Unterschiedliche Worte - gleiche Bedeutung?

Hallo,

wer kann mir bei folgender Frage helfen: was ist eigentlich der Unterschied zwischen „ich hab dich lieb“ und „ich liebe dich“?

  • Bedeutet beides inhaltlich das gleiche oder gibt es da Unterschiede? Oder ist lediglich die Personengruppe, an die solche Worte gerichtet werden, jeweils eine andere (Frau, Kinder, Verwandte)?

  • ähnliches Problem bei der Frage der Wortwahl „mein Schatz“.
    Sage ich das nur zu einer mir nahestehenden erwachsenen Person? Oder richte ich diese Formulierung auch an kleine Kinder, dreijährige? Und ganz wichtig: Wie findet ihr diese Wortwahl, wenn diese von einer Mutter an ihren 18-jährigen Sohn bzw. Tochter gerichtet wird?

Danke und Gruß
Harald

wer kann mir bei folgender Frage helfen: was ist eigentlich
der Unterschied zwischen „ich hab dich lieb“ und „ich liebe
dich“?

Ersteres ist nicht so stark, klingt harmloser. Tausend beste Freundinnen verwenden das als Gruß bei SMS & Co.

  • Bedeutet beides inhaltlich das gleiche oder gibt es da
    Unterschiede? Oder ist lediglich die Personengruppe, an die
    solche Worte gerichtet werden, jeweils eine andere (Frau,
    Kinder, Verwandte)?

Ich liebe meinen Verlobten, meine Mutter, meinen Bruder, auch meine Oma. Das ist ganz eng mit der Familie verknüpft. Dennoch ist es jedes Mal eine etwas andere Form der Liebe.

  • ähnliches Problem bei der Frage der Wortwahl „mein Schatz“.
    Sage ich das nur zu einer mir nahestehenden erwachsenen
    Person? Oder richte ich diese Formulierung auch an kleine
    Kinder, dreijährige? Und ganz wichtig: Wie findet ihr diese
    Wortwahl, wenn diese von einer Mutter an ihren 18-jährigen
    Sohn bzw. Tochter gerichtet wird?

Da finde ich überhaupt nichts dabei. Ich finde es nicht verwerflich, meinen Liebsten, ein kleines Kind oder erwachsene eigene Kinder als Schatz zu bezeichnen. Manchmal ist ja auch eine sehr hilfsbereite Person ein Schatz.

Wieso sollte eine Mutter die Wortwahl an ihre Kinder überdenken, weil diese nun erwachsen werden? Am Verhältnis zwischen ihnen sollte sich doch nicht so viel ändern.

Bis denne
Schnoof

Hallo,

Hallo auch!

wer kann mir bei folgender Frage helfen: was ist eigentlich
der Unterschied zwischen „ich hab dich lieb“ und „ich liebe
dich“?

Ersteres wird wohl als nicht so intensiv empfunden.
mögen -> gern haben -> lieb haben -> lieben

  • Bedeutet beides inhaltlich das gleiche oder gibt es da
    Unterschiede? Oder ist lediglich die Personengruppe, an die
    solche Worte gerichtet werden, jeweils eine andere (Frau,
    Kinder, Verwandte)?

  • ähnliches Problem bei der Frage der Wortwahl „mein Schatz“.
    Sage ich das nur zu einer mir nahestehenden erwachsenen
    Person? Oder richte ich diese Formulierung auch an kleine
    Kinder, dreijährige? Und ganz wichtig: Wie findet ihr diese
    Wortwahl, wenn diese von einer Mutter an ihren 18-jährigen
    Sohn bzw. Tochter gerichtet wird?

Mein Schatz oder mein kleiner Schatz kann zu Kindern gesagt werden,
jedoch sollte dies spätestens mit Beginn der Pupertät eingestellt werden :wink:
(Ich hätte mich in Grund & Boden geniert, wenn meine Mutter mich
vor meiner Schulklasse abgebusselt und mein kleiner Schatz zu mir
gesagt hätte)

Danke und Gruß
Harald

Bitte & Gruß
Gerald

Nochmals zur Verdeutlichung: beim gemeinsamen Mittagessen in größerer Runde ermunterte die Mutter ihren 18-jährigen Sohn zum Essen „iss noch was, mein Schatz“. Als Unbeteiligter aber zwangsläufiger Mithörer hat mich das etwas irritiert, zumal auch der Partner der Mutter anwesend war, den sie eigentlich sonst hin und wieder „Schatz“ nennt. Ich war irgendwie verwundert, dass solche Worte an ein Kind dieses Alters gerichtet wurden und dass es anscheinend einen (wahllosen?) Wechsel der Anredeform zwischen Sohn und Partner gibt/gab.

Danke und Gruß
Harald

Schatz
Hi

Da finde ich überhaupt nichts dabei. Ich finde es nicht
verwerflich, meinen Liebsten, ein kleines Kind oder erwachsene
eigene Kinder als Schatz zu bezeichnen. Manchmal ist ja auch
eine sehr hilfsbereite Person ein Schatz.

Meine Liebeste und meine Kinder (wenn ich welche hätte) (und
ein spezieller goldener Ring) wären MEIN Schatz.
Wenn Du, Schnoof, mir hilfst, bist du EIN Schatz („Danke Schnoof, du bist ein Schatz“).

Wenn ein Kind heranwächst, so ändert sich natürlich auch etwas
an der Beziehung zum Kind (die Liebe zu es nicht). Man wird auch seine
Tochter nicht mehr „meine kleine Prinzessin“ nennen, wenn sie 40 ist
und Abteilungsleiterin. Die Beziehung und auch die Anrede zum Kind
sollte berücksichtigen, daß es erwachsen wird und dies auch vor anderen zeigen. (Also einen 18jährigen nicht mehr danach fragen ob
er sein Bäuerchen gemacht hat, ob man ihn füttern soll, nicht
fragen, ob er auch warm angezogen ist,…) (schon gar nicht vor
anderen).
Gruß
Gerald

Guten Tag

Ich sehe es auch so:

Ersteres wird wohl als nicht so intensiv empfunden.
mögen -> gern haben -> lieb haben -> lieben

Als Schweizer habe ich damit noch ein kleines Problem: Es gibt in
meinem Dialekt kein «ich liebe dich»! Man sagt «i ha di gärn» (ich
hab dich gern) und meint damit das Hochheilige!
Nun hatte ich aber einmal eine Freundin, die das nicht akzeptieren
konnte, sie wollte «ich liebe dich» hören – alles andere war ihr zu
wenig. So musste ich «i lieb di» sagen, in der steten Angst, mir
würde darob die Zunge abfaulen …

Grüsse aus Basel
Rolf

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Meine Liebeste und meine Kinder (wenn ich welche hätte) (und
ein spezieller goldener Ring) wären MEIN Schatz.
Wenn Du, Schnoof, mir hilfst, bist du EIN Schatz („Danke
Schnoof, du bist ein Schatz“).

OK. Da geh ich mit.

Wenn ein Kind heranwächst, so ändert sich natürlich auch etwas
an der Beziehung zum Kind (die Liebe zu es nicht). Man wird
auch seine
Tochter nicht mehr „meine kleine Prinzessin“ nennen, wenn sie
40 ist
und Abteilungsleiterin. Die Beziehung und auch die Anrede zum
Kind
sollte berücksichtigen, daß es erwachsen wird und dies auch
vor anderen zeigen. (Also einen 18jährigen nicht mehr danach
fragen ob
er sein Bäuerchen gemacht hat, ob man ihn füttern soll, nicht
fragen, ob er auch warm angezogen ist,…) (schon gar
nicht vor
anderen).

Tja, da zeigt sich wohl, daß manche Eltern sich gegenüber ihren Kindern schon immer anders verhielten als andere. Meine Eltern haben mich nie in Babysprache angesprochen. Es gab ein Abschiedsküßchen auf die Wange und mit mehr wurde ich vor anderen Leuten eigentlich seit meiner Schulzeit nie behelligt. Solch berühmte peinliche Szenen kenne ich einfach nicht mit meinen Eltern und auch nicht von den Eltern der Klassenkameraden, eigentlich nur aus dem Fernsehen. Für realistisch habe ich das nie gehalten.

Wenn meine Mutter am Telefon mich mal „mein Mäuschen“ oder „mein Schatz“ nennt, habe ich kein Problem damit. Und so hatte ich die Ausgangsfrage eigentlich verstanden. Da hat die Mutter mal im privaten Rahmen „ich liebe dich, mein Schatz“ gesagt, und der Frager hat überlegt, ob das i.O. sei oder dem etwas Sexuelles anhafte. Vor Augen und Ohren der gesamten Abiturienten einer Schule wäre mir diese Szene einfach nie in den Sinn gekommen.

Bis denne
Schnoof

Guguck,

Mein Schatz oder mein kleiner Schatz kann zu Kindern gesagt
werden,
jedoch sollte dies spätestens mit Beginn der Pupertät
eingestellt werden :wink:
(Ich hätte mich in Grund & Boden geniert, wenn meine Mutter
mich
vor meiner Schulklasse abgebusselt und mein kleiner Schatz zu
mir
gesagt hätte)

Also ich würde einfach mal sagen dass man da keine Regeln setzen kann… Jeder sollte seine Liebe oder Zuneigung so bekunden, wie er es für richtig hält. Ich z.B. finde überhaupt nichts dabei wenn meine Mama mich „mein Schatz“ oder „mein Liebling“ nennt, ganz im Gegenteil ich freue mich immer wieder darüber. Auch vor anderen macht mir das nichts aus, das bekommen auch meine Geschwister zu hören.

Zu „ich hab dich lieb“ und „ich liebe dich“ denk ich persönlich mir, dass „richtige“ Liebe einfach Zeit braucht und man sollte mit diesen Worten sparsam und sorgfältig umgehen, damit sie etwas Besonderes bleiben. :smile:

LG Schaf :smile:

Guten Tag,
dem wollte ich zustimmen. Es gibt regionale Unterschiede. Auch mir, Franke in
Südbayern lebend, würde ein „Ich liebe Dich“ nur schwer über die Lippen kommen.
Bei uns würde es eher heißen „I mog di“.
Für mein Empfinden ist ein „Ich hab dich lieb“ außerdem viel zärtlicher, weil
weniger pathetisch.
Was den „Schatz“ anlangt, so bin ich auch der Meinung, dass eine Mutter
spätestens bei der Pubertät mit derartigen Koseformen aufhören sollte.
Könnte es sich im geschilderten Fall vielleicht um eine innerfamiliäre ironische
Formulierung gehandelt haben?
Gruß HO

Ich war irgendwie
verwundert, dass solche Worte an ein Kind dieses Alters
gerichtet wurden und dass es anscheinend einen (wahllosen?)
Wechsel der Anredeform zwischen Sohn und Partner gibt/gab.

Dazu kann man wenig sagen, wenn man die Familiensituation und deren normalen Umgangston nicht kennt.

Grundsätzlich sehe ich da aber kein Problem, so lange es dem Sohn nicht peinlich ist.:wink: Ein solcher Schatz ist doch eine Art Synonym für ‚Du bist mir wertvoll‘. Warum sollte einem der Sohn mit 18 weniger wertvoll sein, als mit 5 Jahren? Und warum sollten einem Sohn und Partner nicht gleich viel wert sein?

Gruß Maid :smile: