Urheberrecht

Hi,

wenn ich richtig informiert bin und es keine neuen Gesetze gibt ist der up- und download (sprich: Verbreitung)von urheberrechtlich geschütztem Material nach wie vor illegal.
Nun gibt es aber einen Anbieter der in seiner neuen Version (6.1) vorgibt, es sei alles 100%ig legal.
Insider werden wissen um welches Portal es sich handelt.
Wenn man sich das Ganze dort anschaut werden da aber trotzdem fröhlich urheberrechtlich geschützte Musiktitel zum kostenlosen download angeboten, mit dem Vermerk dass diese von Usern hochgeladen wurden. Zur Tarnung kann man sich aber Titel dort kaufen.
Sehe ich das falsch? Das ist doch nicht 100%ig legal, sondern 100%ig illegal.
Zur Klarstellung (und das meine ich ernst):
Ich lade keine Musik aus dem Internet und kaufe dort allerdings auch keine. Ich habe lieber eine richtige CD mit Hülle, Cover und allem was dazugehört.
Warum werden solche Tauschbörsen nicht dichtgemacht?
Es kann mir doch keiner erzählen dass die Betreiber nicht genau wissen was dort angeboten wird.
Warum geht scheinbar niemand gegen Plattformen wie z.B. Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit urheberrechtlich geschütztem Material.
Es scheint hier also eine rechtliche Grauzone zu geben, zumindest wenn ein Anbieter auch noch (bisher ungestraft) behauptet das alles völlig legal sei.

Gruss Jakob

Hi,

wenn ich richtig informiert bin und es keine neuen Gesetze
gibt ist der up- und download (sprich: Verbreitung)von
urheberrechtlich geschütztem Material nach wie vor illegal.
Nun gibt es aber einen Anbieter der in seiner neuen Version
(6.1) vorgibt, es sei alles 100%ig legal.
Insider werden wissen um welches Portal es sich handelt.
Wenn man sich das Ganze dort anschaut werden da aber trotzdem
fröhlich urheberrechtlich geschützte Musiktitel zum
kostenlosen download angeboten, mit dem Vermerk dass diese von
Usern hochgeladen wurden. Zur Tarnung kann man sich aber Titel
dort kaufen.
Sehe ich das falsch? Das ist doch nicht 100%ig legal, sondern
100%ig illegal.
Zur Klarstellung (und das meine ich ernst):
Ich lade keine Musik aus dem Internet und kaufe dort
allerdings auch keine. Ich habe lieber eine richtige CD mit
Hülle, Cover und allem was dazugehört.
Warum werden solche Tauschbörsen nicht dichtgemacht?

Weil man das damals mit Kaaza in NL probiert und damit vor Gericht kläglich gescheitert ist. Damit wollte sich die MI ersparen jeden einzelnen User zu verklagen, das müssen Sie aber…

Es kann mir doch keiner erzählen dass die Betreiber nicht
genau wissen was dort angeboten wird.
Warum geht scheinbar niemand gegen Plattformen wie z.B.
Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit
urheberrechtlich geschütztem Material.
Es scheint hier also eine rechtliche Grauzone zu geben,
zumindest wenn ein Anbieter auch noch (bisher ungestraft)
behauptet das alles völlig legal sei.

Spielst du hier Robin Hood für dei MI &Co???

Gruss Jakob

LG
Mikesch

Weil man das damals mit Kaaza in NL probiert und damit vor
Gericht kläglich gescheitert ist. Damit wollte sich die MI
ersparen jeden einzelnen User zu verklagen, das müssen Sie
aber…

Hmm, in den USA ging das aber anders aus.

Es kann mir doch keiner erzählen dass die Betreiber nicht
genau wissen was dort angeboten wird.
Warum geht scheinbar niemand gegen Plattformen wie z.B.
Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit
urheberrechtlich geschütztem Material.
Es scheint hier also eine rechtliche Grauzone zu geben,
zumindest wenn ein Anbieter auch noch (bisher ungestraft)
behauptet das alles völlig legal sei.

Spielst du hier Robin Hood für dei MI &Co???

Wieso für? Ich bin eindeutig gegen Tauschbörsen.
Ich frage mich nur wie es möglich ist das ein Anbieter etwas illegales auf seiner HP als „völlig legal“ deklarieren kann. Ohne ein juristisches Schlupfloch würde das der Anbieter ja kaum tun.
Ich war bisher der Ansicht dass die Rechtslage hier eindeutig sei.
Nun kommen bei mir Zweifel auf und ich frage nach.

Gruss Jakob

Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit
urheberrechtlich geschütztem Material.

Hallo Jakob,

woher weisst du das denn? Gerade bei Youtube gab es vor nicht allzu langer Zeit eine hübsche Geschichte. Sie wurden verwarnt, weil sie mehr als 200 Filmchen eines großen Filmproduzenten auf dem Server hatten. Lieb, wie sie sind, löschten sie alles.
Kurz darauf fragte der große Filmproduzent erstaunt nach, wo denn seine 200+ Filmchen abgeblieben seien.

Ist heut eben alles nicht mehr so einfach…

:wink:

Horst

Hallo Horst,

nun, zum Teil sind da noch die Senderlogos der Musiksender bei den abgefilmten Aufnahmen vom TV.
Zum anderen gibt es einige gleiche Videos von ´zig verschiedenen Leuten.
Haben die jeweils die Genehmigung erhalten?
Mag sein, das diverse Leute festgestellt haben das es mehr Werbung bringt Videos illegal veröffentlichen zu lassen als dagegen vorzugehen.
Andererseits ist die Rechtslage klar, wird aber dadurch verwaschen.
Und bei Plattformen wie Youtube muss man ja registriert sein um Inhalte hochzuladen. Es wäre damit schon einfacher dagegen vorzugehen.
Nur allein durch die Tatsache das hier und da vielleicht nicht dagegen vorgegangen wird schürt ja das Bewusstsein der Leute das Urheberrechtsverletzungen doch nicht so dramatisch seien.
Ob es nun Musiktitel, Musikvideos, Kinotrailer oder ganze Filme sind spielt bei der rechtlichen Beurteilung m.E. keine Rolle.
Und gerade was den von mir erwähnten Anbieter angeht:
In einem anderen Forum wurde davon berichtet das es aufgrund vom Tausch von Titeln auf dieser Plattform bereits zu Anzeigen, Hausdurchsuchungen und auch Verurteilungen kam.
Und deshalb stelle ich hier die Frage:
Wie kann ein Anbieter behaupten das alles 100%ig legal sei?

Gruss Jakob

Hallo,

Mal zu Youtube,

Die Urheberrechte sind in den Ländern unterschiedlich geregelt. Was hier in D verboten ist, ist in den USA erlaubt.

Youtube veröffentlicht keine Filme, das machen die User. Damit ist Youtube auch nicht derjenige, welcher einen Verstoß gegen das Urheberrecht begeht. Youtube stellt nur die Plattform.

Allerdings läuft gerade eine Klage gegen Youtube, wie der Stand ist weiß ich allerdings nicht. Nur sollte Youtube unterliegen, dann dürfte es das Ende von Youtube sein.

Gruß

hartmut

Hallo Jakob,

ich sehe das Problem durchaus. Für den User ist es kaum noch zu erkennen, ob jemand selbst seine Videos/Songs freigegeben hat, oder nicht.

Ein Freund von mir hat die Angebote einiger Plattformen selbst wahrgenommen und dort auch kostenlos Sachen eingestellt. Nun tauchen diese aber auch bei Anbietern auf, mit denen er gar nichts zu tun hat.

Eine Anzeige verlief leider im Sande: Kein öffentliches Interesse.

Gruß!

Horst

Hallo

Nun gibt es aber einen Anbieter der in seiner neuen Version
(6.1) vorgibt, es sei alles 100%ig legal.
Insider werden wissen um welches Portal es sich handelt.
Wenn man sich das Ganze dort anschaut werden da aber trotzdem
fröhlich urheberrechtlich geschützte Musiktitel zum
kostenlosen download angeboten, mit dem Vermerk dass diese von
Usern hochgeladen wurden. Zur Tarnung kann man sich aber Titel
dort kaufen.

[Ich hab keine Ahnung wen du hier meinst…]
Die Dateien liegen nicht auf deren Server, sondern sie vermittlen nur Verbindungen zwischen Usern, eben das Grundprinzip von p2p. Darum sind sie erstmal nicht verantwortlich.

Jetzt ist die Frage wen du genau meinst, die Programmierer des Clients oder die „Verwalter“ der Torrents. Erstere bieten nur ein Programm an, das auch (und oft) für legalen Datenaustausch verwendet wird.
Bei den „Verwaltern“ könnte aber eine Mitstörerhaftung vorliegen, bisher gibt es aber noch keine passenden Urteile (soweit ich weiss), es kommt aber vor der Provider aus Angst die Strippe ziehen.

Sehe ich das falsch? Das ist doch nicht 100%ig legal, sondern
100%ig illegal.

Was der User macht, beim Betreiber ist es zumindest fraglich.

Zur Klarstellung (und das meine ich ernst):
Ich lade keine Musik aus dem Internet und kaufe dort
allerdings auch keine. Ich habe lieber eine richtige CD mit
Hülle, Cover und allem was dazugehört.

Dann von mir auch ein Statement:
Rechtlich ist die Sache klar, und ich unterstütze auch keine illegalen Downloads. Aber reinweg ALLE Verantwortlichen in der Musik/Film/Vertreiberindustrie sind ahnungslose Ignoranten, die keine Ahnung von Marketing und Grundlagen der entsprechenden Technik haben (und diesen Lernwiderstand halten sie seit Jahren und Jahrzenten aufrecht erhalten) und wären in jeder anderen Industrie auf die Strasse gesetzt worden.
Darum habe ich keinerlei Mitleid mit denen und sympathisiere teilweise sogar mit den „Verbrechern“.
Meine Konsequenz: Seit grob 8 Jahren keine Musik mehr gekauft, davor waren es so um die 2-3 CDs pro Woche. Ich höre (leider) nicht mehr viel Musik, ab und zu mal eine meiner alten Konserven. DIE bekommen (zumindest nicht direkt) keinen Cent mehr von mir.

Warum werden solche Tauschbörsen nicht dichtgemacht?
Es kann mir doch keiner erzählen dass die Betreiber nicht
genau wissen was dort angeboten wird.
Warum geht scheinbar niemand gegen Plattformen wie z.B.
Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit
urheberrechtlich geschütztem Material.

Da User die Inhalte einstellen, ist Youtube nicht direkt verantwortlich, sondern wäre in zum Beispiel in Deutschland ein Mitstörer. Daher müssen sie die relevanten Daten vom Server löschen, was sie ja auch regelmässig tun. In Zukunft sollen Filter dafür sorgen, das diese Daten erst garnicht angenommen werden.

Es scheint hier also eine rechtliche Grauzone zu geben,
zumindest wenn ein Anbieter auch noch (bisher ungestraft)
behauptet das alles völlig legal sei.

Diese rechtliche Grauzone ist garnicht so gross, (auch wenn die MI das so darstellt). Der verantwortliche User ist ohne Probleme straf- oder zivilrechtlich zu belangen. Für die Betrieber gilt obiges.

Gruß, DW.

Hi,

[Ich hab keine Ahnung wen du hier meinst…]
Die Dateien liegen nicht auf deren Server, sondern sie
vermittlen nur Verbindungen zwischen Usern, eben das
Grundprinzip von p2p. Darum sind sie erstmal nicht
verantwortlich.

Ok. Interessant dürfte das Ganze noch werden. Momentan laufen ja auch Dinge bezüglich der Haftung von Forumsbetreibern bezüglich der von Usern veröffentlichten Inhalte.

Jetzt ist die Frage wen du genau meinst, die Programmierer des
Clients oder die „Verwalter“ der Torrents. Erstere bieten nur
ein Programm an, das auch (und oft) für legalen Datenaustausch
verwendet wird.

Klar, die Software ist legal.

Bei den „Verwaltern“ könnte aber eine Mitstörerhaftung
vorliegen, bisher gibt es aber noch keine passenden Urteile
(soweit ich weiss), es kommt aber vor der Provider aus Angst
die Strippe ziehen.

Hmm, genau deshalb frage ich. Warum gibts da noch keine Urteile?
Die Industrie hat einen irrsinigen Aufwand gegen die Verbreitung von Raubkopien betrieben und im Kino kommen im Vorspann meist diese Trailer wo deutlich gemacht wird wie es rechtlich bestellt ist.
Auf jeder DVD kommt im Vorspann der Hinweis auf das Urheberrecht.
Und nun duldet man munter Plattformen die die Verbreitung unterstützen?
In anderen Fällen spricht man von Beihilfe.

Dann von mir auch ein Statement:
Rechtlich ist die Sache klar, und ich unterstütze auch keine
illegalen Downloads. Aber reinweg ALLE Verantwortlichen in der
Musik/Film/Vertreiberindustrie sind ahnungslose Ignoranten,
die keine Ahnung von Marketing und Grundlagen der
entsprechenden Technik haben (und diesen Lernwiderstand halten
sie seit Jahren und Jahrzenten aufrecht erhalten) und wären in
jeder anderen Industrie auf die Strasse gesetzt worden.
Darum habe ich keinerlei Mitleid mit denen und sympathisiere
teilweise sogar mit den „Verbrechern“.

Das sehe ich ähnlich, nur kann das als Argument für solche Plattformen für die Illegalität nicht herangezogen werden.

Warum werden solche Tauschbörsen nicht dichtgemacht?
Es kann mir doch keiner erzählen dass die Betreiber nicht
genau wissen was dort angeboten wird.
Warum geht scheinbar niemand gegen Plattformen wie z.B.
Youtube vor?
Auch diese Plattform ist voll bis unters Dach mit
urheberrechtlich geschütztem Material.

Da User die Inhalte einstellen, ist Youtube nicht direkt
verantwortlich, sondern wäre in zum Beispiel in Deutschland
ein Mitstörer. Daher müssen sie die relevanten Daten vom
Server löschen, was sie ja auch regelmässig tun. In Zukunft
sollen Filter dafür sorgen, das diese Daten erst garnicht
angenommen werden.

Na, da bin ich aber gespannt.

Es scheint hier also eine rechtliche Grauzone zu geben,
zumindest wenn ein Anbieter auch noch (bisher ungestraft)
behauptet das alles völlig legal sei.

Diese rechtliche Grauzone ist garnicht so gross, (auch wenn
die MI das so darstellt). Der verantwortliche User ist ohne
Probleme straf- oder zivilrechtlich zu belangen. Für die
Betrieber gilt obiges.

Störend empfinde ich jedoch den Hinweis auf der Startseite der Plattform: „100% legal“.
Mit diesem Argument meinten meine Kinder nun im Recht zu sein.
Zumindest ein Hinweis auf das Urheberrecht wäre sinnvoll um derartige „Missverständnisse“ auszuschliessen.

Gruss Jakob

Hallo Hartmut,

Mal zu Youtube,

Die Urheberrechte sind in den Ländern unterschiedlich
geregelt. Was hier in D verboten ist, ist in den USA erlaubt.

Klar, sonst hätten wir deutlich weniger Spam :wink:

Youtube veröffentlicht keine Filme, das machen die User. Damit
ist Youtube auch nicht derjenige, welcher einen Verstoß gegen
das Urheberrecht begeht. Youtube stellt nur die Plattform.

Naja, ebay stellt auch nur die Plattform. Achtet aber peinlichst genau darauf das keine Plagiate, Markenrechtsverletzungen etc. dort erscheinen.

Allerdings läuft gerade eine Klage gegen Youtube, wie der
Stand ist weiß ich allerdings nicht. Nur sollte Youtube
unterliegen, dann dürfte es das Ende von Youtube sein.

Das Problem ist das gleiche wie das Hamburger Urteil zu Forenbetreibern. Die Sache hat wie immer zwei Seiten:
Die einen betrachten das Netz als rechtsfreien Raum, da es wird über kurz oder lang gesetzliche Einschränkungen geben.
Wenn das soweit ist müssen die anderen, die solche Plattformen im gesetzlichen Rahmen nutzen, leiden.

Gruss Jakob

Hallo Horst,

wie geschrieben:
Wenn auf der Startseite der Plattform geschrieben wird „100%ig legal“, dann entsteht da auch kein Unrechtsbewusstsein. Meine Kinder argumentieren damit, das wenn dort „legal“ steht, dann müsse es wohl auch so sein.
Im übrigen scheint der Umgang mit dem Urheberrecht ebenso lax gehandhabt zu werden wie Versicherungsbetrug.
Ich frage mich nur wie sowas in Zukunft gestaltet werden soll.
Dann kostet eine CD zig tausend Euro, weil sie nur einmal verkauft wird und zehn Minuten später überall heruntergeladen werden kann?
Aber wenn ein Kollege mit einer geklauten Idee beim Chef aufläuft und eine Gehaltserhöhung bekommt ist das Gejammer gross.
Scheint also das übliche Phänomen zu sein. Alles ok solange ich nicht selbst betroffen bin.

Gruss Jakob