USA Totalpleite vs. Gewinn und Verluste

Hallo,
also die USA könnten ja die Totalpleite erleben, sagen wir Staatsbankrott
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/12/2…

Klingt unwahrscheinlich, aber es gab auch mal Berater die gesagten haben es sei unwahrscheinlich, dass die zertifikatherausgebende Bank Pleite gehen könne. Der Rest ist inzwischen Geschichte. Nun denn.
Was passiert auf den Märkten? Wo geht der Dollarkurs hin? Wer verliert und wer gewinnt? Aktien, Rohstoffe?

Sollte man überhaupt noch in den amerikanischen Markt reingehen?

Hallo,

also die USA könnten ja die Totalpleite erleben, sagen wir
Staatsbankrott
Klingt unwahrscheinlich, aber es gab auch mal Berater die
gesagten haben es sei unwahrscheinlich, dass die
zertifikatherausgebende Bank Pleite gehen könne. Der Rest ist
inzwischen Geschichte. Nun denn.
Was passiert auf den Märkten? Wo geht der Dollarkurs hin? Wer
verliert und wer gewinnt? Aktien, Rohstoffe?

Sollte das wirklich eintreten, dann war die Finanzkrise wahrscheinlich ein Kindergeburtstag gegen das, was uns dann erwartet. Die Bedeutung der USA und des USD für die Finanzwelt und die Weltwirtschaft ist gigantisch.
Aber in diesem Fall ist pleite schon relativ. Wenn die Amis den Chinesen heute sorgen: Hört mal, Eure Staatsanleihen von uns sind morgen nur noch die hälfte wert. Wenns Euch nicht passt, kommt Euch doch Eure Kohle holen! WIR haben 50% des weltweiten Militäretats… .
Sind sie dann pleite???

Sollte man überhaupt noch in den amerikanischen Markt
reingehen?

Wenn Du ein Vermögensverwalter oder Fondsmanager bist, der am MSCI-World Index gemessen wird, dann kommst Du nicht drumherum. Weil dieser nach der Marktkapitalisierung zusammengestzt ist, spielt die USA dort eine entscheidende Rolle.
Als Privatanleger muss man sich das sehr genau überlegen. Kann die angenommene größere Flexibilität der US-Wirtschaft das Währungsrisiko durch den USD ausgleichen?
In den letzten 10 Jahren nicht.
Ein konservativer Anleger sollte aus meiner Sicht im Euroland bleiben. Wenn er mehr dynamik will, würde ich eher 10% Schwellenländer als 20% USA beimischen.
Aber das ist Geschmackssache.

Gruß vom Moey-Schorsch

Hallo,

nicht erst seit heute hängt die Zahlungsfähigkeit der meisten Staaten davon ab, daß sie an de Kapitalmärkten Kredite aufnehmen können, um damit Zinsen und Tilgung der alten Kredite bezahlt werden können (von neuen Ausgaben mal abgesehen).

Europäischen und nordamerikanischen Staaten war bisher eine praktisch unbegrenzte Kreditaufnahme möglich, auch wenn die Schulden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien schon lange beachtliche Höhen erreicht hatten. Ursache ist das unbegrenzte aber unbegründete Vertrauen darin, daß das auf ewig so weitergehen wird.

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftkrise haben aber einige Staaten mit den bisherigen stillschweigend vereinbarten Konventionen gebrochen, die da lauteten: mach die Märkte nicht verrückt, steigere die Neuverschuldung in etwa so stark wie die Wirtschaft wächst und wenn es mal mehr ist, hab einen guten Grund.

Daß im Moment überhaupt noch hinreichend Investoren gefunden werden, die die Emissionen einiger Länder abnehmen, liegt an den niedrigen Zinsen für die Refinanzierung der Kreditinstitute und der Liquiditätsschwemme – beides durch die Zentralbanken gesteuert.

Was passiert auf den Märkten? Wo geht der Dollarkurs hin? Wer
verliert und wer gewinnt? Aktien, Rohstoffe?

Wenn es bei den US-Anleihen zu Absatzschwierigkeiten kommt, wird es zu einem Angebotschub kommen. Im Ergebnis fallen die Kurse der Anleihen, was zu zusätzlichen Verkäufen und letztlich einer weltweiten Panik führen wird. Nach den US-Anleihen wird sowohl der Dollar ggü. anderen Währungen massiv an Wert verlieren (wer US-Anleihen nicht mehr behalten will, braucht auch keine US-Dollar) fallen als auch die Kurse der Anleihe anderer Staaten, denn wenn man schon die USA nicht mehr für einen akzeptablen Schuldner hält, wen dann noch…? Deren Währungen werden ggü. anderen Währungen auch an Wert verlieren.

Die dabei stattfindende Wertevernichtung wird auch vor den Aktien nicht haltmachen, denn wer seine vermeintlich liquiden Anleihebestände nicht mehr zu (genug) Geld machen konnte, holt sich die Kohle da, wo er sie noch bekommen kann.

Kurzum: es wird ein gewaltiges Gemetzel geben, das alle Anlageklassen und die meisten Länder betreffen wird. Das interessante ist, daß damit eigentlich viele rechnen, nur nicht entsprechend handeln können, weil es ihnen dann die Rendite versaute. Also rennt man dem Trend hinterher, ohne sich um die offensichtlichen Gefahren zu kümmern. Nur so ist es zu erklären, daß der DAX in den letzten 9 Monaten 65% an Wert gewinnen konnte. Daß das eine liquiditätsgetriebene Blase ist, weiß eigentlich auch jeder, aber … s.o.

Da die Finanzmärkte dazu neigen, auf geänderte Umstände nicht allmählich, sondern ganz plötzlich zu reagieren, werden sich die Anzeichen über die Zeit hinweg mehren, ohne daß etwas passiert. Aus dem Grund ist auch klar, daß das ganze noch eine Weile so weitergehen kann.

Sollte man überhaupt noch in den amerikanischen Markt
reingehen?

Wenn man glaubt, daß man die Trendwende eher erkennt als die Kapitalmärkte, klar.

Gruß
Christian

Hallo,

Wenn es bei den US-Anleihen zu Absatzschwierigkeiten kommt,
wird es zu einem Angebotschub kommen. Im Ergebnis fallen die
Kurse der Anleihen, was zu zusätzlichen Verkäufen und
letztlich einer weltweiten Panik führen wird. Nach den
US-Anleihen wird sowohl der Dollar ggü. anderen Währungen
massiv an Wert verlieren (wer US-Anleihen nicht mehr behalten
will, braucht auch keine US-Dollar) fallen als auch die Kurse
der Anleihe anderer Staaten, denn wenn man schon die USA nicht
mehr für einen akzeptablen Schuldner hält, wen dann noch…?
Deren Währungen werden ggü. anderen Währungen auch an Wert
verlieren.

Also alle Währungen werten gegenüber den anderen ab? Welche sind dann die, die nicht abwerten?

Die dabei stattfindende Wertevernichtung wird auch vor den
Aktien nicht haltmachen, denn wer seine vermeintlich liquiden
Anleihebestände nicht mehr zu (genug) Geld machen konnte, holt
sich die Kohle da, wo er sie noch bekommen kann.

Welche Werte werden vernichtet? Meiner Meinung nach wird nur der Glaube an den Wert bedruckten Papiers vernichtet. Die Kurse aller Aktien müssen deswegen nicht zwangsläufig sinken. Die sinken wahrscheinlich „nur“ wegen etwas schlechterer Zukunftsaussichten.

Grüße

Hallo,

will, braucht auch keine US-Dollar) fallen als auch die Kurse
der Anleihe anderer Staaten, denn wenn man schon die USA nicht
mehr für einen akzeptablen Schuldner hält, wen dann noch…?
Deren Währungen werden ggü. anderen Währungen auch an Wert
verlieren.

Also alle Währungen werten gegenüber den anderen ab? Welche
sind dann die, die nicht abwerten?

von „allen“ war nicht die Rede. Welche übrig bleiben, habe ich bewußt ausgelassen, weil ich das nicht weiß. Sollten tatsächlich alle betroffen sein, fallen die Währungen gegenüber anderen unterschiedlich stark. Einzig Edelmetalle und andere Rohstoffe dürften dann steigen.

Die dabei stattfindende Wertevernichtung wird auch vor den
Aktien nicht haltmachen, denn wer seine vermeintlich liquiden
Anleihebestände nicht mehr zu (genug) Geld machen konnte, holt
sich die Kohle da, wo er sie noch bekommen kann.

Welche Werte werden vernichtet? Meiner Meinung nach wird nur
der Glaube an den Wert bedruckten Papiers vernichtet.

Meinst Du nur Geld? Das sehe ich anders. Wenn Aktien und (Staats)Anleihen im Kurs fallen, fällt logischerweise auch die dahinterstehenden Unternehmenswerte und die Bewertung von Volkswirtschaften.

Die
Kurse aller Aktien müssen deswegen nicht zwangsläufig sinken.
Die sinken wahrscheinlich „nur“ wegen etwas schlechterer
Zukunftsaussichten.

Das sowieso aber eben auch wegen der Liquidierung der Positionen, um Liquidität zu generieren.

Gruß
Christian

Then they slashed the Dollar in half

Aber in diesem Fall ist pleite schon relativ. Wenn die Amis
den Chinesen heute sorgen: Hört mal, Eure Staatsanleihen von
uns sind morgen nur noch die hälfte wert.

Welchselbiges in den 1980er-Jahren gegenüber Japan geschehen ist.

Gruß

Japan