USV Batteriewechsel

Hallo Leute,

habe vor einiger Zeite eine APC USV (voll funktionsfähig) vor dem Müll gerettet… Das Ding hat mir nun min. 1,5 Jahre treue Dienste geleistet. Jetzt haben aber die vier 12 V/17 Ah Akkus ihren Geist aufgegeben. Da mir APC einen völlig unlukrativen Tausch (alt -> neu) vorgeschlagen hat, habe ich die Idee die vier Akkus durch entsprechend starke (bzw. stärkere) Autobatterien zu ersetzen… Hat jemand von euch bereits eine solche Prozedur hinter sich und kann mir seine Erfahrungen/Probleme schildern…

z.B. Welcher Akkutyp? (Gel/Säure)
Welche Marke? etc…

Technische Daten: APC Smart UPS 2000 max. Abgabe 1500W
Akkutyp bisher: vermutlich Bleigelakkus 12V / 17 Ah
Akkutyp geplant: norm. Autobat. 12V / 36 Ah

MfG Michael

Sollte gehen
Sollte kein Thema sein.

Bleiakkus werden einfach mit konstanter Spannung geladen (13,8V für Autobatterie, bzw. korrekt 14,4V Gasungs-Spannung) und dann stellt die der Ladestrom selbsttätig ein und die Ladung hört auch von selbst auf. Für hohen Strom sind Autobatterien gnadenlos geeignet, also los.

Aber nicht die Säure verschütten! Schwefelsäure ist korridierent und GIFTIG! Also nach dem hantieren immer die Finger waschen.

Stefan Dewald

Hallo Leute, Akkutyp geplant: norm. Autobat. 12V / 36 Ah

moin
nimm besser BleiGEL, dann brauchst du die beim Transport der USV keine gedanken machen

ciao norbert

Vielen Dank für die schnelle Antwort…

Dann werde ich die Batterien mal holen - dabei habe ich an wartungsfreie gedacht ?! inwieweit muss ich bei diesem Typ auf den Gasaustritt beim laden achten?

Können seitens der USV keine Probleme dabei auftreten, dass diese noch (denkt) mit einem Akkupack zu arbeiten der von der Ah-Zahl nur etwa die Hälfte hat?

MfG Michael

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Hallo Michael,

habe dies einmal mit Akkus von Conrad gemacht, die die gleiche Bauform, etc. hatten und recht preisgünstig waren. Leider hatte Conrad aber damals nur Akkus mit einer geringfügig höheren Kapazität. Das Ergebnis: Die Elektronik der Smart-Ups spielte vollkommen verrückt und meinte ständig, die Akks müssten wieder ausgetauscht werden (krähte ständig rum). Auch wurden ständig falsche Messwerte und Warnungen über den Ladezustand an den Server gemeldet, was die Logs massiv aufblähte und es schwer machte echte Alarme von falschen zu unterscheiden. Halte Dich also besser an den Orgiginaltyp, wenn die Smart-UPS Freude machen soll. Die Dinger sind ebens schon ein wenig empfindlicher mit ihrer eigenen Logik als dumme Akkupacks.

Gruß vom Wiz

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Hallo,
wenn ich mich recht erinnere, hat die c’t ( http://www.heise.de/ct ) letztes Jahr beim Test von USVs auch diesen Aspekt gewürdigt. Wenn du den Artikel nicht selbst findest, kann ich gerne nochmal nachsehen, das dauert dann aber :smile:

Cu Rene

nicht ganz richtig

Bleiakkus werden einfach mit konstanter Spannung geladen
(13,8V für Autobatterie, bzw. korrekt 14,4V Gasungs-Spannung)
und dann stellt die der Ladestrom selbsttätig ein und die
Ladung hört auch von selbst auf.

Bleiakkus haben einen sehr niedrigen Innenwiderstand.
Bei Ladung mit konstanter Spannung würde der Strom übermäßig
hoch werden. Das Ladegerät würde wahrscheinlich abrauchen.
Außerdem würde der Akku saumäßig gasen, weil die
eigentliche Umwandlungreaktion nicht unbegrenzt schnell ist.

Bleiakkus werden üblicherweise nicht mit konstanter Spannung
geladen, sondern eher mit einem begrenztem Strom bzw.
Konstantstrom.

In Praxis geht es aber, wenn das Ladegerät einen ausreichend
großen Innenwiderstand hat (kann auch als Vorwiderstand
eingebaut sein, der den Ladestrom begrenzt und dabei das
Ladegerät nicht kaputt geht.

Was aber stimmt, ist die Aussage daß die Ladung von selber
aufhört, wenn die max. Ladespannung genau der Ladeschlußspannung
entspricht.
Bei einer USV wird aber sicher die Ladeschlußspannung von einer
Elektronik überwacht, die die Ladung dann abbricht bzw. auf
Erhaltungsladung umschaltet.
Gruß Uwi

habe dies einmal mit Akkus von Conrad gemacht, die die gleiche
Bauform, etc. hatten und recht preisgünstig waren. Leider
hatte Conrad aber damals nur Akkus mit einer geringfügig
höheren Kapazität. Das Ergebnis: Die Elektronik der Smart-Ups
spielte vollkommen verrückt und meinte ständig, die Akks
müssten wieder ausgetauscht werden (krähte ständig rum). Auch
wurden ständig falsche Messwerte und Warnungen über den
Ladezustand an den Server gemeldet, was die Logs massiv
aufblähte und es schwer machte echte Alarme von falschen zu
unterscheiden.

Hallo,
das ist nicht so richtig einzusehen.
Einen gewissen Kapazitätsunterschied wird die Elektronik nicht
merken.
Was als Ursache aber in Frage kommt:

  1. Die neuen Akkus hatten einen zu hohen Innenwiderstand, so daß
    die Akkuspannung bei Belastung auf zu niedrige Werte
    zusammenbrach. Die Elektronik denkt dann, sie sind leer. Kann
    dann aber nicht laden, weil die Ladeendspannung sofort wieder
    erreicht wird. -> Elekronik denkt dann, die Dinger sind kaputt.
    Der Innewiderstand hängt allerdings auch mit der Kapazität
    zusammen.
  2. Die neuen Akkus entsprachen einer anderen Technologie.
    Z.B. CiCd-Akkus duch Bleiakkus zu ersetzen (oder umgekehrt),
    kann die Ladeelektronik durcheinanderbringen.
    Gruß Uwi

Hallo Uwe,

woran es jetzt so ganz genau gelegen hat, habe ich dann auch nicht mehr überprüft, es waren aber wieder die gleichen versiegelten Bleiakkus und alle anderen Werte mit Ausnahme der Kapazität stimmten auch exakt. Da haben wir es auf diesen Unterschied geschoben, und wie Du ja selbst schreibst, hängt mit dieser ja auch der Innenwiederstand ab, den Du als mögliche Fehlerquelle nennst.

Denke aber, auf die technischen Details kommt es hier weniger an. Das Problem mit den angesprochenen Autobatterien wird sein, dass deren Werte noch weniger auf die feinfühlige Smart-UPS Elektronik passen und man dann ständig das Gehupe um die Ohren hat. Klar, man kann natürlich die ganzen Alarme abstellen und den Summer abklemmen, aber dies kann wohl nicht ganz der Sinn einer Smart-UPS sein. So bekäme ich ja nicht mal einen echten Ausfall mit und hätte überhaupt keine Möglichkeit auf einen Leerlauf der Batterien zu reagieren.

Gruß vom Wiz

Hallo Michael,

du solltest auf alle Fälle Blei-Gel-Akkus verwenden, da Säure-Akkus beim Laden anfangen zu gasen. Diese Gase sind a.) sehr giftig und b.) entsteht beim Laden Knallgas, was in geschlossenen Räumen sehr gefährlich werden kann.

Die passenden Blei-Akkus kannst du bei der Firma Beltrona bekommen http://www.beltrona.de

Viel Erfolg
Manfred

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Können seitens der USV keine Probleme dabei auftreten, dass
diese noch (denkt) mit einem Akkupack zu arbeiten der von der
Ah-Zahl nur etwa die Hälfte hat?

Hallo,
genau das kann das Problem sein.
Wenn die USV eine Leistung an der Last von ca. 400W (PC+Monitor)
bei einem Wirkungsgrad von ca.85% abgibt, dann fließen
immerhin ca. 40A Dauerstrom aus dem Akku.
Der muß dafür ausgelegt sein, sonst bricht die Spannung am Akku
zusammen, der Akku wird heiß. Wenn die USV dann die
Ausgangsspannung ausregelt, wird der Strom noch höher und alles
bricht zusammen.
Beachte also unbedingt, daß der Akku einen Nennstrom hat,
der mind. so groß wie der zu erwartende max. Laststrom sein wird.
Gruß Uwi