Hallo Schnuck,
Dabei mußte ich auch eine Urinprobe
abgeben. Diese enthielt sehr viele Schwebstoffe. Nun frag ich
mich, welche möglichen Ursachen es dafür geben könnte.
Das ist eine „typische“ Frauenurinprobe, wie sie nicht sein sollte.
Wenn frau gesund ist, handelt es sich bei den von Dir beschrieben Schwebstoffen, in der Regel um massenhaft Plattenepithelien. Diese Deckzellen von Haut und Schleimhaut schwimmen dann schon sichtbar „in Verbänden“ in der Probe, neben ein paar Leuko, usw.
Diese „Schwebstoffe“ kommen aber nicht aus der Blase, sondern sind Teil des Vaginalsekretes, bzw. stammen aus der Gegend, wo die Harnröhre endet. Die Teststreifenparameter sind dann meistens o. B., sodass man dann auf das Zentrifugieren und Mikroskopieren verzichtet.
Wenn man allerdings eine „unverfälschte“ Urinprobe abliefern möchte, aber nüchtern (wegen evt. Blutentnahme) ins Labor kommen soll, dann sollte man vorher wenigstens ordentlich (2 Gläser) Wasser getrunken haben, es sei denn, man bekommt etwas Gegenteiliges gesagt.
Dann sollte frau sich morgens gereinigt, bzw. geduscht haben. Bei der Urinabgabe muss unbedingt „Mittelstrahlurin“ in den Becher gegeben werden, was man nämlich nicht sauber hinkriegt, wenn vorher nichts getrunken wurde! Den ersten Urinstrahl gibt man in die Toilette, fängt weiterhin die mittlere Portion mit dem Becher auf, Rest geht wieder in die Toilette. Der Urinstrahl muss dabei „frei“ fließen können, und man darf nicht, weil die Blase nicht gefüllt ist, den letzten Rest rausdrücken wollen, siehe Schwebstoffe.
Na wenn das jetzt beim nächsten Mal nicht vorbildlich klappt…
Viele Grüße
Renate