Urlaub ? Urlaub !

Moin moin,

stellt euch mal vor ihr habt noch vier jahre bis zur rente.
in einem kleine betrieb seid ihr der „primus interpares“
der chef schätz eure arbeit - trotzdem zahlt er mikkrig.
aus dem alten jahr habt ihr noch 10 tage urlaub. im laufenden jahr gibt es „maximal“ 10 tage am stück. (müssen auch im august genommen werden - zur teuersten zeit)
was tun mit dem alten urlaub.
Vorschlag cheffe - nehmen sie doch halbe tage !
oder verteilen sie den auf die brücken tage -(müssen in urlaub genommen werden) oder machen sie mal ein langes wochenende.
verzichten auf einen guten mitarbeiter?
wohl ein unding.
wie würdet ihr euch in so einem fiktiven fall verhalten.
wiegesagt 4 jahre vor der rente.
pd

Hallo Dignam,

wie würdet ihr euch in so einem fiktiven fall verhalten.

das käme drauf an was ich wollte, auf jeden Fall würde ich mal in meinem Vertrag nachgucken, ob da irgendwas zu dem Thema steht.

Ginge es mir um die Kohle würde ich anfragen, ob ich den Urlaub ausbezahlt bekomme.
Fände ich halbe Tage und verlängerte Wochenenden gut, würde ich das machen.
Würde ich lieber früher in den Ruhestand gehen würde ich fragen, ob ich die Ferien „irgendwie“ bis zu meinem Renteneintritt aufsparen könnte.
Ginge es mir darum, meine Ferien an einem (möglichst grossen) Stück zu nehmen würde ich frühzeitig mit Scheffe einen Zeitraum dafür definieren.
Ginge es mir darum, dass ich meinen „Haupturlaub“ lieber nicht im August machen will, würde ich auch das mit Scheffe ansprechen und mich eventuell als Vertretung für die August-Urlauber anbieten.

*wink*

Petzi

Hallo,

nach § 7 Abs 2 Bundesurlaubsgesetz hat der Arbeitnehmer Anspruch darauf, daß mindestens einer seiner Urlaube 12 WERKTAGE am Stück umfaßt, das wären 2 Wochen. http://dejure.org/gesetze/BUrlG/7.html

Ich würde Jeffe mal fragen, ob der das Gesetz kennt und ihn frühzeitig darauf hinweisen, daß man sich einen Herzenswunsch erfüllen möchte und deshalb ausserhalb der Saison… bla bla bla

grüße
miamei

…Danke.
aber, gesetzt den Fall, der Gute ist uneinsichtig und nur aus SEINEN Vorteil bedacht?
er will 10 Tage Betriebsferien im August, der Rest soll auf Brückentage und Wochenenden verteilt werden.
So in Homöophatischen Dosen.
Wir würden, in diesem fiktiven Fall, natürlich lieber 2x „richtig“ zusammenhängend Urlaub machen.
aber wenn der liebe Gott nicht will …
pd

Hallo Dignam,

…Danke.

…bitte *fg*

aber, gesetzt den Fall, der Gute ist uneinsichtig und nur aus
SEINEN Vorteil bedacht?

Nun, dann würde ich im fiktiven Vertrag nachgucken, ob da irgendwas zu dem Thema steht. Und dann würde ich einen fiktiven Betriebsrat (so vorhanden) um Hilfe anrufen.

Gäbe es keinen Betriebsrat (was ich mir in dem fiktiven Fall vorstellen könnte) würde ich überlegen, ob die Gründung eines solchen denkbar wäre und mir eventuell Unterstützung bei einer zuständigen Gewerkschaft suchen.

Würde ich das nicht wollen, weil ich Sorgen hätte, dann beim Chef der „böse Bube“ zu sein, könnte ich mir überlegen, ob ich eine Chance sehe, mein Anliegen in einem offenen Gespräch mit Cheffe darzulegen. Da würde ich mir aber jegliche Vorwürfe („nur auf Ihren Vorteil bedacht“) verkneifen und auch nur für mich sprechen („ich würde gerne… weil…“) und dabei hervorheben, dass es für Cheffe kein Nachteil ist „denn in dieser Zeit ist erfahrungsgemäss…“ oder „steht Kollege Hintermüller zur Vertretung bereit“. Keinesfalls würde ich Drohungen „ich kündige“, „ich feiere sonst krank“, „in x Jahren bin ich eh in Rente“ ausstossen.

Sollten alle meine Kollegen in dieser Sache meiner Meinung sein, könnte man auch ein gemeinsames Gespräch mit Cheffe andenken. Hier sollte man sich aber schon sehr sicher sein, dass keiner a) ausschert und im Angesicht des Chefs doch „umkippt“ ("*Arschkriech* lange Wochenenden sind doch auch toll") und b) die Sache nicht in oben genannte Vorwürfe eskaliert.

Eventuell liesse sich auch eine - sowohl vom Chef als auch von den Mitarbeitern akzeptierte „Vertrauensperson“ bestimmen, die das Anliegen im Namen der Mitarbeiterschaft beim Chef vorträgt.

Würde ich auch das nicht wollen, sähe ich noch zwei Möglichkeiten

  • woanders bewerben und dort unterschreiben, wo meine Urlaubsmöglichkeiten sich mehr mit meinen Vorstellungen decken
  • dort bleiben und schlucken und das beste draus machen (vielleicht ne Ferienwoche an einem der langen Mai/Juniwochenenden)

Tja, mehr fiele mir in so einem üblen Fall leider nicht auch ein…

*wink*

Petzi