Hallöle,
der Titel des Postings sagt es eigentlich schon: gestern kam ich in der Diskussion mit einem Freund darauf, mich über den Ursprung und die Bedeutung des häufigen Ortsnamenbestandteils „…hagen“ zu wundern (meist wohl in Niedersachsen, z.B. Nienhagen, Isernhagen, ,…).
Besteht da auch eine Verwandschaft zu „behaglich“?
Ein ethymologisches Wörterbuch besitze ich leider nicht
.
Viele Grüße,
Ingo
Hallo Ingo,
die Hagendörfer vorwiegend im heute Niedersächsischen, teilweise zu Städten mutiert, sind Dörfer später Rodungs-/Siedlungsepochen, wo den Siedlern im Gegenzug zu ihrem beschwerlichen Pionierstatus einige der „alten Freiheiten“ gewährt wurden, die sonst bereits flächendeckend wegfeudalisiert worden waren. Zu diesen Sonderrechten zählt außer Steuerbefreiungen und Erleichterungen u.a. das Recht auf eine Einfriedung der Siedlung, den Hagen.
Im weiteren Sinn bezieht sich „Hagen“ in Ortsnamen auf jede eingefriedete Fläche.
Vgl. Hecke, süddeutsch Hag etc.
Einfriedungen von teils freien Dörfern heißen im süddeutschen Raum „Etter“, kommen dort aber in der Regel nicht von zugestandenen neuen, sondern von erhaltenen alten Freiheiten.
Der Kluge/Götze (17.Auflage) nennt keinen Zusammenhang zwischen altnordisch „haga“ = passen, einrichten (zu behagen) und altnordisch „hagi“ = Weideplatz (zu Hag, Hagen), obwohl ein solcher Zusammenhang technisch nahe läge.
Schöne Grüße
MM
Hallo !
„-hagen“ ist ein Verweis auf die Enstehung von bäuerlichen Hofstätten. Ähnlich „-hofen“.
Es bezeichnet eingefriedete Siedlungsplätze im ehemaligen Waldland. Verkürzt auch „-hain“ und „-hahn“.
Von althochdeutsch „hagan“, „Dornbusch“ und „gahagi“, „umhegter Bereich“.
Gruß max
Hallo,
hätt ich ja wissen können, dass Du getreu der Parole „Taten statt Tinte“ Deines Nick-Patrons schon wieder schneller bist…
In diesem Sinne
MM
besten Dank an Max & Martin (o.w.T)
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