Hallo,
ich habe ständig Probleme mit Edelstahlgewindeschrauben. Ist erstmal die Mutter festgezogen, so lässt sich meisten diese nur sehr sher schwer wieder lösen. Man hat dann meisten ein zerstörtes Gewinde auf dem Schraubengang. Manchmal geht die Muttter überhaupt nicht mehr retour, und ddie Schraube bricht. Ich rede hier von ganz normalen Edelstahlschrauben in z.B. 6, 8 und 10 mm. Bei Stahlschrauben gibt es dieses Phänomen nicht. Tja, wer weiss mehr ?? gruss,weissnich
Hallo Weissnich
Zunächst eine Begriffsklärung:
Edelstahl ist vermutlich alles, was du in die Finger bekommst.
Deine Rede ist wahrscheinlich von Edelstahl rostfrei; und ob das unter dem Markennamen V2A läuft, ist noch fraglich.
Nebenbei; ALLE Schrauben haben ein Gewinde, das ist die Wendel, die um den Schraubenkern herumläuft, von machen als Spi… bezeichnet.
Wir, die Fachleute, sprechen in solchen Fällen von schwarzem und weißem Stahl.
Bei schwarzem Stahl ist eine „freßhemmende“ Schicht (Phosphatierung, Galvanisierung etc.) vorhanden.
Bei weißem Stahl gibt es derartige Beschichtungen nicht.
Hinzu kommt noch, dass bei schwarzem Stahl eine Vergütung ( Härten mit anschließendem Anlassen) möglich ist und oft durchgeführt wird.
Bei Edelstahl rostfrei ist dies nicht möglich.
Dieser Stahl hat auch von Haus aus eine größere Duktilität, er hat keine klare "Festigkeitsgrenze und „schmiert“ gerne.
Erschwerend kommt hinzu, das gerne gewalzte oder gewirbelte Gewinde bolzenseitig mit geschnittenen oder gerollten Gewinden mutternseitig verbaut werden.
Dafür kann der Kunde nichts, es ist nicht gekennzeichnet.
Grundsätzlich hilft das Einschmieren der Gewindegänge mit phenolischen Fetten, wie z.B. Talg.
Auch „distancer“ wie Molykote, Copaslip, Nickel antisize etc. helfen da sehr.
Auf keinen Fall dünnflüssige Mineralöle a la WD40 oder Caramba verwenden.
Bei heiklen Verschraubungen hat sich auch Spezial Schneidöl für Austenitische Stähle bewährt.
Gruß
Rochus
Moin,
Bei Stahlschrauben gibt es dieses Phänomen nicht.
den Grund hat Rochus ja schon sehr richtig beschrieben. Darum muss man mit diesen Schrauben auch sehr vorsichtig arbeiten, weil die auch schnell mal hinüber sind.
Die Stülpverschalung meines Hauses hab ich mit rostfreien Schrauben befestigt und obwohl ich spezielle Bits nutzte riss ich anfangs immer wieder Köpfe der Schrauben ab, bis ich verstand, daß ich den Schrauber wesentlich ‚weicher‘ einstellen muss.
Der einzige Vorteil solcher Schrauben ist m.E. deren Korrosionsfestigkeit.
Gandalf
Hallo,
ich kann nur bestätigen, dass Schrauben und Muttern aus
rostfreiem Stahl (Aufdruck: z.B. „A2“) problematisch in
der Anwendung sind. Aber noch schlimmer sind die höher säurebeständigen Stähle (Aufdruck: z.B. „A4“).
Wenn da mal ein Fremdkörper oder Span ins Gewinde kommt,
„frist“ sich die Mutter schnell fest. Dann geht gar nix
mehr und du kannst nur noch die Flexe nehmen.
Deshalb werden an den Stellen wo das möglich ist, Schrauben
und Gewindebolzen besser mit Messingmuttern verschraubt.
Solche Schraubverbindungen sind deutlich gutmütiger und
gegenüber Schwarzstahl auch gut korrosionsbeständig.
Ansonsten helfen eben sehr saubere Gewinde, die auch korrekt
geschnitten sein müssen + passende Trennmittel und
vorsichtige Anwendung.
Gruß Uwi
ich habe ständig Probleme mit Edelstahlgewindeschrauben. Ist
erstmal die Mutter festgezogen, so lässt sich meisten diese
nur sehr sher schwer wieder lösen. Man hat dann meisten ein
zerstörtes Gewinde auf dem Schraubengang. Manchmal geht die
Muttter überhaupt nicht mehr retour, und ddie Schraube bricht.
Ich rede hier von ganz normalen Edelstahlschrauben in z.B. 6,
8 und 10 mm. Bei Stahlschrauben gibt es dieses Phänomen nicht.
Tja, wer weiss mehr ?? gruss,weissnich
Danke Rochus…
hat mir sehr viel weitergeholfen, gleich besorgt, und hat heute „geflutscht“ wie Sau.
Schönes WE
gruss,weissnich