Überforderte Eltern…
Hallo Tato,
hmmm hab die anderen Postings gelesen.
Das was Du über den Zustand des Kindes schreibst klingt in meinen Ohren stark nach Pflegemängeln und nach überforderung der Eltern. Denn egal ob der Vater Arzt ist oder nicht er ist auch nur ein Mensch der mit der Behinderung seines Kindes überfordert sein kann.
So wie ich das verstanden habe bist Du in einer Einrichtung die wohl von einem gemeinnützigen Verband betrieben wird. Ist das Korrekt?
Ausserdem scheint es keine durchgängige Dokumentation zu geben über die Krankheit (Welcher Gendefekt mit welchen Folgen?), was heißt er wird nur zeitweise dort betreut.
Also wenn ich Probleme bezüglich der Pflege meines Vaters habe kann ich mich an die Heimaufsicht, die Krankenkasse oder die BG (weil Folge eines Arbeitsunfalls) wenden. Wie das aber bei Behinderten ist die mit Behinderung geboren wurden weiß ich nicht. Die Eltern haben auf jedenfall das Sorgerecht und sind somit weisungsbefugt. In wieweit das Jugendamt da zuständig ist weiß ich nicht.
Das ganze ist natürlich kompliziert denn du kennst den Familiären Hintergrund nicht und auch nicht den genauen Grad der Behinderung. Du selbst bist nur selten da und man wird Dir die Kompetenz absprechen es beurteilen zu können. Mal davon abgesehen davon wie lange Du dort arbeiten willst! Denn es scheint ja so als wenn man es totschweigen will oder zu viel Angst hat etwas zu sagen, weil der Vater Arzt ist.
Aber ich denke wenn Du dem Kind helfen willst dann solltest Du wirklich mal die Eltern ansprechen. Vielleicht mal ganz unbedarft wie:
Ihr Kind ist mir richtig ans Herz gewachsen in der kurzen Zeit, was genau hat er eigentlich?
Und nie zu viele Fragen auf einmal stellen, so wirst Du Dir vielleicht ein klareres Bild schaffen können. Ansonsten kannst Du dich ja auch mal beim Jugendamt erkundigen wie das ist, ob die zuständig wären. Vielleicht auch bei der Sozialstelle der Stadt/Gemeinde.
Ich denke allerdings um das wirklich richtig beurteilen zu können brauchst Du fachkundigen Rat.
Probiers mal hier:
Informationsbüro Pflege und Pflegebeschwerdestelle, Magdeburgerstraße 17, 28077 Bremen, Telefon: 0421/36 18 221, Mo.-Do. 9-12 Uhr
oder hier http://www.bremen.de/sixcms/detail.php?template=17_s…
Ich denke die Eltern sind überfordert und brauchen Hilfe, manche nehmen sie freiwillig an und andere müssen erst drauf gestoßen werden.
Du musst entscheiden was Du tust und dann handeln, aber ich denke es sollte etwas getan werden.
Gruss Andrea