Hallo!
Ich habe folgendes Problem: Ich möchte ein Messgerät über ein USB/GPIB-Adapter ansteuern und dazu ein MS-DOS-Programm benutzen. Ich benutze Win XP Professional.
Bei dem USB/GPIB-Adpater von National Instruments http://sine.ni.com/nips/cds/view/p/lang/de/nid/201586 hat das erst nicht funktioniert. Das DOS-Programm konnte einfach keine Verbindung zu dem Gerät aufbauen. Dann habe ich herausgefunden, dass man in der Datei C:\windows\system32\config.nt (die von der Treibersoftware des Adapters bereits verändert wurde) manuell die Zeile „REM device=\doswin16\gpib-nt.com“ durch Entfernen des REM dekommentieren muss.
Danach hat die Ansteuerung des Messgerätes mit dem DOS-Programm funktioniert.
Nun habe ich aber den USB/GPIB-Adapter von Agilent http://www.techsoft.de/htbasic/german/82357a.shtml zur Verfügung und möchte das selbe mit diesem Adapter machen. Wie erwartet, kann aber das DOS-Programm das Messgerät wieder nicht finden. Weiß jemand vielleicht, was man bei dem Agilent-Adpater machen muss, damit er von einer DOS-Anwendung angesprochen werden kann ?
Vielen Dank schon mal,
Christian
PS: Weiß nicht, ob das das richtige Forum für diese Frage ist.
Nun habe ich aber den USB/GPIB-Adapter von Agilent
http://www.techsoft.de/htbasic/german/82357a.shtml zur
Verfügung und möchte das selbe mit diesem Adapter machen. Wie
erwartet, kann aber das DOS-Programm das Messgerät wieder
nicht finden.
Hallo Christian,
laut Beschreibung wird Software mitgeliefert für W98 bis XP oder Vista, nicht für DOS. Ich halte es daher für sicher, dass du diesen Adapter unter DOS nicht zum Laufen bringst, sowenig wie eine heutige Grafikkarte oder andere moderne Hardware.
Gruss Reinhard
Hallo Reinhard,
es ist klar, dass die Treibersoftware nicht unter DOS läuft. Bei dem Adapter von National Instruments ist es genau so, die mitgelieferte Software läuft nur unter Windows. Nach deren Installation kann jedoch auch ein DOS-Programm den Adapter ansprechen! Und auch dort steht, dass die Software nur unter Vista/2000/XP läuft.
Ich bin mir sicher, dass auch der Agilent-Adapter von einem DOS-Programm angesprochen werden kann, die Frage ist nur wie?
Gruß Christian
Hallo,
das von dir erwähnte „device=\doswin16\gpib-nt.com“ ist ein residentes DOS-Programm, das den Zugriff von DOS auf GPIB ermöglicht. Ich bin davon ausgegangen, dass diese Software mit dem vorherigen Adapter geliefert wurde. Ist beim Agilent-Adapter nichts dergleichen dabei, so gibt es auch keinen DOS-Zugriff.
Es würde mich ehrlich gesagt auch wundern, wenn ein heutiger Adapter noch DOS unterstützen würde - ausser ein paar wenigen Dinosauriern wie mir weiss ja schon niemand mehr, was ein DOS-TSR überhaupt ist und wie man sowas entwickelt. Ich müsste dazu auch 20 Jahre alte Unterlagen ausgraben, sofern sie überhaupt noch existieren.
DOS-Software kann heute nur mit Standard-Hardware wie LPT und COM arbeiten, weil die von Windows selbst an das 16-Bit-Subsystem durchgereicht wird, aber das hört spätestens mit Vista 64 auch auf.
Gruss Reinhard
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Hallo Reinhard!
das von dir erwähnte
„device=\doswin16\gpib-nt.com“ ist ein residentes
DOS-Programm, das den Zugriff von DOS auf GPIB ermöglicht. Ich
bin davon ausgegangen, dass diese Software mit dem vorherigen
Adapter geliefert wurde. Ist beim Agilent-Adapter nichts
dergleichen dabei, so gibt es auch keinen DOS-Zugriff.
Ja genauso ist es. Du hast Recht, es wird wohl nicht funktionieren, wenn nicht auch beim neuen Adapter ein DOS-Treiber dabei ist. Das war mir so gar nicht klar, von daher vielen Dank für Deine Antwort!
Ich hab jetzt noch mal den Hersteller angeschrieben, auch wenn wohl nur noch mal eine offizielle Bestätigung kommt, dass DOS-Programme nicht laufen.
Das ist ansich ärgerlich, denn der Messgerätehersteller hat 1991 ein DOS-Programm geschrieben, das seinen Zweck voll erfüllt: Die Messdaten als ASCII-Datei speichern und auf dem Bildschirm ausgeben (das Messgerät hat nämlich keinen Bildschirm). So müssen wir nun leider eine neue Anwendung programmieren.
Moin!
Hab jetzt eine E-Mail von Agilent bekommen, dass man den Adapter nicht unter DOS betreiben kann, da der Treiber in die I/O Library integriert und nicht sepperat verfübar ist. Mit dem letzten Teilsatz kann ich leider nicht viel anfangen, könnte den vielleicht jemand erklären?
Danke!
Hallo,
das ist mehr oder weniger Quatsch - der Treiber steckt in einer Windows-DLL, soviel ist klar, aber wenn er davon getrennt wäre, würde er auch nicht unter DOS laufen, ebensowenig wie unter Linux oder sonst einem Betriebssystem. Man hat halt einen Windows-Treiber geschrieben, aber keinen für DOS.
Gruss Reinhard
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