Hi
Ich habe einmal einen interessanten Leserbrief in einem Computerspielemagazin (Gamestar) gelesen in dem es darum ging, dass man für jugendgefährdende Spiele/Filme (in erster Linie wegen der Gewalt) beim Psychologen eine Art Ausweis machen kann. Geistlich entwickelt sich ein Mensch ja nicht immer gleich schnell, weshalb die Altersbeschränkung ja nicht gerade die bestmögliche Lösung darstellt. In diesem Ausweis steht dann wie gewalttätig ein Spiel sein darf, das gekauft wird.
Meine Frage an euch: Ginge das? Kann ein Psychologe feststellen, in welchem Maße sich jemand durch gewalthaltigen Medienkonsum negativ verändert?
Vielen Dank an alle Antworten
Apothecarius
Utopie für angehende Eltern
Hi,
bevor man über so etwas nachdenkt schlage ich vor, eine Art Elternführerschein mit vorhergehender intensiver psychologischer Prüfung einzuführen.
Für jeden (sorry) Scheiss braucht man in Deutschland einen Nachweis, dass man es machen darf. Nur Kinder darf jeder in die Welt setzen. Und dann ignorieren (oder schlimmeres).
Ach ja, und wenn wir grade beim Aufblähen der Bürokratie sind: Warum nicht auch gleich einen Befähigungsnachweis für das Benutzen eines Computers mit Internetanschluss. Dann könnte man sich das Viren, Spam und Dialer Brett sparen.
Nur so ein paar Gedanken von mir, wenn ich die Nachrichten sehe 
Grüsse,
Herb
Hi
Hallo,
halte ich meiner Meinung nach für völlig utopisch. Nicht nur, dass ich mich der Meinung von Herb vollends 100pro anschließe.
Nehmen wir an, der Psychologe macht tatsächlich so einen Test. Das kann er ja durchaus machen, ob jemand gewaltbereit ist oder eher nicht. Zum Beispiel reagieren manche Menschen auf die Wörter „FICKEN“ und „TÖTEN“ recht unterschiedlich. Erstaunlicherweise zucken sie bei „FICKEN“ eher zusammen, als bei „TÖTEN“ (habe ich vor Jahren mal irgendwo gelesen und kann leider keine Quelle angeben).
Desweiteren muss man bedenken, dass durch die Gewaltdarstellung in Filmen, Internet, Büchern usw man ohnehin schon desensibilisiert ist und man sowas wie gewaltbereitschaft auch garnicht einschätzen kann. Es kommt immer auch die externen Einflüsse und Momente an. Oder wenn man in der Kindheit ohnehin schon immer Gewalt erleben musste, zeigt sich das nicht gerade fördernd auf die Entwicklung.
Außerdem kann man selbst seine engsten Freunde nicht richtig einschätzen, wenn diese ausrasten würden. Wie soll das dann ein Psychologe nach ein paar Sitzungen erst rauskriegen UND das auch noch bescheinigen?
gruss levi
Hi
Geistlich
amüsanter Verschreiber 
Geistlich entwickelt sich ein Mensch ja nicht immer
gleich schnell, weshalb die Altersbeschränkung ja nicht gerade
die bestmögliche Lösung darstellt.
aus „entwicklungspsychologischer“ Sicht ja
In diesem Ausweis steht
dann wie gewalttätig ein Spiel sein darf, das gekauft wird.
bzw. stünde im Ausweis wohl eher, welche Spiele welcher Altersfreigabestufen der Träger erwerben darf, sprich: sein „entwicklungspsychologisches“ Alter.
Da sich dies aber bekanntlich recht bald ändert, müsste man oft erneut getestet werden (es sei denn, man macht wiederum nur „grobe“ Abstufungen, dann bringt die Methode aber nicht viel)
Meine Frage an euch: Ginge das? Kann ein Psychologe
feststellen, in welchem Maße sich jemand durch gewalthaltigen
Medienkonsum negativ verändert?
So viele Fragen auf einmal:
-
Klar kann ein Psychologe/Testverfahren den Entwicklungsstand eines Heranwachsenden feststellen (solche Tests gibt es en masse)
-
Ein Psychologe kann auch prinzipiell schon feststellen, ob sich „gewalthaltiger Medienkonsum“ auf jemanden negativ auswirkt, dies allerdings eher nicht mit einmaligen Tests, die dann zu Ausweisen führen.
-
Aber mal ein anderes Problem: wenn sagen wir mal ein 17-jähriger auf „12“ getestet wird, darf er dann nicht solche Spiele kaufen wie seine Altersgenossen? was ist mit Kino? mit Disco?
und wenn er zwei Wochen später 18 wird, dann ist er doch „entwicklungspsychologisch“ immer noch „12“. Darf er dann plötzlich alles?
Du siehst: Dem Entwicklungspsychologen dürften diese Fragen gleichgültig sein; aber wie geht der Gesetzgeber und aber auch die politische Diskussion damit um (darf ein 18-jähriger wählen, wenn er auf „12“ getestet ist, und das obwohl er deshalb in keine FSK-16-Filme darf? etc.)
für diese wäre eine Umstellung von „biologischem“ Alter auf „entwicklungspsychologisches“ Ausweis-Alter der Super-GAU; und auch wenn man es erst mal nur für PC-Spiele so handhabt, wäre die Tür weit offen, es für andere Bereiche auch zu verlangen …
Schon deshalb:
Meine Frage an euch: Ginge das?
Nein, so nicht
Viele Grüße
franz
Sei morgendlich gegrüßt, lieber Ben!
Geistlich
amüsanter Verschreiber
Ja, das ist wirklich hübsch! (Ich bin ja so froh, dass es noch so einen diesbezüglich wachen Menschen hier im www gibt, ohne Dich käme ich mir manchmal etwas einsam hier vor.)
Die Frage gehört ja also schon fast in RELIGION & ETHIK - Brett, nicht NUR wegen des Verschreibers
.
Aber ein Verschreiber passt natürlich IMMER gut auch hier ins Psychologie-Brett.
(Du merkst schon, lieber Ben, ich könnte mich noch stundenlang über dieses Nebenthema hier auslassen, bis zum satten Rand des off-topic…up to the brink of the off-topic…)
Sonst habe ich LEIDER hier nicht viel zum Haupt-Thema beizutragen, weil mich Computer-Spiele tödlich langweilen. 
Es grüßt Dich
Branden
Ja ist ja gut(und wehe ihr sagt noch einmal religion in einem meiner Themen. Ich bin Atheist ^^)
Aber dann sagt mir doch bitte wie das korrekte Wort heißt
thx
ot: geistig
Hi!
Wie sagte doch mein guter alter Lateinlehrer immer? Selig sind die geistig Armen…
Gruß,
Beate
Hallo,
bei der ganzen Diskussion hier wird immer eins vorausgesetzt: Computerspiele machen (wenn auch evtl. nur schon gewaltbereite) Menschen aggressiv und/oder stumpfen gegen Gewalt ab.
Ich halte allein diese Grundidee schon für falsch.
Entweder jemand hat eine gewaltbereite Persönlichkeit - dann spielt er vielleicht gewalttätige Spiele, aber doch nicht ursächlich… Ich bin mir sicher, daß eine solche Person auch dann ihre Gewalttätigkeit ausleben wird, wenn sie KEINE Computerspiele spielen darf.
Oder jemand hat keine solchen Tendenzen und spielt solche Spiele, ohne daß sie ihn verrohen o.ä.
Ich sehe gewaltbeinhaltende Computerspiele ähnlich wie Sandsäcke. Manch Brutalo wird daran seinen Schlag trainieren und später dann seine „Feinde“ besser aufmischen können - andere wiederum nutzen es als Workout oder zur Aggressionsbewältigung und sind deswegen noch lange nicht gewaltbereiter als vorher.
ALLE mir persönlich bekannten „Killerspiel-Spieler“ gehören zu den freundlichsten und gegen Blut und Gewalt empfindlichsten Menschen die ich kenne. Sie sind (bis auf mich) ausnahmslos Vegetarier, weil sie die Grausamkeit der Tierhaltung nicht ertragen, (von Pelz etc. ganz zu schweigen!) und verfechten alle den Grundsatz „Streit ist mit Worten zu regeln, wo immer es nur geht“.
Mein Freund sollte mir mal Blut abnehmen und konnte sich eine halbe Stunde nicht überwinden, mich mit einer Nadel zu stechen - und der ist einsame Spitze in sämtlichen mir bekannten „Killerspielen“.
Von dieser Warte aus wäre es totaler Unsinn, einen „Führerschein geistiger Reife“ für altersbegrenzte Spiele einzuführen. Wer da durchfällt, dem hilft der Spielentzug auch nicht mehr!
Man muß von einem Menschen einfach erwarten können, daß er mit 18 Jahren zumindest formal sein Leben allein managen kann und mit dem zurechtkommt, was das Leben bereithält. Darauf wird er früh genug in den Nachrichten vorbereitet…
Gruß,
L.Weipert
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ach so
Geistig
nicht geistlich
hoppala
kann ja mal passiern
thx
ALLE mir persönlich bekannten „Killerspiel-Spieler“ gehören zu
den freundlichsten und gegen Blut und Gewalt empfindlichsten
Menschen die ich kenne. Sie sind (bis auf mich) ausnahmslos
Vegetarier, weil sie die Grausamkeit der Tierhaltung nicht
ertragen, (von Pelz etc. ganz zu schweigen!) und verfechten
alle den Grundsatz „Streit ist mit Worten zu regeln, wo immer
es nur geht“.
Mein Freund sollte mir mal Blut abnehmen und konnte sich eine
halbe Stunde nicht überwinden, mich mit einer Nadel zu stechen
- und der ist einsame Spitze in sämtlichen mir bekannten
„Killerspielen“.
So bin ich auch
Ich spiele Counterstrike, Battlefield etc eigentlich nur als eine Art Turnier zb wenn man in den Fußballverein geht. Einfach um zu wissen ob man in jener Disziplin besser ist als jemand anders. Ansonsten bin ich die Ruhe in Person. Ich hab mich eigentlich noch nie offensiv geprügelt(Also eine Schlägerei angefangen). Aber das ist nicht das Problem
Das Problem ist, dass die Politiker alt sind und darum das alte Vorurteil gegen PC Spiele haben(zumindest die meisten) Da kann man denen noch so oft sagen „Das hat keine Auswirkungen auf uns“
mfg
Apothecarius
Ursache, Wirkung & Folgen
Hallo!
Di eingegangene Hypothese mit der Frage nach der Ursache teile ich voll und ganz; es ist nicht hinreichend geklärt, was zuerst da war: die latente Gewaltverherrlichung und daraus resultierend eine Vorliebe für EGO-Shooter oder umgekehrt.
Tendenziell würde ich auch eher dazu neigen, den EGO-Shooter als Symptom anzusehen, da meiner Meinung nach „das Kind schon früher in den Brunnen gefallen“ sein muss.
Und hier finde ich es doch ganz wichtig, folgendes zu sehen: Der übermäßige Konsum von gewaltverherrlichenden Spielen ist NICHT zu verharmlosen. Es wird ein Kriegsschauplatz unter Beibehaltung von möglichst viel Realismus simuliert, man „spielt“ Menschen umzubringen.
Wenn Du beschreibst, dass diejenigen Spieler, welche Du kennst, Verhaltensmuster aufzeigen, welche extrem „pazifistisch“ anmuten, so teile ich diese Erfahrung auch aus meinem persönlichen Bekanntenkreis.
Allerdings sehe ich dies nicht als ein notwendigerweise positives Bild dieser Leute an: sie scheinen gänzlich ungeeignet, im Alltag auch Aggressionen zuzulassen und ihre Konflikte in ihrem Sinne zu lösen. Sie gehen Auseinandersetzungen bevorzugt aus dem Weg, neigen dazu, „den Kopf in den Sand zu stecken“ und „ziehen nicht selten den Kürzeren“.
In ihrem Spieluniversum können sie hingegen die so erlebten Nachteile kompensieren.
Worin liegt nun die wirkliche Gefahr in diesen Spielen? Die Spieler lernen die Vermeidung, haben ein Werkzeug um einen Ersatz zum Angang der eigenen Probleme zu schaffen. Die Defizite im richtigen Leben bleiben unbearbeitet und die Unzufriedenheit hierin wächst.
Und sie verlieren einen relativ normalen Standpunkt: wenn ich immer wieder lese, die Politiker „seien zu alt“ um die PC-Kultur überhaupt beurteilen zu können, kann ich doch die anderen Seite nur fragen:
Ist euch jemals in den Sinn gekommen, dass es NICHT der Normalität entspricht, sich in eine Rolle zu versetzen, in der es darum geht, binnen einer Viertelstunde ein gutes Dutzend Menschenleben auszurotten?
Lieben Gruß
Patrick
Hallo
bei der ganzen Diskussion hier wird immer eins vorausgesetzt:
Computerspiele machen (wenn auch evtl. nur schon
gewaltbereite) Menschen aggressiv und/oder stumpfen gegen
Gewalt ab.
Das ist eine korrekte Annahme, denn bisherige Untersuchungen deuten darauf hin, dass ähnlich wie bei Filmkonsum entsprechende Effekte auftreten. Gerade der Gewöhnungseffekt an Gewalt und das Abstumpfen gegenüber Gewalt sind belegt. Derzeit konzentriert sich die Forschung auf die Effektgröße.
vg
sam
wieso nur schwarz und weiß?
Hi @all,
bei der ganzen Diskussion hier wird immer eins vorausgesetzt:
Computerspiele machen (wenn auch evtl. nur schon
gewaltbereite) Menschen aggressiv und/oder stumpfen gegen
Gewalt ab.Das ist eine korrekte Annahme, denn bisherige Untersuchungen
deuten darauf hin, dass ähnlich wie bei Filmkonsum
entsprechende Effekte auftreten. Gerade der Gewöhnungseffekt
an Gewalt und das Abstumpfen gegenüber Gewalt sind belegt.
Derzeit konzentriert sich die Forschung auf die Effektgröße.
Bei dem Thema frage ich mich immer, wieso so oft schwarzweiss argumentiert wird. Die eine Seite schreit die bösen Computerspiele verrohen unsere Kinder" die andere Seite schreit „ich spiele das seit Jahren und BIN nicht agressiv, verdammt noch mal!“. 
Ich denke, daß die Wahrheit wie immer in der Mitte liegt:
Einem ausgeglichenen, gesunden Jugendlichen (oder Erwachsenen) werden auch gewaltverherrlichende Ego-Shooter nicht schaden, wenn er in Maßen spielt und nebenher noch ein anderes Leben hat (raus gehen, Sport machen, Bücher lesen, Freunde treffen etc.).
Ein Jugendlicher (oder Erwachsener) der in seiner Freizeit unablässig vor’m PC hängt, hat ohnehin ein psychisches Problem. Und zwar egal, ob er bei Doom Monster schießt oder in w-w-w postet. Wenn er nur dies in seiner Freizeit tut, ist er sozial geschädigt. Und dann kann es natürlich sein, daß eine innere Agression sich den Weg nach draußen bahnt.
Insofern stimmt es sicher, daß Ego-Shooter, im Übermaß genossen, schädlich sind. Das sollte uns aber nicht daran hindern, zu erkennen, daß die Wahrheit immer in Graustufen stattfindet. Oder, wie schon Mao sagte: „Das Dogma ist soviel Wert wie ein Kuhfladen“. 
In diesem Sinne,
Nike
?
Hallo,
ich habe ein paar Fragen zu Deinem Posting:
Gerade der Gewöhnungseffekt
an Gewalt und das Abstumpfen gegenüber Gewalt sind belegt.
Derzeit konzentriert sich die Forschung auf die Effektgröße.Bei dem Thema frage ich mich immer, wieso so oft schwarzweiss
argumentiert wird. Die eine Seite schreit die bösen
Computerspiele verrohen unsere Kinder" die andere Seite
schreit „ich spiele das seit Jahren und BIN nicht agressiv,
verdammt noch mal!“ .
Ist das so?
Ich denke, daß die Wahrheit wie immer in der Mitte liegt:
Was bedeutet hier denn Mitte?
Einem ausgeglichenen, gesunden Jugendlichen (oder Erwachsenen)
werden auch gewaltverherrlichende Ego-Shooter nicht schaden,
wenn er in Maßen spielt und nebenher noch ein anderes Leben
hat (raus gehen, Sport machen, Bücher lesen, Freunde treffen
etc.).
Ja? Was bedeutet „Maßen“, was definiert „ein anderes Leben“ und welche Komponenten wirken hier am besten oder welche Kombination aus bestimmten anderen Aktivitäten wirkt protektiv?
Ein Jugendlicher (oder Erwachsener) der in seiner Freizeit
unablässig vor’m PC hängt, hat ohnehin ein psychisches
Problem.
Ja?
Und zwar egal, ob er bei Doom Monster schießt oder in
w-w-w postet.
Gibt es da keine Unterschiede?
Wenn er nur dies in seiner Freizeit tut, ist er
sozial geschädigt.
Wiso? Was bedeutet sozial geschädigt? Wie äussert sich das?
Und dann kann es natürlich sein, daß
eine innere Agression sich den Weg nach draußen bahnt.
Ja? Welche Faktoren sind denn hierfür wichtig?
Insofern stimmt es sicher, daß Ego-Shooter, im Übermaß
genossen, schädlich sind.
Was ist ein Übermaß?
Das sollte uns aber nicht daran
hindern, zu erkennen, daß die Wahrheit immer in Graustufen
stattfindet.
?
Oder, wie schon Mao sagte: „Das Dogma ist soviel
Wert wie ein Kuhfladen“.
Welches sind denn dogmatische Postings in dem Thread?
In diesem Sinne,
Nike
Hiho,
ich habe ein paar Fragen zu Deinem Posting:
Aber gern. 
Bei dem Thema frage ich mich immer, wieso so oft schwarzweiss
argumentiert wird. Die eine Seite schreit die bösen
Computerspiele verrohen unsere Kinder" die andere Seite
schreit „ich spiele das seit Jahren und BIN nicht agressiv,
verdammt noch mal!“ .Ist das so?
Ja. 
Ich denke, daß die Wahrheit wie immer in der Mitte liegt:
Was bedeutet hier denn Mitte?
Diese Frage darfst Du gern im Philosophie-Brett weiter diskutieren.
Ja? Was bedeutet „Maßen“, was definiert „ein anderes Leben“
und welche Komponenten wirken hier am besten oder welche
Kombination aus bestimmten anderen Aktivitäten wirkt
protektiv?
„In Maßen“ ist relativ, nicht wahr? Da ist es wie mit anderen Süchten auch: Der eine kann hie und da genüßlich eine Zigarette rauchen, ohne abhängig zu sein. Der andere weiß „Wenn ich nur eine wieder anfasse, geht es wieder los“.
„Ein anderes Leben“ hingegen ist ja bereits in meinem ersten Posting mit Beispielen beschrieben.
Ein Jugendlicher (oder Erwachsener) der in seiner Freizeit
unablässig vor’m PC hängt, hat ohnehin ein psychisches
Problem.Ja?
Ja. Deine Fragen sind aber ziemlich kurz angebunden. 
Und zwar egal, ob er bei Doom Monster schießt oder in
w-w-w postet.Gibt es da keine Unterschiede?
Natürlich gibt es die, das solltest Du aber selbst wissen. Ts. Du hast aber den Satz sinngemäß auseinander genommen: „…hat ohnehin ein psychisches Problem: Und zwar egal, ob er…“
Das heißt natürlich nicht, daß es da keine Unterschiede gibt, sondern daß jemand, der in seiner Freizeit unablässig vor dem Bildschirm sitzt (also keine andere Freizeitbeschäftigung hat als diese), ein psychisches Problem hat, unabhängig davon, was er vor diesem Bildschirm tut. Solche grammatikalischen Feinheiten solltest Du als Akademiker aber in der Lage sein, zu verstehen, oder? 
Wiso? Was bedeutet sozial geschädigt? Wie äussert sich das?
Eben daran, daß er kein anderes Leben hat als das vor dem PC. Aber darum geht es in der Ausgangsfrage nicht. Der Poster wollte etwas zu Gewaltbereitschaft durch PC Spiele wissen, oder?
Und dann kann es natürlich sein, daß
eine innere Agression sich den Weg nach draußen bahnt.Ja? Welche Faktoren sind denn hierfür wichtig?
Nun wundere ich mich etwas, daß Du das fragst. Schließlich hast Du oben gepostet, um das klar zu stellen:
„bisherige Untersuchungen deuten darauf hin, dass ähnlich wie
bei Filmkonsum entsprechende Effekte auftreten“
Was ist ein Übermaß?
S.o.
Das sollte uns aber nicht daran
hindern, zu erkennen, daß die Wahrheit immer in Graustufen
stattfindet.?
OK, auch das können wir im Philosophie-Brett weiter diskutieren. *lol*
Oder, wie schon Mao sagte: „Das Dogma ist soviel
Wert wie ein Kuhfladen“.Welches sind denn dogmatische Postings in dem Thread?
Ich verstehe Deine Frage nicht. Wie ich oben sagte, bezog sich mein Posting auf die Einstellungen, die ich bei der ja nun schon lange stattfindenden Pro/Contra Diskussion über PC-Spiele (insbesondere gewalt’verherrlichende’) beobachten konnte.
Herzliche Grüße,
Nike
Gegenfrage:
Besitzt der Spieler einen Verstand?
Hallo Sam,
abgesehen davon, daß es sich bei den meisten Aussagen in Nikes Posting um spekulative Meinungsäußerungen handelt, die angemessenerweise durch „Ich denke, daß …“ eingeleitet werden (von denen ich nichtdestowenigertrotz einige in modifizierter Form durchaus unterschreiben könnte), beinhaltet das Posting auch zwei möglicherweise empirische Beispiele:
Die eine Seite schreit die bösen
Computerspiele verrohen unsere Kinder" die andere Seite
schreit „ich spiele das seit Jahren und BIN nicht agressiv,
verdammt noch mal!“ .
Zwar werden diese Beispiele mit dem Satz
Bei dem Thema frage ich mich immer, wieso so oft schwarzweiss
argumentiert wird.
eingeleitet, so daß sich die Erwartungshaltung bilden könnte, es würde nun irgend etwas folgen, daß das vermeintliche „Schwarzweiß“ belegt. Allerdings sind die zwei Beispiele, die dann tatsächlich folgen, nur Argumente für die eine der beiden angekündigten Positionen - nämlich für diejenige, die Du zitiert hast. 
Beste Grüße,
Oliver Walter
Schachbretterdenken
Hallo Sam,
Hallo Oliver,
abgesehen davon, daß es sich bei den meisten Aussagen in Nikes
Posting um spekulative Meinungsäußerungen handelt, die
angemessenerweise durch „Ich denke, daß …“ eingeleitet
werden (von denen ich nichtdestowenigertrotz einige in
modifizierter Form durchaus unterschreiben könnte),
Ja, Nike spekuliert gerne ohne fachliche Basis. Schade eigentlich.
beinhaltet das Posting auch zwei möglicherweise empirische Beispiele:
Die eine Seite schreit die bösen
Computerspiele verrohen unsere Kinder" die andere Seite
schreit „ich spiele das seit Jahren und BIN nicht agressiv,
verdammt noch mal!“ .Zwar werden diese Beispiele mit dem Satz
Bei dem Thema frage ich mich immer, wieso so oft schwarzweiss
argumentiert wird.eingeleitet, so daß sich die Erwartungshaltung bilden könnte,
es würde nun irgend etwas folgen, daß das vermeintliche
„Schwarzweiß“ belegt. Allerdings sind die zwei Beispiele, die
dann tatsächlich folgen, nur Argumente für die eine der beiden
angekündigten Positionen - nämlich für diejenige, die Du
zitiert hast.
Genau! Und wenn man die aktuelle Antwort von Nike liest, sieht man, dass ausser einer Wiederholung der Spekulationen und nun auch leichte Beleidigungen („Solche grammatikalischen Feinheiten solltest Du als Akademiker aber in der Lage sein, zu verstehen, oder?
“) nur noch das Bemühen, die Diskussion auf eine philosophische Ebene zu ziehen erkennbar ist.
Schade, aber das war leider zu erwarten.
Viele Grüße,
Sam
Hallo Sam,
ich denke, daß
die Inhalte eurer ersten Postings miteinander zu vereinbaren sind: Die Theorie, daß gewaltbeinhaltende Computerspiele im Mittel einen negativen Effekt auf Jugendliche haben, stimmt wohl. Es stimmt aber wohl auch, daß dieser Effekt bei verschiedenen Jugendlichen unterschiedlich groß ist.
D´rum hätt´ man sich die Keilerei sparen können.
Beste Grüße,
Oliver Walter
Schachnovellen
Hallo,
bei der ganzen Diskussion hier wird immer eins vorausgesetzt:
Computerspiele machen (wenn auch evtl. nur schon
gewaltbereite) Menschen aggressiv und/oder stumpfen gegen
Gewalt ab.
Ich halte allein diese Grundidee schon für falsch.
Computerspiele haben, wie auch Filme, Gesellschaftsspiele, Romane, ja sogar wissenschaftliche Werke, die Fähigkeit Aggressivität zu erzeugen/fördern. Das ist wohl kaum zu leugnen, und als solches auch nicht dramatisch, noch nicht einmal sonderlich interessant, wenn dies in Studien so festgestellt wird (was Dir ja Herr Diplom-Psychologe SAM vollkommen richtig referiert hat)
Es gab früher die sog. „Katharsishypothese“, wonach etwa der Konsum von Gewalthandlungen in Filmen die Gewaltbereitschaft senken würde, weil sie Gewaltpotential „virtuell abführen“ würde, aber dies hat sich als nicht haltbar erwiesen.
Entweder jemand hat eine gewaltbereite Persönlichkeit - dann
spielt er vielleicht gewalttätige Spiele, aber doch nicht
ursächlich…
Dein Denkfehler ist meines Erachtens, die „reale Welt“ zu dichotom zur „virtuellen Welt“ zu setzen, wobei ich mit „virtueller Welt“ nicht nur PC-Spiele, sondern auch Filme, Bücher, etc. meine.
DIE Ursache, eine Art Ur-Sache, für die Entstehung von Gewaltpotential ist kaum anzunehmen, dafür ein Zusammenfluss sehr vieler Ursachen und aber auch vieler Gelegenheiten.
Weder die Ursachen noch die Gelegenheiten lassen sich einfach auf eine Seite der beiden Welten beschränken.
Ich bin mir sicher, daß eine solche Person auch
dann ihre Gewalttätigkeit ausleben wird, wenn sie KEINE
Computerspiele spielen darf.
grosso modo ja, auch wenn es Personen geben wird, die tatsächlich in einem Computerspiel oder Film den Auslöser (nicht die Ursache) für „reale“ Gewaltanwendung finden, und im Gegensatz wohl auch einige Personen durch „Killerspiele“ nicht gereinigt (Katharsis), aber doch ganz schlicht zeitlich von „realer“ Gewaltanwendung abgehalten werden.
Oder jemand hat keine solchen Tendenzen und spielt solche
Spiele, ohne daß sie ihn verrohen o.ä.
Ja, völlig richtig; dieses saudumme Rumgejammere von der „Verrohung“ ist sowieso vollkommen lächerlich, fast so lächerlich wie die Leute selbst, die dies jammern.
Von dieser Warte aus wäre es totaler Unsinn, einen
„Führerschein geistiger Reife“ für altersbegrenzte Spiele
einzuführen.
Naja, so war die Frage vom Apotheker gar nicht gemeint, zumindest habe ich sie nicht so verstanden;
Es ist ja bereits gängige Praxis, dass es Altersbegrenzungen gibt für Filme und PC-Spiele; seine Idee war ja die, diese Begrenzungen nicht einfach am biologischen Alter, sondern an der Reife der Person festzumachen.
Das ist ja nichts grundsätzlich anderes als die Altersbegrenzung, aber doch ein besserer „Indikator“ als die Zahl 12 oder 16 oder 18.
Viele Grüße
franz