Ursache des Rauschens in Telefonleitungen

Hallo allesamt! :wink:
Ich hätte da mal ein (in meinen Augen) knifflige Frage:
Im Physikunterricht kam die Frage auf, woher das Rauschen kommt, dass man (zumindest früher) bei Überseegesprächen in die USA in der Leitung hören konnte. Die Telekom ist bei technischen Fragen wohl sehr verschwiegen, aber vielleicht gibt es ja hier jemanden, der sich damit auskennt?
Wäre super!
Gruß
David

Im Physikunterricht kam die Frage auf, woher das Rauschen
kommt, dass man (zumindest früher) bei Überseegesprächen in
die USA in der Leitung hören konnte. Die Telekom ist bei
technischen Fragen wohl sehr verschwiegen, aber vielleicht
gibt es ja hier jemanden, der sich damit auskennt?

Hallo, David,
Seekabel, die früher (als es noch keine oder kaum Fernmeldesatelliten gab, also bis in die 80er Jahre) die gannze last der interkontinentalen Kommunikation trugen hatten ca alle neun Kilometer einen Verstärker eingebaut. Das 6.300 km lange TAT-6 das 1976 zwischen Frankreich und den USA verlegt wurde, verfügt z.B. über 4.200 Sprechkreise und benötigt 693 Zwischenverstärker. Natürlich verstärken diese Verstärker nicht nur das Sprachsignal, sondern auch das Eigenrauschen.
Wenn Du mehr über die Transatlantischen Kabel (TAT) wissen willst, kann ich Dir diese Seite empfehlen: http://www.biologie.de/biowiki/Transatlantisches_Tel… (frag mich nicht, warum diese Seite ausgerechnet unter „Biologie“ zu finden sind :smile:
Gruß
Eckard

Hallo,

http://www.biologie.de/biowiki/Transatlantisches_Tel…
(frag mich nicht, warum diese Seite ausgerechnet unter
„Biologie“ zu finden sind :smile:

Hmmm, wer lesen kann ist klar im Vorteil:

„Diese Dokument entstammt in seiner ersten oder späteren Version ([…]) der deutschsprachigen Wikipedia.“

SCNR

Es scheint so, als ob da damals alle Artikel von Wikipedia zum Biowiki kopiert wurden und immer noch drin sind. Siehe auch http://www.biologie.de/biowiki/Barry_White

Ciao! Bjoern

Ich hätte da mal ein (in meinen Augen) knifflige Frage:
Im Physikunterricht kam die Frage auf, woher das Rauschen
kommt, dass man (zumindest früher) bei Überseegesprächen in
die USA in der Leitung hören konnte. Die Telekom ist bei
technischen Fragen wohl sehr verschwiegen, aber vielleicht
gibt es ja hier jemanden, der sich damit auskennt?

Rauschen entsteht durch Einstreuungen überall.
Dreh mal den Verstärker Deiner Stereoanlage hoch und Du hörst Rauschen.
Rauschen ist ein Mix aus allen möglichen Frequenzen.

Heutzutage, im Zeitalter der digitalen Telefonie, wird das Rauschen künstlich erzeugt, damit man beim Telefonieren nicht denkt, dass (wenn der Gesprächspartner nichts sagt) die Leitung tot sei.

KEIN WITZ!!! Das Ganze läuft unter dem Namen „comfort noise“, Google mal!

Hallo

Na, das ist doch mal eine Frage die eine längst vergessene zunft wieder auf die Beine bringt *grins*.

Neben dem schon geschriebenem gibt es noch ein paar recht interessante Geschichten zu dem Thema Telefon/Rauschen/etc.
Beispielsweise hört(schon beim analogen telefon) das von einem selber erzeugte Signal in abgeschwächter Form selber. Dies geschieht unter Anderem damit man nicht den Eindruck hat „ins Leere“ zu sprechen.
Das Gehör eines Telefonierenden wird gegen unangenehme Knackser, die Hörschäden zur Folge haben könnten durch einen sogenannten Gehörschutzgleichrichter geschützt(Das sind zwei gegenläufige Dioden die verhindern daß eine zu hohe Spannung an die Hörkapsel auftritt).
Knacksen und Rauschen können bei einem analogen Anschluss auch durch in der leitung befindliche feuchtigkeit hervorgerufen werden. fernmelder sprechen dann von einer „absaufenden Leitung“ (wenn gar keine Übertragung mehr möglich ist ist das Kabel „abgesoffen“). Das Eindringen von Feuchtigkeit in ERD-Kabel wird mit verschiedenen mitteln verhindert. Zum einen werden die Kabel mit Druckluft „aufgepunpt“, die bei einem beschädigten Kabel das Wesser draußen hält. Ferner kann anhand des Druckabfalls schnell gesehen werden daß es eine Beschädigung gibt und sogar eingegrenzt werden wo das ungefähr sein müsste. Eine andere Variante des Längswasserschutzes 8so die offizielle Bezeichnung für den Schutz gegen das Eindringen von Feutigkeit inn Erdkabel) ist das Verwenden von Petrolat (Vaseline) zwischen den Adern. Hier besteht natürlich keine Ortungsmöglichkeit wie bei den Druckluftkabeln. Außerdem ist es eine recht schmierige Angelegenheit mit diesen Kabeln zu arbeiten, da man die Adern bevor man sie auf einem Verteiler auflegen kann erst von diesem Zeug grob befreien muß. Da das eine so schön matschige Angelegenheit ist heißen die Kabel in Fachkreisen einfach „Matschkabel“.
Durch Induktion kann es bei parrallel geführten Leitungen zum sogenannten "Übersprechen " kommen. Man hört dann die Gesprächspartner eine anderen Verbindung. Um diesen Effekt zu verhindern sind die Adern (so nennt man die einzelnen Leitugen eines Kabels) miteinander verdrallt.

Noch viel Spass beim Klugscheissen im nächsten Physikunterricht!!!

Gruß Hudel