Unterschr. auf Brief der nicht von mir istArbeit

Hallo
Ich hoffe ich kann bis Montag Hilfe bekommen da ich nicht weiter weiss.

Ich arbeite in einem Callcenter.
Mein Arbeitsvertrag sagt:
Die regelm Arbeitszeit beträgt min. 20std/wöchentlich . Beginn und Ende der tägl. Arbeitszeit ist mit dem jeweiligen Projektleiter abzustimmen .

Auf meinem Stundenzettel der Firma steht komischerweise : Soll-Arbeitsstunden 160 Std.

Ich habe bisher immer 40 Stunden Vollzeitbeschäftigte gearbeitet.

Der Vertrag ging bis zum 30.06.2012

Nun bekam ich folgendes schreiben:
Sehr geehrter xxxx
Hiermit zeigen wir ihnen an, dass wir Ihnen ab dem 1.7.2012 eine weitere Verlängerung des Arbeitsvertrages befristet bis zum 31.08.2012 nur im Umfang von 20 Std/Woche anbieten können.
Ansonsten endet ihr Beschäftigungsverhältnis am 30.06 durch Befristungsablauf.

MfG Firma xyz

Das verstehe ich noch . Was ich nicht verstehe ist folgendes:
Die Firma legte mir ein von Ihnen vorgefertigtes schreiben vor, welches ich unterschreiben soll. Es hat meinen Briefkopf als Absender , ist aber nicht von mir verfasst worden:

Mein Name,Anschrift etc

Reduzierung des Stundenvolumens

Sehr geehrter Herr (Name Standortleiter der Firma)

Hiermit teile ich Ihnen mit , dass ich ab dem 01.07.2012 meine wöchentliche Arbeitszeit auf 20 Std. Herabsetze.

Mit freundlichem Gruss
Mein Name

Muss ich dies Unterschreiben? Der Brief soll aussehen als wäre er von mir, er ist es aber nicht sondern wurde mir wie gesagt bereits von der Firma fertig ausformuliert gegeben und sie erwarten das ich ihn unterschreibe.
Was soll ich nur tun?? Ist das Urkundenfälschung oder Nötigung?

Danke für die Hilfe

Hallo

Das verstehe ich noch . Was ich nicht verstehe ist folgendes:

Muss ich dies Unterschreiben?

Was soll ich nur tun?? Ist das Urkundenfälschung oder
Nötigung?

Danke für die Hilfe

Keine Urkundenfälschung, keine Nötigung - wahrscheinlich nur Hilfestellung, um alles so einfach wie möglich zu machen.

Abhilfe: Wenn alles inhaltlich richtig ist, selber verfassen und übergeben/abschicken. Wenns inhaltlich nicht richtig ist, entsprechend ändern und auf Zustimmung hoffen.

Gruss

rambam

Hallo,
also Urkundenfälschung wäre es wenn sie deine Unterschrieft kopiert oder selbst unterschrieben hätten. Ich würde ihn nicht unterschreiben…meine Frage lautet, stempelt ihr an, bei Arbeitsbeginn?
Wenn du dieses Schreiben unterschreibst, ist die Stundenreduzierung „einvernehmlich“. Ein Vertragsverlängerung basiert auf dem bisherigen verfahren d.h. ich würde das auf gar keinen Fall unterschreiben. geh morgen normal zur AArbeit und sag, du hast das Schreiben zuhaus vergessen, und erkundige dich gleich bei einem Anwalt, wie du vorgehen sollst.

Greetz

Das ist eigentlich eine Änderungskündigung, man sagt Dur, dass man den alten Vertrag mit den 40 Stunden auslaufen lassen will und bietet Dir einen neuen Vertrag für 2 Monate mit 20 Stunden an.
Jetzt musst Du einfach überlegen, ob Du das willst, dann müsstest Du das Schriftstück unterschreiben oder ein eigenes vergleichbaren Inhaltes aufsetzen oder Du willst das nicht, dann brauchst Du im Prinzip gar nix tun, weil Dein Arbeitsvertrag ja durch Fristablauf beendet ist. Das Sie Dir ein vorgefertigtes Schreiben mitgeschickt haben, ist bisschen ne komische Form, eigentlich müssten Sie Dir einen neuen Vertrag in doppelter Ausführung geben, von denen Du ein Exemplar unterschrieben zurück gibst. Urkundenfälschung wäre es nur, wenn sie tatsächlich Deine Unterschrift darauf manipuliert hätten.

hoffe, ich konnte helfen - leider ist die Postion des Arbeitnehmers in so einer Situation (befristeter Vertrag) ziemlich schwach

Auf keinen Fall unterschreiben und mit dem Schreiben zu einem Rechtsbeistand gehen. Bei einem unbefristeten Vertrag ist eine Kürzung der Arbeitszeit nicht einfach so festzulegen. Zu dem Schreiben , dass Du unterschreiben sollst, nur SAGEN, Du nimmst es zur Kenntnis und behälts die zeitnah rechtliche Schritte vor.

Hallo,

das klingt schon komisch…
dann könnte der Arbeitgeber aber auch einfach nur eine Änderungsvereinbarung fertig machen, und die Stundenzahl auf 20 Stu/Woche festlegen, die dann beide Partein unterzeichnen.

Also ich persönlich würde das nicht unterzeichnen
und würde um die Änderungsvereinbarung von Arbeitgeberseite
„bitten“ (verlangen).

Vielleicht wollen die sich irgendwie vor dem Arbeitsgericht absichern… falls es mal dazu kommen sollte…

Wenn aber vertraglich 20 Stu festgehalten sind,aber 40 gearbeitet wurden, dann sind die 40 die Regel, Gewohnheitsrecht… insofern würden die 40 Stu auch zustehen… aber wie gesagt, der AG kann die Änderungsvereinbarung auf 20 Stu. oder wieviele auch immer machen…

hoffe damit etwas geholfen zu haben…
gruß
ankral

Hallo,

das würde ich auf keinen Fall unterschreiben, wenn im alten Vertrag 40 Stunden standen.

Falls nämlich der Vertrag verlängert wird, aber außer der Befristung weitere Punkte aus dem Vertrag geändert werden, kommt es automatisch zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Egal, was im Verlängerungsvertrag als Frist eingetragen wird. Es sei denn, dies wird ausdrücklich auf Wunsch des Arbeitnehmers geändert (das ist dieses Schreiben!!)

Gruss
gorbes

Da ist schwer was zu raten. Selbstverständlich ist das Nötigung und sittenwidrig. Verstehe allerdings überhaupt nicht, was Dein Arbeitgeber damit bezweckt. Wenn sie den bisherigen Vertrag mit 20 Stunden verlängern, ist der ge-fake-te Antrag von Dir völlig überflüssig. Die können Dir doch eine Verlängerung mit nur 20 Stunden anbieten. Zumal der jetzige Vertrag befristet ist. Ich würde das ge-fake-te Schreiben nicht unterschreiben. Möglicherweise wirkt sich das ggf. negativ auf das Arbeitslosengeld aus. Ob Du die Verlängerung mit der Stundenreduzierung annehmen willst, musst Du wissen. Vielleicht ist Arbeitslosengeld mehr, weil es sich auf die 40 Stunden bezieht. Oder annehmen und sich nach etwas anderes umschauen. Viel Glück.

Hallo,
die Firma hat Ihnen den Brief praktisch vorgefertigt.
Wenn Sie mit den 20 Wochenstunden einverstanden sind, können Sie ihn unterschreiben. Wenn Sie nicht einverstanden sind und nicht unterschreiben, ist Ihr befristetes Arbeitsverhältnis beendet.
Viele Grüße

Wenn ich Sie richtig verstehe, hatten Sie einen bis 30.6.2012 befristeten Arbeitsvertrag mit min. 20 Stunden pro Woche.
Dieser Vetrag endete zum 30.6. und der Arbeitgeber hat Ihnen einen neuen Vertrag mit max. 20 Stunden bis zum 30.8.1012 angeboten.
Sie haben ein vorgefertigtes Schreiben bekommen, in dem Sie sich damit einverstanden erklären, wenn Sie dieses Schreiben unterschreiben. Das Schreiben ist erst dann gültig, wenn Sie es unterschrieben Ihrem Arbeitgeber geben.
Ohne Ihre Unterschrift ist das Schreiben wertlos, keine Nötigung, auch keine Urkundenfälschung. Sie könnten das Schreiben auch in den Papierkorb werfen. Allerdings hätten Sie ab dem 1.7. keinen Arbeitsplatz mehr.
Viele Grüsse
H.-J.Brockerhoff

Webman82, Du musst gar nichts unterschreiben. Du hast nach dem 30.06.kein Arbeitsverhältnis mehr wegen Fristablauf.
Die Firma macht Dir jetzt ein neues Angebot mit 20 Wochenstunden bis zum 31.08.2012. Dieses Angebot hat mit dem alten Arbeitsvertrag nichts mehr zu tun, es wird ein neuer Vertrag, wenn Du unterschreibst.
Hast du einen Briefkopf, der als Geschmacksmuster geschützt ist oder warum soll das Urkundenfälschung sein?
Nötigung kann es auch nicht sein, was können sie Dir denn antun, wenn Du nicht unterschreibst? Bedrohen sie Dich in irgendeiner Weise, wenn du nicht unterschreibst? Dann musst Du zur Polizei gehen und sie anzeigen.

Im übrigen sind vorformulierte Briefe in dieser Branche normal. Dort ist nur Deine Arbeitsleistung gefragt: schnell, auf Abruf und billig. Die Personen dahinter sind denen sch…egal.
Such Dir lieber etwas anderes, wo Du wenigstens eine kleine Perspektive hast.
Gruß Fredo

Hallo,
es handelt sich hierbei um eine im Callcenter übliche Masche.
Wenn es, warum auch immer,zu einem Rechtsstreit wegen der reduzierte Arbeitszeit kommen sollte, dann steht in Ihren Brief an den Standortleiter, dass Sie ihn ja schriftlich um eine Reduzierung der Arbeitszeit gebeten haben.
Ob Sie unterschreiben hängt in der Tat davon ab, ob Sie ihren Arbeitsplatz im Callcenter behalten wollen. Ich denke, wenn Sie nicht unterschreiben, sind Sie ihren Job los.
Von der Arbeitsrechtseite her, ist die Vorgehensweise des Standortleiters, grenzwertig. Das ist übelste Erpressung.
Gruß
J. Dietrich

Ahoi Webman82,

in erster linie ist es eine weitere Befristung mit geänderter/reduzierter ArbZ.

Die Vorgehensweise finde ich schon sehr speziell.
Du könntest unterschreiben, dann hast du weiter eine Befristung ( 20 Std),oder es nicht unterschreiben, dann hast Du keinen Job mehr.

Jack

Hallo Kollege, leider ist dies keine Nötigung oder Urkunden-Fälschung, da Sie ja nicht Unterschreiben müssen!Sie müssen Entscheiden ob Sie mit der Änderungskündigung Einverstanden sind oder nicht. Mit Freundlichen Grüßen Betriebsrat

Hallo,

den einzigen Tipp, den ich dir hier gebe. Unterschreibe nichts, wenn du nicht damit einverstanden bist.

Viele Grüße und viel Glück.

Sehr geehrte® Anfragende®,

durch ihre Unterschrift bestätigen sie letztendlich, dass das Schreiben ihrem Willen entspricht. Je nachdem, wie sehr sie den bisherigen Job weiter ausfüllen wollen, sollten sie sich anwaltliche Hilfe suchen, denn die Pratik der Firma ist doch zumindest fragwürdig.
Wenn Sie das Schreiben unterzeichnen, ist es rechtsgültig und somit (auch vor Gericht) nur schwer anfechtbar. Auch eine gewisse Nötigung liegt ihr in diesem Falle vor, da Ihnen das Schreiben ausgefertigt asgehändigt wurde mit der Weisung es zu unterschreiben. Aus Ihren Ausführungen entnehme ich, dass dies aber nicht Ihrem Willen entspricht. Eine Nötigung (nach der Unterschrift) nachzuweisen wird allerdings sehr schwer. Sie sollten also ganz genau überlegen, ob sie bereits jetzt eine Unterschrift leisten und sollten sich im Vorfeld anwaltlich beraten lassen.

Freundliche Grüße