nehmen wir mal an Person X sei alleinstehend und habe es zu einem kleinen Vermögen gebracht (knapp 7-stellig). Person X sei noch nicht allzu alt und habe schon vor noch ein paar Jahrzehnte zu leben.
Aber mann kann ja nie wissen, plötzlich fällt einem ein Ziegel auf den Kopf oder es triit ein ähnlich unerwartete Ereignis ein und schon ist man mausetot. Unser angenommener X denke also über ein Testament nach.
Nehmen wir mal an X habe schon gewisse Vorstellungen was in einem solchen unerwarteten Fall mit seinem Vermögen geschehen soll - trotzdem habe er eine Menge Fragen:
z.B. wie sichert er seine betagten Eltern ab, falls er vor ihnen stirbt ohne ihnen und ggf. deren Erben vollen Zugriff auf seine Hinterlassenschaft zu geben?
z.B. wie sieht das mit der Erbschaftssteuer für vorgesehene Erben, mit denen er nicht verwandt ist, aus? Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat er diese ggf. zu minimieren?
Usw., usw., usw…
X suche also professionelle Hilfe. Aber wo?
Beim Notar? beim Steuerberater? beim Fachanwalt?
Kennen sich die Juristen genügend mit Steuerfragen aus? Weiss der Steuerberater genügend über rechtliche Aspekte - X möchte nach Möglichkeit nur einen, für alle Fragen kompetenten, Ansprechpartner.
Welchen Berufstand braucht er? Wie findet er den „richtigen“ Experten.
Bitte hier keine Tipps wie er sein Testament gestalten soll - die Frage wäre für ein solches Forum viel zu komplex. Es geht darum wie er den richtigen Experten findet!
jeder Anwaltskollege mit Schwerpunkt Gestaltungsberatung Erbrecht ist ein geeigneter erster Ansprechpartner. In der Praxis macht man dann einen ersten Termin, bei dem man die Unterlagen mitbringt, von denen man denkt, dass sie wichtig sind, dann wird eine Bestandsaufnahme der Vermögenswerte gemacht, werden die Wünsche des Erblassers erörtert, und erste mögliche Wege zu deren Realisierung aufgezeigt. Ggf. bekommt der Mandant noch ein paar „Hausaufgaben“, und auch der Anwalt zieht sich dann zurück in sein stilles Kämmerlein.
Ich setze mich dann bei größeren Vermögen gerne an den PC, und rechne diverse Varianten mit Excel durch. Ggf. wird dann auch ein Steuerberater eingebunden, wenn es um die nicht mehr ganz so trivialien Steuerfragen geht. Wobei ich allerdings immer dazu rate, sich lieber sauber auf dem Boden des Gesetzes und mit etwas Puffer zu bewegen, als Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen, die ggf. noch drei Cent mehr Steuern sparen, dafür dann aber das Risiko tragen vor Gericht zu landen und dann komplett zu scheitern.
Hat man dann einen oder mehrere grundsätzlich passende Ansätze gefunden, kommt es zum zweiten Termin, wird noch mal Feintuning betrieben, und dann kommt es zur administrativen Abwicklung. Ggf. muss ein Notartermin vereinbart werden, …