USA für Anfänger

Hallo,

ich würde gerne im nächsten Jahr gerne einmal in die USA fliegen. Ich möchte einmal im Leben „drüben“ gewesen sein - nachdem es ja nicht mit der GC geklappt hat :frowning:
Ich möchte die USA kennen lernen, mir einen Eindruck vom Leben verschaffen - ich würde nämlich nur zu gerne mal dort leben.
Aber was sollte man als Tourist (mit durchschnittlichem Reisebudget) gesehen haben? Also auf Sonnenbaden und am Pool liegen hab ich wenig Lust.

Verwandte wohnen am Michigansee in Milwaukee und Umgebung - die würde ich halt gerne besuchen - aber eben nicht nur das. Ich kann ja schlecht drei oder vier Wochen bei denen rumhängen.

Reisetermin wäre Mai oder August.

Was raten mir USA-Experten (im Hinblick auf die Finazierbarkeit)?
Wie teuer ist so ein „durchschnittlicher“ Urlaub - wie teuer sind die Flüge durchschnittlich?
Ich habe im Internet viele verschiedene Preise für die Flugtickets gefunden - wie wägt man ab, ob billig auch gut ist, wenn man die Fluggesellschaft nicht kennt?
Wie lange sollte ich mindestens bleiben, damit sich der Flug lohnt?

UND vor allem: Wie lange nimmt eine Urlaubsplanung in Anspruch?

Klar: Die meisten werden sagen, dass es bei jedem anders ist - aber mich interessieren eben viele verschiedene Erfahrungen, damit ich am Ende nicht wie der Ochse vor’m Berg stehe.

Hi,

Deine Frage ist zuuuuu offen gestellt :smile:

Deine Reisedauer dürfte auch von dem Budget abhängen, welches Du auszugeben bereit bist, ebenso das Programm, welches Du zusammenstellst, hängt von Deinen Vorlieben ab. Die Staaten sind zu groß um sie je im Leben ganz zu sehen, und Du hast erstmal nur 1 Urlaub :smile: Da mußt Du also eine Auswahl treffen.

Du kannst geführte Reisen machen, da gibt’s wiederum alles, vom Luxusarrangement bis zur Gruppenreise im VW-Bus mit Zelt und bunt zusammengewürfelter Reisegruppe mit Freaks aus aller Welt - man pennt im Zelt, kocht auf Campinggeschirr und die Truppe bespricht untereinander wie das Programm genau verlaufen soll; vorgegeben ist nur daß man z. B. in 6 Wochen quer durch die USA reist. Meine Schwester hat 2 solcher Touren mitgemacht und war hellauf begeistert. Es ist nicht jedermanns Sache, aber intensiver kannste das Land nicht kennenlernen.
Oder Du gehst eben auf eigene Faust auf Tour.

Was Du grundsätzlich haben mußt ist eine Kreditkarte, ohne stehst Du in den Staaten auf verlorenem Posten. Bargeld ist weit weniger beliebt als hier bei uns.

Auch ein Muß: Auslandskrankenversicherung.

Wenn Du die Reise/das Flugticket bereits mit der Kreditkarte zahlst hast Du bei vielen Kartenanbietern bereits eine Reiserücktrittskostenversicherung oder Auslandskrankenschutz. Informiere Dich bei Deinem Kreditkarten-Institut wie die Zusatzleistungen ausschauen.
Auch wichtig: Achte darauf wieviel Du für Zahlungen außerhalb des Euro-Landes an Provision zahlen mußt. Verlangt Deine Bank 1,5 oder noch mehr % des Umsatzes würde ich mir auf jeden Fall eine andere Kreditkarte holen, bei der Du nur 1% des Umsatzes zahlst. Sowas rechnet sich trotz der eventuellen zusätzlichen Jahresgebühr rasend schnell.
Falls Du Dir eine Karte neu beschaffen mußt achte wie geschrieben auf geringe Auslandsprovision und Zusatzleistungen, die für Dich Sinn machen, natürlich auch auf eine geringe Jahresgebühr (falls nicht kostenlos im 1. Jahr). Probiere die Karte vorher hierzulande aus - nix ist schlimmer als in den USA an der Kasse zu stehen und zu merken: die Karte funzt nicht…

Wenn Du alleine unterwegs bist brauchst Du vermutlich einen Mietwagen. Unter öffentlichem Nahverkehr versteht man, wenn Du nicht gerade in New York City bist, im allgemeinen das eigene Auto :smile: Buche den Wagen am besten von hier aus, das kommt billiger als wenn Du erst am Airport in den USA ein Auto anmietest.

Beim Flug achte darauf welche Umsteigeverbindungen Du bei den in Frage kommenden Airlines hast. 50 EUR Preisunterschied sind die eine Sache, die andere ist ob Du z. B. auf dem Rückweg nach durchflogener und nicht durchschlafener Nacht stundenlang auf Deinen Weiterflug zurück nach D warten mußt. Schon mancher hat da totmüde die gesparten 50 EUR verflucht und sich gewünscht er hätte jetzt nicht 8 Stunden Wartezeit, sondern eine zeitnahe Verbindung nach Hause…

Sonst fällt mir spontan nix mehr ein…

Gruß,

MecFleih

Hallo, Molika!
Ich schliesse mich MecFleih voll an! Gaaaaaaaaaaaaaaaanz besondes was die Unfall- und Krankenversicherung anbelangt. In USA muß Du das wirklcih haben. Für mich ist es genauso wichtig wie der Flugticket. Bitte überlege es Dir ganz gut!!!

Ansonsten wie auch MecFleih sagte, ist Deine Frage viiiiiiiiel zu offen gestellt, als daß man Dir hätte eine Antwort geben können: Vielleicht gibt’s uns ein bißchen bescheid wofür Du dich interessierst, oder was Deine Hobbies hier sind… Denn USA hat wirklich für jeder was zu bieten!

Auch Dein Budget wird für die Plannung eine große Rolle spielen. Es ist ein riesen Unterschied ob Du 200 EUR/Tag zum ausgeben hast oder eben nur 30… Dann fällt Dein Urlaub ganz anders aus.

Aber was MecFleih nicht erwähnt hat (hängt aber von Dein Budget und von Deinen Interessen ab) ist die Möglichkeit, wie du innerhalb der USA reisen magst: Ich kenne auch die Möglichkeit, daß du hier in einem heimischen Reisebüro einen „Heft“ kaufst, die Dir 5, 10 oder 15 Flüge
innerhalb der sog. „Continental US“ erlaubt. Erst dort entscheidest Du wohin Du fliegst. Denn bei den Entfernungen und die Größe des Landes, je nachdem was du sehen willst, wirst Du ewig im Auto sitzen statt das zu machen, was Dir gefällt.

Bitte gib uns mehr Anhaltspunkte!!!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo,

wie erfahren und risikofreudig bist du? Würde es dir Angst machen alleine im Auto durch die Gegend zu fahren, bzw. hast du einen/mehrere Mitreisende? Brauchst du feste Vorgaben, oder traust du dir zu einfach auf eigene Faust loszuziehen, bist nicht traurig, wenn du die Massentouristen-Falle X nicht gesehen hast, dafür aber die lauschigen Plätzchen Y und Z gefunden hast, an denen noch kein Bekannter war?

Ich habe mehrere entsprechende Touren alleine und mit meiner damaligen Kollegin und heutigen Frau gemacht und kann hierzu mal folgende Richtschnur geben, zumal ich insbesonder auch eine Tour von den großen Seen gestartet habe und innerhalb von drei Wochen an die Ostküste und zurückgetourt bin.

Zunächst einmal besorgst du dir einen amerikanischen Straßenatlas. Den gibt es auch hier in jeder Buchhandlung. Dazu dann noch ein oder mehrere Reiseführer für die grobe Gegend, die du bereisen willst. Blättere die Dinger mehr oder weniger intensiv durch und markiere dir einige Dinge, die du gerne sehen möchtest. Die markiert du auf einer großen Übersichtskarte im Atlas und suchst jetzt eine Schleife die diese Punkte verbindet. Auf der Schleife sollte dann auch noch eine/mehrere Städte mit internationalem Flughafen sein. Rechne die Entfernungen kritisch, überlege, wo du ggf. Abkürzungen machen kannst, wieviel du maximal pro Tag fahren möchtest, wo du ungefähr übernachten willst, und wie lange die Reise ungefähr dauern soll.

Jetzt ins Reisebüro/Internet und ein Fly-and-Drive Angebot aussuchen (Tipp von mir, wenn du auch eine Ecke von Kanada sehen willst, fliege über Kanada und nehme den Mietwagen dort, dies ist üblicherweise billiger und die Einreise in die USA auf dem Landweg ist kein Problem). Damit deckst du die Kosten für Flug und Mietwagen günstig ab. Es reicht das kleinste Mietwagenmodell. Die sind üblicherweise am Flughafen ohnehin nicht vorrätig und bei Vorausbuchung bekommst du dann ohne Mehrkosten einen größeren Wagen.

Dann kannst du für die erste Nacht schon mal eine Unterkunft über das Internet ausmachen. Hast du eine private Anlaufstelle in den USA, um so besser. Und dann einfach losfliegen und ins Auto setzen. Je nach Geschmack und Geldbeutel kannst du für die Übernachtungen die Motelketten nutzen (ggf. vorab ein Gutscheinheft kaufen) oder Bed & Breakfast machen, was ich gerade als Alleinreisender immer bevorzugen würde, weil du innerhalb weniger Minuten vom Gastgeber in alle Geheimnisse der Gegend eingeweiht wirst. B&B-Führer gibt es übrigens gratis an den Tourist-Informations an den Staatsgrenzen der Interstates und Flughäfen, … Ich miete mir immer ein Handy, weil in einsameren Gegenden die Strecken zwischen den verschiedenen B&Bs einer Gegend oft weit sind, und man dann am Nachmittag schon mal telefonisch vorfragen kann, wo man die Nacht bleiben kann.

Gruß und viel Spaß vom Wiz

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HALLO!
Zunächst einmal danke für eure bisherigen Antworten.

Also reisen würde ich gerne mit 1-2 weitern Personen (Mai oder August 2005). Wie lange? Drei Wochen, wenn die 2. Person mitfliegt - ansonsten gerne 4 Wochen.
Ich bin weiblich, Person 1 ist weiblich, Person 2 ist männlich.

Hauptziel: Verwandte (von Person 1 und mir) besuchen - ich kenn die noch gar nicht persönlich - naja ich war damals viiiel zu jung, um mich an die Leute zu erinnern UND natürlich ein bisschen das Land erkunden.
Ich möchte nicht drei/vier Wochen nur bei den Verwandten (in Milwaukee) verbringen, sondern auch ein bisschen was vom Land sehen. Was ist mir ziemlich egal, es soll sich halt lohnen, die Reise gemacht zu haben. Ich denke insbesondere an die Niagarafälle, Städte wie Chicago, vielleicht mal eine typische Sportveranstaltung, …

Ich möchte aber nicht nur ausschließlich Sehenswürdigkeiten besichtigen - sondern mich auch mal richtig erholen (z.B. in den Bergen - Kanada ist auch interessant). Was ich nicht möchte ist eine Strand/Urlaubsatmosphäre wie am Ballermann auf Mallorca oder so. Also keine super Massentourismusziele. Würde gerne irgendetwas besichtigen / besuchen, wo man mit jungen Amerikanern in Kontakt kommen kann.

Mietwagen - klingt super - aber ist das nicht ein bisschen gefährlich, alleine über diese typischen Straßen, die absolut nicht enden wollen und abseits jeglicher Zivilisation liegen, zu fahren.

Man bekommt im Fernsehn häufig mit, dass man dort in brenzlige Situationen kommen kann.
Ist vielleicht nur ein Klischee, aber man macht sich halt so seine Gedanken.

Zum Geld: Wieviel Geld sollte man mitnehmen? wie teuer sind die Übernachtungen (würde mich als anpsruchlos bezeichnen, solange die Unterkunft sauber und sicher ist.
Habe an ca. 2000 EUR zzgl. Flugtickets gedacht (ist nur für mich gedacht, wieviel die anderen mitnehmen würden, weiss ich nicht) Ist das zu wenig? Habe so etwas bisher noch nicht gemacht, weiss also nicht, was man so braucht.

Es wäre ja auch Übernachtungen bei den Verwandten möglich - nicht nur in Hotels, Motels, etc.

Inlandsflüge: Vielleicht mal nach Las Vegas und in eine andere bekannte Großstadt.
Aber so ein richtiges Programm über Reiseveranstalter für mehrere Wochen muss nicht sein - vielleicht mal Tagestrips oder eine Wochenendfahrt.

Hi,

Zum Geld: Wieviel Geld sollte man mitnehmen? wie teuer sind
die Übernachtungen (würde mich als anpsruchlos bezeichnen,
solange die Unterkunft sauber und sicher ist.
Habe an ca. 2000 EUR zzgl. Flugtickets gedacht (ist nur für
mich gedacht, wieviel die anderen mitnehmen würden, weiss ich
nicht) Ist das zu wenig? Habe so etwas bisher noch nicht
gemacht, weiss also nicht, was man so braucht.

Um Gottes Willen! Hier ist nochmal der Hinweis auf die Kreditkarte angebracht. Der Ami zahlt (ich sag’ das mal so salopp) alles über 10 EUR Warenwert mit Plastikgeld.
Die Philosophie ist daß jemand, der eine Kreditkarte von einer Bank bekommt, offensichtlich zuverlässig ist, außerdem kann sich der Händler zur Begleichung seiner Kosten später an die entsprechende Bank halten und hat insofern eine sichere Zahlungsquelle - deswegen sieht man es gerne wenn der Kunde mit Kreditkarte zahlt.
Diese Art der Zahlung ist in den Staaten so gang und gäbe wie hier Bargeld.

Wenn Du mit in den Staaten mit Bargeld ankommst macht Dich das in den Augen des Amis „verdächtig“, denn offenbar traut Deine Bank Dir nicht und Du mußt „Tagelöhnermäßig“ per Barkasse wirtschaften. Bei der Anmietung von Hotelzimmern oder der Anmietung eines Autos brauchst Du zwingend eine Kreditkarte - wenn Du keine hast wirst Du im Freien pennen und zu Fuß herumlaufen.

Darüber hinaus gilt der Dollar als nicht besonders fälschungssicher. Es ist sehr viel Falschgeld im Umlauf und auch das macht es nicht gerade ratsam mit Bargeld herumzurennen. Auf Dollarnoten mit mehr als 20$ Nennwert wirst Du sitzenbleiben weil Dir keine höherwertige, häufig falsche Scheine abnehmen will. Ein bißchen Bargeld solltest Du immer dabeihaben, z. B. als Trinkgeld (tip). Dann aber bitte nur kleine Noten mitführen.

Wenn Du 2000 EUR in kleinen Scheinen mitnehmen wolltest wäre das nicht nur bei einem Überfall ungünstig. Erstens wäre Dein ganzes Geld weg und zweitens müßtest Du während der ganzen Reise einen eigenen Koffer mit Dollarscheinen mitführen :smile:

Insofern kommst Du nicht um eine Kreditkarte herum.

Nochmal zum Trinkgeld: Du wirst erleben daß Dienstleister freundlicher und bemühter sind als man das aus der Servicewüste Deutschland kennt. Dafür erwarten Sie Trinkgeld, und Du solltest verstehen daß dieses Trinkgeld häufig keine „nette Dreingabe“ ist, wie bei uns. Sondern das Trinkgeld ist Bestandteil des Gehalts und Du bezahlst Kellner etc. insofern auch teilweise direkt. Wenn also jemand schlechten Service bietet und Du ihm das Trinkgeld verweigerst oder kürzt schmälert das ganz konkret seinen Verdienst. Umgekehrt solltest Du jemandem, der sich bemüht hat, nicht um sein verdientes Gehalt bringen.

Schöne Grüße,

MecFleih

Es wäre ja auch Übernachtungen bei den Verwandten möglich -
nicht nur in Hotels, Motels, etc.

Inlandsflüge: Vielleicht mal nach Las Vegas und in eine andere
bekannte Großstadt.
Aber so ein richtiges Programm über Reiseveranstalter für
mehrere Wochen muss nicht sein - vielleicht mal Tagestrips
oder eine Wochenendfahrt.

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Hi Molika,

besorg Dir doch mal zwei Kataloge aus dem Reisebüro: Den DERTOUR USA und den STUDIOSUS-Studienreisen Fern.

In beiden Katalogen findest Du Rundreisen an denen Du Dich bei Deiner Planung sehr gut orientieren kannst. Es werden Routen angeboten Die Du ohne Probpleme mit dem Wagen nachfahren kannst. Im DERTOUR gibt es die Touren auch als „Packagetouren“ d.h. es werden vorgebuchte Übernachtungen angeboten. Anhand dieser Touren kannst Du in etwa abschätzen wie hoch die Kosten für die Übernachtungen sind. Auch sind Mietwagenangebote drin so dass Dir nach der Lektüre einige Sachen klarer sein werden.

Ausserdem empfehle ich Dir, bei ernsthafter Planung, die Lektüre eines guten Reiseführers. All Deine Fragen werden wir Dir hier nur schwer beantworten können - der Reiseführer ist da die bessere Hilfe.

Wenn Du als Anfangsziel Michigan hast dann würde ich bei einer drei- bis vierwöchigen Tour nicht noch einen Inlandsflug richtung Westen einbauen („Kanadas Berge“). Das ist zu Zeitaufwendig und zu teuer. Beschränke Dich auf die großen Seen, Toronto, Niagara, und überlege dann ob Du eher für Natur (Nordost, Cape Cod, Hyannis, evtl. Nova Scotia) oder für Städte (Südöstlich, New York, Washington) bist.

Fahren auf den „unendlichen Strecken“ ist überhaupt nicht gefährlich. Wenn dann schon eher in den Städten wenn Du ins falsche Viertel gerätst. Aber groß dramatisch würde ich das nicht sehen.

Bye
Rolf

Hallo Rolf,
danke für deine Vorschläge, Tipps und Anregungen.
Werde mal am Wochenende die ersten Kataloge suchen. Leider ist mein Internet zu Hause lahmgelegt - sonst könnte ich dort auch noch ein bisschen rumstöbern.
Es ist halt so: ES ist das erste Mal, dass es keine Pauschalreise sein soll. Aber WIE packt man das ganze an?
Bin halt ziemlich unsicher - gerade was die Kosten angeht.
Bin leider nur Durchschnittsverdienerin ohne riesige Ersparnisse und kann schwer abschätzen, was mich drüben erwartet - wie viel Geld ich mitnehmen sollte, …
Also vielen Dank für deine Antwort!
LG
Molika

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Also ich wollte ehrlich gesagt gar kein Bargeld mitnehmen - vielmehr suche ich Anhaltspunkte, wie teuer so ein Urlaub (ohne Flugpreise) ist. Also wieviel Geld ich für Übernachtung, Essen, etc. einplanen sollte.
Bin nur Durchschnittsverdienerin - also wird es kein Luxusurlaub!

Trotzdem DANKE für die Hinweise.
(Überlege gerade, wie viel 2000 EUR oder Dollar in Geldscheinen ausmacht - passt das in eine Hand? *g*)

Gruß
Molika

Um Gottes Willen! Hier ist nochmal der Hinweis auf die
Kreditkarte angebracht. Der Ami zahlt (ich sag’ das mal so
salopp) alles über 10 EUR Warenwert mit Plastikgeld.
Die Philosophie ist daß jemand, der eine Kreditkarte von einer
Bank bekommt, offensichtlich zuverlässig ist, außerdem kann
sich der Händler zur Begleichung seiner Kosten später an die
entsprechende Bank halten und hat insofern eine sichere
Zahlungsquelle - deswegen sieht man es gerne wenn der Kunde
mit Kreditkarte zahlt.
Diese Art der Zahlung ist in den Staaten so gang und gäbe wie
hier Bargeld.

Wenn Du mit in den Staaten mit Bargeld ankommst macht Dich das
in den Augen des Amis „verdächtig“, denn offenbar traut Deine
Bank Dir nicht und Du mußt „Tagelöhnermäßig“ per Barkasse
wirtschaften. Bei der Anmietung von Hotelzimmern oder der
Anmietung eines Autos brauchst Du zwingend eine Kreditkarte -
wenn Du keine hast wirst Du im Freien pennen und zu Fuß
herumlaufen.

Darüber hinaus gilt der Dollar als nicht besonders
fälschungssicher. Es ist sehr viel Falschgeld im Umlauf und
auch das macht es nicht gerade ratsam mit Bargeld
herumzurennen. Auf Dollarnoten mit mehr als 20$ Nennwert wirst
Du sitzenbleiben weil Dir keine höherwertige, häufig falsche
Scheine abnehmen will. Ein bißchen Bargeld solltest Du immer
dabeihaben, z. B. als Trinkgeld (tip). Dann aber bitte nur
kleine Noten mitführen.

Wenn Du 2000 EUR in kleinen Scheinen mitnehmen wolltest wäre
das nicht nur bei einem Überfall ungünstig. Erstens wäre Dein
ganzes Geld weg und zweitens müßtest Du während der ganzen
Reise einen eigenen Koffer mit Dollarscheinen mitführen :smile:

Insofern kommst Du nicht um eine Kreditkarte herum.

Nochmal zum Trinkgeld: Du wirst erleben daß Dienstleister
freundlicher und bemühter sind als man das aus der
Servicewüste Deutschland kennt. Dafür erwarten Sie Trinkgeld,
und Du solltest verstehen daß dieses Trinkgeld häufig keine
„nette Dreingabe“ ist, wie bei uns. Sondern das Trinkgeld ist
Bestandteil des Gehalts und Du bezahlst Kellner etc. insofern
auch teilweise direkt. Wenn also jemand schlechten Service
bietet und Du ihm das Trinkgeld verweigerst oder kürzt
schmälert das ganz konkret seinen Verdienst. Umgekehrt
solltest Du jemandem, der sich bemüht hat, nicht um sein
verdientes Gehalt bringen.

Schöne Grüße,

MecFleih

Es wäre ja auch Übernachtungen bei den Verwandten möglich -
nicht nur in Hotels, Motels, etc.

Inlandsflüge: Vielleicht mal nach Las Vegas und in eine andere
bekannte Großstadt.
Aber so ein richtiges Programm über Reiseveranstalter für
mehrere Wochen muss nicht sein - vielleicht mal Tagestrips
oder eine Wochenendfahrt.

Hallo nochmal,

nachdem du ja nun etwas mehr „die Hosen runtergelassen hast“ würde ich mich auch Rolfs Hinweis anschließen und mich auf die Gegend rund um die großen Seen beschränken. Mit zwei Personen bist du sehr flexibel, mit dreien eigentlich auch noch, und daher kann man in dieser Gegend normalerweise ohne Vorausbuchungen von Zimmern klar kommen. Wobei ich dir in der Ecke ein Haus mal nahelegen möchte, was ich vor Jahren mal besucht habe und der Traum des historischen amerikanischen B&B schlechthin in der Ecke sein dürfte: The Victorian Villa in von Ron Gibson: http://avictorianvilla.com. Falls du hin kommst, grüß mir Ron, ich versuche seit Jahren wieder vorbei zu schauen, habe es aber einfach noch nicht geschafft. Und frag ihn nach dem Italiener im Nachbarort zu dem er mich damals geschickt hat, die Wucht in Tüten. Das wäre ein Abend so richtig zum genießen. Wenn du kurz vor Anreise anrufst, macht Ron dir sicher auch einen frischen Eistee (nein, nicht das Zug aus der Tüte).

Um auf den Hinweis mit dem Start in Kanada zurückzukommen, würde sich an den großen Seen natürlich Toronto anbieten. Soll sehr schön sein, war leider noch nicht da. Ansonsten natürlich Chicago besuchen und die Niagarafälle (auf jeden Fall von der kanadischen Seite!). Detroit mit dem Henry-Ford Museum und dem Living Museum nebenan ist auch einen Abstecher wert. Willst du einen weiteren Bogen fahren, bieten sich auch NYC, Boston und Plymouth an der Ostküste an. Dort hätte ich dann noch den wichtigsten Konkurrenten von Ron zum Thema besten B&B in den USA zu nennen: Another Place Inn von Carol Barnes http://www.anotherplaceinn.com Wer ihr Frühstück noch nicht gegessen hat, weiß nicht, was ein Frühstück sein kann (inkl. altem Porzellan und Silberbesteck). Wir sind damals einige Monate später auf einem Shopping-Tripp nach NYC extra noch mal Richtung Plymouth gefahren

Mit deinem Kostenrahmen solltest du hinkommen, gerade in Kanada lebt es sich recht billig, und auch die Gegend rund um die großen Seen ist nicht so teuer, wenn man nicht gerade mitten in der Stadt in einer Luxusherberge wohnen will.

Ansonsten schau doch mal auf meiner Webseite unter http://www.joerglemmer.de/canadausa1999.htm vorbei, da habe ich dann die nächste Reise (Ostküste Kanada/USA) im Detail beschrieben, mit jeder Menge weiterer Tipps. Autofahren in den USA und Kanada ist übrigens außerhalb der Großstädte sehr entspannend und sicher. Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzen „fines doubled in workzones“ kann sonst schnell teuer werden und denke in weniger bevölkerten Gegenden an Wildtiere (insbesondere bei Nacht) und daran, dass man jede Tankstelle anfährt, egal wie voll der Tank noch ist, 1/2 ist Minimum).

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo,

ich war jetzt schon einige Male drüben. Als Anhaltspunkte kann ich Dir geben:
Motel=ca. 30-35$ / Nacht
Sprit=ca. 1,70$ / Gallone
Essen&Trinken = ein wenig teurer als in Deutschland
Falls Du nationalparks besichtigen möchtest: Eintritt 10-20$ (der Golden Eagle Pass kostet 50$ pro Wagen und gilt ein ganzes Jahr für alle Nationalparks)
Disneyland / Universal Studios: 45$

Wenn Du noch mehr wissen möchtest sag mir Bescheid…

Gruss
Christian

Hallo,
ich würde Dir den Mietwagen auf jeden Fall empfehlen. Gerade wenn Du unabhängig sein willst. Ich habe das auch gemacht (mein ganzes Geld ins Auto gesteckt) und dann drin geschlafen. Von Zeit zu Zeit in ein Hostel. Hier und da gibts welche. Besorg Dir vor Ort den Let´s Go. Oder geh iun ne große Buchhandlung und schreib Dir alles wichtige raus.
Auto ist auf jeden Fall besser als der Greyhound Bus. In den meisten Gegenden hängst Du ohne Auto einfach fest.

Viel Spaß