Hallo liebe Experten!
Ich bin vor Kurzem von Berlin nach Bayern gezogen und habe meine Katze selbstverständlich mitgenommen. Die Wohnung ist, wie schon vorher, sehr klein, dafür bekommt sie aber nun Auslauf (den sie bei den kalten Temperaturen aber kaum nutzt). Sie ist sehr auf Menschen und vor allem auf mich bezogen, hält aber absolut gar nichts vom Autofahren.
Nun steht bald Weihnachten vor der Tür und ich wollte sie aufgrund ihrer Anhänglichkeit für die ein oder zwei Wochen, in denen ich weg bin eigentlich mitnehmen, habe diesen Gedanken aber nach der Fahrt hierher ganz schnell wieder verworfen, da sie wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben noch nicht so viel Stress hatte wie auf dieser Fahrt. Eingelebt hat sie sich dafür aber relativ schnell.
Nun überlege ich, ob es besser wäre, sie hier zu lassen und von der Nachbarin füttern lasse, die dummerweise nach ihrem Feind = Hund riecht und sie wahrscheinlich nicht streicheln und bespielen darf, einen mobilen Tiersitter engagiere (sobald ich ihn mir leisten kann) oder sie zu meinem Freund bringe, der ein großes Haus mit Garten, einen altersschwachen Kater und eine ganz liebe Familie hat, die sich in der Zeit bestimmt um sie kümmern würde.
Was meint ihr?
Vielen Dank schonmal im Voraus und liebe Grüße,
Liz
Hallo,
Veränderung der Lebensumstände ist für die meisten Katzen schlimmer als zeitweilige Einsamkeit, zumal Deine Katze Autofahren auch noch hasst.
Von den aufgezählten Alternativen gefällt mir diese
von der Nachbarin füttern lasse, die dummerweise nach ihrem
Feind = Hund riecht und sie wahrscheinlich nicht streicheln
und bespielen darf
am besten. Der Hundegeruch sollte nicht weiter stören, Katzen sind im Bezug auf Menschen meiner Erfahrung nach nicht so geruchsgesteuert. Lade die Nachbarin doch in der nächsten Zeit mal häufiger zum Kaffee ein, damit Katzi sie kennenlernt und sich eventuell auch bespielen und anfassen lässt.
Meine relativ verhaltensgestörte Katze Greta zeigt sich Fremden grundsätzlich nicht. Noch kein Besucher hat sie gesehen. Wenn die Nachbarn in unserem Urlaub zum Füttern kommen, wirft sie sich nach ca. 5 Tagen Zurückhaltung regelrecht an sie ran … lieber unbekannte Menschen als gar keine.
Gruß,
Myriam
Hallo!
Zusätzlich noch ein Gedanke: Eine zweite Katze wäre die beste Lösung. Dann kannst du die beiden bedenkenlos alleine lassen und einfach jemanden bitten, Futter zu geben und das Klo zu reinigen. Machen wir immer so und es ist OK.
Gruß
datafox
Hallo datafox,
das ist an sich schon eine gute Idee, nur geht das leider bei meiner nicht, da sie andere Katzen nicht leiden kann (wurde deswegen abgegeben).
Liebe Grüße,
Liz!
Hallo!
Ja ich glaub auch nicht, dass es so ein Problem sein wird, wenn deine Nachbarin zum füttern kommt. Ich glaube für deine Katze ist stressfreier in der vertrauten Umgebung zu sein, dafür ein bisschen einsam als bei ganz lieben Leuten zu sein, die die Katze aber nicht als Dosenöffner auserkoren hat und wo sie die Umgebung auch nicht kennt. Dann kommt noch das Faktum des altersschwachen Katers dazu, den deine Katze nicht mögen wird.
Hast du nicht gemeint, dass deine Katze nach draußen kann?
Also dann seh ich sowieso kein Einsamkeitsproblem. Wenn ihr wirklich fad sein sollte, kann sie nach draußen gehen und so fixiert auf den Menschen ist kaum eine Katze, dass sie wirklich leidet, wenn eine Woche lang niemand zum kuscheln da ist.
Würd mir nicht zu viele Sorgen machen und den Plan umsetzen, deine Nachbarin zum Kaffee einzuladen.
lg infi
Hallo Liz,
wie hast Du das denn in Berlin gemacht, wenn Du verreist bist?
Wir lassen unsere 3 Tiger immer von einer unserer Töchter füttern (wir richten also unseren Urlaub jetzt nach den Semesterferien unserer Kinder aus).
Aber trotz dessen, dass beide unsere Stubentiger über alles lieben und die drei Pfotentiere diese kennen und ebenfalls abgöttisch lieben, mögen es unsere Tiere nicht, für längere Zeit fremdgefüttert zu werden.
Und das zeigen sie ganz deutlich: In dem sie immer wieder mal die Katzenklos trotz deren peinlicher Sauberkeit verschmähen und somit ihren Protest zeigen.
Bloß gut, dass die wichtigsten Bereiche unseres Hauses gefliest sind.
Wenn wir dann nach max. 2 Wochen zurückkommen, werden wir zur Strafe erst mal 3 Tage mit Nichtachtung bedacht.
Tja , auch so können unsere Lieblinge sein - fast wie Menschen.
MfG M.P.
P.S. Trotz allem ist die Fütterung durch die Nachbarin die vermutlich streßarmste Variante. Ich schließe mich der Vorrednerin an: Nachbarin schnellstens mit der Samtpfote bekannt machen und auch schon mal vorher von dieser füttern lassen. Und nach der Rückkehr aus dem Urlaub ein leckeres Katzenmenü und besondere Streicheleinheiten. So merkt sie, dass Du sie nicht vergessen hast. M.P.