Hallo,
Weil er extra dafür seinen Arbeitsumfang redzuiert und dadurch
weniger verdient.
Ich will jetzt wirklich nicht besserwisserisch oder
oberlehrerhaft klingen, aber dass man auch Zeit für seine
Kinder und die Erziehung aufbringen muss weiß man doch vorher,
auch wenn das nicht auf der Packung steht, oder?
Natürlich zahlt der Staat da exakt gar nichts, denn du redest
hier von den elementarsten Elternpflichten.
Es klingt für mich aber tatsächlich besserwisserisch und oberlehrerhaft.
Die Eltern leben hier im Beispiel getrennt. Wenn Eltern beim Zusammenleben Arbeitszeiten reduzieren um die Kinder optimal betreuen zu können, haben sie nur einen Teil der Kosten, die getrenntlebende Eltern haben.
Im Beispielsfall fallen doppelte Miete, Strom, Telefon uvm. an.
Beide Eltern haben gegenüber dem Kind einen Selbstbehalt von je 900 Euro (zusätzlich Arbeitskosten, Altschulden usw.). Davon müssen beide ihre festen Kosten bezahlen und natürlich auch sonst noch überleben.
Auch Eltern ohne eigenes Einkommen (z. B. kranke oder dauerarbeitslose) haben Elternpflichten. Sie können diese aufgrund der Situation nicht finanzieren. Deutschland ist nun mal auch ein Sozialstaat und die Eltern werden dann bei der Finanzierung des Kindes unterstützt.
Hier wäre ein getrenntlebender Vater bereit seine Karriere und sein Einkommen - von dem er zusätzlich noch Barunterhalt an das Kind und evtl. auch an die Mutter bezahlen muss - zu reduzieren, um dem gemeinsamen Kind eine Fremdbetreuung zu ersparen.
Er verschlechtert seine Zukunft bis einschließlich der Rente. Die bei der Rente anrechenbaren Kindererziehungszeiten werden hier (vermutlich) komplett der Mutter zugerechnet.
Diese, trotz Trennung, verantwortungsbewussten Eltern auf ihre finanziellen Elternpflichten zu reduzieren finde ich ziemlich daneben. Sie geben sich Mühe die beste Lösung für ihr Baby zu finden, ihm Mutter UND Vater zu erhalten. Sie sind sicher auch bereit finanzielle Einbußen zu übernehmen, aber überleben müssen nun mal alle DREI können.
Mit Stammtischparolen kommen weder Mutter noch Vater und schon gar nicht das Kind weiter.
Die Alternative wäre, dass sie Mutter einen
Kindergartenplatz sucht oder das Kind zu einer Tagesmutter
bringt.
Das Kind ist ein Baby. Ich bezweifle - und hätte es auch selbst niiieee getan - ob Fremdbetreuung in einer Krippe mit öfters wechselnden Bezugspersonen wirklich gut für das Kleinchen ist. Eine Tagesmutter kostet im übrigen ziemlich viel Geld. Eine zu finden, der man sein kostbarstes Gut - sein eigenes kleines Kind - anvertraut kostet sehr viel Glück.