Hallo Peter,
Du schreibst unten:
- Die Spannungsversorgung für das Bedienteil vom Slave (also
vom Gerät) aus erfolgen muss.
Das ist prinzipiell bei USB nicht vorgesehen.
Gilt die Frage dem abgesetzten Gerät oder dem Bedienteil? Was ist Deine Aufgabe? Beides?
Bedienteil: Wenn das Bedienteil durch einen PC ersetzt werden kann, müsste es, wie der PC, den USB-Host enthalten. Einen USB-Slave einzusetzen ist nicht zu schwierig, aber einen Host bzw. Master in ein uC-gesteuertes Gerät? Ich würde das nicht in Erwägung ziehen, weil ich es für zu aussichtslos halte. Es sei denn, statt uC kommt da gleich ein embedded PC 'rein. Vielleicht sehe ich auch zu schwarz. Das gleiche gilt für USB-OTG.
Abgesetzten Gerät: Wenn Dich das Bedienteil nicht interessiert (denn da müsste jetzt der Host drin sein), sollte ein USB-Slave im Gerät nicht zu tragisch sein. Wer keine USB-Controller konfigurieren (programmieren) mag, könnte eins der USB-auf-Seriell-ICs einsetzen, so dass intern wieder seriell ist (nur teilweise V.24, weil die Pegeltreiber nicht benötigt werden). Allerdings gerade heute habe ich wieder Ärger mit einem solchen Kabel gehabt: Bei ECHO xxxxxx >COM5 gingen 1 bis 3 Zeilen 'raus, dann war der Port abgestürzt, aber bei ECHO xxxxxx >COM1 gab’s keine Probleme. Also: Ich tät’s nicht. Wenn schon, dann die harte Tour, uC mit USB-Controller. Ist aber auch Mist, weil da braucht man eine Vendor-ID, dafür muss man Mitglied im USB.ORG sein (sind wir), kostet einen Haufen Geld, ein eigener Treiber muss her, der ist auch nicht garantiert stabil (aber man kann ihn wenigstens korrigieren)… Haben wir bei uns so gemacht (allerdings mit einer wesentlich komplizierteren Anwendung, bei der der USB 2.0 unter Volldampf steht).
Über das Verbindungskabel muss die Stromversorgung und die
bidirektionale Datenverbindung.
Die Spannungsversorgung für das Bedienteil vom Slave (also
vom Gerät) aus erfolgen muss.
Das Gerät versorgt das Bedienteil. Dann sind wir wieder beim USB-Host im Gerät. Dann kann der PC nicht das Bedienteil ersetzen, weil der auch Host bzw. Master ist. Oder USB-Specs ignorieren, das könnte auch gehen, weil vielleicht sowieso ein Adapterkabel gebraucht wird (s. u.).
- Der etwas höhere Entwicklungsaufwand
Siehe die harte und die leichte Tour
- Die Stecker. Es müssen verriegelbare und einigermassen
dichte Steckverbindungen verwendet werden. Das Gerät wird zwar
in einer Laborumgebung eingesetzt, es wird aber mit Lacken
gearbeitet und da kanns mal auf den Stecker tropfen.
Scheint mir eher ein kleines Problem. Bei Full Speed kannst Du jeden Stecker nehmen (nur High Speed ist kritisch), aber zum PC müsste ein Adapter her. Der könnte auch gleich den Spannungsausgang des Geräts vom Spannungsausgang des PCs trennen.
- Wie sieht es mit den Treibern für Vista, insbesonders
Vista64, aus? Muss der Gerätespezifische Treiber auch von MS
signiert sein ?
Bei der harten Tour: Ja, Treiber erforderlich. Unsere Treiber arbeiten unsigniert, kein Problem. Aber die Sache mit der Vendor-ID!
V.24 hat nur den Nachteil, dass man einen USB V.24
Adapter benötigt, das Treiberproblem müssen dann andere lösen

Haben die auch, aber nach meiner und der Erfahrung Anderer eher schlecht als recht. Risiko! Plan B zurecht legen! (Z. B. andere Adapter-ICs vorbereiten und testen.)
Wie schätzt ihr das ganze ein ?
Schei… Nachteile bei jedem Lösungsansatz. Die Wahl zwischen Teufel und Belzebub.
Reinhards Ansatz mit dem XPort und Ethernet: Den XPort setzen wir auch ein. Man ist „nicht sehr glücklich“ mit dem erforderlichen Parametrierungsaufwand, der für „unsereins seine Versuche“ kein Problem ist, aber beim Kunden schon. Ich habe ein Manual für die Kunden dafür geschrieben, 10 Seiten, und bevor das fertig war, musste ich es wegen geänderter Firm- und Software überarbeiten. Jetzt verhandeln wir mit Lantronix, eine Funktion, die im Rahmen des Firmwareupdates gestrichen wurde, wieder zu bekommen (bis dahin müssen wir alle XPorts downgraden) - 'ne Menge Theater. Ich bin gegen XPort in einem solchen Projekt, weil wir genau das schon haben.
Grüße, viel Erfolg
Uwe
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