Hallo Tgellan
Der Vorteil bei gängigen 16/32-Bittern mit EEPROM oder
entsprechendem externen RAM ist z.B. der, dass komfortable
Debugger mitgeliefert werden, wo beliebig viele Breakpoints
möglich sind, und die einfach über die serielle Schnittstelle
Funktionieren (ROM-Monitor).
Hier seh ich momentan den Kontext nicht?
Meinst du bei einer gekauften Entwicklungsumgebung, oder eine
bestimmte Firma, etc.?
Ein Typisches Starter-Kit sieht so aus, dass Du im Prinzip eine mini-Platine mit Prozessor, inverter für eine Sio, Quarz, evt. externes Ram/Flash hast, also eigentlich einen „nakten“ Prozessor. Und dazu ein Nullmodem-Kabel, und irgendwie eine Spannungsversorgung.
Einen Emulator / Programmmer brauchst Du bei diesen Paketen nicht, da die Programmme per serieller Schnittstelle geladen werden. Da das Programm im Flash oder Ram läuft, und ein sogenannter ROM-Monitor mitgeliefert wird, kannst Du auch Step-für Step debuggen, breakpoints setzen, variablen angucken. Und das alles auf C-Ebene, inclusive dem Auflösen von Strukturen, pointerreferenzen etc. Du kannst als Den Inhalt des (fiktigen) pointers MyStruct.myLimits.mypointer[4] ansehen.
Das alles bieten PICs nicht, bzw. nur sehr unzureichend (ICD2, MPLAB). Wer etwas anderes kennt, kann mir gene schreiben.
Vor 5 Jahren hatte ich ein TOPAS-Board von Toshiba, dass all die oben genannte Features bot. Heute ist das Standard, unter dem sollte man nur anfangen, wenn man Basteln will, nicht wenn man mit Microcontrollern arbeiten möchte.
Ein Starterkit kostet meist ca. 200DM - 200Euro, aber oft gibts die auch kostenlos, wenn man denen irgendwas blödes erzählt (Ausbildung, alle Programmieren hier und für Testzwecke…).
Wenn Du nachher eine eigene Lösung bauen willst, kannst Du die Schaltpläne meist 1zu1 übernehmen, oder noch einfacher, du kannst die Kern-Platine (meist ~ 5x5cm) mit Steckerleisten in eine eigene Peripherie setzen. Jedenfalls kanns Du in der Endhardware debuggen.
PICs sind m.E. nur dann toll, wenn man von vornherein nichts weiter will als klein/klein basteln, oder wenn man große Systeme kennt und für Minianwendungen Preis/Stromaufnahme/Größe kalkuliert hat.
Gruß
achim