen Dank an alle für die Antworten.
Natürlich kannst Du Dir für einen fünfstelligen Betrag ein
Fahrrad kaufen, aber obs wirklich nötig ist - ?!
Das war ja gerade die Frage !
600,- € sind m.E. für einen Gelegenheitsradler ein
Betrag, für den es Räder gibt, mit denen Du glücklich wirst.
Ein Fachgeschäft für den Erwerb solltest Du allerdings
aufsuchen, in Supermärkten etc. würde ich so was nicht kaufen.
Ich denke ich werde bei dem Betrag bleiben.
Und Tschüß
hallo HW,
hat mir neulich ein kumpel sein Discount-Supermarkt von A. gezeigt.
die bremsen haben auch ohne betätigung gebremst. es waren scheiben-
bremsen, die nicht hydraulisch, sondern per bowdenzug (metallseil)
betätigt wurden. sowas läßt sich besch… einstellen, wenn überhaupt.
bei sowas ärgert sich der schrauber die pest an den laib.
im großen und ganzen, hätte man das fahrrad überhaupt nochmal komplett
einstellen müssen, bremsen, schaltung, sicherheits-relevante schrauben
nachziehen…
das kostet beim fachmann geld, dass man dem kaufpreis schon mal
aufschlagen sollte. hab im fernsehen mal einen test gesehen,
drei räder aus discount märkten. da ist das ein oder andere zu
bruch gegangen.
für 600 EU kriegst du sicher ein fahrrad mit
fairem preis-leistungsverhältnis, aber im supermarkt wird
zu viel geblendet. vollgefederte räder der unteren preiskategorie
sind oft sau-schwer. ich wollte sowas nicht mit mir rumschleppen.
bei so einem preis würde ich für deine einsatzzwecke auf keinen fall
ein fahrrad mit vollfederung nehmen, gerade die hintere federung
läßt bei günstigen modellen oft zu wünschen übrig. hab da schon
einigen NEU-Schrott gesehen.
bedenke, ein materialfehler kann schmerzhaft bis tödlich sein
auch bei fahrrad-geschwindigkeiten.
meine tips also im resümee bis 600EU:
höchstens vorne gefedert
keine scheibenbremsen mit bowdenzug
kauf im fachhandel, weil fahrbereit ab Händler
radfahren rules,
pedro