Hallo Netdancer,
Ich möchte während eines Tauchganges - etwa 5m Tiefe - die
Unterwasserwelt fotografieren.
Na dann hoff ich erst einmal, dass du auch einen Tauchschein hast
.
Ist es möglich, eine ganz „normale“ Digitalkamera zu
verwenden, die mit einer entsprechenden Hülle vor Wasser
geschützt wird, oder verursacht z.B. der Blitz Reflektionen
innerhalb des Beutels?
Schützen die Taschen zuverlässig vor eindringendem Wasser?
a) Yepp, ist möglich. Zu dem Blitz ist dazu zu sagen, dass zumindest die Optik fest vor einer Glasscheibe „verankert“ sein sollte.
Natürlich reflektiert das Licht des Blitzes erst einmal auch innerhalb des Beutels hin und her - Ist die Opzik aber fest an eine Scheibe gedrückt kann so kein Licht mehr unbeabsichtigt „hereindringen“ / Spiegelung des Beutels wird si auch vermieden.
b) Zuverlassig ist eine weit gedehnte Frage.
Du solltest schon ein „Markenprodukt“ nehmen. Diese sind gut geprüft, halten aber i.d.R nur bis 10 Meter Tiefe.
Natürlich sind Produktionsfehler auch nie zu vermeiden, also unbedingt VORHER OHNE KAMERA ausprobieren.
Weiterhin solltest du aufpassen falls du an Riffen o.Ä. tauchst -Beschädigungen durchs Riff.
Eine sich gut bewährte Marke ist Ewa-Marine
http://www.ewa-marine.de/Deutsch/d-start-photo.htm
weitere findest du hier
http://www.unterwasserfoto.com/gehaeuse/set.html
Taugt eine solche Kombination generell?
schon wie oben beschrieben.
Solltest du es proffesionell betreiben wollen, muss eh eine andere Ausrüstung her.
Genügt eventuell eine Einwegkamera?
Willst du einfach nur „Just for Fun“ Fotos haben wollen, wobei 90% davon für die Mülltonne sind, dann ja.
Willst du einergemaßen „ansehnliche“ Ergebnisse erzielen, dann nein.
Ist die Qualität von speziellen Unterwasserkameras wesentlich
besser?
Hmmm ja alsooo…
nicht so einfach!
Unterscheiden wir erst einmal zwischen Kamera - Unterwasser - und den Menschen dahinter.
Punkt 1) der Mensch
jede Kamera ist grau und macht bunte Bilder!
Will sagen - wichtig ist in erster Linie der Mensch dahinter. Taugt DER nichts, kann er die beste Ausrüstung haben und die Fotos sind alle nichts. Nicht die Kamera macht sie, sondern der Mensch. Die Kamera ist nur ein Werkzeug.
Punkt 2) Das Werkzeug
So - wer braucht welches Werkzeug. Da gibt es den Heimwerker, welcher ein Loch in die Wand bohrt um ein Bild aufzuhängen und dann den Maurer, der unter Umständen ganze Wände einreißt, bzw, viele Löcher zu bohren hat.
Dem Heimwerker reicht da eine normale Bohrmaschine Marke Bosch Standart, dem Maurer aber net mehr, er braucht eine Hilti.
Sooo - will der Heimwerker aber nu ein ganzes Haus bauen, dann sollte er sich doch überlegen seine Bohrmaschine gegen eine Hilti einzutauschen.
Will sagen - es kommt ganz darauf an, was du wiederum machen willst. Selbstverständlich, je „besser“ das Werkzeug, desto mehr Möglchkeiten und „bessere“ Ergebnisse.
Nichts desto Trotz, es sind schon - nun wieder auf die Fotografie gemünzt - die wunderschönsten Ergebnisse bei dem einfachsten Equipment herausgekommen.
Du siehst, die Frage ist also nicht eindeutig zu beantworten.
Es hängt hier auch wieder von vielen Faktoren ab, u.a. was ist deine Intention und wie groß ist dein Geldbeutel (Agfa-Digi-Klack für 500 Euros oder die Nikon D1x für 5000 Euros).
Bei selber Beleuchtung, selben Standort und beide vom Stativ macht die Nikon selbstverständlcih qualtitativ hochwertigere Aufnahmen als die Agfa-Digi-Klack.
Dazwischen gibt es halt alles in jeder Preisklasse.
Punkt 3) das (Unterwasser)-Werkzeug
Auch hier wieder der Heimwerker, welcher einmal im Regen ein Nagel in sein Gartenhäußchen schlägt und der Dachdecker, welcher bei Wind und Wetter dié Lattung zusammennagelt.
Dem Heimwerker reicht ein Baumarkt-2-Euro-fuffzich-Hammer.
Nach dem Regen trocknet er ihn ab und hat mit Rost eh nichts am Hut.
Dem Dachdecker reicht des nicht. Seiner kostet schon mal um die 30 Euros. Er braucht den gehärteten Stahl, möglichst unanfällig für Wind und Wetter etc.
Will sagen - auch hier kommt es wieder auf das vorrangige Einsatzgebiet an.
Erst einmal eine spezielle Unterwasserkamera von Nikon o.ä. hat ist auch nicht anders als eine gleiche „Überwasserkamera“.
D.h. sie hat fast die selben Optiken und ist vor allen Dingen in den Bereichen der Handhabung (Schalter u.Ä.), Feuchtigkeit:wink: und Druckverhältnissen modifiziert.
Mit Taschen u.ä. solltest du, wie schon gesagt, nicht tiefer als 10 Meter gehen.
Weiterhin bekommst du bei Fotokameras mit Film in größeren Tiefen schon einmal Probleme mit dem Filmandruck.
Tachst du also viel, hast aber keine Lust die Kamera jedes Mal aus dem Beutel wieder ein und aus zu bauen (Film-Chip Wechsel,
willst nicht jedesmal peinlich genau auf Feuchtigkeit in dem unhandlichen Beutel achten etc. etc. dann kauf dir von vorneherein eine Unterwasserkamera.
Willst du diese dann aber vorwiegend an Land einsetzen - das kannst du selbstverständlch auch - dann viel Spaß mit der Unhandlichkeit von U-Kameras an Land (Gewicht etc.)
Noch ein Tipp, fotografier wenn möglich immer LEICHT von unten nach oben, nur so bekommst du das "blaue, sonnige " Wasser hin.
Beachte dabei aber korrigierte Belichtung.
Vielen Dank vorab!
Gern geschehen
Gruß
der Alex