Variorollen

Hallo an alle,
ich hab da mal ne Frage:
Wer kennt sich mit den Variorollen für Roller aus?
Ich hab nen Suzuki Roller AN 125 4Takt.
Beim Beschleunigen tut er sich etwas schwer. Kann es sein, dass diese Rollen abgenutzt sind?
Kann man die wechseln? Wie?
Wo bekommt man für diesen Roller eine Reparaturanleitung?

OK, es waren mehr als eine Frage. Möglicherweise kann aber jemand einige Fragen beantworten.

Hallo Meiky,
normalerweise nutzen sich die Rollen in den Variatorscheiben nicht ab, sollten aber gangbar sein. Ist Schmutz eingedrungen, hilft nur reinigen und gegebenenfalls neu fetten.
Das Prinzip mit den Variatorscheiben ist ja schon sehr alt und ausgereift. Mir ist das System als äusserst störunanfällig bekannt.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,
ich hatte den Gehäusedeckel schon mal ab. Aber ich komme an die Variomatik nicht heran. Man müsste die Welle irgendwie blockieren um die Mutter zu lösen. Oder man braucht Spezialwerkzeug.
Was ich sehen kann sind die Scheiben und der Riemen sauber. Ich denke so sollte das auch sein. Nur wie diese Variomatikrollen aus sehen kann ich nicht sagen. Zwischen 30 - 60 Km/h ist nunmal die Beschleunigung nicht gut. Ich werde mal eine Werkstatt aufsuchen.
Besten Dank für Deine Antwort.

Meiky

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Hallo Meiky,
normalerweise nutzen sich die Rollen in den Variatorscheiben
nicht ab, sollten aber gangbar sein. Ist Schmutz eingedrungen,
hilft nur reinigen und gegebenenfalls neu fetten.
Das Prinzip mit den Variatorscheiben ist ja schon sehr alt und
ausgereift. Mir ist das System als äusserst störunanfällig
bekannt.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,
ich hatte den Gehäusedeckel schon mal ab. Aber ich komme an
die Variomatik nicht heran.

Da gibts ein Spezialwerkzueg www.rollershop.de
Man müsste die Welle irgendwie

blockieren um die Mutter zu lösen.

Wir hams auch schon geschaft indem wir einen Brecheisen in die Zahnspitzen der Startautomatik gedrückt haben.

Aber was auch gut ist…kauf dir bei www.rollershop.de neue Rollen geh zum Händler=> Sag er soll sie dir schnell einbauen…kostet 10 min und 20 DM und keine Nerven :wink:
Oder man braucht

Spezialwerkzeug.
Was ich sehen kann sind die Scheiben und der Riemen sauber.
Ich denke so sollte das auch sein. Nur wie diese
Variomatikrollen aus sehen kann ich nicht sagen. Zwischen 30 -
60 Km/h ist nunmal die Beschleunigung nicht gut. Ich werde mal
eine Werkstatt aufsuchen.
Besten Dank für Deine Antwort.

Meiky

Variatortechnik
Erst die Technik und dann dein Problem.

Die Technik ist Simpel und uralt.
Die Fa.DAF früher und Ford/Fiat aktuell bauen mit der Technik Autogetriebe und die Fa.PIV baut damit stufenlose Antriebe für Drehbänke und ähnliches.

Du hast zwei Riemenscheiben über die ein Riemen läuft.
Die vordere Riemenscheibe besteht aus zwei losen Scheiben, zwischen denen die Variatorrollen angebracht sind.
Drehen sich die Scheiben (Motor läuft) drückt die Fliehkraft jeh nach Motordrehzahl die Rollen nach außen, das drückt die Scheiben zusammen, dadurch verringert sich der Spalt zwischen den Scheiben, dadurch wird der Riemen nach außen gedrückt und dadurch wird die Übersetzung (Umfang der vorderen Scheibe über die der Riemen läuft) „länger“.

Wenn sich die Röllchen abnutzen, bekommen die flache Stellen und rollen nicht mehr, aber da die im Fett eingesetzt sind, merkt man das kaum.

Ganz einfach :smile:)

Nun dein Problem.

Deutschland hat böse böse Geräusch- und Abgasvorschriften.
Die sind der Motorleistung im Weg.
Um die Vorschriften „auszutricksen“ gehen die Hersteller gerne hin und bauen Variatorrollen ein, die eine langsame Beschleunigung d.h. niedrige Drehzahl beim Beschleunigen, produzieren.

Das wollen aber die Fahrer aber nicht.
Die wollen Power, wie du.

Die Lösung: Röllchen die leichter sind bewegen sich erst bei höherer Drehzahl und lassen so mehr die (Wild)Pferdestärken spielen.

Den Variator (vordere Scheibe) mußt du über die Zentralmutter ausbauen. Die dreht sich aber mit der Kurbelwelle mit.
Dumm gelaufen :smile:)

1.Möglichkeit : Schlagschrauber rattert das Ding problemlos los.
2.Möglichkeit : Riemen auf halber Länge zwischen Variator und Hinterrad zusammendrücken (also oberes und unteres Riemenstück) und so die ganze Sache verspannen).
3.Möglichkeit : Kerze ausbauen und versuchen mit einem Holzstück (kein Metall nach Möglichkeit) den Kolben festzuhalten.

Danach muß der Variator zerlegt werden.

Haben die Röllchen flache Stellen, austauschen.

Ansonsten beim Fachhändler (oder bei Rollershop) nach leichteren Röllchen fragen und die gleich einsetzen.

Mutige Helden (wie ich) bohren die Röllchen hohl um sie leichter zu machen. Verschätzt du dich in der Lochdicke (Gewicht) fährt der Roller danach wie ein Mofa :smile:)

Viel Glück

Winni the Pooh