Ursachen der Jugendgewalt?

Hallo,

hier in Bayern kann man bald täglich von „Zusammentreten“ lesen. Die Täter gehen äusserst brutal vor und treten die Opfer gegen den Kopf, bis die fast oder tot sind. Auslöser sind die banalsten Dinge. Was kann der Grund für solch eine Brutalität sein? Ist das Deutschlandweit oder nur ein bayerisches Problem?

LG
Michael

Hi

Wohl Bayern-Typisch eher nicht .

Aber eher typisch Stadt , bzw Grosstadt .
Ich will es nicht am Migranten Hintergrund festmachen , doch kenne ich es , das es vorkommt , das einzelne Herkunftsländer eher zur Gewalttätigkeit neigen und dann einige Mitläufer einfach gleichtun , was dann wiederrum zu nachahm -Effekten führt oder ein falsches Vorbildverhalten .

Leider können sich Deutsche kaum noch richtig wehren , so das dieser Gewalt Tür und Tor offen stehen .

Spielen wir einfach mal Kopfkino …
mal angenommen es gäbe ein Schulfach : Selbstverteidigung , beispielweise Karate , Judo usw und sagen wir mal jeder dritte könnnte sich effektiv verteidigen , dann bekämen die eigentlichen Rädelsführer jeden dritten Tag einen Denkzettel und würden die Lust verlieren . solange das aber nicht der Fall ist , macht es Spass und es stärkt das Ego …

Noch Fragen … ?
ich habe keine Fragen …

Ich habe einigen Jugendlichen schon Ihre Grenzen aufgezeigt , von wegen 46 Jähriger " Familienvater " …
die Lektion haben Sie gelernt und die Grünuniformierten haben sich gefreut , das man Sie dann endlich mal Dingfest machen konnte .

Toni

Das kann ich mir gut vorstellen! Nun, jeder kann sich eben nicht wehren. Ich habe gelesen, Du betreibst Kampfsport…ich denke, es gibt noch andere Möglichkeiten der effektiven Verteidigung…

LG
Michael

Hi

dem will ich gar nicht widersprechen , ich habe den Thread gelesen und habe meine Gedanken dazu zu "Papier " gebracht .
Doch habe ich eine postive Erfahrung gemacht , das Kid’s die ständig Angriffsziel von Mobbing oder Mitschülern sind , die ich dann 1 Jahr begleitete , ihr Selbstvertrauen stärkte und ein paar Grundtechniken beibrachte , beispielweise den Scherengriff zum abwehren von Boxschlägen , oder das einfache fallen lassen um sich beim Beinstellen nicht zu verletzen , sowie das diese Kids nicht sofort ins Heulen und jammern verfallen , wenn mal was nicht so gerade läuft .

Kurioserweise lässt man diese Kid’s jetzt in Ruhe , denn man sucht sich als Opfer die vermeintlich schwachen .

gruss

Toni

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Hallo,

ich finde es durchaus sinnvoll, sich wehren zu können. Damit das klappt, müssen Eltern ihren Kindern aber erst mal im täglichen Leben was zutrauen. Solange 10-Jährige ohne elterliche Aufsicht kaum einen Fuß vors Grundstück setzen dürfen, nützt ihnen auch ein schwarzer Gürtel wenig.

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo Michael,

eine gute Quelle ist zunächst wie immer Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendgewalt

Was kann der Grund für solch eine
Brutalität sein?

Gewalt ist Teil des Menschen und ein erhöhtes Maß an Gewaltbereitschaft von männlichen Heranwachsenden ist völlig typisch für unsere Spezies. Frage doch mal deine Eltern und (so sie noch leben) Großeltern nah Schlägereien, sei es im Wirtshaus oder beim Volksfest.

Was sich mit der Zeit und Kultur ändert, ist die Weise wie Gewalt kanalisiert oder eingeschränkt wird, z.B. in einer Kriegskultur. Auch die Form der Gewalt verändert sich im Laufe der Zeit.

Ist das Deutschlandweit oder nur ein
bayerisches Problem?

Dein Eindruck eines bayrischen Problems beruht auf wieviel Fällen? Zwei?
Natürlich ist Jugendgewalt deutschlandweit und die Konzentration ist in Problembezirken höher. Was hierbei eine immense Rolle spielt ist die Präsenz in den Medien.
Wie häufig werden Menschen Opfer einer gefährlichen schweren Körperverletzung? (2008 150.000 Fälle in Deutschland)
Wie häufig werden in Deutschland Menschen getötet (2008 105 Fälle in Deutschland)
http://www.bka.de/pks/

Die Medien können nicht alles berichten. Was passiert nun. Die spektakulären Fällen werden groß und breit dargstellt. Die normalen Fällen schaffen es gerade mal als Randvermerk in die regionale Tageszeitung, wenn überhaupt. Es sei denn sie passen zum einem spektakulären Fall.

Der Mann, der dann in München von einer Jugendbande beraubt und verprügelt wird, kommt dann in den Presseticker, während von den 5 gleichen Fällen in Berlin Niemand notiz nimmt.

Gruß
Carlos

Hallo Michael,

zu Anfang meiner Halbstarkenzeit hat man sich meistens noch fair geprügelt. Schläge in den Unterleib, Treten, beißen, kratzen war verpönt. Halt so, wie es in den Western gezeigt wurde, wo die „Helden“ nach der Prügelei zusammen ein Bier trinken.

Bayern war etwas schlimmer, dort kam es relativ häufig zu Messerstechereien, weil halt fast jeder ein Messer in der Lederhose stecken hatte. Aber das nur nebenbei.

Wer unfair oder heimtückisch kämpfte hatte kein gutes Ansehen zu erwarten, weder im näheren Umfeld, noch bei der holden Weiblichkeit

Dann kamen die ersten Kungfu-Filme auf.

Plötzlich wurde getreten, mit dem Kopf gestoßen usw. Ein Tritt in die Hoden galt plötzlich als geschickt, den Gegner auf unerwartete Weise kampfunfähig zu machen, war der Trick. Vor allem fand das Kämpfen auf solche Art plötzlich unerwartete Zustimmung.

Ich kann mir nicht helfen, aber der Zusammenhang zwischen der im Film gezeigten Gewalt und der im wirklichen Leben ist mir schon damals aufgefallen und fällt mir auch heute noch auf.

Gruß, Nemo.

Hallo Michael,

zu Anfang meiner Halbstarkenzeit hat man sich meistens noch
fair geprügelt. Schläge in den Unterleib, Treten, beißen,
kratzen war verpönt. Halt so, wie es in den Western gezeigt
wurde, wo die „Helden“ nach der Prügelei zusammen ein Bier
trinken.

Bayern war etwas schlimmer, dort kam es relativ häufig zu
Messerstechereien, weil halt fast jeder ein Messer in der
Lederhose stecken hatte. Aber das nur nebenbei.

Wer unfair oder heimtückisch kämpfte hatte kein gutes Ansehen
zu erwarten, weder im näheren Umfeld, noch bei der holden
Weiblichkeit

Dann kamen die ersten Kungfu-Filme auf.

Plötzlich wurde getreten, mit dem Kopf gestoßen usw. Ein Tritt
in die Hoden galt plötzlich als geschickt, den Gegner auf
unerwartete Weise kampfunfähig zu machen, war der Trick. Vor
allem fand das Kämpfen auf solche Art plötzlich unerwartete
Zustimmung.

Hi

Wie es schon immer so ist , jede Münze hat 2 Seiten .

Wenn ich mich genau auf diese Kung Fu Filme beziehe , dann hatten genau diese Filme für mich etwas gutes .( ich rede von David Carradine seinen Kung Fu Filmen )
Aus irgendeinem Grunde war ich damals mit einer gewissen Regelmässigkeit das Opfer , von Mobbing oder anderen Attacken.
denn Jugendgewalt gab es schon ende der 60 Jahre und anfang der 70 Jahre , also zu meiner Schulzeit .

Durch diese Filme erkannte ich , wie man sich solcher Attacken erwehren kann und ich suchte ( damals 13 Jahre ) einen Kung Fu -Dojo um das zu erlernen um mich endlich sinnvoll wehren zu können .

Das hatte dann in der 10 Klasse , nach einem zu groben Angriff eines Mitschülers , der mir aus lauter unsinn und übermut einen Boxschlag verpasste ,wobei die Oberlippe aufplatzte und ich im Anschluss ins Krankenhaus zum nähen musste , entsprechende Folgen , sowie das dann weitere 2 Schüler ins Krankenhaus gingen , weil sie das erlebte nicht glauben wollten , ich bekam zwar einen richtig heftigen Verweis vom Direktor , aber danach hatte ich meine Ruhe .
Rechtlich gesehen war es in Notwehr geschehen , allerdings als Jugendlicher hat man sich noch nicht so unter Kontrolle , das ich da ein wenig über das Ziel hinaus geschossen bin .

Die Aggresoren hatten auch ihre Lektion gelernt und waren danach auch wesentlich ruhiger .

Es ist ein Unterschied ob ein Kampfkünstler sich wehrt , oder ob Agressoren die Gegend unsicher machen.
für alle User die sich nicht mit Kampfkunst beschäftigen , die oberste Regel in jedem Dojo ist , das man eingeprägt bekommt , das man seine Kampfkunst nicht zur Show tragen soll , wer damit als Agressor auffällt , fliegt aus dem Training und zwar für immer .

gruss

Toni

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