Unterschiede Polfilter

Hallo Leuts,
kann mir jemand helfen, worin der Unterschied bei Polfiltern besteht die eine Preisspanne von ca. 15,- € bis über 80,- € bei gleichem Gewindedurchmesser aufweisen?
Was sollte man vorzugsweise nehmen?

Danke D.

Hallo,

Billige Pol-Filter sind meist von schlechter qualität und sogar Teilweise sind da welche bei, die überhaupt nicht funktionieren.

Bei Digitalkameras muss (sollte) man Zirkular Pol-Filter nehmen.
Hama, Soligor, Praktca, Q&L und diverse NoName Produkte sollte man meiden.
Greife lieber zu Hoya oder Heliopan, oder besser noch zu B&W.

gruss
Carsten

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Es gibt 2 unterschiedliche Typen - linear und zirkular.
Für alle Kameras, bei denen das Licht im Gehäuse zu Meßzwecken abgelenkt wird, benötigt man einen Zirkular-Polfilter. Das sind praktisch alle Autofokus-SLR-Kameras. Sicher gibt es gute und weniger gute Filter, aber „funktionieren“ tun alle!
Ein Pol-Filter (egal welcher) filtert Oberflächen-Spiegelungen weg, was eine kräftigere Farbwiedergabe zur Folge hat. Der optimale Winkel liegt bei etwa 60° Einfallswinkel, bei z.B. 90° ist die Filterwirkung geringer. Weitere Erklärungen auch unter „Polarisationsfilter“ bei wikipedia.

Hi dobbs,
bei Filtern gibts auch Qualitätsunterschiede wie bei Optiken, Kameras,
etc.
In erster Linie kann der Qualitätsunterschied in der Vergütung liegen.
Ohne anständige Vergütung wird die Leistung der besten Optik zerstört.

wie schon beschrieben gibts noch den Unterschied zwischen Zirkular und
linear, wobei ich linear vorziehe.
Man kann ja, wenn man kann, manuell arbeiten.
Gute Erfahrungen (preis + qualität) habe ich mit heliopan gemacht.

OL

Hi,

wobei ich linear vorziehe.

wenn Du den verwenden kannst/darfst.
Wie schon geschrieben, kommen einige Kameras mit linear polarisiertem Licht nicht zurecht, die müssen einen Zirkular-Polfilter haben.
Aber das steht in der Anleitung.

Gandalf

Einspruch!!!

wie schon beschrieben gibts noch den Unterschied zwischen
Zirkular und
linear, wobei ich linear vorziehe.
Man kann ja, wenn man kann, manuell arbeiten.
Gute Erfahrungen (preis + qualität) habe ich mit heliopan
gemacht.

An modernen Kameras (und nicht erst seit der Digitalfotografie) funktionieren Linear-Polfilter nicht richtig. Sie polarisieren zwar sogar etwas besser als die Zirkular-Polfilter, aber die Belichtung stimmt absolut nicht mehr. Die Messzellen der Kameras können nur durch Zirkularfilter polarisiertes Licht richtig messen. Ansonsten liegt die Belichtung mindestens 2 Stufen daneben!

Man kann sehr wohl aber mit dem linearen Filter manuell fotografieren und z.B. eine Belichtungsreihe machen, damit eine richtige Belichtung sicher dabei ist.

Wichtig ist, dass es Markenfilter sind (bei Polfiltern besonders wichtig): Helioplan, Rodenstock, B&W.

Gruß, Artefakt

Die Preise für B+W Polfilter finde ich einfach überzogen. Solchen Unsinn sollte man nicht mitmachen.
Hoya und Heliopan sollten auch Ok sein.

Anzumerken wäre noch, dass sich schlechte Vergütung durch hässliche Reflexe und andere seltsame Erscheinungen negativ auf die Bildqualität auswirken. Bei den meisten Fotos fällt das kaum auf, aber wenn du mal gegen die Sonne fotografierst … na ja.

B+W muss es wohl nicht unbedingt sein, es gilt wohl auch hier: „Kauf, was du dir leisten kannst!“
Viel Spaß,
Vladimir

lesen!
Hi,
lineare Polfilter arbeiten wie du auch richtig schreibst besser,
deshalb ziehe ich Sie ja vor. Sie funktionieren an allen Kameras
soferne man manuell arbeitet, so wie ich es eben geschrieben habe.
Gerade die Belichtung manuell einzustellen war nie ein Problem, und ist
bei modernen Digitalkameras, dank Histogramm, Idiotensicher.
OL

Bitte auch noch lesen:
Du hast recht. Allerdings besuchen dieses Forum hier in der Mehrzahl fotografische Anfänger, die praktikable Tipps brauchen und die vielleicht nicht mal wissen, was ein Histogramm ist und wie sie damit umzugehen haben. Und für die ist ein Zirkular-Polfilter das Nützlichste.

Gruß, Artefakt

und das auch noch lesen.
Hi Artefakt,
wenn jemand sich nach einem bzw. den Unterschieden bei Filtern
erkundigt, also mehr als nur Geburtstagspartyfotos etc. machen will,
wird er vielleicht vorhaben sich etwas in die Materie einzuarbeiten.
Ich habe ihm ja nicht gesagt daß er so handeln muß, sondern was ich
persönlich vorziehe unter der Enschränkung, das das nur wer machen kann
der Manuell arbeiten KANN.

OL

Allerdings besuchen dieses Forum hier in der
Mehrzahl fotografische Anfänger, die praktikable Tipps
brauchen und die vielleicht nicht mal wissen, was ein
Histogramm ist und wie sie damit umzugehen haben. Und für die
ist ein Zirkular-Polfilter das Nützlichste.

Jemand, der mit einem Histogramm nichts anfangen kann, braucht IMHO gar keinen Polfilter :smile:

Gruß,

Myriam

Wieso?
Einer, der nichts mit einem Histogramm anzufangen weiß, also nicht weiß, dass links die dunklen Partien und rechts die hellen Partien liegen, die möglichst nicht angeschnitten sein sollten … derjenige hat doch trotzdem das Recht, sattere Farben im Himmel oder keine Reflexe auf einer Wasseroberfläche haben zu wollen, oder?

Deine Argumentation kommt mir vor wie der Spruch: „Nachts ist es kälter als draußen.“

Gruß, Artefakt

Okay okay …
… nehmen wir die Luft wieder ein bisschen raus. Hast ja recht.

Gruß, Artefakt

Einer, der nichts mit einem Histogramm anzufangen weiß, also
nicht weiß, dass links die dunklen Partien und rechts die
hellen Partien liegen, die möglichst nicht angeschnitten sein
sollten … derjenige hat doch trotzdem das Recht, sattere
Farben im Himmel oder keine Reflexe auf einer Wasseroberfläche
haben zu wollen, oder?

Er hat das Recht, aber i.d.R. kein Interesse, weil er nicht weiß, was Filter für ihn tun können. Ich kenne reichlich Leute, denen man bei GEIZ oder BLÖD eine Einsteiger-DSLR angedreht hat, nur weil die Leute bereit waren, 800 EUR für eine Digicam auszugeben. Der einzige Filter, den diese Nutzer jemals benutzen werden, ist der Skylight auf dem billigen Kitobjektiv, den der Verkäufer ihnen als Schutz fürs Objektiv noch aufgeschwatzt hat.

Gruß,

Myriam