USA-Botschaftsbesuch für DDR-Bürger

Meine Frage ist ganz einfach und kurz. Durfte ein DDR Bürger zu Ostzeiten so ohne weiteres die amerikanische Botschaft betreten? Seitens der USA denke ich das es kein Problem war. Aber was war mit Volkspolizei und so?

Danke

Jepp, war kein Problem. Ich kann mich dran errinnern das wir als 14-15 jährige Kiddys recht oft in der Ami-Botschaft waren, weil die dort immer „West“-Filme gezeigt haben. Da hab ich mir z.B. das erste mal Rocky angesehen. Ich hab zwar kein Wort verstanden, weil ich kein englisch konnte aber ich fands trotzdem total obercool.
Mit den VoPo´s hatten wir diesbezüglich keine Probleme.
Später, so 1989 gabs da schon mehr probleme, da hatten sie teilweise die komplette Straße gesperrt, so das man da nicht mehr rangekommen ist. Aber da war ich dann auch schon 18 und mir wurde das zu heis. Man wollte ja nicht unbedingt unangenehm auffallen.
Ronny

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jo null problem.

Da hab ich auch Filme geguckt und Bücher ausgeliehen (allerdings waren die dann in deutsch :wink:) In der Schule gabs auch keine Probleme. Ich hab sogar Propaganda material aus der Botschaft mitgebracht für den englisch unterricht :wink:

Hallo Stefan,

ja, das konnte man machen.

Ich kenne einen, der sich als Jugendlicher und SciFic-Freak dort gerne SciFic auslieh. Zuweilen aber kam es vor, dass er von der VoPo angesprochen wurde und seine Personalien aufgenommen wurde.

Nachdem ich mich entschied, kein Studium und damit kein Abitur zu machen, was ich spaeter jedoch revidierte, ging ich auch zur US-Botschaft. Vorher war es mir zu heiss.

Ich ging erstmalig in die US-Botschaft im Herbst 1988 und holte mir ebenfalls Buecher und eine ca. 100-Seiten-Broschuere A5

Von mir wurde niemals von der VoPo der Perso verlangt.

Anekdote dazu: Aus besagter Broschuere schrieben drei Schulkameraden und ich Texte ab fuer den Englisch-Unterricht, wir sollten ueber die USA berichten. Ich baute zahlreiche Fehler ein, um nicht aufzufallen. Meine Kameraden ebenso, natuerlich sprachen wir einander ab, um nicht die selben Texte zu nehmen. Mit dem Ergebniss, dass meine Lehrerin es mir zutraute, mir eine Eins gab und keinen einzigen eingebauten Rechtschreibfehler fand (hehehe) und meine Kameraden, weil sie es ihnen nicht zutraute, erhielten jeweils eine Fuenf.

Meine Frage ist ganz einfach und kurz. Durfte ein DDR Bürger
zu Ostzeiten so ohne weiteres die amerikanische Botschaft
betreten? Seitens der USA denke ich das es kein Problem war.
Aber was war mit Volkspolizei und so?

Man hatte das Recht dazu. Die VoPo hatte das Recht Personalien der Leute aufzunehmen, was evtl. entsprechende Eintraege zur Folge hatte beim MfS, vulga **„Horch_und_Guck“

*g***
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viele Gruesse, Peter