Huhu!
Mein Freund hat Agoraphobie und darum Probleme, wenn er unterwegs ist.
Er geht ziemlich offen damit um und redet manchmal stundenlang mit mir darüber. Also Erklärungen zu der Phobie brauche ich jetzt nicht, die krieg ich ja direkt von ihm und ich habe auch schon viel im Internet darüber gelesen.
Jetzt erlebe ich gerade eines seiner „Tiefs“. Leider weiß ich trotzdem nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll, wenn er grad wieder eine Panikattacke hat.
Leider sehen wir uns auf Grund großer Entfernung nur selten. Wenn er z.B. zu einem Termin muss und es ihm vorher schon schlecht geht schreibt er mir immer über IM oder SMS. Ich versuch dann immer „positiv“ zu bleiben, und sag ihm z.B. dass er immer wieder umdrehen kann und nach Hause gehen (macht er nicht, dafür ist er zu „stolz“, darum sag ich das, damit er locker bleiben kann mit dem Gedanken…) und er auch nicht brechen muss (das ist immer seine Befürchtung) und dass er mir jederzeit anrufen oder schreiben kann.
Ich sag ihm auch, dass er sich auf irgendeinen Gegenstand konzentrieren soll, den ganz genau anschauen (um sich abzulenken) und versuchen ruhig zu atmen. Jetzt ist mir ein Gedanke gekommen (und das ist der Grund warum ich hier schreibe):
Ich könnte ihm ja einen kleinen Gegenstand schenken, den er immer mitnehmen kann, und wenn es ihm schlecht geht unterwegs, kann er den in die Hand nehmen. Er könnte ihn in der Tasche lassen und einfach nur befühlen oder rausholen und anschauen (so wie mein Ratschlag, den ich oben genannt habe, zur Ablenkung).
Meint ihr, dass das hilfreich ist? Oder würdet ihr aus irgendeinem Grund davon abraten? Und falls die Idee gut ist, was könnte das für ein Gegenstand sein? Ein Schlüsselanhänger? Ein Mini-Gedultsspiel?
Ich danke für jeden hilfreichen Tipp!
Natürlich sind auch Ratschläge zum allgemeinen Umgang bei einer Attacke willkommen
Man lernt ja nie aus.
Liebe Grüße,
Anna