Hallo
Nun gibt es aber einen Anbieter der in seiner neuen Version
(6.1) vorgibt, es sei alles 100%ig legal.
Insider werden wissen um welches Portal es sich handelt.
Wenn man sich das Ganze dort anschaut werden da aber trotzdem
fröhlich urheberrechtlich geschützte Musiktitel zum
kostenlosen download angeboten, mit dem Vermerk dass diese von
Usern hochgeladen wurden. Zur Tarnung kann man sich aber Titel
dort kaufen.
[Ich hab keine Ahnung wen du hier meinst…]
Die Dateien liegen nicht auf deren Server, sondern sie vermittlen nur Verbindungen zwischen Usern, eben das Grundprinzip von p2p. Darum sind sie erstmal nicht verantwortlich.
Jetzt ist die Frage wen du genau meinst, die Programmierer des Clients oder die „Verwalter“ der Torrents. Erstere bieten nur ein Programm an, das auch (und oft) für legalen Datenaustausch verwendet wird.
Bei den „Verwaltern“ könnte aber eine Mitstörerhaftung vorliegen, bisher gibt es aber noch keine passenden Urteile (soweit ich weiss), es kommt aber vor der Provider aus Angst die Strippe ziehen.
Sehe ich das falsch? Das ist doch nicht 100%ig legal, sondern
100%ig illegal.
Was der User macht, beim Betreiber ist es zumindest fraglich.
Zur Klarstellung (und das meine ich ernst):
Ich lade keine Musik aus dem Internet und kaufe dort
allerdings auch keine. Ich habe lieber eine richtige CD mit
Hülle, Cover und allem was dazugehört.
Dann von mir auch ein Statement:
Rechtlich ist die Sache klar, und ich unterstütze auch keine illegalen Downloads. Aber reinweg ALLE Verantwortlichen in der Musik/Film/Vertreiberindustrie sind ahnungslose Ignoranten, die keine Ahnung von Marketing und Grundlagen der entsprechenden Technik haben (und diesen Lernwiderstand halten sie seit Jahren und Jahrzenten aufrecht erhalten) und wären in jeder anderen Industrie auf die Strasse gesetzt worden.
Darum habe ich keinerlei Mitleid mit denen und sympathisiere teilweise sogar mit den „Verbrechern“.
Meine Konsequenz: Seit grob 8 Jahren keine Musik mehr gekauft, davor waren es so um die 2-3 CDs pro Woche. Ich höre (leider) nicht mehr viel Musik, ab und zu mal eine meiner alten Konserven. DIE bekommen (zumindest nicht direkt) keinen Cent mehr von mir.
Warum werden solche Tauschbörsen nicht dichtgemacht?
Es kann mir doch keiner erzählen dass die Betreiber nicht
genau wissen was dort angeboten wird.
Warum geht scheinbar niemand gegen Plattformen wie z.B.
Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit
urheberrechtlich geschütztem Material.
Da User die Inhalte einstellen, ist Youtube nicht direkt verantwortlich, sondern wäre in zum Beispiel in Deutschland ein Mitstörer. Daher müssen sie die relevanten Daten vom Server löschen, was sie ja auch regelmässig tun. In Zukunft sollen Filter dafür sorgen, das diese Daten erst garnicht angenommen werden.
Es scheint hier also eine rechtliche Grauzone zu geben,
zumindest wenn ein Anbieter auch noch (bisher ungestraft)
behauptet das alles völlig legal sei.
Diese rechtliche Grauzone ist garnicht so gross, (auch wenn die MI das so darstellt). Der verantwortliche User ist ohne Probleme straf- oder zivilrechtlich zu belangen. Für die Betrieber gilt obiges.
Gruß, DW.