Uralte Festplatte, welches Interface?

Hallo,

habe beim entrümpeln eine alte NEC D3142 3,5" Festplatte gefunden. It ein Riesenteil und hat nur 44MB Speicher. Die Festplatte ist von 1990. Ich würd gern wissen ob die noch geht und ob evtl. noch was drauf ist, habe aber keine Ahnung, was für ein Interface das ist. Auf jeden Fall nicht IDE ode SATA :smile:

Da sind keine Pins sondern dicke Kontaktstreifen wie z.B. bei einer ISA-Karte.

Weiß da jemand was? Wie heißt dieser Anschluss? Gibt es da Adapter auf IDE? Ist das der selbe Anschluss wie bei so alten 5,25er Diskettenlaufwerken, die hatte glaube ich auch so eine Kontaktleiste…

Danke!

Tja, Drago,

1990 hatte ich in meinem PC-Service-Laden öfters so ein Ding vor mir.

Da ich schon über 50 bin und oft Wortfindungsstörungen habe, fällt mir die Bezeichnung nicht mehr sicher ein, ich glaube es hiess MFM-Controller was du bräuchtest um die Platt anzusprechen, ein Standard dafür war WESTERN-DIGITAL.

Ich glaube nicht, dass du irgendwo noch so was aktuell bekommst, aber vielleicht bei einem Sammler (mein damaliger Angestellter sammelte PCs und Zubehör seit 1980).

Gruß
BT

Hi

habe beim entrümpeln eine alte NEC D3142 3,5" Festplatte
gefunden. It ein Riesenteil und hat nur 44MB Speicher. Die
Festplatte ist von 1990. Ich würd gern wissen ob die noch geht
und ob evtl. noch was drauf ist, habe aber keine Ahnung, was
für ein Interface das ist. Auf jeden Fall nicht IDE ode SATA

-)

Da sind keine Pins sondern dicke Kontaktstreifen wie z.B. bei
einer ISA-Karte.

Weiß da jemand was? Wie heißt dieser Anschluss? Gibt es da
Adapter auf IDE? Ist das der selbe Anschluss wie bei so alten
5,25er Diskettenlaufwerken, die hatte glaube ich auch so eine
Kontaktleiste…

das waren noch diese MFM Platten. http://www.at-mix.de/mfm.htm
hattest du mal einen Atarti Mega St? dort wurde u.a. die Platte verbaut. Und wenn es so ist, hat sie einen proprietären Anschluss und ist nicht PC-kompatibel

Gruss
ExNicki

Danke!
Hi,

danke für die Hilfe. Werde wohl doch nicht basteln. Ich habe jetzt bei eBay geguckt und für wenig Geld auch passende Kabel und eine Controller Karte gefunden, aber…

Naja, zum einen hab ich keine ISA Plätze mehr auf meinen PCs, zum anderen ist auch das wenige Geld rausgeschmissen wenn die Platte nicht geht. Also lass ich es.

Vielleicht kann ich aber die Platte noch zu Geld machen, ist ja heutzutage eine Rarität.

Hallo Fragewurm,

Da sind keine Pins sondern dicke Kontaktstreifen wie z.B. bei
einer ISA-Karte.

Weiß da jemand was? Wie heißt dieser Anschluss? Gibt es da
Adapter auf IDE? Ist das der selbe Anschluss wie bei so alten
5,25er Diskettenlaufwerken, die hatte glaube ich auch so eine
Kontaktleiste…

ST506
http://de.wikipedia.org/wiki/ST506

Wenn noch Daten drauf sind, wirst du die aber nicht lesen können.

Der Grund liegt darin, dass die Bit-Codierung auf dem Controller, welcher sich auf der PC-Steckkarte befand, gemacht wurde. In der Festplatte befinden sich nur die Verstärker für die Köpfe.
Der Unterschied liegt nicht nur in MFM oder RLL. Schon die unterschiedlichen MFM-Controller zeichneten mit unterschiedlichen Codierungen auf. Es war also meist nicht möglich den Controller gegen ein anderes Modell auszutauschen und die Daten noch lesen können.
Mit RLL wurde es dann noch schlimmer.

Mit IDE wanderte dann die ganze Elektronik von der Steckkarte in das Laufwerk.

MfG Peter(TOO)

Hallo,

hattest du mal einen Atarti Mega St? dort wurde u.a. die
Platte verbaut. Und wenn es so ist, hat sie einen proprietären
Anschluss und ist nicht PC-kompatibel

Nö, das waren SCSI-Platte, wobei der ST selbst nur einen so genannten ACSI-Anschluss hatte, der über den DMA-Port auch nach draußen hinzuer Verfügung gestellt wurde. Das war ein „kastriertes“ SCSI-Subset, undd daher brauchte es einen kleinen Adapter um dann SCSI-Platten am ST zu betreiben. Ich habe damals selbst z.B. mal ein Wechselplattenlaufwerk vom Atari in einen PC verfrachtet. Da wurde es dann an einen Adaptec SCSI-Controller gehängt und konnte sogar die ST-Medien weiterverwenden.

Gruß vom Wiz, der aber auch noch eine 5MB 5,25’’ MFM-Platte mit voller Bauhöhe zuhause rumliegen hat

Hi Wiz

hattest du mal einen Atarti Mega St? dort wurde u.a. die
Platte verbaut. Und wenn es so ist, hat sie einen proprietären
Anschluss und ist nicht PC-kompatibel

Nö, das waren SCSI-Platte, wobei der ST selbst nur einen so
genannten ACSI-Anschluss hatte, der über den DMA-Port auch
nach draußen hinzuer Verfügung gestellt wurde. Das war ein
„kastriertes“ SCSI-Subset, undd daher brauchte es einen
kleinen Adapter um dann SCSI-Platten am ST zu betreiben. Ich
habe damals selbst z.B. mal ein Wechselplattenlaufwerk vom
Atari in einen PC verfrachtet. Da wurde es dann an einen
Adaptec SCSI-Controller gehängt und konnte sogar die ST-Medien
weiterverwenden.

aha. wieder was gelernt. Nun, das war ein wenig vor meiner Zeit als PC-Freak. Ich kann mich aber erinnern, dass mein Vater einen Atari ST gehabt hat mit einer externen? Festplatte, die riesig aussah und nur ein paar Mega Platz hatte, er aber ganz stolz darauf war, nicht nur mit Disketten jonglieren zu müssen :smile:
lange lang ist’s her

Gruss
ExNicki

Hallo nochmal,

aha. wieder was gelernt. Nun, das war ein wenig vor meiner
Zeit als PC-Freak. Ich kann mich aber erinnern, dass mein
Vater einen Atari ST gehabt hat mit einer externen?
Festplatte, die riesig aussah und nur ein paar Mega Platz
hatte, er aber ganz stolz darauf war, nicht nur mit Disketten
jonglieren zu müssen :smile:
lange lang ist’s her

Man, was muss ich alt sein. Als ich meinen ersten ST gekauft habe war ich knapp 18. Von Festplatten redete zu der Zeit eigentlich noch niemand im privaten Bereich. Alleine schon 1MB Hauptspeicher, der beim ST linear adressierbar war, war den XT und AT-Nutzern, die mit 512 oder 640 KB auskommen mussten schon suspekt. Und als unsereins dann die guten Syquest SQ 555 5,25’’ Wechselplatten mit 40 MB einsetzte, da waren die schon froh, wenn sie eine 20 MB MFM-Platte hatten. Dabei waren die ST-Platten pysikalisch als solche auch nicht größer als die PC-Platten. Nur hatte Atari den ersten ST leider kein ausreichend dimensioniertes Gehäuse für den Einbau einer Festplatte spendiert, und so wurden Türme aus passenden Einzelgehäusen gebaut. Schaute man da rein, dann war da nur ein kleines Netzteil und eine 5,25’’ oder später auch 3,5’’ Platte eingebaut, und ansonsten viel Luft. Daher boten einige Anbieter auch Gehäuse mit zwei internen Platten an. Dank SCSI war das ja kein Problem.

Atari stand sich damals leider selbst im Wege und hat diesen ganzen lukrativen Markt kleinen Bastelbuden überlassen, die dann auch schnellere Prozessoren, Speichererweiterungen (teilweise skuril mit aufeinander gelöteten Chips), … angeboten haben, womit man aus einem handelsüblichen (Spiele-)ST einen brauchbaren Profirechner machen konnte.

Gruß vom Wiz

Hallo ExNicki,

aha. wieder was gelernt. Nun, das war ein wenig vor meiner
Zeit als PC-Freak. Ich kann mich aber erinnern, dass mein
Vater einen Atari ST gehabt hat mit einer externen?
Festplatte, die riesig aussah und nur ein paar Mega Platz
hatte, er aber ganz stolz darauf war, nicht nur mit Disketten
jonglieren zu müssen :smile:
lange lang ist’s her

Ich hatte so um 78 rum, zu Testzwecken, ein 5MB Wechselplattenlaufwerk von Honeywell Bull zur Verfügung.

Das Laufwerk war ein 19" Einschub um die 4HE Höhe. Die Datenträger sahen aus wie heutige 3.5" Floppys, allerdings mit einer 8"-Scheibe drin :smile:

Die ersten Festplattenlaufwerke, hatten volle Bauhöhe (5 1/4"), muss also die Grösse sein die du hast, und gabs mit 5MB und 10MB. Zudem waren die Dinger schweineteuer.

Diese IBM-Laufwerke hatten noch ein kleine Macke.
Die Kopfpositionierung war mit einem Schrittmotor gemacht auf dessen welle ein kleiner Hebel war, welcher bei Spur 0 eine Lichtschranke unterbrochen hat. Mechanisch konnte aber weit vor Spur 0 positioniert werden, sodass der Hebel die Lichtschranke wieder frei gab.
Parkposition für die Köpfe war die innerste Spur.

Allerdings waren die Controller etwas dumm, man musste extra ein Programm starten um die Köpfe in die Parkposition zu bringen. Falls der Kopf vor Spur 0 positioniert war, war die Festplatte „kaputt“, weil der Controller nicht fähig war dies zu erkennen. Man musste dann den PC öffnen und von Hand die Antriebswelle der Kopfpositionierung wieder in eine normale Lage drehen.
Bei einem Transport reichten schon kleine Erschütterungen aus, den Kopf in eine Position vor Spur 0 zu verschieben, falls sich dieser nicht in der Parkposition befand.

MfG Peter(TOO)

Hallo,

hattest du mal einen Atarti Mega St? dort wurde u.a. die
Platte verbaut. Und wenn es so ist, hat sie einen proprietären
Anschluss und ist nicht PC-kompatibel

Nö, das waren SCSI-Platte, wobei der ST selbst nur einen so
genannten ACSI-Anschluss hatte, der über den DMA-Port auch
nach draußen hinzuer Verfügung gestellt wurde. Das war ein
„kastriertes“ SCSI-Subset, undd daher brauchte es einen
kleinen Adapter um dann SCSI-Platten am ST zu betreiben. Ich
habe damals selbst z.B. mal ein Wechselplattenlaufwerk vom
Atari in einen PC verfrachtet. Da wurde es dann an einen
Adaptec SCSI-Controller gehängt und konnte sogar die ST-Medien
weiterverwenden.

Das ist so nicht ganz richtig.
Es gab zwar auch die Variante mit der SCSI-Platte (ich hatte mir seinerzeit eine Syquest-Wechselpappe mit solch einem Adapter selber da dran gefruckelt), aber die ersten originalen Festplatten von Atari (Mega 20 und 30) hatten wirklich MFM bzw. RLL-Platten eingebaut.
Die haben wir teilweise sogar durch größere ersetzt.
Der Kontroller in diem Mega-Gehäusen war fast so groß wie die Platine im Atari selber . . .

lg, mabuse
(der für seine erste Festplatte von 20 MB satte 700 DM gelassen hat - wohlgemerkt, für eine gebrauchte . . . )