Urinuntersuchung II

Hallo,

Weiter unten hatte ich nach Urinwerten bzw deren Bedeutung gefragt.

Ich hab ja auch eine gute Antwort bekommen. :o)

Nun noch eine Frage zum konkreten Vorgehen: Heute von der Frauenärztin (bzw der Sprechstundenhilfe) das Ergebnis des Urikults erhalten, der ja dann doch gemacht wurde: wieder negativ.
Die Beschwerden sind noch die gleichen, aber das scheint nicht zu interessieren.
Was nun tun?
Ab zum Hausartzt, Überweisung holen, zum Urologen (Das dauert und ist kompliziert)?
Partner kann nicht mit (wohnt weiters weg => andrer Hausarzt, keine Möglichkeit hier zum Arzt zu gehen).
Bis ich dann nen Termin habe sind die Beschwerden vielleicht auch mal vorbei und der seltsame Keim doch mal ausgespült oder bis unter die Nachweisgrenze reduziert. Was sag ich dann???

Und wie findet man einen guten Urologen, der sich auch die Mühe macht?

Ich weiß, das wird hier grad gar nicht gern gesehen, wenn man sich negativ über Ärzte äussert, aber ich hab in letzter Zeit auch nichts positives zu Berichten. Es interessiert so manchen Arzt schlichtweg nicht wie es dem (Kassen-?)Patienten geht. :o(

Leicht gefrustete Grüße

Mopedhexle

Hi!

Weiter unten hatte ich nach Urinwerten bzw deren Bedeutung
gefragt.

Da hattest du auch erwähnt, daß du Antibiotika bekommen hast.
Meine Frage: hast du Antibiotika genommen, BEVOR die Urinuntersuchung und der Urikult abgenommen wurde?

Gruß,
Sharon

Hallo,

Nein ich hatte keine Antibiotika genommen.

Seit einem Jahr oder länger habe ich öfters diese Problem und anfangs habe ich mir ein zwei Mal AB verschreiben lassen - dann nicht mehr.
Der Urikult wurde schon einmal gemacht (auch negativ) auch ohne AB einnahme.
Mit viel Trinken (Blasentee aus der Apo, Rotwein, Birkenblättertee) ging es nach einer weile dann auch wieder weg. Aber das kanns halt auch nciht sein, wenn es immer wiederholt auftritt.

Wie gesagt hat keiner meiner Ärzte (Allgemein- bzw Frauenartz) ein Ineteresse daran der Sache auf den Grund zu gehen und mir wirklich zu helfen.
Ich will nicht dauernd AB nehmen (vertrage ich auch nciht gut => Ausfall auf Arbeit) aber auch nichts verschleppen bis ich´s vielleicht in den Nieren habe.

hallo mopedhexle,

du solltest doch mal zum urologen. kannst ja mal in einer apotheke fragen, wer gut ist.
kann alles mögliche sein, ferndiagnose ist schwer.
btw: bis zum befund sicherheitshalber sex nur mit gummi…

strubbel
K:open_mouth:)

Hallo Mopedhexe,
Du hast mit ziemlicher Sicherheit eine verschleppte Infektion.
(Ich bin kein Arzt und darf hier keine solche Diagnose machen.
Trotzdem mache ich es Dir zuliebe und pfeife auf die Zensur hier.
Sind wir denn hier auf Kuba?)
Ich habe den Eindruck, daß Antibiotika von den Medizinern bewußt falsch eingesetzt werden, um den Patienten zu erhalten.
Dazu ist vielleicht folgende Meldung ganz interessant:
News

30.10.2006 - Medizin
Helicobacter geht fremd

Der Magenkeim kann sich nicht nur im Magen aufhalten, sondern auch im Blut

Der Magenkeim Helicobacter pylori kann vom Magen in die Blutbahn gelangen, hat ein schwedisch-amerikanisches Forscherteam entdeckt. Der Erreger, der normalerweise für die Bildung von Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren verantwortlich ist, könnte daher auch andere entzündliche Krankheiten wie Rheuma oder Arterienverkalkung auslösen.

Helicobacter pylori lebt an der Magenwand und kann dort Magenschleimhautentzündung und als Folge davon Magengeschwüre und sogar Krebs auslösen, hatten australische Forscher bereits in den 1980er Jahren herausgefunden. Doch ebenso, wie sich das Bakterium an Zellen in der Magenwand anheften kann, kann es sich auch an rote Blutkörperchen hängen, stellte die Forschergruppe um Aspholm jetzt fest. Dies geschieht, indem Eiweiße auf der Oberfläche des Bakteriums an Moleküle andocken, die sowohl auf Magenwandzellen als auch auf roten Blutkörperchen vorkommen.

Einmal in die Blutbahn gelangt, könnte das Bakterium zu entzündlichen Erkrankungen mit bisher unbekannter Ursache beitragen, vermuten Aspholm und ihre Kollegen. So könnte es beispielsweise eine Rolle bei Gelenkrheumatismus und Arterienverkalkung spielen.

Sowohl die Zellen der Magenschleimhaut als auch die verschiedenen Helicobacter-Stämme haben jedoch unterschiedliche Eigenschaften. Dies könnte erklären, warum sich die Bakterien bei manchen Menschen besser an die Magenschleimhaut anheften können als bei anderen. Etwas Ähnliches könnte auch gelten, wenn das Bakterium in die Blutbahn gelangt und hierdurch andere Zellgruppen erreicht, vermuten die Forscher. Wie und in welchen Fällen Helicobacter pylori zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen führt, wollen sie als nächstes untersuchen.

Marina Aspholm (Umea University) et al.: PLoS Pathogens, Bd. 2, Nr. 10, S. e110, doi: 10.1371/journal.ppat.0020110

btw: bis zum befund sicherheitshalber sex nur mit gummi…

Wenn Dein Partner nicht auch behandelt wird, bist du verloren!
Der ist sehr wahrscheilich auch infiziert, obwohl er nicht erkrankt und wird Dich immer wieder anstecken.
Gruß
Rolf