Hallo,
ich habe am 29. Juli unsere Tochter Annalena auf die Welt gebracht. Die Geburt wurde eingeleitet, da meine Leberwerte sehr schlecht waren und ich evtl. eine Schwangerschaftsvergiftung sonst bekommen hätte. Als unsere Tochter auf der Welt war, hatte sie Probleme mit dem Atmen und wurde in einen Inkubator gelegt und weggebracht. Später hatte sie keine Probleme mehr mit der Atmung, allerdings hat sie nun seit dem Zeitpunkt ein Problem mit dem Zucker. Sie bekommt das Problem einfach nicht in den Griff. Seit dem Zeitpunkt ist sie auch im Krankenhaus. Zuerst bekam sie eine Infusion mit einer 50 % Glukoselösung. Am Mittwoch kam nun noch eine angeborene Lungenentzündung dazu. Sie wird mit Antibiotika behandelt. Da man das Zuckerproblem mit der Glukoselösung nicht in den Griff bekam, bekommt sie seitdem glucagon.
Bis Mittwoch war ich bei ihr im Krankenhaus. Mein Mann nahm mich dann mit nach Hause, da ich einfach am Ende mit meinen Nerven und Kräften war bzw. immer noch bin. Ich weiss einfach nicht mehr, wie es weitergehen soll.
Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Kann mir jemand einen Tipp oder Rat geben? Über eine Antwort von euch würde ich mich freuen.
Liebe Grüße
Dani
Hallo
Ich würde einmal pauschal vermuten, das die Leute im Krankenhaus tun, was sie können.
Insofern brauchst Du kein schlechtes Gewissen zu haben.
Außerdem kannst Du nicht das Kind aus dem Krankenhaus holen und dann woanders sagen: „Probier Du doch mal.“
Ich meine auch, es ist ein gutes Zeichen, wenn nicht gesagt wurde, das bestimmte bleibende Schäden vorhanden sind.
Also laß Dir mal die Telefonnummer von der Stationsschwester oder einem zuständigen Mitarbeiter geben und frag jeden Tag nach, wie es dem Kleinen geht.
Ich glaub, mehr kannst Du erst einmal nicht machen.
MfG
Matthias
Hallo,
ein Paar Fragen bleiben schon offen, um antworten zu können.
Bist Du im Austausch mit dem behandelnden Arzt und was sagt er dazu?
Waren Deine Leberwerte schon vor der Schwangerschaft „schlecht“ oder wodurch wurden sie ausgelöst (Krankheit, Ernährung…)?
War Deine Tochter eine Frühgeburt?
Dass Du erschöpft und fertig mit den Nerven bist ist nachvollziehbar und ich will nicht „zeigefingerisch“ daherkommen, aber: es ist sehr, sehr wichtig für euch, dass ihr zusammenbleibt! Die Ärzte werden alles für ihr körperliches Wohl tun - Du (bzw. ihr) seid aber dafür da ihrer Seele Kraft zu geben. Und das geschieht am besten durch Nähe, Berührung und Ansprache. Sie muss eure Liebe spüren - das wird ihr Kraft geben - und auch euch (Bindungstheorie).
So hart es auch klingen mag - aber in den ersten Wochen nach der Geburt gehen die Bedürfnisse Deines Kindes vor Deinen.
Ist denn das Krankenhaus so weit weg, dass ihr nicht jeden Tag, vielleicht abwechselnd hinfahren könnt?
Viele Grüße und viel Kraft - das wird schon!