Ursachen für erhöhte Harnsäure?

Hallo zusammen,

ich habe seit über einem Jahr erhöhte Harnsäure. Liegt immer so zwischen 9,2 und 10.

Ich ernähre mich weitestgehend ohne Fleisch und Wurst.

Jetzt auf einmal schmerzte wieder mein rechter großer Zeh, obwohl ich in den letzten Tagen so gut wie kein Fleisch (das letzte Mal am Samstag = einen Döner mit Hähnchenfleisch) und keine Wurst (bis auf die Scheiben auf den zwei Frühstücksbrötchen letzten Sonntag und die Salami auf der Fertigpizza vorgestern) gegessen habe.

Ich habe auch keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken.

Ich ernähre mich weitestgehend gesund. Zumindest in der ersten Tageshälfte. Ich trinke auch viel Wasser täglich. 3 - 5 l. In der zweiten Tageshälfte trinke ich oft Eistee und, oder Cola(-Mixe) - meist ohne Zucker, aber auch mal mit!

Ich habe in den letzten Tagen relativ viel geraucht, was ich sonst auch nicht mache!

Können die Schmerzen im Zeh, die erhöhte Harnsäure evtl. auch von Nikotin kommen oder was könnten die Ursachen für meine Schmerzen sein?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU

Hi,

vielleicht trinkst Du zu viel? Drei bis fünf Liter ist vermutlich deutlich übertrieben. Allerdings hab ich keine Ahnung, ob man davon zu viel Harnsäure haben kann …

Gruß S (kein Fachmann)

Was isst und trinkst du denn so im Laufe des Tages - und wie viel wovon?

Hallo Unbeugsamer,

wenn der Säurebasenhaushalt im Körper nicht stimmt, kann es zu anderen Begleiterscheinungen kommen. Zu einem sagt man auch, dass übersäuerte Menschen schwer Gewicht verlieren können.

Wichtig ist, dass du basische Lebensmittel isst, diese können den Haushalt in kurzer Zeit regulieren. Hast du dir den Test aus der Apotheke geholt? Vielleicht solltest du das sonst mal von einem Arzt untersuchen lassen. Evtl. könnte auch eine leichte Infektion der Blase vorliegen.

Hier mal einen Link zu einer Seite mit basischen Lebensmitteln. Die Auwahl ist recht groß, daher sollte bestimmt was schönes dabei sein, was du regelmäßig mit in deinen Ernährungsplan einbauen kannst.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/saure-und-basis…

Bitte beachte auch, dass Rauchen im allgemeinen ja nicht so gut ist für die Gefäße (und auch allgemein nicht für den Körper). Daher mal in Betracht ziehen, dass Rauchen aufzugeben :smile:. Auch der Schmerz im Zeh kann daher kommen (Durchblutungsstörungen).

Alles Gute.

LG Melanie

Hallo,

schau doch mal bitte hier rein:
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_harnsaeure.htm

Gruß
M.

Hallo,

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/saure-und-basis…

Dann anschliessend bitte das hier lesen:
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Gesellsch…

Gruß
M.

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Melanie, „zu hohe Harnsäure“ und Gicht haben mit „Säure- und Basenüberschuss“ nichts zu tun. Außerdem, wenn das Blut des Menschen zu sauer ist, ist er tot.

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Hallo Maren,

Hallo und LG oder so ähnlich, schon mal gehört?
Hier auch noch einmal für dich extra ganz ausführlich.

Säure-Basen-Haushalt

Alle chemischen Reaktionen und biologischen Prozesse laufen bevorzugt in einem für sie optimalen Milieu ab. Der pH-Wert etwa - ein Maß für den Säuregrad von Flüssigkeiten - spielt eine entscheidende Rolle bei der Funktion von Enzymen und der Sauerstoffaufnahme in die roten Blutkörperchen.

Während der Magensaft beispielsweise einen pH-Wert zwischen 1 und 4 aufweist, liegt das Blut eines gesunden Menschen konstant um etwa 7,4 pH. Damit es im Blutkreislauf zu keinen größeren Abweichungen des Säuregrads kommt, gibt es komplexe Puffersysteme, die den Wert auf einem gleich bleibenden Niveau halten.

Kommt es also - durch die Ernährung, Stress oder andere Faktoren - zu einem Überschuss an Wasserstoffatomen (sauer), so fangen die basischen Puffer diese ab.

Unser Körper hält etwa zwanzigmal so viele freie Basen bereit wie freie Säuren, um einen konstanten pH-Wert zu gewährleisten. Erst wenn die Blutpuffer ihre Kapazität durch einen extremen Anstieg von Wasserstoffionen erreicht haben, kommt es zu einer Übersäuerung, die in der Fachsprache als Azidose bezeichnet wird. Diese lebensbedrohliche Erkrankung ist selten, doch auch eine Verminderung der Pufferkapazität kann sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken: Denn je mehr Wasserstoffatome die Puffer abfangen müssen, desto stärker verschiebt sich das Verhältnis von freien Basen zu freien Säuren. So kann es im Laufe der Zeit von den optimalen 20:1 auf 19:1, dann auf 18:1 usw. sinken, bis irgendwann die Pufferkapazität erreicht ist und das System nicht mehr funktioniert. Es handelt sich also dann um keine Übersäuerung - denn der pH-Wert bleibt ja bis zu einem gewissen Grade stabil - sondern um eine Minimierung der Pufferkapazität.

Dennoch wählte die Alternativmedizin den Begriff „Übersäuerung des menschlichen Körpers“, um das Problem bildhafter darzustellen.

Denn ebenso wie wir uns leicht vorstellen können, dass saurer Regen für das Waldsterben verantwortlich ist, klingt auch ein übersäuertes Milieu alarmierender für unsere Gesundheit, als wenn wir es NUR als weniger basisch bezeichnen.

Vor allem das Bindegewebe wirkt als riesiger Puffer für Säuren, wenn diese durch ein Überangebot nicht rasch mit dem Harn ausgeschieden werden können. Der Körper ist auf solch eine Speicherung der Säuren eingestellt.

Es können viele saure Moleküle eingelagert werden, ohne dass es direkt zu irgendwelchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt. Doch je mehr Säure sich im Bindegewebe ansammelt, desto geringer wird die Elastizität und Durchlässigkeit, was sich nicht nur auf Bandscheiben und Gelenke negativ auswirken kann. Allerdings sind nicht für alle Krankheiten des Bindegewebes zwingend Säureablagerungen verantwortlich, zahlreiche andere Ursachen können ebenso in Frage kommen.

Sauerstoff, der übrigens trotz seines Namens nicht für die Bildung von Säuren verantwortlich ist, hat für unseren Stoffwechsel eine große Bedeutung. Werden die Zellen nicht ausreichend mit diesem Element versorgt, so wäre es fatal, würde unser Körper die Vorgänge - etwa zur Energiegewinnung - einfach abschalten. Stattdessen ändert sich der Reaktionsweg. Hierbei wird Milchsäure als Endprodukt gebildet, die wiederum abgepuffert und anschließend ausgeschieden werden muss. Blutarmut und Herzerkrankungen können daher das Verhältnis von Basen zu Säuren negativ beeinflussen.

Der Handel bietet zahlreiche Teststreifen, mit denen der wir den Säuregehalt unseres Urins leicht selbst überprüfen können. Allerdings sagt dieser Wert nicht viel über das Säure-Basen-Verhältnis im Blut aus. Denn sobald die Säuren durch Basen abgepuffert von der Niere ausgeschieden werden, sind diese im Ergebnis nicht feststellbar. Gleichfalls ist es möglich, dass sich die Säuren im Körper ablagern, statt ihn über den Harn zu verlassen.

Obwohl der Urin in diesen Fällen also basisch ist, heißt es nicht, dass unser Säure-Basen-Haushalt in einem gesunden Rahmen liegt. Auf der anderen Seite erhöht beispielsweise Getreide den Säurewert des Urins. Dies bedeutet aber nicht, dass die Körner unserem Organismus schaden, vielmehr sorgen sie für eine Entsäuerung, was sich in einem niedrigen (sauren) pH-Wert der Ausscheidungsprodukte niederschlägt.

Wer dennoch mithilfe eines Teststreifens seinen Säure-Basen-Haushalt überprüfen möchte, kann dies auf recht einfache Weise tun: Kaiser-Natron ist nichts anderes als unser wichtigster Blutpuffer Hydrogencarbonat. Wer morgens einen Esslöffel davon zu sich nimmt und in den folgenden zwölf Stunden seinen Urin testet, sollte irgendwann eine deutliche Steigerung ins Basische feststellen. Ist dies nicht der Fall, so spricht das dafür, dass unser Körper die Puffersubstanz dringend benötigt, um sein Säure-Basen-Verhältnis zu verbessern. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist dann dringend anzuraten.

http://www.naturheilt.com/Inhalt/Uebersaeuerung.htm

LG

MOD: Quelle eingefügt.

MOD: Off-Topic-Bemerkung gelöscht.

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„Hallo“,

und? Das man im Urin feststellen kann, ob dieser eher „sauer“ oder „basisch“ ist, ist mir bewusst. Im Artikel steht aber auch, dass es im Blut eben nicht geht.

Was das allerdings mit Harnsäure und Gicht zu tun hat, verstehe ich immer noch nicht. :wink:

„Gruß“ Maren

P.S. Auf dich abgesehen? Nein, ich schreibe auf alle Beiträge dieser Art so - wenn etwas nicht stimmt.

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Hallo,

das kommt darauf an, WAS man trinkt. Viel (Frucht-)zuckerhaltige Getränke sorgen für einen schnellen Anstieg von Harnsäure.

Gruß Maren

Echt? Nicht, dass ich das nicht glaube, aber wo kann man das nachlesen?

Ist damit „nur“ (Frucht-)Zucker in Getränken, also in Limos, Säfte, Tees … gemeint oder auch (Frucht-)Zucker in Süßigkeiten?

Wie sieht es mit light- oder 0 %-Limos aus?

Zu den fruktosehaltigen Getränken:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/son…

http://www.diabetes-ratgeber.net/Gicht/Gicht-durch-O…

Meist geht es um den Fruchtzucker aus Getränken, aber mir würde nicht einleuchten, warum ein Fruchtzucker aus Getränken anders verstoffwechselt werden sollte, als der, der Lebensmitteln zugesetzt wurde.

Ferner wurde herausgefunden, dass Fructose auch für die Fettansammlung im Bauchbereich (viszerales Fett - das gefährlichere Fett im Körper) und u.a. für die Entstehung einer Fettleber verantwortlich ist. Aus dem Grund hat man ja nun auch endlich die Produktion der „ach so gesunden“ Diabetiker-Lebensmittel eingestellt".

Was ist mit natürlichem Fruchtzucker, also mit Fruchtzucker, der in Früchten enthalten ist?

Ich denke, so lange du ihn in Maßen isst und als ganze Frucht - und nicht als gepresster Saft, ist es OK. Du wirst ja eher weniger 1 kg Orangen oder Äpfel auf einmal essen, oder? Und in der ganzen Frucht sind ja auch alle Nährstoffe und vor allem Ballaststoffe enthalten, die den Säften und Zusätzen fehlen, aber eine deutliche Auswirkung auf den Stoffwechsel haben.