Variable Kreditzinsen abhängig von Leitzins?

Hallo,
diese Woche kam in Frontal21 ein Bericht, wie Banken Ihre Kunden durch nicht angepasste Kreditzinsen schröpfen.
Sie zählen darauf, dass der Kunde den Zinsverlauf nicht beobachtet und somit seine Kreditzinsen auch nicht überprüft.

Grundsätzlich soll es wohl so sein, dass wenn der Leitzins sind, auch die Banken das Geld günstiger beschaffen können und
diesen Vorteil auch an Ihre Kunden weitergeben?
Der Leitzins ist seit Beginn der Finanzkrise bis auf 1 % gesunken.

Ich selber habe einen Kredit mit variablen Zinssatz laufen und habe mal geschaut wie die Zinsanpassung meiner Bank war.

16.04.29 3,80 %
16.06.09 3,55 %
30.06.09 3,30 %
30.09.09 3,20 % bis heute

Wenn ich den Leitzins anschaue, hat er sich folgendermaßen entwickelt:

15.01.09 2,00 %
05.03.09 1,50 %
02.04.09 1,25 %
07.05.09 1,00 % bis heute.

Meine Bank scheint sich hier einigermaßen daran zu halten, wenn auch zeitverzögert.

Meine Fragen:
Wie gehen die Banken hier normalerweise vor?
Sind die Anpassungen und Zeiträume individuell von den Banken definierbar?
Wie kann man einen angemessenen verriablen Zinssatz einschätzen, von welchen Faktoren hängt dies ab?

Vielen Dank.
Idde

Als Basis für einen angemessenen variablen Darlehenszinssatz würden sich die Euriborsätze der entsprechenden Laufzeit anbieten, also gleich wie die Zinsbindung des variablen Darlehens , wenn es eine hat. Bei jederzeit ändernden Zinssätzen, sehr kurze Laufzeiten im Euribor. ( z.B. Das Mittel aus 1 Woche , 1 Monat und 3 Monate ). In Zeitungen mit anspruchsvollem Wirtschaftsteil sind die Zinssätze oft irgendwo abgedruckt.

Die Bank muss Zinsänderungen aber nur weitergeben, wenn im Vertrag auf diese Zinssätze als Referenz verwiesen wird. Das kommt bei kleineren, privaten Krediten eigentlich nicht vor.
In allen anderen Fällen steht es der Bank natürlich frei, aus geschäftspolitischen oder sonstigen Gründen, Änderungen der Marktpreise zu einer Ausweitung der Spanne zu nutzen.

Grüßle

Eric