Unterzeichnet wird aber natürlich die Vereinbarung, nicht
Müller, Meier oder Schmidt.
geh doch mal auf den Flughafen! Da wirst du auch Durchsagen hören à la „Herr Müller, gebucht nach Miami, wird gebeten, sich am Informationsstand in Teminal 2 zu melden.“
Natürlich ist es auch hier nicht Herr Meier, der gebucht wurde , sondern im Gegenteil ist wahrscheinlich er derjenige, der höchstselbst einen Flug nach Miami gebucht hat.
Das ist einfach Sprachschlamperei, sonst nichts!
diese Sprachabnormität muss sich einmal über große Teile Europas epidemisch verbreitet haben und konnte bis heute nicht aus den Köpfen von Vertragsvorlagenentwerfern entfernt werden.
Der Unterzeichnete erklärt, alle Angaben unverändert von Google übernommen zu haben. Frankreich:
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 49.600 für „Je soussigné“ (ich Unterzeichneter, ohne Artikel - grauslich!!)
Die leichtere Form der Abnormität gibt es auch, aber seltener:
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 16.600 für „le soussigné“ (der Unterzeichnete) Italien:
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 69.800 für „io sottoscritto“.(ich Unterzeichneter)
Die Italiener hat es wohl am schlimmsten getroffen. Spanien und England
blieben wohl verschont, die haben ihre jeweilige Entsprechung für „unterzeichnend“ gerettet
„el firmante“ means „the person signing“ and "del presente contrato (etc. … „el firmante“ for a male person or „la firmante“ for a female. … http://esl.proz.com/kudoz/2137825
Nee, Italienisch kann ich nicht, das war ein Zufallsfund.
Natürlich ist es auch hier nicht Herr Meier, der gebucht wurde , sondern im Gegenteil ist wahrscheinlich er derjenige, der höchstselbst einen Flug nach Miami
gebucht hat.
Das ist einfach Sprachschlamperei, sonst nichts!
Gruß Gernot
Servus Gernot,
ich weiß nicht, ob die Fluggesellschaften Dich an ihre ‚Bücher‘ heranlassen, glaube es aber eher nicht. In so einer Durchsage jedenfalls wird über den Fluggast X gesagt, daß er im ‚Buch‘ steht, aber - mangels Anwesenheit - noch kein wahrer Fluggast geworden ist. Es ist vielleicht sprachlich nicht so besonders elegant, aber als Schlamperei würde ich es jetzt noch nicht bezeichnen. Was hättest Du für Vorschläge?
nachdem niemand nachgewiesen hat, dass das so heissen muss, werde ich bei zukünftigen Gelegenheiten mal rückfragen, ob eine solche Formulierung für die Gültigkeit des Vetrags denn notwendig ist. Auch wenn ich mich bei Juristen damit unbeliebt mache.
nachdem niemand nachgewiesen hat, dass das so heissen muss,
werde ich bei zukünftigen Gelegenheiten mal rückfragen, ob
eine solche Formulierung für die Gültigkeit des Vetrags denn
notwendig ist. Auch wenn ich mich bei Juristen damit unbeliebt
mache.
Hallo ,
für die Gültigkeit eines Vertrages ist es sicher nicht notwendig. Entscheidend ist, dass eindeutig klar ist, wer oder was gemeint ist. Ich würde in einem Vertrag erst in zweiter Linie auf stilistische Kriterien achten, es geht im Vertrag ausschließlich darum, was die Parteien ganz konkret vereinbaren wollen. Zur Erleichterung der Auslegung bleibt man in der Praxis zumeist bei den üblichen und bewährten Formulierungen, denen ein genauer Inhalt zugeordnet werden kann, auch wenn es vielleicht schönere Formulierungen gibt.
Grüße, Peter
Natürlich ist es auch hier nicht Herr Meier, der gebucht wurde , sondern im Gegenteil ist wahrscheinlich er derjenige, der höchstselbst einen Flug nach Miami
gebucht hat.
Das ist einfach Sprachschlamperei, sonst nichts!
ich weiß nicht, ob die Fluggesellschaften Dich an ihre
‚Bücher‘ heranlassen, glaube es aber eher nicht.
Doch das ist heute normal; die „Bücher“ sind Datenbanken und man bucht selbst im Internet; da geht normalerweise doch keine Buchungskraft mehr dran, vorausgesetzt alles läuft glatt und die Fluggeselschaft treibt es nicht gar zu extrem mit der in ihrem Buchungsprogramm voreingestellen Zahl an Überbuchungen.
In so einer
Durchsage jedenfalls wird über den Fluggast X gesagt, daß er
im ‚Buch‘ steht, aber - mangels Anwesenheit - noch kein wahrer
Fluggast geworden ist. Es ist vielleicht sprachlich nicht so
besonders elegant, aber als Schlamperei würde ich es
jetzt noch nicht bezeichnen.
Mag sein, dass aus Sicht der Fluggesellschaft gar nicht der Sitzplatz für den Reisenden, sondern umgekehrt der Reisende für den Sitzplatz gebucht wird.
Ähnlich ist es ja beim Privatfernsehen; da geht es ja primär nicht darum, den Zuschauern irgendwelche Inhalte zu verkaufen, sondern umgekehrt die Zuschauer an die Hersteller der in den Werbepausen beworbenen Produkte.
Das sollte man aber in der Komunikation mit diesen nicht heraushängen lassen.
Was hättest Du für Vorschläge?
„Herr Meier mit Buchung nach XY wird gebeten, sich am Informationsstand in Terminal Z zu melden.“