Urheberrecht

Liebe/-r Experte/-in,

ich habe eine Band und hatte schon mehrere Veröffentlichungen bei Plattenfirmen. Einen meiner ersten Plattenverträge/Bandübernahmeverträge habe ich im Jahr 2004 bekommen. Ein sogenannter Verdealer, der einigermassen Kontakte hatte, hatte einen Song den Plattenfirmen angeboten. Eine Firma hatte Interesse und verlangte daraufhin Beteiligung an allem inklusiv Urheberrechte, also wollte als Komponist und Texter mitgenannt werden, wenn er den Song verdealt. Damals habe ich nicht gross drüber nachgedacht, weil ich nur den Deal gesehen habe. Heute ärgere ich mich sehr, da dieser Mann, der unter anderem auch Vorschuss der Plattenfirma kassiert hat und ihn selber behalten hat. Im Nachhinein ist das für mich glasklarer Betrug. Er kassiert Tantiemen mit, auch an Auftritten, und war niemals als Urheber beteiligt. Was kann ich tun ?

Danke im voraus!

Melde deine Ansprüche gerichtlich an! Das UrhG ist NICHT ÜBERTAGBAR, es kann (in Deutschland) nicht abgetreten werden, nur vererbt. Sich aus einem Vertrag ergebende Nutzungsrechte stehen auf einem anderem Blatt, dazu benötigt man aber detailierte Kenntnisse über dessen Inhalt - ich empfehle hier dringend einen Fachanwalt, da auch mutmaßlich eine Miturheberschaft ausgeschlossen ist!!

Hallo Stefan

Danke für Deine Antwort. Ich habe schon 2 mal versucht durch eine Änderungsmitteilung der Urheber an die Gema ihn da raus zu bekommen. Dem musste er zustimmen, angeblich hat er nie einen Antrag erhalten und ansonsten weigert er sich auch.

Was ist denn mit dem Vorschuss den er kassiert hat und sich weigert, weiterzuleiten ?

Reicht da nicht eine Anzeige, Anwalt kostet wieder unnötig.

Gruß

Boris

Das hättest Du dir gleich sparen können mit der GEMA … Auf welchen Tatbestand möchtest du denn die Anzeige stützen? Auf Betrug alleine geht nicht, weiter ist das eher Zivilrecht als Strafrecht. Glaube mir, der Anwalt wird sich lohnen! Versuchs erst einmal mit einer Beratung, ob Ihr einen Schuh daraus macht, könnt ihr dann noch immer entscheiden

Urheberrechte kann man nicht abtreten! Das wusste er wohl, deswegen hat er sich quasi als Miturheber eintragen lassen. Du solltest die Verträge von einem Anwalt prüfen lassen und zu schauen ob von vorneherein eine Betrugsabsuchtvorlag und natürlich darf er (je nach Vereinbarung) nicht einfach 100% aller Einnahmen behalten. Aie gesagt…Anwalt! Eine andere Chance auf dein Rechte sehe ich hier nicht wirklich…