Unterschriften gegen Studiengebühren

Hallo allerseits!
Hier findet eine wichtige Aktion statt:

http://petition.foruni.de/

Wir brauchen viele Unterschriften.

Danke,

Helena

Hallo,
bedeutet die Aktion - keine und niemals Studiengebühren?
Ich persönlich finde, Gebühren für Langzeitstudenten, die anscheinend nieeee fertig werden oder mehrfach studieren, sind durchaus überlegenswert.
(mein Onkel hat mit 45 angefangen Jura zu studieren, einfach so, um sich zu beschäftigen und nicht nur mit fettem Geld zu Hause rumzusitzen - und nahm vielleicht jemand anders den Platz weg…)

Beatrix

baden württemberg
hi,

ich habe in stuttgart studiert und da ist das schon länger so: ab dem 14.
semester muss man 500,- euro zahlen. ein eventuelles erststudium wird da auch
schon gezählt, so dass das 1. semester des neuen studiums das 14. insgesamt und
damit abgabepflichtig sein kann.

ich fand die regelung sehr gut und einleuchtend.

gruß
tobias

Hallo Beatrix,

heißes Eisen was du da anfasst. Vielleicht sollte man mal nach den Gründen fragen, warum es bei manchen StudentenInnen so aussieht das sie nicht fertig werden ! Oder warum manche Studenten ein Zweitstudium anfangen ! Kann es nicht auch an der Situation in dem jeweiligen Fachbereich liegen, das z.B. zu wenige Labor-, Praktikums-, oder Seminarplätze vorhanden sind ? Oder das die techn. Ausstattung der Hochschulle einfach miserabel ist. Das zu wenig Dozenten für die Vorlesungen vorhanden sind ? Zum Thema Zweitstudium kann ich dir nur ein aktuelles Beispiel aus meiner Umgebung nennen : Landschaftsarchitekten finden im gesamten Bundesgebiet momentan nur schwer eine Festanstellung. Ebenso düster sieht es bei BWLer aus. Der Markt gibt einfach momentan nicht sehr viel her. Ein Zweitstudium bringt da eine berufliche Weiterbildung sowie ein breiteres Basiswissen mit sich was für eine Jobsuche nur von Vorteil ist.

Sicher mag dein Beispiel mit deinem Onkel ein moralisch auffälliger Fall sein, aber muß man wegen diesen Extremfällen (deren Zahl sogar nicht genau bekannt ist) gleich die gesamte Studierendenschaft darunter leiden lassen ? Von den Gegnern der Studiengebühren gab es genug Gegenvorschläge, wie die Hochschulen bzw. die Fachbereiche wirkungsvoller, mit weniger Aufwand und vor allem gerechter gegen diese Einzelfälle vorgehen könnten und auch oftmals wollen.

Dazu noch mal eine kleine Anekdote wie gut sich eine Landesregierung auf das Thema vorbereitet hat : Die hessische Landesregierung konnte nach Aufforderung der Opposition und genauem Recherchieren keine Auskunft darüber geben, welche Kosten ein sog. Langzeitstudent im Landeshaushalt verursacht ! Trotz SAP !

In diesem Sinne…

Gruß Ingo

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Hi Ingo,

kleine Frage am Rande: Was hat das mit SAP zu tun? Die SAP produziert Software, die nur ein Werkzeug desjenigen ist, der sie einsetzt. Das ist wie bei einem Taschenrechner: Wenn Du nicht weisst, wie Du ihn einsetzen sollst/kannst, dann bringt er Dir nichts.

Ich persönlich finde die Regelung in BaWü ganz in Ordnung. Wer sich seine Uni/FH gezielt aussucht und sein Studium ernst nimmt, der kann es auch unter 14 Semester schaffen.

Gruss,

Herb

Mahlzeit Herb,

kleine Frage am Rande: Was hat das mit SAP zu tun? Die SAP
produziert Software, die nur ein Werkzeug desjenigen ist, der
sie einsetzt. Das ist wie bei einem Taschenrechner: Wenn Du
nicht weisst, wie Du ihn einsetzen sollst/kannst, dann bringt
er Dir nichts.

Genau richtig. Mit SAP direkt hat das nix zu tun. SAP kann komplexe betriebswirtschaftliche Vorgänge und Rechnungen vereinfachen und automatisieren. Und trotz dieser Hilfe hat Hessen es nicht geschafft die Kosten zu ermitteln. Sollte eigentlich nur die Beweiskraft der Argumente der hessischen LR darlegen.

Ich persönlich finde die Regelung in BaWü ganz in Ordnung. Wer
sich seine Uni/FH gezielt aussucht und sein Studium ernst
nimmt, der kann es auch unter 14 Semester schaffen.

Im Grunde mag das ja sein, allerdings sollten dafür dann auch gewisse Vorraussetzungen gegeben sein. Wie z.B. auch genügend Studienplätze an der Wunschuni, umfangreichere Förderungen, Verbesserung der allg. Studienbedingungen wobei aber auch wirtschaftliche Bedingungen (wie z.B. Wohnungsangebot) für die Studiendauer eine Rolle spielen, und da hat der Gesetzgeber ja nichts drin verloren.
Letztendlich gibt es kaum sachliche Argumente dafür, aber dagegen umso mehr.

In diesem Sinne…

Unn wech, Ingo

Wirklich heisses Eisen!
Hallo Apophes,

ich stimme Dir im Wesentlichen zu, Du hast allerdings einen entscheidenden Grund fuer Langzeitstudenten vergessen:
Viele muessen heutzutage nebenher arbeiten, um sich ihr Studium zu finanzieren. Ich kannte (in Muenchen) einige, die daher ihr Chemiestudium (viele Praktika!) trotz vergleichbarer Leistungen zu Kommilitonen nicht in 9, sondern erst nach 15 Semestern fertig wurden.
Das Studienplatz-Kostenargument gegen Langzeitstudenten ist laecherlich, da diese im Laufe ihres Studiums genau die gleichen Veranstaltungen besuchen wie die anderen auch, nur eben ueber einen laengeren Zeitraum hinweg. Aber wenn es denn sein soll, dann muss man jedem Studenten einen reibungslosen Ablauf garantieren, zum einen durch ein ausreichendes Seminar- und Praktikaangebot und zum anderen durch ein Bafög, das ein Leben davon auch ermöglicht!

Gruesse,

Henning.

*dersichaergertdassimmerwiederstudiengebuehrengefordertwerden*

Gebühren OK, ABER…
Hi!
ich kann mich da nur anschliessen. Auch die in NRW geplante Regelung finde ich grundsätzlich positiv. Eine andere Sache ist natürlich die Verwendung der Gebühren. Es steht ausser Frage, dass diese den Hochschulen zukommen müssen! Das ist leider zzt. nicht der Fall. Und die Studienbedingungen sind schon schlecht genug…
Gruß,
Iceman

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Und noch mal hallo!
Leider habt ihr micht falsch verstanden bzw. hab ich das nicht erwähnt. Die Studiengebühren für Langzeitstudenten sind schon eingeführt. Nun geht es darum, dass z.B. in Niedersachsen allgemeine Studiengebühren in Höne von 500 Euro ab 1. Semester eingeführt werden sollen. Am 10.12. wird drüber abgestimmt und entschieden.
Es fragt sich, wie viele Leute wohl im Sommersemster anfangen können zu studieren und wie viele abbrechen werden?

Lg,
Helena

also, ihr werdet mich sicher gleich mit Beschimpfungen bombadieren, aber ich muss sagen ich finde Studiengebuehren gar nicht so bloed. Vor allem denke ich mir, wenn ich fuer etwas zahle, dann kann ich auch mehr verlangen. In Amerika z.B. wird ein Prof der nichts taugt eben von den Studenten schlecht beurteilt und fliegt dann irgendwann.
Klar sind die Umstaende an Unis misserabel, wo kein Geld da ist kann man auch nichts neues kaufen.
Soweit ich weiss ist Deutschland so ziemlich das einzige Land ohne Studiengebuehren. Studenten in anderen LAendern schaffen das auch irgendwie. Man kann ja trotzdem arme Leute mit Befreiung von Studiengebuehren unterstuetzen. Dieses Land ist echt eine SChmarotzergesellschaft geworden. Das nervt mich echt total. Ich habe auch nicht gleich nach der Schule studiert und erst mal lange Jahre gearbeitet. Habe jetzt das Glueck, dass ich es finanziell schaffe im Ausland zu studieren aber spart euch bitte Kommentare wie ich haette keine Ahnung und so. Ich habe auch schon am Existenzminimum gelebt und musste auf vieles verzichten.
Mich nervt es einfach nur dieses gemotze ueber alles hier. Geht doch mal ins Ausland und schaut euch dort ein wenig um. Es kann nicht immer alles nur bergauf gehen und man kann nicht immer nur erwarten dass man alles in den Hintern geschoben bekommt.
Gruesse
Matti

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Hallo Matti,

also, ihr werdet mich sicher gleich mit Beschimpfungen

warum erwartest Du Unhoeflichkeiten von mir? Hab ich Dir jemals was getan? Die meisten versuchen hier schon, sachlich zu bleiben.

bombadieren, aber ich muss sagen ich finde Studiengebuehren
gar nicht so bloed. Vor allem denke ich mir, wenn ich fuer
etwas zahle, dann kann ich auch mehr verlangen. In Amerika
z.B. wird ein Prof der nichts taugt eben von den Studenten
schlecht beurteilt und fliegt dann irgendwann.

Das kritisiere ich nicht, dem stimme ich sogar zu. Nur gibt es gerade in den USA ein ausgekluegeltes Stipendiensystem, das versuchen soll, soziale Ungerechtigkeiten zu reduzieren. Das ist in D noch sehr unterentwickelt. Eine sinnvolle Loesung waeren auch nachgelagerte Studiengebuehren (Australisches Modell), bei dem Akademiker oberhalb einer gewissen Einkommensgrenze eine Studienabgabe entrichten.

Klar sind die Umstaende an Unis misserabel, wo kein Geld da
ist kann man auch nichts neues kaufen.

So ist es. Leider werden die bislang schon eingefuehrten Gebuehren aber nicht an den Unis eingesetzt (formal erhalten diese die Gebuehren zwar, die staatlichen Zuschuesse werden aber um einen etwas groesseren Betrag gekuerzt).

Soweit ich weiss ist Deutschland so ziemlich das einzige Land
ohne Studiengebuehren.

Das halte ich fuer eine sehr gute Errungenschaft! Das ist doch kein Nachteil!?

das auch irgendwie. Man kann ja trotzdem arme Leute mit
Befreiung von Studiengebuehren unterstuetzen. Dieses Land ist
echt eine SChmarotzergesellschaft geworden. Das nervt mich

Ich finde es unpassend, jegliche Kritik an sozial relevanten Kuerzungen (denn nichts anderes sind Stud.geb.) als Schmarotzertum hinzustellen! Es geht doch darum, die beste Loesung fuer alle zu finden. Mein letztes Posting kritisierte z. B. dass man Studenten, die nebenher arbeiten muessen und dadurch laenger fuer ihr Studium brauchen, durch Langzeit-Studiengebuehren bestraft.

echt total. Ich habe auch nicht gleich nach der Schule
studiert und erst mal lange Jahre gearbeitet. Habe jetzt das
Glueck, dass ich es finanziell schaffe im Ausland zu studieren

das ist schoen fuer Dich!

aber spart euch bitte Kommentare wie ich haette keine Ahnung
und so. Ich habe auch schon am Existenzminimum gelebt und
musste auf vieles verzichten.
Mich nervt es einfach nur dieses gemotze ueber alles hier.

Mit Verlaub, ICH motze nicht. Das bist ja wohl DU!

Geht doch mal ins Ausland und schaut euch dort ein wenig um.

Oh, ich bin im Ausland. Und hier sind die Leute beeindruckt von D, wenn sie sehen, dass es dort beispielsweise keine Studiengebuehren gibt, die Ausstattung der Unis z. T. sogar besser ist als hier (UK), wo es sehr hohe Studiengebuehren gibt.

Es kann nicht immer alles nur bergauf gehen und man kann nicht
immer nur erwarten dass man alles in den Hintern geschoben
bekommt.

An wen richtet sich dieser Vorwurf?

Gruss Henning.

Hallo Matti,

Soweit ich weiss ist Deutschland so ziemlich das einzige Land
ohne Studiengebuehren.

Das halte ich fuer eine sehr gute Errungenschaft! Das ist doch
kein Nachteil!?

Ich sagte nicht, dass es ein Nachteil ist solange es sich ein Land leisten kann. Wenn es aber finanziell nicht mehr geht, dann muss man halt auch etwas dazu beisteuern.

das auch irgendwie. Man kann ja trotzdem arme Leute mit
Befreiung von Studiengebuehren unterstuetzen. Dieses Land ist
echt eine SChmarotzergesellschaft geworden. Das nervt mich

Ich finde es unpassend, jegliche Kritik an sozial relevanten
Kuerzungen (denn nichts anderes sind Stud.geb.) als
Schmarotzertum hinzustellen! Es geht doch darum, die beste
Loesung fuer alle zu finden. Mein letztes Posting kritisierte
z. B. dass man Studenten, die nebenher arbeiten muessen und
dadurch laenger fuer ihr Studium brauchen, durch
Langzeit-Studiengebuehren bestraft.

Deswegen sagte ich ja, man kann ja trotzdem versuchen, Leute die arm sind zu unterstuetzen.

echt total. Ich habe auch nicht gleich nach der Schule
studiert und erst mal lange Jahre gearbeitet. Habe jetzt das
Glueck, dass ich es finanziell schaffe im Ausland zu studieren

das ist schoen fuer Dich!

danke, ich freue mich auch darueber, dass ich nachdem ich es mit 10 Jahre nicht leisten konnte ueberhaupt zu studieren es jetzt einigermassen geht.

Mich nervt es einfach nur dieses gemotze ueber alles hier.

Mit Verlaub, ICH motze nicht. Das bist ja wohl DU!

Ich meine auch Deutschland mit HIER, du bist ja nicht in D! Seit ich zurueck bin (2 Monate) hoere ich die Leute nur motzen. Wie schlecht hier alles ist, wie teuer und so weite. Gerade hier im Sueden, wo die Wirtschaftliche Lage noch am besten ist… das habe ich eben im Ausland nicht so erlebt. Ich „motze“ hier jetzt eben mal zurueck, weil ich es einfach nicht verstehen kann warum in D. so viele Leute alles so negativ sehen… Zu mir hat letzt eine Chinesin gesagt dass sie gar nicht verstuende was die Leute hier fuer ein Problem haben, sie haben doch alles.

Geht doch mal ins Ausland und schaut euch dort ein wenig um.

Oh, ich bin im Ausland. Und hier sind die Leute beeindruckt
von D, wenn sie sehen, dass es dort beispielsweise keine
Studiengebuehren gibt, die Ausstattung der Unis z. T. sogar
besser ist als hier (UK), wo es sehr hohe Studiengebuehren
gibt.

Na also, genau das wollte ich ja sagen. Damit siehst du ja selber wie gut es in Deutschland ist.

Es kann nicht immer alles nur bergauf gehen und man kann nicht
immer nur erwarten dass man alles in den Hintern geschoben
bekommt.

An wen richtet sich dieser Vorwurf?

An die Leute die hier in Deutschland sich immer beschweren dass alles teurer wird und man nicht mehr soviel bekommt wie frueher. An die richtet sich dieser Vorwurf!

Matti

konnicha wa Mattilda,
ogenki desu ka ? ok genug Angeberei :wink:

also, ihr werdet mich sicher gleich mit Beschimpfungen
bombadieren, aber ich muss sagen ich finde Studiengebuehren
gar nicht so bloed.

Warum sollte man dich für deine Meinung beschimpfen ? Du bist nicht die erste die diese Meinung vertritt.

Vor allem denke ich mir, wenn ich fuer
etwas zahle, dann kann ich auch mehr verlangen.

Tut mir leid wenn ich es so sagen muß, aber das einzige Wort was mir dazu einfällt ist naiv. Weiter unten siehst du warum.

In Amerika z.B. wird ein Prof der nichts taugt eben von den Studenten
schlecht beurteilt und fliegt dann irgendwann.

In Deutschland nicht praktikabel da Profesoren nach einer gewissen Amtszeit verbeamtet wurden. Wird heute aus kostengründen kaum noch gemacht, aber auch einen Profesor im öffentlichen Dienst bekommt man nur schwer wieder von der Hochschule.
Wir hatten so einen Fall an unserem Fachbereich. Die komplette Studierendenschaft hat sich über diesen Prof und sein Unvermögen bzw. sein Diletantismus beschwert und sämtliche Dozenten wussten davon und einige gaben uns indirekt Zustimmung, aber er unterrichtet heute noch !

Klar sind die Umstaende an Unis misserabel, wo kein Geld da
ist kann man auch nichts neues kaufen.
Soweit ich weiss ist Deutschland so ziemlich das einzige Land
ohne Studiengebuehren.

Und das finde ich auch gut so ! Denn nur so kann man Bildung und sozialen Aufstieg bzw. Gleichberechtigung für alle durchsetzen. Andernfalls verfällt man in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ! Wie in vielen anderen Ländern ! Bildung nur für diejenigen die es sich leisten können ! Weiterhin ist Deutschland laut einer OECD Studie, das Land mit den wenigsten StudentenInnen gemessen an BIP oder BSP und Einwohnerzahl in Europa ! Diese Zahl wird sich durch Einführung von Studiengebühren nicht verbessern !

Studenten in anderen LAendern schaffen
das auch irgendwie. Man kann ja trotzdem arme Leute mit
Befreiung von Studiengebuehren unterstuetzen.

Da du Amerkia erwähnt hast ! Glaubst das es in Amerika wirklich jedem möglich ist zu studieren ! Stipendien werden meines Wissens in USA nur an besonders begabte (unabhängig welche Begabung ob Sport, Musik oder NatWis) vergeben. Und zwar eigentlich auch nur an die wirklich bedürftigen. Da finde ich das deutsche Bafög-System doch um einiges gerechter.

Dieses Land ist
echt eine SChmarotzergesellschaft geworden. Das nervt mich
echt total.

Willkommen im Club ! Aber man muß sehr genau differenzieren ! Die Fälle die in den Medien erscheinen sind nur ein Bruchteil der Gesellschaft ! Die wirklichen Abzocker kommen nur selten zu Tage !

Zur Situation in Hessen : Die LR plant die Einführung von Studiengebühren vgl. der bisherigen Regelung in BaWü. Diese Gelder sollen nicht den Hochschulen zu Gute kommen, sondern nach MP Koch nur dazu dienen den maroden Landeshaushalt zu konsolidieren ! Im Rahmen der Einführung von Studiengebühren wird zusätzlich an den hessischen Hochschulen der Hochschulpakt um 30.000.000 Mio. EUR gekürzt ! Nur mal ein Enblick in die Situation an meinem alten FB : Wir hatten/haben im Kerntechniklabor Geräte wo der Reichsadler noch aufgedruckt war ! Ein Teil unseres Spektroskopielabors ist ausgemustert worden aus dem deutschen Museum ! Eine unserer Beschichtungsanlagen ist Stand der Technik, allerdings aus dem Jahr 1962 ! Glaubst du jetzt noch das irgendwelche Gelder aus den Einnahmen der Studiengebühren den Hochschulen zu Gute kommen ?

Kleiner Zusatz zu den Schmarotzern :
Gleichzeitig plant der Aufsichtsrat der Fraport AG (an dem das Land beteiligt ist) die Gelder des Vorstandes zu erhöhen ! Und Rate mal wer noch im Vorstand sitzt !
Aber das ist Politik ! und daher ot.

Ich hoffe du nimmst die Kritik nicht persönlich.

In diesem Sinne…

Unn wech, Ingo

konnicha wa Mattilda,
ogenki desu ka ? ok genug Angeberei :wink:

aikawarazu genki desu!!

Warum sollte man dich für deine Meinung beschimpfen ? Du bist
nicht die erste die diese Meinung vertritt.

gut gut… man weiss ja nie ;o)

In Deutschland nicht praktikabel da Profesoren nach einer
gewissen Amtszeit verbeamtet wurden. Wird heute aus
kostengründen kaum noch gemacht, aber auch einen Profesor im
öffentlichen Dienst bekommt man nur schwer wieder von der
Hochschule.

jaaa, das ist ja genau das Problem. Du hast recht, die Probleme sind tiefer. Meiner MEinung nach gehoert das ganze System reformiert, was wohl leider nicht so einfach moeglich sein wird.

Wir hatten so einen Fall an unserem Fachbereich. Die komplette
Studierendenschaft hat sich über diesen Prof und sein
Unvermögen bzw. sein Diletantismus beschwert und sämtliche
Dozenten wussten davon und einige gaben uns indirekt
Zustimmung, aber er unterrichtet heute noch !

heftig, heftig! Klar, das frustriert. Daher denke ich halt besser zahlen und dann Ansprueche stellen koennen. (Auch wenn das so einfach nicht gehen wird)

Klar sind die Umstaende an Unis misserabel, wo kein Geld da
ist kann man auch nichts neues kaufen.
Soweit ich weiss ist Deutschland so ziemlich das einzige Land
ohne Studiengebuehren.

Und das finde ich auch gut so ! Denn nur so kann man Bildung
und sozialen Aufstieg bzw. Gleichberechtigung für alle
durchsetzen. Andernfalls verfällt man in eine
Zwei-Klassen-Gesellschaft ! Wie in vielen anderen Ländern !

Das wuerde ich nicht sagen. Man kann auch so aermere unterstuetzen wie gesagt. So ist es auch in England und anderen Laendern, dass wenn man arm ist von den Gebuehren befreit werden kann. Eine Zeiklassen-Gesellschaft bildet sich auch so in Deutschland meiner Meinung nach immer mehr.

Bildung nur für diejenigen die es sich leisten können !
Weiterhin ist Deutschland laut einer OECD Studie, das Land mit
den wenigsten StudentenInnen gemessen an BIP oder BSP und
Einwohnerzahl in Europa ! Diese Zahl wird sich durch
Einführung von Studiengebühren nicht verbessern !

Klar aber vielleicht nach einer Reform! Das Studium dauert meiner Meinung nach viel zu lange (z.B. Magister) und man ist total ueberqualifiziert danach… ich will jetzt nich Fachidiot sagen weil das eine Verallgemeinerung waere aber teilweise ist es schon so finde ich. Gleucklicherweise gibt es mehr und mehr Unis die langsam auch Bachlor und Master Abschluesse umsteigen. Dann hat man nach 3 Jahren wenigstens einen Abschluss und kann sich dann spaeter ueberlegen den Master zu machen… aber das ist jetzt off topic. Aber ich meine nur, es wird schon besser und man sollte vielleicht in der Richtung mehr fordern… Also mir persoenlihc faellt es leichter Forderungen zu stellen wenn ich fuer etwas bezahle. Wie sagt man so schoen, „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“… eigentlich…

Da du Amerkia erwähnt hast ! Glaubst das es in Amerika
wirklich jedem möglich ist zu studieren ! Stipendien werden
meines Wissens in USA nur an besonders begabte (unabhängig
welche Begabung ob Sport, Musik oder NatWis) vergeben. Und
zwar eigentlich auch nur an die wirklich bedürftigen. Da finde
ich das deutsche Bafög-System doch um einiges gerechter.

Auch in Deutschland koennen nicht alle Studieren! Nein, klar glaube ich es nicht das in Amerika es allen moeglich ist zu studieren… Das war nur ein Beispiel wie es laufen kann. Das mit den Begabten finde ich aber im uebrigen gar nicht schlecht. Man sollte schon Leute mehr foerdern die auch besser sind oder sich mehr bemuehen.

Zur Situation in Hessen : Die LR plant die Einführung von
Studiengebühren vgl. der bisherigen Regelung in BaWü. Diese
Gelder sollen nicht den Hochschulen zu Gute kommen,
sondern nach MP Koch nur dazu dienen den maroden
Landeshaushalt zu konsolidieren !

Das ist natuerlich z.K.!! Da wuerde ich mich auch aufregen. Wenn studiengebuehren dann auch direkt an die Uni. Es sollte einfach mehr private Unis geben… die auch akzeptiert sind. Vielleicht sollte man Unis einfach privatisieren wie die Post oder Bahn… naja war ja nur ne Idee.

Kleiner Zusatz zu den Schmarotzern :
Gleichzeitig plant der Aufsichtsrat der Fraport AG (an dem das
Land beteiligt ist) die Gelder des Vorstandes zu erhöhen ! Und
Rate mal wer noch im Vorstand sitzt !
Aber das ist Politik ! und daher ot.

ja klar, leider ist das nun mal so.

Ich hoffe du nimmst die Kritik nicht persönlich.

Quatsch, wenn ich keine Kritik ertragen kann, dann sollte ich hier nicht teilnehmen. ;o)
Hast ja recht, hast ja recht.

Ich kenne eben nur EINIGE Studenten, denen geht es alles andere als schlecht und die beschweren sich nur, muessen aber selber keinen Pfennig dazuverdiehnen, da Mamma und Papa alles zahlt. Daher denke ich
ein paar Mark ups, Euro pro Semester taete denen sicher nicht allzu weh.

Gruesse
Matti

(OT) Aktualisier mal Deine ViKa!
Hallo Mattilda,

Seit ich zurueck bin (2 Monate)

行ってらっしゃい! Aber Deine ViKa sagt immer noch Tokio. Willst Du die nicht mal aktualisieren?

Fragt

Kubi

Lohnt nicht

Aber Deine ViKa sagt immer noch Tokio. Willst Du die nicht mal
aktualisieren?

noe, bin ja in zwei wochen wieder dort

Gruesse
Matti

Mahlzeit !

jaaa, das ist ja genau das Problem. Du hast recht, die
Probleme sind tiefer. Meiner MEinung nach gehoert das ganze
System reformiert, was wohl leider nicht so einfach moeglich
sein wird.

Nicht nur die Hochschulen bzw. das Hochschulsystem sollte reformiert werden, sondern das gesamte Bildungsystem ! Aber da hat man wieder das Problem bei einer Vereinheitlichung das Bildung Ländersache ist. Um das zu ändern, müsste man sehr viel weitreichendere Änderungen vornehmen, und ich glaube wir haben momentan andere/wichtigere Probleme im Land !

heftig, heftig! Klar, das frustriert. Daher denke ich halt
besser zahlen und dann Ansprueche stellen koennen. (Auch wenn
das so einfach nicht gehen wird)

Selbst wenn es aber dann irgendeinmal so wie in Amerika gehen sollte, das StudentenInnen einen Prof „entlassen“ könnten, haben viele Hochschulen immer noch das Problem adäquate Nachfolger zu finden, besonders die Hochschulen die kein hohes Ansehen haben.

Das wuerde ich nicht sagen. Man kann auch so aermere
unterstuetzen wie gesagt. So ist es auch in England und
anderen Laendern, dass wenn man arm ist von den Gebuehren
befreit werden kann. Eine Zeiklassen-Gesellschaft bildet sich
auch so in Deutschland meiner Meinung nach immer mehr.

Ich glaube das man da das Pferd von der falschen Seite aufzäumt ! Warum müssen bedürftige Hilfe beantragen und somit auch nachweisen ? Warum sollte nicht bei den jenigen, bei denen es so aussieht als ob sie kein wirkliches Interesse am Studium haben, oder die den Anschein haben das sie sich das Studium leisten können nicht zur Kasse gebeten werden. Evtl. Gegenargumente von den betreffenden können immer noch angegeben werden und auch bewiesen werden ! Zumindest wäre das meine Auffassung eines Sozialstaates, den wir ja angeblich haben !

Klar aber vielleicht nach einer Reform! Das Studium dauert
meiner Meinung nach viel zu lange (z.B. Magister) und man ist
total ueberqualifiziert danach…

Bei der Studiendauer gebe ich dir Recht, beim Fachwissen nicht !
Mit der Foderung nach Straffung des Studiums stösst du offene Türen ein !
Zum Fachwissen, darunter verstehst du wohl eine spezialisierung des Studiums ?! Überlegungen dazu gab es, aber irgendwann wird das Angebot unübersichtlich !

Das Studium in Deutschland ist ja nicht ganz geschenkt, Du zahlst schon Gebühren, sowie wird deine Ausbildung durch Steuergelder vor- oder nachfinanziert. Eine gewisse Erwartungshaltung darf jeder Student haben !

Auch in Deutschland koennen nicht alle Studieren! Nein, klar
glaube ich es nicht das in Amerika es allen moeglich ist zu
studieren… Das war nur ein Beispiel wie es laufen kann. Das
mit den Begabten finde ich aber im uebrigen gar nicht
schlecht. Man sollte schon Leute mehr foerdern die auch besser
sind oder sich mehr bemuehen.

Die Idee ist ja vielleicht ganz gut, aber ich bin der Meinung das die Umsetzung schwer ist/wird. Es wird mM nach zu viele Fälle geben die der Behördenwillkür ausgesetzt wären, bzw. die einfach erst gar nicht die Chance erhalten ein Stipendium zu erhalten, selbst wenn sie es verdient hätten.

Ich kenne eben nur EINIGE Studenten, denen geht es alles
andere als schlecht und die beschweren sich nur, muessen aber
selber keinen Pfennig dazuverdiehnen, da Mamma und Papa alles
zahlt. Daher denke ich
ein paar Mark ups, Euro pro Semester taete denen sicher nicht
allzu weh.

Aber wer würde denn die anfallenden Studiengebühren bezahlen, das würden doch dann auch wieder die Sponsoren übernehmen ! Und was hätte sich geändert ? Nichts !

In diesem Sinne…

Unn wech, Ingo

nur am rand
was ich noch sagen wollte, ist mir gerade erst aufgefallen, wenn ich oder auch jemand anderes direkt unter deinem Post antwortet, dann bedeutet das nicht, dass du persoenlich damit angesprochen wirst sondern weil die Antwort da gerade reinpasst. Sonst haette ich
Hallo Henning geschrieben.
(Also bitte nicht alles gleich persoenlich nehmen)
Gruesse
Matti

Hallo,

also, vielleicht stimmt es, dass die Deutschen relativ unzufrieden sind, obwohl es Ihnen relativ gut geht. Ich persönlich wäre z.B. gerne bereit, Einschnitte hinzunehmen, wenn dabei bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dazu gehört einerseits, dass die Einschnitte im Rahmen einer ECHTEN Umstrukturierung stehen, bei der man wenigstens hoffen kann, dass es dadurch dauerhaft und für alle besser wird. Ausserdem sollten die, die Einschnitte fordern dann auch selbst zu solchen bereit sein, nicht etwa im Gegenzug sich selbst ein bisschen mehr genehmigen.

Die Hochschulen sind dringend reformbedürftig. Andererseits gibt es auch einen Haufen Gestze und Vorschriften, die die sinnvolle Verwendung der vorhandenen Gelder hemmen. Professoren verbringen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben, am Ende des Jahres wird versucht, krampfhaft das letzte Geld auszugeben, egal wofür, aber sonst ist es weg. Jede größere Bestellung muß durch die Beschaffungsstelle, und wenn ich Verbrauchsmaterial brauche, der Topf aber leer ist, nützt es mir nichts, dass ich eigentlich im Großgerätetopf noch genug Geld habe… Man darf natürlich auch nicht irgendwie Gewinn machen, z.B. nicht mehr benötigte Geräte verkaufen, oder gebrauchte Geräte kaufen oder sowas. Ich denke, ein bisschen mehr Eigenverantwortung für jede einzelne Arbeitsgruppe würde vieles verbessern und das ohne finanziellen Mehraufwand! Jede AG hat doch selbst ein Interesse, aus den zugeteilten Mitteln möglichst viel zu machen, wozu also die ständige Gängelung durch eine ausufernde Verwaltung? Natürlich darf der Professor mit dem Verkauf von Geräten nicht seine Privatschatulle aufbessern, aber die Mittel der AG, warum nicht?
Ob Studiengebühren da irgendwas verbessern würden?

Viele Grüße

Bianca

PS: Das die Deutschen über alles motzen könnte man auch positiv ausdrücken: Wir nehmen eben nicht alles klaglos hin, was man uns überbrät. Beides trifft’s wohl nicht ganz…