Urinuntersuchung - Personenidentifizierung möglich

Hallo Leute,

ich möchte gern wissen, ob ein „Facharzt für Allgemeinmedizin“ bei einem Urintest im eigenen Haus, also nicht in einem Spezial Labor, merkt das der Urin den er testet nicht von mir ist, sondern z.B. von meinem Vater??? Kann er das anhand vom ph-Wert, oder Zahl des Eiweiß Gehaltes usw. sehen, oder unterliegt das der normalen Schwankung?

Danke schonmal im voraus für qualifizierte Antworten:smile:,

Grüße,

Marcus

Hallo,

meines Wissens kann der das nicht. Was allerdings passieren kann, ist, wenn du männlich bist und den Urin deiner Freundin mitbringst das der Arzt dann sowas wie „Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft“ sagt.

Es gibt unterschiede im Blut, wo unterschiedliche Parameter existieren, die ungefähr (!) Aussagen können, das es sich nicht um den richtigen Patienten handelt (wenn beispielsweise das Hamöglobin nicht geschlechtsspezifisch ist oder wenn plötzlich ganz andere Schilddrüsenwerte auftauchen, obgleich selbige vorher völlig in Ordnung waren).

Gibt es beim Urin bereits Voruntersuchungen, so können direkte Vergleiche beim z.B. Eiweiß darauf Ausschluss geben, ob der Urin vom richtigen Patienten ist.

Aber ansich ist das auch ziemlich uninteressant, weil ein Urinstatus nicht soviel aussagt, wie ein Bluttest.
Interessant hingegen werden solche Dinge wie Drogen-Screenings. Der Hausarzt wird nicht neben einem stehen und zusehen, dass man den richtigen Urin benutzt, bei stationären Einrichtungen die sich auf den Drogenentzug spezialisiert haben, kann es allerdings vorkommen, dass man die Urinproben nur unter Aufsicht verwenden kann.

Gruss levi

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort.

Es geht lediglich um einen Urintest für die Aufnahme in eine Krankenkasse.

Ich würde einfach meinen Vater bitten, ob er mir seinen mal „leiht“. Und da wir ja aus einer Familie kommen, dürfte das keine Proböeme geben, kerngesund ist er auch, denn er hat keinerlei Problemchen - seit 2 Jahren nich mal´n Schnupfen :smile:

Gruß,
Marcus

Und was sollte das für einen Sinn machen, ausser, dass es, falls denen was komisch vorkommt, für dich übel enden kann, das nennt man Versicherungsbetrug und wenn du Pech hast zahlen sie dann nicht die grad anstehenden Kosten, und wenn du richtig Pech hast, können die dich damit vor den Kadi zerren.

Wie gesagt, wenn in deinem Urin üblicherweise was anders ist als bei deinem Dad (zB. bei bestimmten Krankheiten), dann könnte sowas auffallen. Vielleicht nicht jetzt, aber später.
Und wenn es „nur“ gewisse Substanzen sind, die sich derzeit in deinem Pi befinden, dann werden die dir auch auf die Schliche kommen, wenn du schon kurz nach Aufnahme in die Versicherung (scheint ja ne private zu sein) eine Entziehungskur oder eine entsprechende Psychotherapie oä brauchst…
Spätestens dann wollen die womöglich auch ne Haarprobe sehen und daran ist schon einiges mehr zu erkennen.
Gruß Susanne

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Es würde ganz einfach den Sinn machen, das ich mir im moment sinnlose Kosten erspare.
Bei der ersten Untersuchung ist im Urin Blut entdeckt worden - nix neues, das wurde vor etwa 10 Jahren schonmal festgestellt.
Damals meinte der Arzt „das kommt vom langen sitzen auf dem Sattel“ (war damals Radprofi bei den Junioren - etwa 40 - 50 Stunden Training / Woche).
Jetzt wurde es wieder entdeckt und die Versicherung (ja, private) sagt, das sie mich nicht aufnehmen, bevor das mit den Blutkörperchen nicht geklärt ist. Ich müsste also, eine Untersuchung in einem Speziallabor zusätzlich zu den beiden bisher stattgefundenen Untersuchungen bezahlen…
Und da ich denke das sowas ne ganze Menge kostet, wollte ich das umgehen.

Hallo könnte es nicht sein, dass selbst wenn es sich vor 10! JAhren als Fehlalarm rausgestellt hat, diesmal wirklich was ist?
Ehemalige Radprofis haben durchaus häufiger mal Spätfolgen „da unten“, wobei ne Blasenentzündung sicher noch das harmloseste wär, ein Hodenkrebs wär schon nicht mehr so prickelnd.
Zur eigenen Sicherheit solltest du dem vielleicht doch selbst nachgehen, denn wenn du dir die Aufnahme in die KV erschleichst und dann stellt sich raus, dass da doch was ernsteres hintersteckt könnte es sein, dass du dann ganz schön dumm dastehst, mit ner teuren Krankheit und ohne KV…
Dagegen ist das Labor vielleicht gar nicht so teuer…oder die KV gibt nen Zuschuß.
Gruß Susanne

Die KV gibt keinen Zuschuss soweit hab ich auch schon vorgefühlt.
Ausserdem kann sich das doch heutzutage „alles ändern, im Laufe der Zeit“ - also wahrscheinlich auch eine übermäßig hohe Anzahl vom Blut im Urin…

Ich denke mal, das sowieso, wenn irgendwas ist, Krankheitsmäßig, sich die KV erstmal weigert zu zahlen und dann alles ewig prüft usw. - bis dahin musst Du eh alles selbst zahlen…