Hallo,
in einem Tarfivertrag heißt es:
„Der Azubi erhält während seines Urlaubs ein zusätzliches Urlaubsgeld in Höhe von 50% seiner Ausbildungsvergütung“
Weiterhin:
„28 Urlaubstage im 2 Ausbildungsjahr“
Und:
„Ausbildungsvergütung: 515€ monatlich brutto“
Nun ist es in einer fiktiven Firma Usus, dem Azubi in dem Monat, wo der Sommerurlaub genommen wird, direkt die 50% einer Monatsvergütung zu bezahlen.
Eigentlich müsste doch die Ausbildungsvergütung pro Urlaubstag berechnet und bezahlt werden, oder?
Für diesen Juni wären es dann 19 Arbeitstage. Demnach 515€ / 19 * 10 für einen 2wöchigen (10 Arbeitstage) Urlaub.
Im Schnitt bedeuten ja 28 Urlaubstage etwa 28/21 = 1,33… Monatvergütungen, bei kompletter Bezahlung des Urlaubsgeldes für alle 28 Urlaubstage müssten dann doch 50% der 1,33fachen Bruttovergütung fällig werden.
Welche Vorgehensweise ist nun richtig?
Wird für den Jahresurlaub einmalig 50% der Monatsvergütung fällig?
Oder wird tagesgenau abgerechnet?
Bei der komplett Vergütung ergibt sich noch ein fieses Problem:
Die Ausbildungsvergütung wird ja mitten im Jahr (Das Ausbildungsjahr fängt im September an!) erhöht.
Müsste man dann nicht sogar so weit gehen und so rechnen:
7 Monate * 515€/Monat + 5 Monate * 552€/Monat = Jahresentgelt von 6365€
Geteilt durch 252 Arbeitstage: 25,26€/d
Das widerum mal 28 Urlaubstage und mal 0,5: 353,64€
Mit der „üblichen Praxis“ in dieser Firma wäre man aber bei 515€ / 2 = 257,50€