Urherberrecht .. Anwaltsschreiben .. IP-Adresse

Hallo zusammen,
in einem Anwaltsschreiben, in dem auf eine Urheberrechtsverletzung hingewiesen wird (Anbieten eines Filmes über Tauschbörsen), ist u.a. auch eine IP-Adresse angegeben, welche auf einen Provider (hier „Telefonica…“) hinweist, bei dem der betreffende garnicht als Kunde registriert ist.
Der Provider der beschuldigten Person ist „1und1“.
Wie kommt der RA an die Daten des Beschuldigten, bzw. hat das so seine Richtigkeit ?
Die UHR-Verletzung besteht übrigens nicht!
Trotzdem Ernst nehmen ?

Wenn die Beschuldigung bestritten wird einen Widerspruch verfassen.
Die Begründung:„Die angegebene IP gehört zum Adresspool von Provider A, ich bin aber Kunde bei Provider B.“ Dürfte recht viel versprechend sein.

Bei den IPs werden häufiger Fehler gemacht.

Ich kenne einen Fall, wo eine alte Frau die überhaupt kein Internet hat einer Urheberrechtsverletzung beschuldigt wurde und einen Fall wo jemand zum Urheberrechtsverletzungszeitpunkt im Urlaub war und die Sicherungen mit Ausnahme der Küche(Kühlschrank/Tiefkühler) herausgenommen hat und das Modem somit gar nicht in Betrieb war.

Auch hallo

Trotzdem Ernst nehmen ?

Sicher, da man als Laie wohl kaum zwischen echten und gut gefälschten Abmahnungen unterscheiden kann. Ausserdem lässt eine abmahnende Kanzlei wohl kaum locker…
Also kontaktiert man (zur Sicherheit) eine Kanzlei für Urheberrecht mit Erfahrung in der Verteidigung gegen solche Schreiben und trägt dieser die Faktenlage vor.

mfg M.L.

Hallo,

Ernst nehmen? Ja!

Wenn man sich seiner Sache sicher ist, dem Anwalt unter Vorlage der Fakten erklären, dass er den falschen angeschrieben hat.

Sollte der Anwalt weiter „drauf hauen“, dann selbst einen Anwalt nehmen. An dieser Stelle gründlich recherchieren, es gibt Anwälte die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

Ich lasse mir übrigens genau wegen solcher Fälle wöchentlich das Log meiner Fritz-Box zu mailen in dem u.a. steht wann ich welche IPs hatte.

Viele Grüße

Lumpi

Hallo,

Ernst nehmen? Ja!

Ich lasse mir übrigens genau wegen solcher Fälle wöchentlich
das Log meiner Fritz-Box zu mailen in dem u.a. steht wann ich
welche IPs hatte.

Viele Grüße

Lumpi

Man kann also in der FritzBox nachschauen, wann man welche IP hatte ??
Der Anschluß war zu dem Zeitpunkt erst 2 Tage zuvor geschaltet worden.

Ja,

unter System - Ereignisse - Internetverbindung
da das Protokoll irgendwann überschreiben wird wenn es zu viele Einträge gibt, sollte man sich das Protokoll regelmäßig per E-Mail zuschicken lassen.

MFG

Ich lasse mir übrigens genau wegen solcher Fälle wöchentlich
das Log meiner Fritz-Box zu mailen in dem u.a. steht wann ich
welche IPs hatte.

Das kannst Du machen. Die Würdigung als Beweis obliegt allerdings dem Richter. Es ist vorstellbar, daß der Richter weiß, wie man Emails erstellt und womöglich auch, wie man diese authentisch erscheinen lässt…

Gruß

osmodius

die Log Dateien sind nur bis 7 Tagen gelistet-
wie kann man herausfinden, ob der PC zu einem bestimmten Zeitpunkt (vor ca. 10 Tagen) im Internet gewesen ist?

Hi,

die Logdatei reicht nur 7Tage zurück weil das Log voll ist und dort alte Einträge mit neuen überschrieben werden(Die genaue Zahl müsste ich nachgucken aber ich glaube das Gerät speichert nur 256 Einträge zwischen). Wenn weniger Ereignisse stattfinden würden würde das Log bis zur Inbetriebnahme zurück reichen.

Alle Einträge die weiter zurückreichen sind verloren.
Wenn also der PUSH Dienst nicht eingerichtet wurde und die Protokolle im Postfach liegen, sind die weg.
An und Abmelden von WLAN Geräten würde man unter „WLAN“ finden.
Inbetriebnahme von fest verdrahteten Geräten würde man an den DHCPzuweisungen erkennen(aber kein Herunterfahren).

MFG