grüss dich claudia,
was dir so unverständlich erscheint ist gar nicht so unüblich finde ich. im gegenteil, sehr viele menschen haltes es so. nur mag es sein, es fällt einem gar nicht so auf oder man bringt die vielen gesichter nicht in einklang - merkt nicht - das das grundprinzip sich oft verdammt ähnelt und damit auch die hintergründe für so ein verhalten.
im grunde hat meiner meinung nach so ein verhalten einen hauptgrund - also nicht das „meckern“ ist nun gemeint sondern die verteidigung der person wenn man auf das meckern eingeht, zustimmt.
denn wenn du ihr ratschläge gibst, evtl sogar wie aus der pistole geschossen, fühlt sich sich sagen wir mal schwach… ich meine damit, dadurch dass andere hier genau wissen was zu tun wäre z.b, also wie sie sich verhalten könnte, damit sich etwas verändert - signalisiert man - ich kenne eine lösung. - bei manchen menschen führt das dazu, dass sie sich überrollt fühlen - wieso weiss mein gegenüber wie es "richtig"geht? wieso weiss sie es besser als ich? - bei manchen kratzt das sehr am selbstwert - OBWOHL die person ja direkt offen selbst gefragt hat.
zum anderen kommt noch etwas hinzu, was aus meiner sicht das eigentliche problem ist - übrigens weit verbreitet:
für sie scheint es schwer etwas zuverändern - damit „muss“ nämlich ein bewusstsein von eigenverantwortung einhergehen zum einen, zum anderen die erkenntnis von evtl mitverantwortung für jenes problem und jaaaaa, nun kommts - sich mühe machen etwas zu verändern - das ist anstrengend, mühsam und selten funktionierts sofort sondern muss geübt werden.
diese mühe machen sich wenig menschen (banales unangenehmes beispiel das ich imemr wieder höre - mann findet densexdaheim fade und anstatt sich mit sich erstmal und dann mit frau auseinanderzusetzen geht er einfach fremd - begründung - langweile beim sex- ende)
wenn man also etwas verändern will, muss man bei sich anfangen.
wenn man etwas verändern will muss man bereit sein für die veränderung - und viele wissen nicht ob diese veränderung „besser“ ist als das altbekannte - nochdazu würden sie das recht zu meckern verlieren (ich nenne das mal den sekundären gewinn - auch wenn das so sicher nicht passt) denn wenn man meckert bekommt man aufmerksamkeit und fühlt sich im recht.
das alles wird ausgeschaltet wenn jemand konkrete vorschläge macht die einen ja schon fast zum handeln zwingen sonst macht man sich ja zum deppen wenn man meckert, wo doch auswege auf der hand liegen:wink:
diese eigenheit hat viele gesichter und ausprägungen, aebr jeder mensch hat sich schon mal so verhalten und macht es immer wieder - z,.b wenn man selbst einfach noch nicht soweit ist, man nicht erkennen will oder kann.
manch ein mensch meckert also lieber anstatt etwas zu verändern - das ist viel bequemer und vor allem gibt die person in dem moment die verantwortung ein weiteres malab - an die zuhörer und ratgebenden - vor allem wenn sich das immer wieder wiederholt.
der leidensdruck ist evtl auch noch gar nicht gross genug.
mein rat wäre - lass dich nicht mehr darauf ein. sag ihr - du weisst was du tun kannst, wenn du soweit bist und dann hilfe brauchst oder ein ohr, melde dich. aber ich will nicht immer wieder über das gleiche reden wie eine platte mit sprung.
nun weisst du nat. - die person wird nicht erfreut sein derartiges zu hören. aber meiner ansicht nach ist das die einzige wirkliche hilfe.
denn so erlebt sie evtl im laufe der zeit den leidensdruck den sie braucht um aktiv zu werden und geht nicht mehr den weg des für sie bequemsten widerstandes - indem sie sich bei dir auskotzt immer wieder und dann erstmal für kruze zeit erleichtert ist, ihren mist abgeladen hat.
manche menschen neigen sehr stark zu sowas und ich denke, man muss isch zum einen selbst schützen und zum anderen hilft man eben nicht mehr wenn man immer wieder zuhört - doch man hilft - beim aufschieben der probleme und bei der angabe der eigenverantwortung - diesmal aben in deine hände.
jeder von uns aber kann sich wiederfinden, denn jeder hat schonmal in seinem leben gejammert oder geklagt und erstmal lange zeit nichts geändert (beziehung, job, wohnung oder sonstiges).
und jeder hätte auch viele gute „ausreden“, warum das jetzt eben nicht geht - andere wiederum greifen den „ratgeber“ an als rechtfertigung für sich selbst.
aber eines ist mal gewiss wie ich finde - das ist ein zeichen hier an der stelle für dich - nämlich, dass du deinen teil getan hast und hier nun erstmal eine grenze ziehen solltest (was auch schwer sein kann:wink: -
denn was für sie gilt, gilt nat. auch für dich 
so seh ich dat.
HG
nina