Ursachen für kribbelnde, ... Hände, Finger, Beine?

Hallo,

ich hatte vor acht Jahren einen Verkehrsunfall. HWK erlitt eine Fraktur. Dies wurde nicht diagnostiziert. Der Spinal-/Wirbelkanal um HWK 7 ist verringert. HWK 7 ist wohl teilweise mit HWK 6 verknöchert!?
Die letzte MRT-Untersuchung im August 2007 war regelrecht. Es hat sich nichts verschlechtert im Vergleich zu den Befunden aus den Vorjahren.

Ich leide an Heuschnupfen (Gräser, Roggen, Birke, Hasel). In den letzten drei Wochen wars so schlimm wie noch nie. Der Heuschnupfen hat sich auf meine Bronchien ausgewirkt, habe Hustenanfälle. Lt. Allergologin verschlechtert sich bei mir die Allergie. Bis gestern hatte ich für einige Tage einen steifen Hals. Ich merke, dass ich hin und wieder ganz leichte Herzstiche habe. Denke, dass hängt mit dem Heuschnupfen zusammen i. V. m. meinem Job als Kurierfahrer. Muss täglich mehrere schwerere Pakete tragen, ziehen, schieben. Ständig auf den Beinen und das nicht gerade langsam! Sitze natürlich oft am Steuer. Aber nie lange am Stück, da ich nie lange bis zum nächsten Kunden benötige.

Gegen den steifen Hals habe ich bis gestern Morgen Schmerztabletten genommen (Diclo-Divido). Gegen den Heuschnupfen nehme ich morgens und abends je zwei Sprühstöße von Nasonex und abends eine Tablette von Stada - Cetirizin. Gegen die Hustenanfälle nehme ich morgens und abends jeweils zwei Sprühstöße von Junik.

Physisch bin ich seit mehreren Tage nicht auf der Höhe. Verarbeite zurzeit die Trennung von meiner Ex bzw. vielmehr das wenige Sehen meines Sohnes (alle zwei Samstage für nur 2 - 3 Stunden). Er wird nächste Woche ein Jahr alt. Die Arbeit geht mir immer mehr auf die Nerven. Zumal ich aus einem ganz anderen Bereich komme. Deswegen auch unzufrieden bin. Geistig unterfordert. Wenig Geld - für lange Arbeitszeiten (55 - 60 Stunden/Woche). Die Arbeit mich nervlich (ständige Konzentration im Straßenverkehr, mehr als nur Ruhe bewahren bei schwierigen Kunden, …) immer mehr an meine psychischen Grenzen bringt.

Seit zwei Tagen habe ich vermehrtes Kribbeln auf den Innenseiten der Unterarme, in den Händen und Fingern und in den Unteschenkeln, sowie unter den Fußsohlen (links mehr als rechts!).

Jetzte möchte ich gerne wissen, womit das Kribbeln zu tun haben könnte!? Was Ursachen dafür sein könnten!? Was ich dagegen machen könnte!?

Neurogolisch habe ich keinerlei Ausfälle (Zehn-Finger-Schreibmethode klappt nach wie vor wunderbar - ca. 260 Anschläge/Minute). Zeigefinger-Nase-Test - kein Problem. Auf einem Bein stehen - kein Problem. Auf nem Bordstein balancieren - kein Problem. Habe auch sonst keinerlei Schmerzen oder dergleichen.

Bitte um eure Antworten.

Vielen lieben Dank im Voraus.

Schöne Grüße

Hallo,

das klingt nach einer Wirbelblockade. Vermutlich hast Du zu schwer gehoben oder eine falsche Drehung gemacht. Auch Dein seelischer Streß trug wohl mit dazu bei. Ich würde mal einen Orthopäden oder Chiropraktiker aufsuchen.

Gute Besserung wünscht Dir
Rosa

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

mit Ferndiagnosen ist es immer so eine Sache - man sollte sie eigentlich nicht machen weil die Gefahr, dass man sich verhaut, einfach zu groß ist.

Mir scheint aber dass dein allgemeines Wohlbefinden durch die körperlichen (Pollenallergie, schwere Pakete) und psychischen (Trennung, lange Arbeitszeit, unbefriedigende Tätigkeit, etc.) Angriffe im Augenblick sehr angeschlagen ist. Auf derartige Stressfaktoren reagiert der Körper, wenn es zuviel wird. Er wehrt sich, und die Folge sind dann irgendwelche Zipperlein, die bei jedem anders ausfallen. Der eine leidet unter nervösem Magen und Durchfall, der andere bekommt Kopfschmerzen, der dritte kollabiert wegen niedrigem Blutdruck - und vielleicht ist es bei dir das Kribbeln.

Hast du schon mal von einer Hyperventilationstetanie gehört? Vielleicht hast du zeitweise ganz leichte Symptome davon. In simplen, kurzen Worten: Man reagiert auf Anspannung und Stress durch schwere, tiefe Atmung, die zunehmend schnell wird. Durch das „zu schnell“ atmest du verstärkt Kohlendioxid ab, der pH-Wert im Blut verändert sich, und es kommt zuerst zu Kribbeln (vor allem in den Händen), später zu krampfartigen Beschwerden (auch der Atemmuskulatur). Es fühlt sich dann sehr schlimm wie Atemnot an und sieht dramatisch aus, ist de facto aber nicht wirklich gefährlich, denn man hat ja durchaus genug Sauerstoff eingeatmet.
In solchen Fällen hilft es bewußt ruhig zu atmen, also nicht mehr so schnell, und vor allem in eine Plastiktüte zu atmen. So nimmt man nämlich einen Teil des zu viel abgeatmeten Kohlendioxids wieder auf und die Lage normalisiert sich.

Ich kann natürlich nicht sagen ob du dich manchmal in eine leichte Hyperventilation hineinatmest. Es kann natürlich genauso sein dass es ganz andere Ursachen hat, deswegen bitte ich dich es nur als eine mögliche Idee zu betrachten.

Es klappt oft auch nicht dass man klare Ursache-Wirkung-Beziehungen herstellt, also „jetzt Stress, gleich Hyperventilation“ ist nicht die Art, wie der Körper und die Psyche funktionieren. Manchmal übersteht man auch anstrengende ZEiten gut, manchmal ist man generell angeschlagen und verkraftet dieselbe Sache weit weniger gut. Es gibt aber nie einen Beweis dass der jetztige Stress oder ein bestimmtes Ereignis die eindeutige Ursache für irgendeine folgende Beschwerde ist. Vielleicht bist du jau auch nur wetterfühlig und verträgst die Schwüle oder den Vollmond nicht… man weiß es oft nicht und kann es nicht 1:1 zuordnen.

Grundsätzlich kann man dir nur empfehlen beim Arzt abklären zu lassen ob es körperliche Ursachen und Erkrankungen gibt. Weiterhin „Zähne zusammenbeissen“, weil an der Trennung, dem Heuschnupfen und dem beruflichen Stress kannst du ad hoc nicht direkt etwas ändern.

Aber du kannst z. B. jetzt ganz bewußt und besonders darauf achten dass du es dir gut gehen lässt und für Entspannung sorgst. Vielleicht gibt es einen Sport, der dir als Ausgleich gut tut. Vielleicht magst du mal Freunde treffen und ihr macht einfach einen schönen Grillnachmittag und quatscht mal ein bisschen. Oder du gönnst dir am Wochenende einen kleinen Ausflug, ein kleines Eis, ein leckeres Essen. Gehst mal ins Kino, in die Disse oder die Sauna. Gönnst dir eine Massage oder einen Friseurbesuch. Gehst an einem netten Ort spazieren… Einfach so, dass du bewußt für Entspannung sorgst und dir etwas Gutes und Schönes gönnst.

Nebenher kannst du dir auch insofern bewußt etwas Gutes tun dass du wenig Alk trinkst, ausreichend lange schläfst und nicht jede Nacht zu wenig schläfst, dir gesundes Essen gönnst und nicht unterwegs zwischen Tür und Angel „heiß, fettig und teuer“ herunterschlingst. Lieber zuhause lecker und in Ruhe frühstücken, Obst und Vitamine essen, …

Oder du hörst einfach mal ganz bewußt seine Lieblingsmusik. Nimm dir einfach mal Zeit für sowas. Wenn du einen Sinn dafür hast: es gibt auch schöne entspannende Wellness-Musik.

Wenn du unterwegs bist: gönne dir Pausen. Ganz bewußt für 5 oder 10 Minuten an einem ruhigen Ort halten, und einfach inne halten. Vielleicht etwas essen, vielleicht nur Augen schliessen und zurücklehnen. Einfach eine kleine, kurze Auszeit…

Das sind zwar für sich gesehen immer nur Kleinigkeiten, aber der Grundgedanke zählt, nämlich dass du dir etwas Gutes tust und dich pflegst. Dann wird zwar nicht alles, was dich belastet, von heute auf morgen weggezaubert. Aber du wirst sehen dass es irgendwie doch hilft.

Herzlichst,

MecFleih

Hallo,
das Leben entschleunigen, habe ich spontan gedacht.
Dann hast Du noch laengere Arbeitszeit, statt 60 dann 61 Stunden, jedoch duerfte der Fahrt-und Liferstress deutlich dabei geringer werden.
Und wie moechte Deine Allergologin die Allergie bitte heilen?
Mein Lesetip Allergien muessen nicht sein / Bruker. Vielleicht kommst Du damit einen Schritt weiter.
Gruss Helmut