Hallo Michael,
zu Anfang meiner Halbstarkenzeit hat man sich meistens noch
fair geprügelt. Schläge in den Unterleib, Treten, beißen,
kratzen war verpönt. Halt so, wie es in den Western gezeigt
wurde, wo die „Helden“ nach der Prügelei zusammen ein Bier
trinken.
Bayern war etwas schlimmer, dort kam es relativ häufig zu
Messerstechereien, weil halt fast jeder ein Messer in der
Lederhose stecken hatte. Aber das nur nebenbei.
Wer unfair oder heimtückisch kämpfte hatte kein gutes Ansehen
zu erwarten, weder im näheren Umfeld, noch bei der holden
Weiblichkeit
Dann kamen die ersten Kungfu-Filme auf.
Plötzlich wurde getreten, mit dem Kopf gestoßen usw. Ein Tritt
in die Hoden galt plötzlich als geschickt, den Gegner auf
unerwartete Weise kampfunfähig zu machen, war der Trick. Vor
allem fand das Kämpfen auf solche Art plötzlich unerwartete
Zustimmung.
Hi
Wie es schon immer so ist , jede Münze hat 2 Seiten .
Wenn ich mich genau auf diese Kung Fu Filme beziehe , dann hatten genau diese Filme für mich etwas gutes .( ich rede von David Carradine seinen Kung Fu Filmen )
Aus irgendeinem Grunde war ich damals mit einer gewissen Regelmässigkeit das Opfer , von Mobbing oder anderen Attacken.
denn Jugendgewalt gab es schon ende der 60 Jahre und anfang der 70 Jahre , also zu meiner Schulzeit .
Durch diese Filme erkannte ich , wie man sich solcher Attacken erwehren kann und ich suchte ( damals 13 Jahre ) einen Kung Fu -Dojo um das zu erlernen um mich endlich sinnvoll wehren zu können .
Das hatte dann in der 10 Klasse , nach einem zu groben Angriff eines Mitschülers , der mir aus lauter unsinn und übermut einen Boxschlag verpasste ,wobei die Oberlippe aufplatzte und ich im Anschluss ins Krankenhaus zum nähen musste , entsprechende Folgen , sowie das dann weitere 2 Schüler ins Krankenhaus gingen , weil sie das erlebte nicht glauben wollten , ich bekam zwar einen richtig heftigen Verweis vom Direktor , aber danach hatte ich meine Ruhe .
Rechtlich gesehen war es in Notwehr geschehen , allerdings als Jugendlicher hat man sich noch nicht so unter Kontrolle , das ich da ein wenig über das Ziel hinaus geschossen bin .
Die Aggresoren hatten auch ihre Lektion gelernt und waren danach auch wesentlich ruhiger .
Es ist ein Unterschied ob ein Kampfkünstler sich wehrt , oder ob Agressoren die Gegend unsicher machen.
für alle User die sich nicht mit Kampfkunst beschäftigen , die oberste Regel in jedem Dojo ist , das man eingeprägt bekommt , das man seine Kampfkunst nicht zur Show tragen soll , wer damit als Agressor auffällt , fliegt aus dem Training und zwar für immer .
gruss
Toni